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Genossenschaft: Raiffeisens Leitspruch gilt noch immer

2018.09.19 Knut Koestergarten • Lesezeit 1’

„Was einer nicht vermag, das vermögen viele“: Die Idee Genossenschaft ist heute noch so bestechend wie vor 200 Jahren zurzeit Raiffeisens. Lesen Sie den Kommentar von Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes.

Der Sozialreformer und Genossenschaftspionier Friedrich Wilhelm Raiffeisen wäre in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden. Hineingeboren in eine Zeit großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umbrüche auf dem Land wie in der Stadt, begegnete Raiffeisen den damaligen Herausforderungen mit der Gründung von Genossenschaften. Aus ersten Initiativen entstanden Genossenschaftsbanken, Einkaufsgenossenschaften für eine kostengünstige Beschaffung oder Produktions- und Absatzgenossenschaften.

Dr. Eckhard Ott Vorstandsvorsitzender DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband

Dr. Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband

Genossenschaft: Unternehmensform auch für Gründer

Die Genossenschaftsidee ist heute so bestechend wie zu ihren Anfängen. Raiffeisens Leitspruch „Was einer alleine nicht vermag, das vermögen viele“ gilt noch immer. Nicht nur bei den etwa 8.000 bestehenden Genossenschaften mit ihren über 22 Millionen Mitgliedern, sondern auch bei Unternehmensgründern.

Heute werden Genossenschaften am häufigsten im Bereich der Erneuerbaren Energien gegründet. Dabei schließen sich Bürger vor Ort zusammen, um gemeinsam eine Photovoltaikanlage, ein Windrad oder ein Nahwärmenetz zu betreiben. Genossenschaften können aber auch helfen, in strukturschwachen Regionen das Hallenbad oder den Dorfladen weiter zu betreiben oder die ärztliche Versorgung aufrecht zu erhalten.

Handwerk: Gewerke-Kooperation als Genossenschaft

Auch Handwerksbetriebe entdecken die genossenschaftliche Rechtsform neu: Für eine gemeinsame Dachmarke, für die gewerkeübergreifende Dienstleistung aus einer Hand oder für das Outsourcing von administrativen Aufgaben. Genossenschaften sind zudem eine Option für die Unternehmensnachfolge durch die eigene Belegschaft. Auch das ist ein bestechender Ansatz, der noch mehr Resonanz verdient und Raiffeisen sicher gefallen hätte.

Sie interessieren sich für das Thema Genossenschaft. Dann lesen Sie den Artikel über die Aktualität der Genossenschaften anlässlich des 200. Geburtstages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen.

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