Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Holzrahmenbau eines Hauses mit offenem Dachstuhl und Wänden, Holzstützen zur Stabilisierung, Tageslicht und Bäume im Hintergrund.

Der Holzbau ist attraktiv für Auszubildende

Knut Köstergarten

13. November 2018

Die Zimmereibetriebe sind wie in den Vorjahren nach wie vor zufrieden mit der Auftragslage und sehen dem Geschäftsjahr 2018 optimistisch entgegen. Das ergibt sich aus dem aktuellen Lagebericht des Verbandes Holzbau Deutschland, der auf Daten des Statistischen Bundesamtes und der am Betriebsvergleich teilnehmenden Innungsbetriebe basiert.

Mit 77 Prozent ist der Anteil der Holzbau-Aufträge im privaten Bereich gegenüber den Jahren 2015 und 2016 nahezu unverändert hoch geblieben.

Mit 77 Prozent ist der Anteil der Holzbau-Aufträge im privaten Bereich gegenüber den Jahren 2015 und 2016 nahezu unverändert hoch geblieben.

Holzbau-Quote bei Wohngebäuden steigt weiter

Während die Gesamtzahl der genehmigten Wohngebäude in der gesamten deutschen Bauwirtschaft 2017 auf 119.060 gesunken ist, kann der Holzbau eine Steigerung von 20.282 auf 21.018 genehmigter Gebäude verzeichnen. Die Holzbauquote ist damit gegenüber dem Vorjahr von 16,2 auf 17,7 Prozent gestiegen. Beim Umsatz zeichnet sich für 2017 ein Zuwachs von 2,5 Prozent ab. Für das laufende Jahr 2018 prognostiziert Holzbau Deutschland einen höheren Zuwachs von rund 3,5 Prozent.

Nahezu unverändert gegenüber den Jahren 2015 und 2016 liegt demnach mit 77 Prozent der größte Anteil der Aufträge im privaten Bereich. Mit 14 Prozent bei den gewerblichen und neun Prozent bei den öffentlichen Aufträgen haben sich auch diese Zahlen im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Das Bauen im Bestand zeigt mit 47 Prozent weiterhin den größten Anteil am Umsatz.

Die Holzbauquote bei Wohngebäuden kann eine Steigerung von 20.282 auf 21.018 genehmigter Gebäude verzeichnen.

Die Holzbauquote bei Wohngebäuden kann eine Steigerung von 20.282 auf 21.018 genehmigter Gebäude verzeichnen.

Holzbau: Weibliche Schulabgänger als wichtige Zielgruppe

Die Ausbildungsbereitschaft der Zimmerer und Holzbauunternehmer ist unverändert hoch. Sie ist nach Einschätzung der Unternehmer auch weiterhin eine der wichtigsten Maßnahmen, um den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Die Ausbildungsquote der Zimmerer ist 2017 mit 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (10,8 Prozent) wieder geringfügig angestiegen. Die Bewerber sind zumeist männlich, doch der Frauenanteil nimmt stetig zu. Unter den 7.280 Auszubildenden sind 169 Frauen zu finden. Damit hat sich der Anteil an weiblichen Auszubildenden seit 2013 mehr als verdoppelt.

Das klassische Zimmererhandwerk ist für Frauen attraktiv, weil der zunehmende maschinelle Einsatz bei Vorfertigung, Elementierung und Montage die körperlichen Herausforderungen des Berufsbildes reduziert. Dies sollten Unternehmer berücksichtigen und auch Schulabgängerinnen gezielt für eine Ausbildung als Zimmerin ansprechen.

Der Anteil der weiblichen Auszubildenden im Zimmerhandwerk nimmt stetig zu.

Der Anteil der weiblichen Auszubildenden im Zimmerhandwerk nimmt stetig zu.

Holzbau: Betriebe setzen mehr auf Festanstellungen

Die gute Auftragslage führt insgesamt zu einer höheren Nachfrage nach Arbeitskräften. Dabei ist es für Unternehmen nach wie vor keine leichte Aufgabe, geeignete Bewerber zu finden. Dennoch ist die Personalkostenquote mit 28,1 Prozent die höchste seit zehn Jahren. Zum einen haben die Betriebe den Einsatz von Nachunternehmern leicht zurückgefahren, zum anderen hat sich ihre Personalausstattung insgesamt verbessert. Das liegt daran, dass sie angesichts der guten Auftragslage verstärkt auf eigenes Personal und Neueinstellungen setzen.

Entwicklung der Beschäftigten- und Auszubildendenzahlen im Holzbau.

Entwicklung der Beschäftigten- und Auszubildendenzahlen im Holzbau.

Bürokratie gilt im Holzbau als größtes Hindernis

Interessant ist zu sehen, worin die befragten Unternehmen die größten Hindernisse für die weitere Entwicklung sehen. Hier rangiert ganz oben die steigende Bürokratie bei Genehmigungsverfahren. An Stelle von Entbürokratisierung werden in immer mehr Arbeitsbereichen sogenannte Struktur- und Verfahrensdokumentationen und Sachbeauftragte abverlangt. Externe Prüfstellen winken dann mit Zertifikaten zur Bewältigung der Auflagen. Speziell von den Meisterbetrieben werden sie weniger als qualitätsverbessernde Maßnahmen, sondern mehr als moderne Form des Ablasshandels empfunden.

Holzbau: Betriebswirtschaftliche Ergebnisse bleiben positiv

Das betriebswirtschaftliche Ergebnis bleibt positiv. Die Betriebe waren also in der Lage, den Bedarf für den Unternehmerlohn sowie Mieten und Zinsen zu erwirtschaften und darüber hinaus einen betriebswirtschaftlichen Gewinn zu erzielen. Sie nutzen zudem die anhaltend gute Baukonjunktur, um Ausstattung und Organisation weiter zu verbessern.

Gesamtzahl der Beschäftigten im Holzbau und ihre Verteilung auf die jeweiligen Betriebe.

Gesamtzahl der Beschäftigten im Holzbau und ihre Verteilung auf die jeweiligen Betriebe.

Auch die Finanzsituation der Betriebe verbessert sich kontinuierlich. In den letzten zehn Jahren hat die Eigenfinanzierung deutlich an Bedeutung gewonnen. So lag die Eigenkapitalquote bei den teilnehmenden Betrieben 2016 mit knapp 50 Prozent wieder auf einem Höchstniveau. Dass die Betriebe ihre Rechnungen auch bezahlt bekommen, wird aus dem ansteigenden Cashflow sowie der guten Liquidität deutlich. Die kurzfristige Liquidität liegt bei den Holzbaubetrieben im Jahr 2016 mit einem Wert von 1,9 – wie in den vergangenen Jahren – deutlich über dem von den Banken und Versicherungen geforderten Wert von 1,0.

Sie interessieren sich für Artikel zum Thema Holzbau? Dann lesen Sie das Betriebsportrait von Holzbau Loes.

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

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