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Junger Geschäftsführer managt traditionsreichen Dachdecker-Landesverband

2020.10.29 Harald Friedrich • Lesezeit 2’

Der 28-jährige Florian Jentsch (Foto links) ist neuer Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes des Dachdecker-Handwerks Baden-Württemberg. Hier berichtet er, wie er nach dem Studium zu den Dachdeckern gekommen ist und wie er Betriebe dabei unterstützen will, den auch digitalen Wandel zu gestalten.

Wie kam es zur Entscheidung für Ihr Studium?

Florian Jentsch: Schon in meiner Schulzeit lag mein Fokus auf Fächern wie Gemeinschaftskunde, Geografie, Geschichte und Betriebswirtschaftslehre, und mein Interesse galt auch der Politik. Was lag also näher – auch räumlich – als das Public Management Studium an der Hochschule Kehl?

Nach dem Bachelor-Abschluss kam die Praxis?

Florian Jentsch: Ja, unter anderem als Praktikant in Brüssel im Europabüro der sächsischen Kommunen, dann bei der Stadt Konstanz in der Stabsstelle der Wirtschaftsförderung. Und da wusste ich endgültig: Das ist mein Ding.

Wann ging es dann in Richtung Handwerk?

Florian Jentsch: Bei der Stadt Dürrheim war ich danach als Wirtschaftsförderer und Breitbandkoordinator tätig und als Energiemanagement-Beauftragter für deren Eigenbetrieb Wasserversorgung zuständig. Da kommen ganz automatisch die Berührungspunkte mit dem Handwerk und Mittelstand. Anschließend folgten dreieinhalb Jahre beim Baden-Württembergischen Handwerkstag e. V., etwa im Projekt „Mittelstand 4.0 ─ Kompetenzzentrum Stuttgart“ und als Abteilungsleiter für Technologie-, Digitalisierungs- und Innovationspolitik.

Das klingt nach mehr Digitalisierung für die Dachdecker?

Foto von einer Drohne im Flug

Sieht die Drohne als ein wichtiges digitales Werkzeug für die Dachdecker: Florian Jentsch.

Florian Jentsch: Jein – ich sehe meine Aufgaben darin, auch gerade hier im Verband, die Rahmenbedingungen für die Zukunft des Dachdecker-Handwerks vorzubereiten und zu optimieren. Die Drohne ist aus meiner Sicht nur ein sehr anschauliches Beispiel dafür, was Digitalisierung im Dachdeckerhandwerk bedeuten kann.

Übergeordnet bedarf es vielmehr einer ganzheitlichen Digitalisierungsstrategie mit vorab definierten Maßnahmenpaketen. Bekannte Stichworte sind dabei insbesondere das digitale Bautagebuch, Cloudlösungen für den ortsunabhängigen Datenzugriff oder digitales Aufmaß. Aber auch die Kunden- und Bewerberkommunikation finden zunehmend auf digitaler Ebene statt. Das ist schon in der Gegenwart so und wird die Zukunft – auch im traditionellen Dachdecker-Handwerk – weiter verändern.

Letztendlich möchte ich einen Rahmen schaffen und die Innungsbetriebe mit neuen praxisgerechten Fortbildungs- und Dienstleistungsangeboten unterstützen – auch im Bereich der Digitalisierung, aber nicht nur dort.

Die Zukunft des Dachdecker-Handwerks aus Ihrer Sicht?

Florian Jentsch: Es läuft gut für die Dachdecker – auch in Zeiten von Corona. Aber die Generationen wechseln und schon damit findet ein Wandel statt, den ich begleiten will, indem ich Wege bereite. Wer diese Wege gehen will, trifft bei mir mit neuen Ideen und konstruktiven Anregungen immer auf ein offenes Ohr.

Bild von der Arbeit auf dem iPad mit digitalem Stift und Bauzeichnung auf dem Bildschirm.schirm

Will den Wandel in den Betrieben gerne konstruktiv begleiten: Florian Jentsch.

Noch Zeit für Hobbys?

Florian Jentsch: Ich reise gerne mit dem Rucksack quer durch die Welt und mache als Sport Crossfit. Die Zeit muss man sich einfach nehmen, um damit auch nach dem körperlichen Auspowern neue Kraft für neue Aufgaben zu sammeln.

Was wäre, wenn Ihre Kinder mal ins Handwerk wollten, Dachdecker, Dein Beruf?

Florian Jentsch: Noch habe ich ja keine Kinder. Aber ganz gleich, welche Entscheidung meine Kinder da einmal treffen werden: Meine volle Unterstützung werden sie auf jeden Fall haben.

Sie interessieren sich für das Thema Innungen? Dann lesen Sie unsere Story über die coole Nachwuchswerbung der Berliner Landesinnung.

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