Dach-Check sorgt für Zusatzaufträge und bindet Kunden
Dach-Check

Dach-Check sorgt für Zusatzaufträge und bindet Kunden

Wartungsverträge in Form eines Dach-Checks, die eine regelmäßige Sichtung des Daches in festgelegten Abständen und nach schweren Stürmen vorsehen, sind eine lohnende Dienstleistung für den Dachdeckerbetrieb. Auch die jährliche Inspektion permanent verbauter Absturzsicherungen kann zur Dachinspektion gehören und bietet zudem ein weiteres handfestes Verkaufsargument für den Wartungsvertrag. Denn diese Maßnahme ist nach einer Vorschrift der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gesetzlich vorgeschrieben.

Dach-Check: Anschlageinrichtungen zu überprüfen ist Pflicht

Tatsächlich darf eine Anschlageinrichtung in Form von Personenanschlagpunkten oder Seilsicherungssystemen nicht weiter genutzt werden, wenn die jährliche Prüfung versäumt wurde. Und hier zudem eine ordnungsgemäße Wartungsdokumentation fehlt. Auch hier gilt: Weist die Anlage Mängel infolge unterlassener Wartungen und Überprüfungen auf, droht bei einem Unfall der Verlust des Versicherungsschutzes und der Gebäudeeigner haftet im schlimmsten Fall persönlich. Hier müssen Dachdeckerbetriebe also keine dicken Bretter bohren, um Kunden vom Vorteil einer regelmäßigen Dachbegehung zu überzeugen.

Der Dach-Check nach einem Unwetter ist unbedingt zu empfehlen. Für Dachdecker sind diese gleichzeitig eine lohnende Dienstleistung.
Der Dach-Check nach einem Unwetter ist unbedingt zu empfehlen. Für Dachdecker ist das eine lohnende, zusätzliche Dienstleistung. (Bild: ABS Safety)

ZVDH bietet Hilfestellung für Dach-Check

Hilfestellung bietet unter dem Stichwort Dach-Check der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). Er hat vor rund zwei Jahren ein Internetportal ins Leben gerufen. Hier können gewerbliche oder private Hauseigentümer einen Dienstleister finden, der eine turnusmäßige Kontrolle ihrer Dachflächen durchführt. Für den Eigentümer bringt der Dach-Check verschiedene Vorteile, die über die Wahrung der Dachdichtigkeit und den Erhalt der Bausubstanz weit hinausgehen.

Ein Kundenargument: Wartung als Grundlage für Versicherungsschutz

Regelmäßige Kontrollen und Reparaturen des Daches sind in der Regel Grundlage des Versicherungsschutzes im Rahmen der Gebäudehaftpflicht und Wohngebäudeversicherung. Wer beispielsweise für materielle Schäden oder Personenschäden durch herabgestürzte Dachziegel in die Verantwortung genommen wird und keine regelmäßige Wartung nachweisen kann, den kommt ein solcher Unfall womöglich teuer zu stehen. Ein aktueller Inspektionsnachweis, etwa im Rahmen des vom ZVDH erarbeiteten Dach-Check-Protokolls, schützt den Hausbesitzer hingegen.

Eine Dokumentation über den ausgeführten Dach-Check sollte immer erfolgen. ABS Safety hat beispielsweise eine kostenlose Internetanwendung entwickelt, die eine unkomplizierte Erfassung der relevanten Daten mit dem Tablet oder Smartphone direkt vor Ort auf dem Dach ermöglicht.
Eine Dokumentation über den ausgeführten Dach-Check sollte immer erfolgen. ABS Safety hat beispielsweise eine kostenlose Internetanwendung entwickelt, die eine unkomplizierte Erfassung der relevanten Daten mit dem Tablet oder Smartphone direkt vor Ort auf dem Dach ermöglicht. (Bild: ABS Safety)

Sachkundenachweis für Überprüfung der Anschlagseinrichtung

Um beim Dach-Check als Service auch die Überprüfung der permanent verbauten Anschlageinrichtung anbieten zu können, muss der Dachdecker gemäß DGUV seine Sachkunde nachweisen. Eine entsprechende Weiterbildung kann also eine lohnende Investition sein, auch weil der Aufwand gering ist. Die häufig in Form von zwei- oder dreitägigen Seminaren angebotene Ausbildung zum Sachkundigen wird etwa von der BG Bau durchgeführt. Auch Absturzsicherungshersteller wie ABS Safety bieten eine fundierte Weiterbildung an, die mit einem gültigen Zertifikat abschließt.

Dank digitaler Hilfsmittel ist die Überprüfung der Absturzsicherungen heute aber kein großer Schreibaufwand mehr. ABS Safety hat beispielsweise eine kostenlose Internetanwendung entwickelt, die eine unkomplizierte Erfassung der relevanten Daten mit dem Tablet oder Smartphone direkt vor Ort auf dem Dach ermöglicht. Eine einfache Bedieneroberfläche führt den Anwender anhand eines lückenlosen Fragenkatalogs durch die Dokumentation. So soll gewährleistet werden, dass die abschließend erstellten Unterlagen rechtssicher sind und den Anforderungen der Berufsgenossenschaft genügen.

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH)hat vor rund zwei Jahren ein Internetportal ins Leben gerufen, hier können Hauseigentümer den geeigneten Dienstleister für ihren Dach-Check finden.
Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH)hat vor rund zwei Jahren ein Internetportal ins Leben gerufen, hier können Hauseigentümer den geeigneten Dienstleister für ihren Dach-Check finden. (Bild: ABS Safety)

Apropos Arbeitserleichterung: Für den Dach-Check und das erweiterte Servicepaket Dach-Check Plus bietet der ZVDH den Innungsbetrieben nicht nur Vorlagen für Wartungsverträge und Formulierungshilfen, sondern auch Musterprotokolle. Wer sein Portfolio also durch praxisnahe Serviceleistungen ergänzen möchte, ist nicht auf sich allein gestellt.

Sie interessieren sich für hilfreiche Praxistipp. Dann schauen Sie gerne einmal in unsere Rubrik „Rund um den Betrieb“.

Artikel jetzt teilen!

Weitere Artikel

Newsletter-Anmeldung

DACH-Ticker

A. Ewald Kreuzer wird Ehren-Landesinnungsmeister der bayerischen Dachdecker

Nach Abschluss der Neuwahlen der Vorstandschaft auf dem jüngsten Landesverbandstag der bayerischen Dachdecker stellte der neu gewählte Landesinnungsmeister Mario Kunzendorf den Antrag, A. Ewald Kreuzer für seine herausragenden Verdienste während seiner knapp 20-jährigen Amtszeit als Landesinnungsmeister zum Ehren-Landesinnungsmeister zu ernennen. Kunzendorf bekräftigte die Aussage von ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk, dass mit der Zeit von Kreuzer als Landesinnungsmeister eine „Ära“ zu Ende gehe und ergänzte, dass dieser Begriff selten treffender hätte sein können.

18. Juli 2024

ifo Institut erhöht Prognose auf 0,4 Prozent Wirtschaftswachstum für 2024

Das ifo Institut hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr auf 0,4 Prozent heraufgesetzt, von 0,2 Prozent bislang. Im kommenden Jahr dürfte es sich beschleunigen auf 1,5 Prozent. „Es entsteht gerade neue Hoffnung“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der Krise. Das zweite Halbjahr 2024 dürfte deutlich besser ausfallen als das erste.“ Gleichzeitig wird die Inflation abflauen, von 5,9 Prozent im vergangenen Jahr auf 2,2 Prozent in diesem und auf nur noch 1,7 Prozent im kommenden Jahr.  

20. Juni 2024

17 Prozent weniger Baugenehmigungen im April 2024 als im Vorjahr

Im April 2024 wurde in Deutschland der Bau von 17 600 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 17 Prozent oder 3600 Baugenehmigungen weniger als im April 2023. Im Vergleich zum April 2022 sank die Zahl der Baugenehmigungen sogar um 43,5 Prozent oder 13 500 Wohnungen. Von Januar bis April 2024 wurden 71 100 Wohnungen genehmigt. Das waren 21 Prozent oder 18 900 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. „Deutschlands Wohnungsnot verschärft sich weiter. Was heute nicht genehmigt wird, können wir morgen nicht bauen und wird den Mieterinnen und Mietern am Markt fehlen“, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.

18. Juni 2024

Bundesweite Zoll-Razzia gegen Ring von Dachdecker-Betrügern

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ist mit einer Großrazzia unter anderem im Raum Osnabrück und Leer gegen ein illegales Netzwerk sogenannter fliegender Dachdecker vorgegangen. Bei den Ermittlungen gegen Dachdecker-Betrüger geht es unter anderem um den Vorwurf Schwarzarbeit. Laut Staatsanwaltschaft Osnabrück vollstreckten in einer Razzia 590 Zollbeamte mehr als hundert Durchsuchungsbeschlüsse in Niedersachsen, Hamburg und Berlin. Außerdem unterstützten Spezialkräfte der Polizei die Durchsuchungen von Wohnungen und Gebäuden. Es wurden laut Staatsanwaltschaft Arrestbeschlüsse in Höhe von mehr als 800 000 Euro erwirkt. Es seien deshalb umfangreiche Vermögenswerte in bar sichergestellt worden.

4. Juni 2024

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe steigt im Februar 2024 erstmals wieder an

Der reale, also preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Februar 2024 gegenüber Januar 2024 kalender- und saisonbereinigt um 1,8 Prozent gestiegen. Das gilt auch für die Umsätze, die sich sogar um 2 Prozent erhöhten. Der Auftragseingang nahm im Hochbau um 0,5 und im Tiefbau um 2,9 Prozent zu. Auch gegenüber dem Februar 2023 gibt es eine Steigerung um 0,9 Prozent.

25. April 2024

Positiver Trend im Dachdeckerhandwerk: Steigerung der Azubizahlen

Die aktuellen Zahlen zeigen einen erfreulichen Anstieg der Azubizahlen im Dachdeckerhandwerk. Derzeit erlernen 8490 junge Menschen diesen Beruf, was einem leichten Anstieg um 0,75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 8427 Auszubildenden entspricht. Rolf Fuhrmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), betont die positive Entwicklung trotz der allgemeinen Ausbildungssituation und intensiver Konkurrenz mit anderen Berufen.

7. Februar 2024

Holzhandel erzielt im Jahr 2023 deutlich weniger Umsatz

Das schwierige wirtschaftliche Umfeld verbunden mit einer sehr schwachen Baukonjunktur sorgten beim deutschen Holzhandel 2023 insgesamt für einen Umsatzrückgang von 15 Prozent. Teilweise ist dieser Umsatzrückgang aber auch weiter nachgebenden Preisen geschuldet. Die Jahresauswertung des monatlichen GD Holz Betriebsvergleiches zeigt deutlich, dass die schwachen Absatzmärkte im vergangenen Jahr voll auf die Umsatzentwicklung der Branche durchgeschlagen haben. Alle wichtigen Sortimente im Holzhandel sind von diesem Umsatzrückgang betroffen, am stärksten Schnittholz mit einem Umsatzrückgang von 24 Prozent.

2. Februar 2024

ifo Institut: Rentenalter an steigende Lebenserwartung koppeln

Das ifo Institut Dresden hat sich dafür ausgesprochen, das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. „Einige unserer Nachbarländer haben das bereits beschlossen, so die Niederlande, Schweden und Finnland“, sagt ifo-Rentenexperte Joachim Ragnitz. In den Niederlanden werde folgende Regel angewendet: Wenn die Menschen drei Jahre länger leben, müssen sie zwei Jahre länger arbeiten und bekommen ein Jahr länger Rente. Das Verhältnis von Rentnern zu Erwerbstätigen würde damit auch nach dem Jahr 2040 stabil bei rund 40 Prozent liegen und nicht auf fast 50 Prozent steigen, wie derzeit prognostiziert. 

16. Januar 2024

Beschäftigung auf Rekordniveau: Arbeitsmarkt zeigt sich 2023 widerstandsfähig

Im Dezember 2023 waren rund 2,6 Millionen Menschen arbeitslos. Im Vergleich zum November stieg die Arbeitslosenquote saisonbedingt um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Staatssekretärin Leonie Gebers, Bundesministerium für Arbeit und Soziales: „Erfreulich ist, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 35,1 Millionen im Oktober erneut einen Höchststand erreicht hat und die Nachfrage nach neuen MitarbeiterInnen im Dezember trotz weiterhin schwacher Konjunktur wieder leicht gestiegen ist. Der Arbeitsmarkt erweist sich als verlässlich und widerstandsfähig.“

8. Januar 2024

Dachdecker gilt als am wenigsten durch Künstliche Intelligenz gefährdeter Beruf

Die meisten Büroberufe halten viele Menschen nach einer repräsentativen Umfrage der Marktforscher von YouGov für akut gefährdet, durch Künstliche Intelligenz (KI) ersetzt zu werden. Besser sind die Zukunftsaussichten für die handwerklich geprägten Berufe, bei denen sich die menschliche Komponente nur sehr schwer ersetzen lässt. Den Beruf des Schreiners halten 64 Prozent der Befragten für wenig oder gar nicht gefährdet, 65 Prozent den Beruf Maler und für den Beruf Dachdecker sehen gar 71 Prozent der Befragten wenig oder gar keine Gefahr.

21. Dezember 2023