Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Roter Geländewagen mit großem Reifen, abgestellt auf einer Straße, Büsche im Hintergrund, Nummernschild vorne sichtbar.

E-Transporter: Kreisel entwickelt Batterien für hohe Reichweiten

Harald Friedrich

2. April 2019

Das mittelständische Unternehmen Kreisel Electric in Oberösterreich macht es den großen Automobilkonzernen vor in Sachen Reichweite von E-Transportern und Elektroautos. So hat Kreisel die weltweit leichtesten und effizientesten Batteriesysteme entwickelt. Ihre  Speicherakkus made in Austria genießen einen ausgezeichneten Ruf. Mit gerade einmal rund 100 Mitarbeitern werden Systemlösungen an Serienanwendungen im Kundenauftrag entwickelt und gefertigt. Und dazu gehört es oft auch, echte Prototypen „auf die Räder zu stellen“. Damit zeigt Kreisel gleichzeitig, was technisch machbar ist – jedenfalls für Kreisel.

Hier liegt das Geheimnis der Leistungsfähigkeit – das Batteriesystem der Firma Kreisel Electric bringt den Caddy als E-Transporter ordentlich auf Touren.

Hier liegt das Geheimnis der Leistungsfähigkeit – das Batteriesystem der Firma Kreisel Electric bringt den Caddy als E-Transporter ordentlich auf Touren.

E-Transporter: Power-Caddy

Der Caddy ist Volkswagens kleiner Transporter oder der 7-Sitzer Familien-Minivan und alles andere als spektakulär. Jedenfalls so lange, bis sich Kreisel der Sache annahm. Daraus ist ein 82 kW kräftiger E-Transporter entstanden mit einer durchschnittlichen Reichweite von 350 Kilometern. Und wenn er an die Steckdose muss, beträgt die „Parkdauer“ hier gerade einmal 2,5 Stunden dank des 22 kW On-Board-Ladegeräts. Auch das Laden über Nacht an einer Haushaltssteckdose ist möglich. Mit seinem rund 110 PS starken Elektromotor und Frontantrieb ist das Tempolimit dieses Caddy erst bei 165 Stundenkilometern erreicht.

Nachdem sich Kreisel Electric des Caddys angenommen hat, wurde aus dem Minivan von Volkswagen ein 82 kW kräftiger E-Transporter mit einer Reichweite von 350 Kilometern.

Nachdem sich Kreisel Electric des Caddys angenommen hat, wurde aus dem Minivan von Volkswagen ein 82 kW kräftiger E-Transporter mit einer Reichweite von 350 Kilometern.

E-Transporter: Langlauf-Sprinter

Darf es etwas größer sein? Auch darauf hat Kreisel mit einem Prototypen die elektrische Antwort. Auf Basis des Mercedes Sprinter mit Hochdach entstand der 120 kW starke Transporter VDL MidBasic als erstes eigenes Serienfahrzeug des Unternehmens mit 300 Kilometer Reichweite konzipiert.

Auf Basis des Sprinters entstand der 120 kW starke E-Transporter VDL MidBasic als erstes eigenes Serienfahrzeug von Kreisel Electric.

Auf Basis des Sprinters entstand der 120 kW starke E-Transporter VDL MidBasic als erstes eigenes Serienfahrzeug von Kreisel Electric.

In der Langversion schluckt dieser E-Transporter als Kastenwagen bis zu 15 Kubikmeter Ladung. Und die kommt pünktlich an, denn mit seinem 44 kW On-Board-Ladegerät muss der Fahrer nur eine zweistündige Ladepause einlegen, um flott weitersprinten zu können. Und als „Zugabe“ gibt es dort, wo beim Original aus Stuttgart der Verbrennungsmotor saß, nochmals Stauraum unter der Fronthaube.

E-Transporter mit "Zugabe". Dort wo beim Original aus Stuttgart der Verbrennungsmotor saß, findet man nochmals Stauraum unter der Motorhaube.

E-Transporter mit „Zugabe“. Dort wo beim Original aus Stuttgart der Verbrennungsmotor saß, findet man nochmals Stauraum unter der Motorhaube.

Porsche und Panamera fit gemacht für die E-Mobilität

Um zu zeigen, was technisch machbar ist, wurden bei Kreisel auch wenig alltägliche Fahrzeuge für die E-Mobilität fit gemacht. Wie wäre es mit einem Mercedes G mit 360 kW? In nur 5,6 Sekunden zerren 490 PS diese G-Klasse trotz 2,6 Tonnen Leergewicht aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer.

Der Mercedes G fit gemacht für die E-Mobilität. (Foto: Martin Proell)

Der Mercedes G fit gemacht für die E-Mobilität. (Foto: Martin Proell)

Ein weiteres Vorzeige-Projekt ist ein vollelektrischer Porsche Panamera mit 360 kW und 500 PS Allradantrieb und 7-Stufen-Automatik. Nach einer Ladedauer von 4,5 Stunden stehen dann 450 km Fahrspaß am Stück auf dem Programm. Erst bei Tempo 300 endet der Vortrieb. Und kein Geringerer als der Vorzeige-Österreicher Arnold Schwarzenegger stellte den ersten E-Hummer-Geländewagen im September 2017 der staunenden Presse vor. Erst nach 300 km wäre Arnie gezwungen gewesen, die Ladestation wieder anzufahren.

Arnold Schwarzenegger stellt den ersten E-Hummer vor:

https://www.youtube.com/watch?v=1y4evYuPGgk

Dem Kultklassiker Porsche 910 aus den 1960er und 1970er Jahren sind die entsprechenden Prototypen Evex 910 von Kreisel nicht nur nachempfunden – diese Fahrzeuge basieren sogar auf den Original-Rahmen der Zuffenhausener „Supersportler“ aus dem Jahr 1971. Mit seinen 360 kW und 490 PS Systemleistung zeigt die Tachonadel des 1.100 Kilogramm leichten E-Sportwagens bereits nach 2,5 Sekunden auf die Tempo-100-Zahlenreihe.

E-Mobilität: Geht nicht gibt’s nicht bei Kreisel Electric

Irgendwie ist es schon erstaunlich, was bereits heute mit E-Mobilität möglich ist. Und ausgerechnet ein österreichischer Mittelständler macht es den Großen auf dem Weltmarkt vor. Übrigens nicht nur auf dem Land. Sogar das schnellste elektrische Rennboot der Welt steht in der Prototypen-Sammlung. Auch bei Ladestationen wird das vorhandene Know-how eingesetzt. Bestes Beispiel ist die Entwicklung von CHIMERO. Mit dieser Ladestation ist nutzbar zum Schnellladen, als Energiespeicher und auch als Werbefläche.

Nichts ist unmöglich bei Kreisel Electric. (Foto: Peter Scherb)

Nichts ist unmöglich bei Kreisel Electric. (Foto: Peter Scherb)

Das Motto bei Kreisel: Stillstand wäre Rückschritt. Durch die oben beschriebenen Prototypen für E-Transporter und Elektroautos hat es der österreichische Mittelständler geschafft, sich eine große Bekanntheit zu erarbeiten und so neue und laut Kreisel auch spannende Aufträge zu generieren. Dafür kooperiert das Unternehmen intensiv mit der Automobilindustrie bei der Entwicklung zukünftiger Technologien und Produkte oder arbeitet an eigenen Serienfahrzeugen wie dem VDL MidBasic.

Sie interessieren sich für das Thema Elektro-Mobilität. Dann lesen Sie unseren Artikel über die E-Transporter von VW und Mercedes.

Harald Friedrich

In den 80er Jahren kam der ausgebildete Werbekaufmann und Texter zum Journalismus. Seit dieser Zeit unterstützt er zahlreiche Dachdecker-Landesverbände bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit durch Vor-, Nach- und Querdenken. So hob er das Verbandsmagazin des Bayerischen Dachdeckerhandwerks mit aus der Taufe und erstellt bis heute fünf Ausgaben pro Jahr komplett. Er schreibt zudem für Fachmedien im Bereich Handwerk, darunter seit Jahren auch „Das DACH“. Sein Motto: „Schreiben ist nichts weiter als eine permanente Neuordnung von 26 Buchstaben."

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