Dachdecker überzeugt mit scharfem Auto und der Flexbox

DACH-Ticker

Bundeskartellamt genehmigt Übernahme von Creaton durch Wienerberger

Das Bundeskartellamt hat das Vorhaben der Wienerberger AG, Wien, Österreich, sämtliche Anteile an der Terreal Holding S.A.S, Suresnes, Frankreich, zu erwerben, freigegeben. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Durch das Zusammenschlussvorhaben werden künftig die bekannten Dachziegel-Marken „Creaton“ und „Koramic“ von ein und demselben Unternehmen angeboten. Wienerberger wird zum größten Anbieter für Tondachziegel in Deutschland. Wir haben den Fall daher intensiv ermittelt. Letztlich zeigte sich, dass auch nach dem Zusammenschluss ein hinreichender Wettbewerbsdruck durch andere Unternehmen bestehen bleibt und die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin ausreichend Ausweichalternativen haben.“

25. Januar 2023

Genehmigungen für Neubau von Wohnungen im November 2022 stark rückläufig

Die Zahl genehmigter Wohnungen ist von Januar bis November 2022 um 5,7 Prozent auf 321 757 Wohnungen gesunken. Besonders stark rückläufig ist die Entwicklung beim Neubau von Einfamilienhäusern mit einem Minus von 15,9 Prozent. Im November 2022 wurde in Deutschland der Bau von 24 304 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 4 716 oder 16,3 Prozent Baugenehmigungen weniger als im November 2021. Besser sieht es bei der Schaffung von neuen Wohnungen in bestehenden Gebäuden aus.

20. Januar 2023

Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 Prozent gestiegen

Deutsche Wirtschaft erholt sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 Prozent höher als im Vorjahr. „Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen“, sagte Präsidentin Ruth Brand. „Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel.“

13. Januar 2023

Stabiler Arbeitsmarkt zum Jahresende 2022

Arbeitsmarkt: Im Dezember 2022 waren rund 2,45 Millionen Menschen arbeitslos. Damit stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat November saisonbedingt um knapp 20.000 Personen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent. Saisonbereinigt sank die Arbeitslosigkeit leicht um 13.000 Personen. Die Arbeitslosigkeit lag im Dezember 2022 um 124.000 höher als im Dezember 2021. Dies liegt an der Erfassung ukrainischer Schutzsuchender in den Jobcentern. Ohne sie läge die Arbeitslosigkeit unter dem Vorjahresniveau. Im Dezember waren 185.000 ukrainische Staatsangehörige arbeitslos gemeldet.

10. Januar 2023

Wienerberger will Creaton übernehmen

Wienerberger hat die geplante Übernahme der Creaton GmbH unter Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Wettbewerbsbehörden angekündigt. Die acht deutschen Creaton-Produktionsstandorte mit rund 800 Beschäftigten in Bayern, Thüringen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen sollen in die Wienerberger übergehen. Künftig sollen dann über 2.200 Beschäftigte an 25 Produktionsstandorten unter einem Dach wirken. Jürgen Habenbacher, Geschäftsführer Wienerberger GmbH: „Die geplante Zusammenführung ermöglicht es, die deutschland- und europaweite Marktdurchdringung im Bereich Dachziegel weiter zu stärken sowie mit Dachsteinen und Photovoltaik zu erweitern.“

21. Dezember 2022

Katrin Detring-Pomplun als beste Ausbilderin im Handwerk 2022 ausgezeichnet

Katrin Detring-Pomplun, Dachdeckermeisterin und Geschäftsführerin der Friedrich Schmidt Bedachungs GmbH aus Bremen, ist jetzt für ihre innovativen Qualifikationskonzepte und Ausbildungspartnerschaften mit dem „Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk“ 2022 ausgezeichnet worden. Der seit 1997 jedes Jahr vergebene Preis ist mit 3000 Euro dotiert.

16. Dezember 2022

DE Süd erster Vertriebspartner für Solardachziegel von Meyer Burger

Die Meyer Burger Technology AG gibt im Rahmen der Pilotphase ihres Solardachziegels Meyer Burger Tile ihren ersten Vertriebspartner aus dem Bedachungsfachhandel bekannt. Ab sofort betreut Dachdecker-Einkauf Süd eG (DE Süd) die ersten Pilotprojekte und setzt diese gemeinsam mit ihren Kunden aus dem Dachdeckerhandwerk um. Die Solardachziegel stammen aus der Pilotproduktion von Meyer Burger und enthalten Hochleistungs-Solarzellen aus der Fertigung in Thalheim (Stadt Bitterfeld-Wolfen). „Wir freuen uns, dass wir als Vertriebspartner für die Produkteinführung gemeinsam mit Meyer Burger dem Handwerk ein so innovatives Produkt zur Verfügung stellen können“, sagt Björn Augustin, geschäftsführender Vorstand der DE Süd.

9. Dezember 2022

Dachdeckermeister Jörg Dittrich ist neuer ZDH-Präsident

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat gestern in Augsburg Jörg Dittrich (53) mit überwältigender Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Damit steht nun ab 1. Januar 2023 ein Dachdeckermeister der Spitzenorganisation der Wirtschaft vor. Der bisherige ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer ist nach neun Jahren Amtszeit nicht mehr angetreten.

Tarifeinigung im Dachdeckerhandwerk

Nach langwierigen und kontroversen Verhandlungen haben sich die Tarifvertragsparteien des Dachdeckerhandwerks auf einen zukunftsweisenden Tarifkompromiss verständigt. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks und die IG Bau vereinbarten, dass die Löhne und Gehälter für die rund 100.000 Beschäftigten zum 1. November 2022 um 5,0 Prozent und zum 1. Oktober 2023 um weitere 3,0 Prozent angehoben werden. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten einen Ausgleich für die gestiegenen Lebenshaltungskosten in Form einer steuer- und sozialabgabenfreien Inflationsprämie in Höhe von 950 Euro, zahlbar in zwei gleichen Raten im Frühjahr 2023 und 2024.

3. November 2022

Nelskamp nimmt Dachziegelproduktion wieder auf

Gut vier Wochen produzierte Nelskamp keine Dachziegel. Den Produktionsstopp hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben wegen der untragbaren Energiepreisexplosion Anfang September verhängt. Jetzt werden die Brennöfen an den Standorten Groß-Ammensleben (Sachsen Anhalt), Unsleben (Bayern) und  Schermbeck (NRW) wieder angefahren. „Die immer noch stark überhöhten Energiepreise erfordern jedoch eine bis Jahresende befristete Preisanpassung, die auf den Rechnungen separat ausgewiesen wird“, teilte Nelskamp in einer Pressemeldung mit.

21. Oktober 2022

Dachdecker

Dachdecker überzeugt mit scharfem Auto und digitalen Tools

17. September 2020

 · Christoph Bertram

Was tun, wenn man in einer Sackgasse steckt? Da rauskommen. So hat es Carsten Dähn mit seinem Betrieb, der Dähn Dachtechnik GmbH, gemacht: „Wir haben das Büro und das Kleinteillager aus der Sackgasse herausgeholt und nach vorne an die Straße verlegt. Jetzt ist beides direkt öffentlich einsehbar.“ Dem Unternehmen ging es zwar vorher schon gut, doch mit der kleinen örtlichen Veränderung kommt nun auch Laufkundschaft: „Die Leute sehen uns und halten spontan auf dem Parkstreifen vor unserem Büro an.“ Dort nimmt sie dann meist die Mutter von Carsten Dähn in Empfang. Er führt den Mitgliedsbetrieb der DEG Dach-Fassade-Holz eG in zweiter Generation.

Dachdecker Sanierungsrechner FlexboxDachdecker-Sohn und Junge aus dem Pott

Dem 45-jährigen Dachdecker-Meister merkt man an, dass er „aus dem Herzen des Ruhrgebiets“ stammt, wie er es sagt. Er lacht viel im Gespräch, spricht ganz offenherzig, freundlich und direkt. Es fällt einem leicht, sich vorzustellen, wie er die Kunden von sich und seinen Leistungen überzeugt – ganz ohne Kampfpreise. „80 Prozent meiner Aufträge generiere ich nicht über den Preis“, sagt Carsten Dähn und erklärt: „Erst einmal hat die Summe, die wir angeben, einen Grund. Wir würfeln das ja nicht.“ Er könne gar nicht der Günstigste sein, weil sein Betrieb nur Fachkräfte beschäftige.

Der gestylte Amarok als Blickfang für die Werbung

Wie überzeugt der Dachdecker-Meister seine Interessenten? Nun, er kommt zum Beispiel nicht mit leeren Händen. „Ich bringe Prospekte und Muster mit, sei es von Bauder, Velux, Nelskamp. Dann kann der Kunde wirklich mal gucken. Menschen möchten immer gerne etwas in der Hand haben.“ Es geht also darum, die Produkte gut zu verkaufen und die Sinne anzusprechen.

Dachdecker Sanierungsrechner FlexboxWenn er mit seinem Amarok durchs Ruhrgebiet fährt, gucken die Leute zweimal hin. Sie fragen sich, was sie da sehen. Manch einer denkt bei dem Anblick an die Safari-Jeeps aus Jurassic Park. Aber wenn die Leute den Wagen dann von hinten sehen, wird ihnen klar, dass es sich um einen Handwerker handeln muss, nicht um einen Dino-Wärter. Auf der Heckklappe ist das Zunftzeichen vollständig zu sehen, an den Seiten und auf dem Dach hingegen nur in Teilen. „Genau das ist Werbung – wenn die Leute darüber nachdenken, was sie wahrnehmen“, zitiert Carsten Dähn seinen Folierer, der die Idee dazu hatte.

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Starkes Team und starke Fahrzeugbeschriftung für den Velux-Premiumpartner.

Mundpropaganda und eine moderne Website

Die beste Werbung ist jedoch nach wie vor die Mundpropaganda der Kunden. Rund 60 bis 70 Prozent seiner Aufträge erhält der Betrieb über Empfehlungen. „Gerade im Privatkundenbereich verlassen sich die Leute noch sehr darauf, was der Bekannte oder der Nachbar berichtet“, so Dähn. „Ansonsten arbeiten wir mit ausgewählten Architekturbüros. Aber seit Neuestem erhalten wir auch Anfragen über den Sanierungsrechner, das läuft komischerweise ebenfalls.“

Video-Tutorial zum Sanierungsrechner:

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Damit meint Dähn ein Werkzeug auf seiner Website. Die potenziellen Kunden geben dort die Eckdaten zu ihrer Dachsanierung ein und erhalten nach wenigen Klicks automatisch eine konkrete Preisschätzung. Anschließend können sie einen Termin anfragen. Den Sanierungsrechner hat Dähn zusammen mit seiner neuen Website eingerichtet. Sein alter Internetauftritt war nämlich auch eher Sackgasse als Prachtstraße: „Wenn ich ehrlich bin, war unsere Website nie 100-prozentig top. Wir hatten halt eine, weil man eine haben muss.“

Dachdecker

Erste Anfragen über Sanierungsrechner auf der Website

Den neuen Webauftritt von Dähn Dachtechnik hat er mit der FLEXBOX umgesetzt und dabei gleich den Sanierungsrechner aktiviert. Das Ergebnis: „Die Seite war erst drei Tage online, da bekamen wir schon die erste Anfrage über den Sanierungsrechner.“ Innerhalb der ersten drei Wochen, nachdem die neue Website stand, erhielt Dähn vier Kundentermine über das Tool. „Damit hätte ich niemals gerechnet“, sagt er, „ich war selbst davon überrascht.“ Schließlich gebe der Kunde nur wenige Informationen ein und bekomme dann eine Summe von 30.000, 40.000 oder vielleicht sogar 50.000 Euro genannt. „Da habe ich in dem Moment nicht die Möglichkeit, ihm den Preis zu erläutern beziehungsweise ihn auf die Summe vorzubereiten.“ Aber es scheint zu funktionieren.

Lesetipp: Lesen Sie hier, warum Gründer und Dachdeckermeister Jan Winnen auf die Flexbox setzt und seinen früheren Ausbilder als Gesellen eingestellt hat.

Dachdecker Flexbox Sanierungsrechner
Die Aufmachung der neuen Website gefällt den Kunden.

Dachdecker überzeugt Kunden auch online

Und wie kommt das Ganze bei den Kunden an? „Viele haben gar keine Vorstellung davon, in welchen finanziellen Bereichen sie sich bewegen, wenn sie ein neues Dach haben wollen“, sagt der Dachdecker-Meister. Da helfe ihnen der Sanierungsrechner gut weiter. Was anscheinend ebenfalls ausschlaggebend ist: die Aufmachung der Website. „Gleich drei der ersten Kunden sagten, sie kam ihnen sehr professionell vor.“ Zu diesem Eindruck trägt seit Kurzem auch der Dachfenster-Konfigurator von Velux bei, den der Betrieb als Velux-Premiumpartner für seine Website aktiviert hat.

Dachdecker Sanierungsrechner Flexbox

Mit seinem Team bietet Dähn vor allem die energetische Sanierung im Ziegeldach und Flachdacharbeiten an, auch die Denkmalpflege ist sein Gebiet. Aktuell sind neun Mitarbeiter bei Dähn Dachtechnik im Einsatz. „Sie sind alle hochqualifiziert, machen regelmäßig Schulungen – das kostet Geld“, sagt Dähn. Außerdem verdienten sie im Schnitt mehr als in anderen Betrieben. Das Ergebnis: „Wenn der Mitarbeiter zufrieden ist, leistet er gute Arbeit. Das muss der Kunde bezahlen.“ Und dazu sind offenbar viele bereit.

DachdeckerDachdecker setzt auf Digitalisierung der Büroorganisation

Das Beispiel von Dähn Dachtechnik zeigt, wie ein moderner Auftritt als Dachdecker aussehen kann: auffälliger Außenauftritt, kundenorientierte Website, anschauliche Beratung. Außerdem zeigt es, dass die Digitalisierung im Dachhandwerk Stück für Stück vorangeht. Dähn und seine Leute haben gerade angefangen, mit Tablets zu arbeiten, um die Tagesrapporte und die Reparaturscheine zu digitalisieren. Auch das ist sicherlich keine Sackgasse, sondern die Zukunft in Sachen Büroorganisation.

 

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