Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Moderne Wohngebäude mit Glasfassade und mehreren Etagen, einige Bäume auf einer erhöhten Terrasse, Menschen gehen auf dem Gehweg unten entlang.

Höchstes Holz-Hochhaus Deutschlands geplant

Knut Köstergarten

10. Januar 2019

In Zeiten knappen Wohnraums ist das Nachverdichten – das nachträgliche Bebauen freier Flächen innerhalb bestehender Bebauung – vor allem in Großstädten ein großes Thema. Allerdings benötigt der Bau von Gebäuden viele Rohstoffe und viel Energie. Direkt in der Hamburger HafenCity plant das Unternehmen Garbe Immobilien-Projekte die sogenannte „Wildspitze“, Deutschlands höchstem Holz-Hochhaus. Hiermit will man möglichst umweltfreundlich dringend benötigte Wohnungen schaffen. Das Projekt wird in den nächsten Jahren mit rund 492.000 Euro durch die Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. „Wenn das Projekt erfolgreich läuft, ist dieses Holz-Hochhaus ein innovatives Modell für die gesamte Baubranche. Zusätzlich setzt es einen umweltfreundlichen Impuls gegen die Wohnungsnot und verknüpft damit zwei der großen Probleme unserer Zeit“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

Modernes Wohngebäude mit hohen, glasverkleideten Fassaden und Balkonen, daneben niedrigeres Gebäude. Der Himmel ist bewölkt und die Architektur wirkt zeitgenössisch.

Der modulare Holzbau kann eine umwelt- und anwohnerfreundliche Alternative sein. Mit dem Holz-Hochhaus „Wildspitze“ soll das Verfahren nun in der Hamburger HafenCity in größerem Rahmen getestet werden.

Nachverdichten von Flächen mit einem Holz-Hochhaus

„Bezahlbarer Wohnraum ist nicht nur in deutschen Großstädten mittlerweile ein kostbares Gut. Eine Lösung für dieses Problem sehen viele Experten im Nachverdichten von Flächen“, erläutert Sabine Djahanschah, DBU-Fachreferentin für Architektur und Bauwesen. Für Fundamente, Wände, Fassaden oder Dächer würden jedoch viel Energie und viele Rohstoffe benötigt. Zudem würden Baulärm, Staub und Schmutz die Anwohner stören. Lieferfahrzeuge blockierten häufig Straßenzüge. All dies schmälert die Akzeptanz gegenüber dem Nachverdichten.

Hier kann der modulare Holzbau eine umwelt- und anwohnerfreundliche Alternative sein. Mit dem Modellprojekt „Wildspitze“ soll das Verfahren nun in der Hamburger HafenCity in größerem Rahmen getestet werden. „Wir wollen auf einen dreigeschossigen Sockel einen länglichen Komplex mit sieben sowie einen Turm mit 19 Etagen setzen – alles aus nachhaltig zertifiziertem Holz. Das wäre mit einer Höhe von rund 64 Metern das höchste Holz-Hochhaus Deutschlands“, erläutert Fabian von Köppen, Geschäftsführer der Garbe Immobilien-Projekte. „Von den insgesamt 180 Wohnungen sollen 60 als öffentlich geförderte Mietwohnungen entstehen, sodass auch Menschen mit geringerem Einkommen die Chance haben, dort ein neues Zuhause zu finden.“ Sein Kollege Georg Nunnemann hob zudem den Aspekt der Weiterentwicklung des Holzbaus hervor. Der Planungs- und Bauprozess werde weitreichende Erkenntnisse im Hinblick auf die Verwendung von Holz im Hochbau ermöglichen.

Holz-Hochhaus mit vorgefertigten Modulen

Modernes Hochhaus mit Glas- und Backsteinfassade, umgeben von niedrigeren Gebäuden in einer städtischen Umgebung, bei Tageslicht aufgenommen.

Das Holz-Hochhaus wird an einer markanten Stelle stehen und so das Stadtbild nachhaltig prägen.

Dank des Werkstoffes Holz können voraussichtlich 26.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden, die ansonsten bei Herstellung, Transport oder auch im Rahmen der Entsorgung anderer Baumaterialien anfallen würden. „Zudem versuchen wir, sparsam mit dem Holz umzugehen, sodass wir möglichst wenig davon benötigen“, sagt von Köppen. Mit Ausnahme der Treppenhauskerne werden sowohl die tragenden Bauteile als auch die Gebäudehülle vollständig aus Holzwerkstoffen hergestellt. Die gläserne zweite Fassadenhaut des Holz-Hochhauses fungiert als Lärm-, Witterungs- und Brandschutz. Viele Bauelemente sollen als Module in Werkstätten vorgefertigt und vor Ort nur noch montiert werden. Gepaart mit intelligenter Logistik auf der Baustelle werde dadurch noch umweltfreundlicher gebaut.

Djahanschah sieht in dem Projekt ein Vorhaben mit Modellcharakter. „Im besten Fall helfen die Ergebnisse, die Planungssicherheit im Holzbau zu verbessern und diese umweltfreundliche Alternative weiter zu verbreiten, wenn die Ergebnisse gut auf andere Vorhaben übertragen werden können. Zudem wird das Holz-Hochhaus an einer markanten Stelle entstehen und so den Holzbau als Teil des Stadtbildes noch bekannter machen bei den vielen Besuchern, die täglich diese Stelle passieren.“

Sie interessieren sich für nachhaltiges Bauen. Dann lesen Sie unseren Artikel über ein Bauprojekt mit Massivholzmauer.

 

Knut Köstergarten

Schreibt seit über zehn Jahren für das Printmagazin „Das Dach“ und leitet dort und bei Dach live die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und inzwischen auf die Bereiche Politik und Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge – gerade auch von Unternehmern.

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