Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Mehrere Menschen gehen neben Flaggen vor einem modernen Gebäude mit grauer Fassade und großen Fenstern entlang.

Soziale Medien für Dachdecker-Betriebe nutzen

Knut Köstergarten

25. Oktober 2018

„Wir haben in Berlin zurzeit ein Luxusproblem, weil wir neue Aufträge kaum bewältigen können. Ab und zu muss ein Betrieb auch mal Nein sagen können. Wir haben einen enormen Druck auf dem Wohnungsmarkt, der auch in den nächsten Jahren anhalten wird. Hier wird sich insbesondere in Sachen Dachgeschossausbau noch viel bewegen“, sagte der Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann in seiner Eröffnungsrede auf dem jüngsten Landesverbandstag der Berliner Dachdecker im CityCube auf dem Messegelände.

Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann bei seiner Eröffnungsrede auf dem jüngsten Landesverbandstag der Berliner Dachdecker.

Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann bei seiner Eröffnungsrede auf dem jüngsten Landesverbandstag der Berliner Dachdecker.

Kritik übte Mann an der ausufernden Bürokratie in Berlin. So sei die Einrichtung von Baustellen auf öffentlichen Straßen nach wie vor ein Riesenproblem, weil Genehmigungen oft monatelang auf sich warten ließen. Er kritisierte auch die aktuellen Probleme bei der Entsorgung von asbesthaltigen Bitumenabfällen und Teerpappen. Hier arbeite man gemeinsam mit der Sonderabfallgesellschaft Brandenburg/Berlin (SBB) an schnellen Lösungen in Sinne der Dachdecker.

Das Publikum folgt interessiert den Themen auf dem Landesverbandstag der Dachdecker.

Das Publikum folgt interessiert den Themen auf dem Landesverbandstag.

Berliner Dachdecker begrüßen 120 neue Lehrlinge

Erfreut zeigte sich Mann über aktuell 120 neue Lehrlinge im ersten Lehrjahr: So viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. „Hier haben sich unsere Bemühungen bei der Nachwuchswerbung endlich ausgezahlt“, so Mann. Erstmals muss in der Berufsschule eine vierte Dachdecker-Klasse eingerichtet werden. Die Landesinnung werde weiter intensiv um Nachwuchs zu werben, da in den nächsten Jahren rund 30 Prozent der Beschäftigten aus Altersgründen ausscheiden würden, erläuterte Landesgeschäftsführer Ruediger Thaler. Sorgen bereiten den Dachdeckern hingegen die hohen Durchfallquoten bei Gesellen- und Meisterprüfungen. „Hier sehen wir, dass das Vorbildungsniveau unseres Nachwuchses immer schlechter wird“, meint Thaler.

Kunden in sozialen Netzwerken ansprechen

„Insbesondere bei der Nachwuchswerbung sollten die Betriebe einen coolen Eindruck hinterlassen, um bei jungen Menschen akzeptiert zu werden“, sagte Geschäftsführer Michael Buck von der Convidera GmbH, die das neue Onlinemagazin DACH\LIVE gemeinsam mit der ZEDACH-Gruppe entwickelt hat. In seinem   Impulsvortrag widmete er sich unter der Überschrift „Chancen und Risiken werden neu gemischt“ der Digitalisierung im Dachdeckerhandwerk. „Wenn Sie junge Leute im Betrieb haben, dann überlassen Sie denen Ihre Internetaktivitäten. Die tun sich überhaupt nicht schwer mit sozialen Medien“, betonte Buck.

„Insbesondere bei der Nachwuchswerbung sollten die Dachdecker-Betriebe einen coolen Eindruck hinterlassen, um bei jungen Menschen akzeptiert zu werden“, sagte Geschäftsführer Michael Buck von der Convidera GmbH.

„Insbesondere bei der Nachwuchswerbung sollten die Dachdecker-Betriebe einen coolen Eindruck hinterlassen, um bei jungen Menschen akzeptiert zu werden“, sagte Geschäftsführer Michael Buck von der Convidera GmbH.

Neben der Nachwuchswerbung werden Kundentermine, Absprachen und Angebote in Zukunft alle Bestandteil einer umfangreichen Netzwerkkommunikation sein. Buck sprach sich dafür aus, die Kunden in den sozialen Netzwerken anzusprechen und abzuholen. Bauherren suchten zunehmend ihre Geschäftspartner im Internet. Wer dort nicht professionell präsent sei, werde im Wettbewerb abgehängt. „Eine bloße Anwesenheit Ihrer Firma im Netz reicht nicht aus. Auffindbar sind Sie nur, wenn Sie schnell sind, wenn Sie über die sozialen Medien aktiv sind und wenn Sie bei der Google-Suche ganz weit vorne stehen“, erläuterte Buck den Dachdeckern die Anforderungen für erfolgreiche Kommunikation via Internet.

Dachdecker sollten sich nicht als kostenlose Planer missbrauchen lassen

Christian Anders vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) berichtete über Aktuelles aus der Fachtechnik. In einem Streifzug durch die technischen Regeln ging er insbesondere auf wichtige Neuerungen für die Dachdecker ein. Ein Punkt: Steildachsanierungen von außen sind jetzt offiziell ohne Simulationsnachweis möglich. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Beim Bauteil Fassade gibt es extrem viele baurechtliche Anforderungen. Insbesondere die Standsicherheit müsse exakt nachgewiesen werden, auch für Unterkonstruktionen der Außenwandbekleidung. Anders warnte die Dachdecker davor, sich vom Bauherren als kostenloser Planer missbrauchen zu lassen. Vielmehr sollten Planungsleistungen von entsprechenden Planungsbüros ausgeführt werden.

Christian Anders vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) warnte die Dachdecker davor, sich vom Bauherren nicht als kostenloser Planer missbrauchen zu lassen.

Christian Anders vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) warnte die Dachdecker davor, sich vom Bauherren als kostenloser Planer missbrauchen zu lassen.

Zum Abschluss der Veranstaltung hatte die Landesinnung zu einem rustikalen Büffet eingeladen. Hier tauschten sich die Teilnehmer bis in die Abendstunden über aktuelle Themen aus.

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Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

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