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Simon Lerch gewinnt Finale der Rheinzink-Masters

2019.04.18 Knut Köstergarten • Lesezeit 3’

Ein Wettbewerb für die Nachwuchswerbung: die Rheinzink-Masters zeigen, wie spannend der Beruf Klempner ist. Wir berichten über das Finale und stellen Teilnehmer vor, die mit großer Leidenschaft ihr komplexes Fassaden-Modell realisieren.

Eigentlich müssten hier viele Schüler zuschauen, die nach einem coolen, interessanten Beruf suchen. Bei den Rheinzink-Masters am Firmensitz in Datteln zeigen die zehn Finalisten, was ein Bauklempner so alles kann in Sachen Fassadenverkleidung. Hier ist live zu sehen, wie motivierte, hoch konzentrierte Auszubildende und Junggesellen einen ganzen Tag ein komplexes Modell realisieren.

Simon Lerch mit seinem Sieger-Modell bei den Rheinzink-Masters.

Simon Lerch mit seinem Sieger-Modell bei den Rheinzink-Masters. (Alle  Fotos: Rheinzink)

Die Aufgabe: Ein klempnertypisches Fassadenmodell – von Be- und Entlüftung der Fassade und der Fenster über die Fassadenbekleidung bis hin zur Fenstereinfassung und der Mauerabdeckung.  Alles nur mit Biegen, Zuschneiden und Falzen der vorgefertigten Zinkbleche zu verarbeiten. Das braucht kluge Planung und exakte Umsetzung. Kleinteiliges Arbeiten, für das es viel Geduld brauche, sagt Vincent Weichenmeier, der Fünfter wird im Finale. Er selbst musste sich bei der letzten oberen Abdeckung auf Gärung das dafür benötigte Zinkblech noch einmal neu geben lassen. Sein erstes Blech passte nicht ganz, er hatte sich minimal vermessen.

Vincent Weichenmeier wurde Fünfter bei den Rheinzink-Masters. Bei der Aufgabe waren eine exakte Umsetzung und viel Geduld gefragt.

Vincent Weichenmeier wurde Fünfter bei den Rheinzink-Masters. Bei der Aufgabe waren eine exakte Umsetzung und viel Geduld gefragt.

Die Rheinzink-Masters zeigen: Klempner ist ein spannender Beruf

Weichenmeier ließ sich davon jedoch nicht aus Konzentration und Ruhe bringen, fokussiert und gelassen machte er trotz knapper Zeit einfach weiter. Das galt auch für alle anderen Teilnehmer. Die Atmosphäre an den fünf Werktischen mit je zwei Modellen war entspannt bei aller Anspannung. Es gab keinen Stress und die Teilnehmer halfen sich gegenseitig – auch noch in den letzten Minuten. Und obwohl es lange nicht so aussah, wurden tatsächlich alle Modelle just in time fertig. „Dabei sein ist alles. Die Jungs waren ganz cool und es herrschte ein gutes Miteinander“, berichtet René Spiller, Handwerker-Berater in der Rheinzink-Niederlassung Berlin. Wer sich das von außen angeschaut hat, der denkt: wow, was für ein spannender Beruf.

Endspurt bei den Rheinzink-Masters: alle Modelle wurden just in time fertiggestellt.

Endspurt bei den Rheinzink-Masters: alle Modelle wurden just in time fertiggestellt.

Mit dem Wettbewerb reagiert Rheinzink auf den immer stärker werdenden Fachkräftemangel im Dachhandwerk, gerade auch bei den Klempnern. „Um den Weiterbestand des Handwerks zu sichern, hat der Nachwuchs die größte Bedeutung. Daher ist Nachwuchsförderung mit Abstand die beste Investition, die eine Firma, egal ob Handwerksbetrieb oder Industrie, tätigen kann“, erläutert Mirko Siegler, Präsident des Internationalen Interessenbundes Baumetalle.

Die Rheinzink-Masters: Sieger will seinen Klempner-Meister machen   

Nach getaner Arbeit bewertete eine Jury, bestehend aus Markus Schreiber vom Ausbildungszentrum des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen, Stefan Schulze von der staatlichen Berufsschule Miltenberg-Obernburg und Heiko Küchenmeister, Schulungsleiter Rheinzink, die fertigen Modelle anhand eines fest definierten Punktekatalogs. Mit 625 von 700 Punkten sicherte sich Simon Lerch aus Roitzsch in Thüringen den Sieg bei den Rheinzink-Masters. Sein Gewinn: Ein 5.000 Euro Stipendium für die Meisterschule und eine Inhouse-Schulung für den Leipziger Gewinner-Betrieb Matthias Haring Bauklempnerei. 

 

Simon Lerch wurde Sieger bei den Rheinzink-Masters. Seinen Meister möchte er auch bald in Angriff nehmen.

Simon Lerch wurde Sieger bei den Rheinzink-Masters. Seinen Meister möchte er auch bald in Angriff nehmen.

„Ich bin stolz, dass ich gewonnen habe. Mit der finanziellen Unterstützung ist es jetzt einfacher den Meister zu machen. Das macht meine Zukunftspläne etwas leichter.“ Er hat in Leipzig Klempner für Dach und Fassade gelernt, weil das im väterlichen Betrieb nicht ging. „Mein Vater ist auch Klempner, aber für Heizung und Sanitär. In unserem Familienbetrieb möchte ich später das Geschäftsfeld Bauklempnerei ausbauen“, berichtet Lerch. Deshalb ist klar, dass er auf jeden Fall seinen Meister machen will.

Die Rheinzink-Masters: Jüngster Teilnehmer wird Dritter

Hoch konzentriert arbeitet sich der jüngste Teilnehmer Johannes Wagner bei den Rheinzink-Masters auf den dritten Platz.

Hoch konzentriert arbeitet sich Johannes Wagner, jüngster Teilnehmer bei den Rheinzink-Masters, auf den dritten Platz.

Den zweiten Platz sicherte sich Jan Lottes von der Bauflaschnerei Lottes aus Nürnberg. Der dritte Platz geht an Johannes Wagner von der Schaaf GmbH aus Stuttgart. Er ist erst im zweiten Lehrjahr und war der jüngste Teilnehmer.  Sein Chef hatte ihn gefragt, ob er bei den Rheinzink-Masters mitmachen wolle. Mit seinem Modell war er „relativ zufrieden“ – über den dritten Platz hat er sich riesig gefreut. Perspektivisch will er in die Fußstapfen des Vaters treten und auch Klempnermeister werden. Der Vater ist Berufsschullehrer und nebenbei selbstständig als Klempner. Da könnte also in einigen Jahren ein echter Familienbetrieb entstehen. Der Klempner-Nachwuchs ist bereit.

Sie interessieren sich für Artikel über junge, leistungsstarke Handwerker, die ihren Beruf lieben. Dann lesen Sie unsere Geschichte über den aktuellen Berliner Landessieger der Dachdecker.

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