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Die Schattenseiten der Globalisierung

2018.06.15 Knut Koestergarten • Lesezeit 2’

Die Lieferengpässe bei Dämmstoffen haben gezeigt, dass die Globalisierung auch auf dem Dach angekommen ist. Unser Redakteur Knut Köstergarten kommentiert das Thema und zeigt auf, warum es hier um mehr als einen einmaligen Produktionsausfall geht.

„Generell lässt sich eines sagen: Deutschland mit seiner stark am Export ausgerichteten Industrie ist bislang einer der großen Profiteure der Globalisierung. Ein Teil unseres Wohlstandes fußt darauf.

Und als Verbraucher wollen wir auf den Import von preiswerten Produkten aller Art nicht verzichten. Aber es gibt auch die Schattenseiten der Globalisierung. Dabei ist der berühmte Sack Reis, der in China umfällt, nur noch eine Anekdote. Wenn in den USA eine Immobilienblase platzt, folgt die weltweite Krise, erst der Banken, dann der Staatsfinanzen. Die Auswirkungen sind in der Europäischen Union noch immer spürbar.

 Die Ursache dafür ist, dass keine nationale Wirtschaft und damit auch kein nationales Unternehmen mehr unabhängig vom Weltmarkt agieren kann. Die wechselseitigen Abhängigkeiten sind vielfältig und häufig für die am Ende Betroffenen kaum durchschaubar.

Globalisierung: Handwerker von Lieferengpässen kalt erwischt

So auch bei den diesjährigen Lieferengpässen bei Dämmstoffen. Wie auch bei der Bankenkrise wurden die meisten Beteiligten kalt erwischt von den Lieferausfällen bei wichtigen Vorprodukten. Die Folge: Steigende Preise, stark verlängerte Lieferzeiten und Stillstand an Baustellen. Da ist sicher bei vielen Dachdeckern und Zimmerleuten die Wut aufgestiegen. Womöglich den Auftrag schon im letzten Herbst/Winter kalkuliert und jetzt mal eben 1.000 Euro mehr Materialkosten zahlen? Kunden wollen davon nichts wissen. Sie wollen auch, dass es weiter geht auf ihren Baustellen, entsprechend des Zeitplans. Da ist Geduld gefragt und Krisenmanagement, gemeinsam mit dem Bedachungshandel und den Lieferanten.

Bauverzögerung durch verzögerte internationale Lieferungen

Risiko Lieferausfall bei Materialhaltung einplanen

Denn klar ist auch: Weder Bedachungshandel noch Dämmstoff-Hersteller haben die Krise verursacht. Denn sie nahm ihren Anfang bei den Herstellern von Vorprodukten, großen Konzernen wie BASF oder Covestro. Und selbst die hatten mit Situationen zu kämpfen, die nicht planbar sind, etwa Hochwasser in den USA.

Das heißt: Auch wenn inzwischen nach Auskunft aller Beteiligten wieder in normaler Menge Dämmstoffe produziert werden, das Risiko bleibt für Dachdecker und Zimmerer. Ausfälle in globalisierten Lieferketten kann es immer wieder geben. Und dadurch verursachte Baustellenstopps können die Liquidität eines Betriebs gefährden.

Darauf gilt es sich einzustellen, mental und auch bei der Materialhaltung. Zu mindestens die Betriebe sollten aktiv werden, die beim nächsten Mal nicht wieder kalt erwischt werden wollen.“

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel „Globale Lieferengpässe bei Dämmstoffen erreichen das Dach“ zum Kommentar.

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