Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Bild von VELUX Banner
Teilweise geöffnete Glastür eines modernen Gebäudes mit dunkler Fassade, daneben Fenster mit Jalousien, im Hintergrund grüne Bäume.

Detaillierte Schieferfassade: ästhetisch, langlebig und ökologisch 

Knut Köstergarten

25. Mai 2023

WERBUNG. Immer öfter übernehmen Dachdecker und Zimmerer Fassadenprojekte. Und bei der Auswahl des Materials kommt auch der Naturstoff Schiefer ernsthaft infrage. Denn eine moderne Schieferfassade bietet zahlreiche Vorteile. Anders als einfache Putzfassaden oder Verbundwerkstoffe ist Schiefer ein rein natürliches Material, ohne jegliche Chemie oder sonstige Zusätze, und punktet mit seiner sehr guten Ökobilanz, Nachhaltigkeit und Langlebigkeit.

Oase mitten im Grünen: Das Einfamilienhaus mit Schieferfassade in
Herdecke aus der Vogelperspektive.
Oase mitten im Grünen: Das Einfamilienhaus in Herdecke aus der Vogelperspektive. (Alle Fotos und Titelbild: Rathscheck)

Was zudem für eine Schieferfassade spricht, sind die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Gerade Linienführung, monolithische Bauweisen oder der Wunsch nach abgesetzten Akzenten in der Fassadengestaltung machen Schiefer zum idealen Material für die individuelle, moderne Architektur.

Kontrastreiches Zusammenspiel von Glasflächen und Schieferfassade

Das zeigt etwa ein minimalistisch moderner, dabei überaus zeitloser Neubau mit einer Wohnfläche von 225 Quadratmetern in Herdecke nach Entwürfen des Dortmunder Architekten Dirk Wiegand. Das kontrastreiche Zusammenspiel von geschosshohen und nahezu rahmenlosen Glasflächen in Kombination mit seidig glänzenden Schieferfassaden, einem extensiv begrünten Flachdach und dem umlaufenden Attikaband aus rotem Zedernholz betont den naturnahen und individuellen Charakter der Architektur.

Bild von Innenansicht
Schöne Aussichten: Vom Innenraum aus bieten sich freie Ausblicke auf den Garten.

Moderne detaillierte Schieferfassade

Sein besonderes Gesicht erhält der Neubau durch den harmonischen Kontrast von Glas und Schiefer in betont moderner Anmutung: „Schiefer ist ein natürlicher Werkstoff, der nicht nur eine besondere Optik bietet, sondern der auch durch eine hohe Langlebigkeit überzeugt und der außerdem hier in der Region sehr verbreitet ist“, erklärt Architekt Dirk Wiegand. „Hinzu kommt natürlich, dass der natürliche Werkstoff Schiefer perfekt dem Anspruch nach Nachhaltigkeit entspricht. Im Verbund mit der Grauen Energie, die durch die Erhaltung des Kellergeschosses eingespart wurden, erfüllt das Haus damit auch energetisch hohe Ansprüche.“

Ein lebendiges, aber gradliniges Fassadenbild

Die gewählte Dynamische Deckung mit unterschiedlich hohen und unterschiedlich breiten Rechtecksteinen sorgt für eine lebendige, aber geradlinige Schieferfassade, die eindrucksvoll den modernen Charakter der Architektur unterstreicht. Je nach Lichteinfall und Witterung entstehen dabei immer wieder neue Farbnuancen – von seidig glänzend im Sonnenlicht bis tiefdunkel nach einem Regenschauer. Umgesetzt wurden die hohen Qualitätsansprüche durch Steine der Marke InterSIN von Rathscheck Schiefer. Das Unternehmen mit Sitz in Mayen in der Eifel zählt zu den führenden Schieferproduzenten weltweit und besitzt eigene hochwertige Vorkommen an unterschiedlichen Standorten.

Bild von Schieferfassade des Hauses
Gelungene Materialkontraste: Die Kombination von Glas, Holz und Schiefer betont den individuellen Charakter des Hauses.

Mineralwolldämmung für 160 Quadratmeter Schieferfassade

Im Rahmen der Umsetzung erhielten die insgesamt 160 Quadratmeter großen Fassaden aus Stahlbeton zunächst eine vollflächige Dämmung mit 18 Zentimeter Mineralwolle, bevor auf einer belüfteten Unterkonstruktion dann die Schiefersteine angebracht werden konnten. „Die zweischalige Konstruktion ermöglicht einen optimierten Wärmeschutz im Winter wie im Sommer und sorgt mit einer vier Zentimeter breiten Belüftungsebene für eine bauphysikalisch unkritische Konstruktion“, erklärt Architekt Dirk Wiegand.

Bild von Deckung der Schieferfassade
Hier sieht man gut die die Höhenüberdeckung und den eingefügten Metallstreifen.

Schieferfassade: Höhenüberdeckung von vier Zentimetern

Die abschließende Schieferdeckung erfolgte mit unterschiedlich hohen und unterschiedlich breiten Rechtecksteinen, die mit einer Höhenüberdeckung von jeweils vier Zentimetern und mit mindestens zwei Schiefernägeln auf der Schalung befestigt wurden. Im Ergebnis ergibt sich ein bewusst unregelmäßiges Fassadenbild mit stark versetzten Fugen. Die als Fugenhinterlegung eingefügten Metallstreifen stellen dabei sicher, dass kein Wasser durch die drei bis sechs Millimeter breiten Stoßfugen in die Konstruktion der Schieferfassade eindringen kann.

Die Dynamische Deckung mit unterschiedlich hohen und unterschiedlich breiten Rechtecksteinen sorgt für ein lebendiges, aber geradliniges Fassadenbild.

Passionierter Schieferdecker im Interview

Wer mehr wissen will zum Thema Schieferfassade, dem hilft Julian Hammer, Dachdecker- und Spenglermeister. Der passionierte Schieferdecker, Mitglied beim Dachdecker-Einkauf Süd eG, beantwortet im Interview zahlreiche Fragen rund um das Thema Schiefer und moderne Schieferfassaden.

Bild von Dynamischer Deckung der Schieferfassade
Spenglermeister Julian Hammer spricht im Interview über seine Erfahrungen mit der Schieferfassade.

Welche Vorteile bietet eine Schieferfassade?

Zusätzlich zur optischen Attraktivität punktet Schiefer bei der Fassadensanierung in erster Linie mit seiner Langlebigkeit und der ökologischen Unbedenklichkeit. Das Rohmaterial Schiefer muss lediglich gefördert und in die richtige Form gebracht werden. Eine nennenswerte verfahrenstechnische Behandlung ist nicht notwendig, ein hoher Energieverbrauch entfällt. Anders als bei synthetischen Wandbekleidungen wird die Umwelt weder bei der Produktion der Schieferplatten noch bei deren Entsorgung belastet.

Bild von Dynamischer Deckung der Schieferfassade
Schiefer punktet als Fassadenmaterial mit Langlebigkeit und ökologischer Unbedenklichkeit.

Welche Deckarten lassen sich an einer Schieferfassade realisieren?

Die Liste der klassischen Deckarten, die einer Schieferfassade zu neuem Glanz verhelfen können, ist lang. Neben der hier beschriebenen dynamischen Rechteckdeckung reicht sie von der Altdeutschen Deckung über die dekorativen Deckarten mit Fischschuppen, Coquettes und Waben bis zur Universaldeckung, die sich in praktisch jeden Baustil harmonisch einfügt. Weitere Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten finden Sie hier…

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

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