Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Mehrere Arbeiter verlegen Baumaterialien auf einem Flachdach, einige bücken sich, andere stehen im Hintergrund.

Kleinbetrieb ganz groß: 37.000 Quadratmeter Firestone-Flachdach

Kai-Uwe Bohn

26. August 2021

Die ungewöhnliche Geschichte fing mit kleinen Rissen in den PVC-Bahnen auf einem Hallendach in Chemnitz an. „440 Kilometer weg von uns“, sagt Martin Hahn, Chef von Martin Hahn Bedachungen aus Sessenbach im Westerwald. „Aber ein guter Kunde aus dem 20 Kilometer entfernten Koblenz, der in Chemnitz mehrere Hallen besitzt, hat mich einfach mal um eine zweite Meinung gebeten, was man da machen muss.“

Mehrere Arbeiter installieren Dachabdichtungsbahnen auf einem Flachdach bei sonnigem Wetter, mit Werkzeugen und Materialien im Vordergrund.

Fünf-Mann-Betrieb startet Sanierung eines riesigen Flachdach-Komplexes.

Klare Aussage: 37.000 Quadratmeter komplett sanierungsbedürftig

Wo ein Vertrauensverhältnis besteht, fragt man eben gerne jemanden, auf dessen Meinung man was gibt – auch wenn das eigentliche Objekt weit weg ist. Und diese Meinung hatte Martin Hahn: „Es ging zunächst um eine kleine Halle mit 2.200 Quadratmetern. Aber als ich erstmal vor Ort war, habe ich mir die anderen Dachflächen der benachbarten Hallen und Hochbauten gleich mit angeschaut.“ Das Votum des Fachmannes mit Kennerblick: „Alles komplett sanierungsbedürftig.“ Damit sprach man allerdings plötzlich über mehr als 37.000 Quadratmeter Firestone-Flachdach.

Großprojekt echte Herausforderung für Fünf-Mann-Betrieb

Der Kunde von Martin Hahn betreibt in diesen Gebäuden einen Industrie- und Technologiepark auf dem Gelände eines ehemaligen Werkzeugmaschinenbauers. Was unten drin ist, interessierte Martin Hahn nicht weiter – was oben drauf ist, umso mehr. „Im Raum Koblenz hatte ich für den Kunden schon erfolgreich gearbeitet. So hat er mich gefragt, ob ich auch den Job in Chemnitz übernehme.“ Fern der Heimat und dann in einer Größenordnung, die für Hahns Fünf-Mann-Betrieb eine echte Herausforderung ist. „Aber ich habe schnell ‚Ja‘ gesagt. Denn so ein Großprojekt kommt vielleicht nie wieder. Man muss sowas einfach mal gemacht haben!“

Sechs Männer in weißen T-Shirts stehen auf einem großen Flachdach, im Hintergrund ein hohes Gebäude und grüne Bäume.

Das stolze Team von Martin Hahn auf Montage im fernen Chemnitz.

So eine Riesen-Dachfläche kriegt man nur einmal im Leben

Schon die ursprünglichen 2.200 Quadratmeter wären für seine Bedachungsfirma „ein Highlight“ gewesen“. Aber 37.000 Quadratmeter? „Schön, ich freu mich!“ Wo andere kalte Füße gekriegt hätten, ging Martin Hahn „full house“. Er habe schon vieles erlebt, Grenzerfahrungen, Schicksalsschläge, Dinge, die den Blick auf das Leben relativieren und verändern. „Vor der Herausforderung hatte ich keinen Bammel. Da habe ich schon ganz andere Dinge bewältigt. Und Stress gibt es auf einer kleinen genauso wie auf einer großen Baustelle.“ Gut, sein sehr erfahrener Meister Thomas Kosch habe ihn als wahnsinnig bezeichnet und gefragt, warum er sich sowas antue. Die Antwort: „So eine Dachfläche kriegt man nur einmal im Leben angeboten.“

Ein Flachdach mit DDR-Geschichte

Im August 2020 ging’s los. Vier Mann schafften in zwei Monaten mehr als 18.000 Quadratmeter. 2021 machte die Bedachungsfirma mit fünf Mann dort weiter, der Chef stets vorneweg. „Das Dach besteht aus Wellaluminium, auf dem eine zehn Zentimeter hohe Styropor-Dämmung ist. Darauf liegen mehrere Lagen alter Schweißbahnen aus DDR-Zeiten.“ Auf diese Lagen seien dann bei einer zwischenzeitlichen Sanierung wieder fünf Zentimeter EPS gebracht worden, abschließend dann die jetzt sichtbaren und rissigen TPU-Bahnen.

Mehrere Arbeiter installieren Material auf einem Flachdach bei sonnigem Wetter, umgeben von grünem Wald im Hintergrund.

2020 startete das Team mit dem ersten Anschnitt, 2021 wird die Arbeit vollendet.

Beste Lösung: Firestone RubberGard EPDM-Dachsystem

Also kein leichter Fall. „Grundsätzlich bin ich immer ein Freund der Komplettsanierung, aber das hätte hier den Kostenrahmen gesprengt“, sagt Martin Hahn. Weil er bereits gut mit der Firma Firestone zusammenarbeitet, entschied er sich für deren RubberGard EPDM-Dachsystem. Es basiert auf einer langlebigen und nachhaltigen EPDM-Gummiabdichtungsmembran. „Zunächst werden dabei die sogenannten QuickSeam RMA-Streifen auf dem Untergrund verlegt und mechanisch in der Tragdecke befestigt. Dann werden die Dachbahnen auf diesem selbstklebenden Streifen fixiert“, erläutert der 42-Jährige.

Erstmaliges Arbeiten mit RMA-Streifen: geht wirklich fix

Dazu rollen er und seine Leute zunächst die Bahnen aus und bringen sie in die richtige Lage, bevor die Hälfte umgeklappt und an den Befestigungsstellen eingeprimert wird. Abschließend erfolgt die Verklebung. Mit RMA arbeiten er und sein Team hier zum ersten Mal. „Aber es gehe wirklich fix und mache dank der durchdachten Technologie auch Spaß“, meint Hahn. „Mein Mitarbeiter Pascal Oppenkowski ist mittlerweile ein richtiges Ass, was dieses Material angeht – unser RMA-Experte!“

Ein Flachdach wird renoviert, Baumaterialien liegen bereit. Im Hintergrund steht ein hohes Wohngebäude, umgeben von Bäumen, unter klarem, blauem Himmel.

37.000 Quadratmeter Firestone-Flachdach – die Dimensionen sind gewaltig für einen kleineren Betrieb, der das noch niemals vorher gemacht hat.

Schnelle Arbeit mit haltbarem und langlebigem Firestone-Produkt

Die Vorteile bei diesem Material und dieser Technologie: Eine kalte Verarbeitung ohne offene Flamme, einfache Verlegung nahtloser Bahnen mit – in diesem Fall – einer Breite von bis zu 7,62 Metern und einer Länge von 30,5 Metern. Somit konnte das Hahn-Team mit einem Produkt arbeiten, das als außerordentlich haltbar und langlebig gilt. „Dadurch kann auch unsere kleine Mannschaft so einen Großauftrag stemmen. Natürlich ist man dann wirklich monatelang im Einsatz.“

Was aber für ein erfolgreiches Gelingen einer solchen Mammutaufgabe ebenso wichtig ist: Die richtige Unterstützung und Logistik. „Wir haben mit Firestone vor Ort das Dach ausgerechnet und Bahnenlayouts gemacht, das Material bestimmt, es zwei Monate vorher bestellt. Als wir angefangen haben, war alles vor Ort, was wir brauchten – und dann hieß es nur noch: Let’s go!“

Luftaufnahme eines großen Industriegebäudes mit dunklem Dach, umgeben von Parkplätzen, Fahrzeugen und Baustellenmaterialien.

Hervorragend lief die Zusammenarbeit mit der DEG Alles für Das Dach in Sachen Materiallieferung und Service.

Loblied auf den Dachdecker-Einkauf in Koblenz

Alles rund um die Materiallieferung sei erstklassig über die DEG Alles für das Dach eG, Niederlassung Koblenz gelaufen, die Martin Hahn in den höchsten Tönen lobt. „Ein Beispiel: gerade für heute hatten wir Schrauben erwartet. Plötzlich hieß es, dass die erst in ein paar Wochen wieder lieferbar sind.“ Das habe DEG-Mitarbeiter Michael Sandrock mit ein paar Telefonaten hingekriegt. Die Lösung: Die DEG-Niederlassung in Ehrenfriedersdorf in der Nähe von Chemnitz hatte noch Befestigungsteller und kleine Holzschrauben. „Das musste ich mir zwar selber zusammenstecken, aber wir konnten weiterarbeiten. Wir sind Handwerker und müssen flexibel reagieren können“, erläutert Hahn. Sandrock sei sein Mann, „wegen ihm bin ich überhaupt Mitglied der DEG.“

Flachdach eines Industriegebäudes bei Sonnenuntergang, mit wenigen Aufbauten und Horizont im Hintergrund.

Chef Martin Hahn liebt die Arbeit auf dem Dach, nur Büro kommt für ihn nicht infrage.

Der Chef arbeitet lieber auf dem Dach als im Büro

Zuhause am Stammsitz im Westerwald bleibt im Moment vieles liegen – „aber die Erfahrungen, die wir hier machen, sind unersetzlich.“ Martin Hahn hatte sich 2006 in Sessenbach zunächst im Nebengewerbe selbstständig gemacht und seither einen Betrieb mit fünf Mitarbeitern aufgebaut. Größer sollte es nicht sein, denn der 42-Jährige braucht genau die Atmosphäre um sich, die es nur auf dem Dach – und nicht im Büro – gibt. Vielleicht weht ihm und seinen Leuten dieser Wind ja künftig eher auf Flachdächern um die Nase. Seit dem Chemnitzer Auftrag weiß nämlich jeder: „Flachdach –Hahn Bedachungen kann‘s!“

Sie interessieren sich für spannende Praxisprojekte? Dann lesen Sie unsere Story über Andreas Fox, der mit seinem Team ein dankmalgeschütztes Steildach-Ensemble sanierte.

Kai-Uwe Bohn

Kai-Uwe Bohn ist ausgebildeter Journalist und seit mehr als 40 Jahren im Geschäft. Er fühlt sich in vielen Themenfeldern zuhause, kann sich aber vor allem für das „richtige Leben“ rund um Wirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleistungen begeistern. Dass er Politikwissenschaft bis zum Diplom studiert hat, hilft ihm, die Zusammenhänge im Hintergrund richtig einzuordnen. Im Mittelpunkt seines Interesses stehen stets die Menschen, die Mögliches und Unmögliches wahr machen.

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