Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Bild von VELUX Banner
Modernes Gebäude mit Holzüberdachung, Betonstufen und Blick auf grüne Bäume im Hintergrund.

Erste Sportstadien in Holzbauweise: Kanada und Australien

Knut Köstergarten

16. Februar 2023

Das jüngst erbaute Eric Tweedale Stadion in Granville bei Sydney ist das erste Stadion Australiens, bei dem Brettschichtholz anstelle von Stahl und Beton genutzt wurde. Die innovative Holzbauweise blieb denn auch in der Öffentlichkeit nicht unbeachtet. So wurde das Sportstadion mit den 750 Sitzplätzen mit dem australischen Master Builder Association Award 2022 in der Kategorie Sporting Facilities ausgezeichnet.

Bild von Außenansicht des Eric Tweedale Stadiums in Holzbauweise
Wunderbar eingebettet in die Umgebung: Das erste Sportstadion Australiens aus Brettschichtholz. (Alle Fotos und Titelbild: Rubner Holzbau GmbH)

Erstes Sportstadion komplett aus Brettschichtholz in Kanada

Sichere und geprüfte konstruktive Lösungen in Holzbauweise mit Erfüllung aller Normen und Standards sind schon lange im großvolumigen Hochbau angekommen – und nun auch im Stadionbau. Die Rubner Holzbau GmbH aus Österreich ist eines der wenigen Unternehmen, das sich das Thema Stadionbau aus Holz auf die Fahnen geschrieben hat. Rubner errichtete bereits 2019 das Westhills Stadion in Langford, Kanada. Es war damals das erste Stadion, das komplett aus Brettschichtholz gebaut wurde.

Bild von Westhills Stadion in Holzbauweise
Fußballspiel im Holz-Stadion: Das Bear Stadium in Kanada bietet immerhin 6000 Besuchern Sitzplätze.

Fünf Monate vom Entwurf bis zur Fertigstellung

Rubner Holzbau hatte in Zusammenarbeit mit Bear Stadiums, einem Beratungs- und Designbüro, in nur fünf Monaten das erste Stadion der Zukunft in Kanada entworfen und gebaut: modular, aus Brettschichtholz, umweltfreundlich und komfortabel. Es bietet 6000 Zuschauern Platz, verteilt auf die Haupttribüne mit 18 Skyboxen, Kiosken und Services sowie der Westtribüne, während die Nordseite einen Biergarten für Fans und Familien beherbergt.

Bild von Eingangsbereich des Eric Tweedale Stadiums in Holzbauweise
Rückseite: Eindrucksvolles Tribünendach aus Holz.

Modulare Bauweise für bis zu 20 000 Sitzplätze

Die Modularität der Öko-Sportstadien made bei Rubner gestattet die schrittweise Erweiterung auf bis zu 20 000 Sitzplätze. Der laufende Betrieb wird dabei kaum beeinträchtigt. Und wenn sich im Laufe der Zeit die Anforderungen verändern, lassen sich die Stadien auch rasch und umweltgerecht zurückbauen. Mit diesen Größenordnungen werden die Sportstadien den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Fußballclubs bis hin in die höchsten Spielklassen gerecht, in Übereinstimmung mit den UEFA- und FIFA-Normen.

Bild von Eric Tweedale Stadium in Holzbauweise
750 Plätze bietet die Tribüne des Holz-Sportstadiums in Australien.

Holzbauweise ist aktiver Klimaschutz

Die Holzbauweise ermöglicht ein Gebäude dieser Größenordnung, das hoch energieeffizient ist und eine sehr gute CO²-Bilanz aufweist. Und die Dringlichkeit des Klimaschutzes zwingt alle Akteure, auch im Sport, zu konsequentem Handeln, um Lebensräume zu bewahren. Sportstadien in Holzbauweise punkten mit sehr geringer Umweltbelastung, reduzieren die Treibhausgasemissionen sowie den Energieverbrauch und sind durch die Leichtigkeit der Konstruktion sogar für die Errichtung in erdbebengefährdeten Regionen geeignet.

Bild von Eric Tweedale Stadium in Holzbauweise
Schöne Optik mit Holz und Glas.

Für Dach und Tribünen 185 Kubikmeter Holz verbaut

Das Dach aus Brettschichtholz ragt mehr als acht Meter über die Sitzplätze der Tribüne hinaus und stellt gleichzeitig mit der einfachen, aber eindrucksvollen Formgebung einen historischen Bezug zu dem Wald her, der einst das Gelände dominierte. Abgesehen von der geringen CO²-Bilanz aufgrund der Holzkonstruktion verfügt das Stadion über eine Ost-West-Ausrichtung, die eine natürliche Querlüftung ermöglicht. Die Dachbereiche dienen als Sonnen- und Regenschutz. Insgesamt wurden für das Dach und die Tribüne 185 Kubikmeter Holz verbaut.

Bild von Dachkonstruktion des Eric Tweedale Stadiums in Holzbauweise
130 Tonnen an CO² spart das australische Holz-Sportstadium ein.

Eric Tweedale Stadion spart 130 Tonnen an CO² 

Die moderne Photovoltaikanlage auf der kompletten Fläche des Stadiondachs erzeugt einen großen Teil des benötigten Stroms für die Sportanlage. Ein riesiger Regenwassertank sorgt für die Bewässerung des nahe gelegenen Rugbyfeldes, der umliegenden Grünflächen sowie für die Toilettenspülungen. Das Stadion leistet mit rund 130 Tonnen eingespartem CO² einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Heimat von Rugby und Fußball

Das neue, hochmoderne Eric Tweedale Stadion in Sydney mit 750 Sitzplätzen ist die Heimat des erstklassigen Rugbyteams "Two Blues" und Trainingseinrichtung des A-League Macarthur Football Club. Das architektonische Konzept wird von der harmonischen Integration des Stadions in die unmittelbare Umgebung und der Geschichte der Cumberland Plain Woodlands, einer einzigartigen Naturlandschaft in der Sydney Basin Bioregion, bestimmt.

Bild von Eric Tweedale Stadium in Holzbauweise
Das Stadion als Kommunikationsort: Rugby draußen und Veranstaltungen in den Innenräumen.

Integration von zusätzlichen Gemeinschaftsräumen

Das an der Westseite des Granville Parks gelegene Stadion ist im Osten von einem Rugbyfeld und im Westen von alten, farbenprächtigen roten und grauen Eukalyptusbäumen umgeben, die es vom Parkplatz und der Straße abgrenzen. Vielfältig nutzbare Veranstaltungs- und Gemeinschaftsräume mit einer hellen und einladenden Atmosphäre öffnen sich zur Aussichtsplattform an der südöstlichen Ecke des Gebäudes. Die Tribüne umschließt unter anderem die Umkleideräume, Verwaltungs- und Erste-Hilfe-Bereiche sowie eine Großküche.

Bild von Innenraum des Eric Tweedale Stadiums in Holzbauweise
Blick in einen lichtdurchfluteten Innenraum aus Holz.

Architekten sprechen vom Beginn eines Holzzeitalters

„Dezeen“, eines der weltweit einflussreichsten Architekturmagazine, kürt in einem Bericht Holz zum Wunderbaustoff des 21. Jahrhunderts. Namhafte Architekten sprechen darin vom Beginn des Holzzeitalters. Bauen mit Holz bedeutet für sie, extrem schnell, präzise und robust zu bauen – mit herausragend ästhetischen Ergebnissen unter höchsten ökologischen Prämissen. Womöglich werden wir bald auch in Deutschland den Bau des ersten Sportstadions in Holzbauweise erleben.

Sie interessieren sich für nachhaltiges Bauen? Dann lesen Sie unsere Story über das höchste Holzhochhaus der Welt.

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

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