Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Eine Hand hält ein Smartphone mit Meereshintergrund auf dem Bildschirm, verschiedene App-Symbole sind sichtbar.

Smartphone für Dachdecker: Shiftphone 6m

Harald Friedrich

22. Oktober 2019

Es gibt tatsächlich einen Hersteller von nachhaltigen Smartphones. Und der warnt auf dem Gerät und im Startmenü: „Smartphones sind Zeitvernichter. Es gibt kein größeres Geschenk als die nächsten 24 Stunden. Nutze sie weise. Menschen sind wichtiger als Maschinen“. Willkommen bei Shiftphone. Und deshalb mal ein Test, der seinen Schwerpunkt nicht nur auf die Technik legt.

Shiftphone 6m

Gestochen scharf zeigt sich das Display beim Shiftphone – hier in der Botanik.

Shiftphone: Knackig scharfes und leuchtendes AMELOD-Display

Zunächst ein Schock: Das Gerät scheint ja fast ein kleines Tablet zu sein. Viel zu groß für den Baustellenalltag. Doch was groß aussieht, muss nicht riesig sein, wie der Vergleich etwa zu einem Nokia 7.1 zeigt. Tatsächlich reden wir in der Breite gerade mal über +6,4 Millimeter, in der Höhe über +1,8 Millimeter. Dafür strahlt das Shiftphone 6m über ein knackig scharfes und leuchtendes AMELOD-Display mit einer Diagonale von 5,7.

Shiftphone: Flottes Arbeitstempo und Akku als Dauerläufer

Auch die inneren Werte können sich sehen lassen: Nach Entfernen des Backcovers und dem Herausnehmen des 4.200mA-Akkus stehen zwei SIM-Kartenslots und zusätzlich ein Slot für eine microSD-Speicherkarte zur Verfügung. Damit kann der 64 GB interne Speicher nochmals um weitere 128 GB aufgerüstet werden. Für ein unerhört flottes Arbeitstempo sorgt der 10-Kerne-Prozessor mit einem Arbeitstakt von 2,6 GHz.  Der Akku zeigte sich beim Testeinsatz als echter Dauerläufer. Bei der üblichen Alltagsnutzung des Testers verblieben nach 35 Stunden noch ein weiterer 24-Stunden-Tag als Restkapazität.

Shiftphone 6m

Aufnahmen im Baustellenalltag sind kein Problem mit dem Shiftphone.

Gute Kamera für Baustellen-Dokumentation

Die eingebaute Kamera glänzt mit einer Fotoauflösung von 21 MB. Allerdings stehen nur Standardaufnahmen und Panorama als Programme zur Wahl. Bei dunkler Umgebung stoßen diese Standardeinstellungen an ihre Grenzen. Doch für „Schnappschüsse“ oder zur Dokumentation von Arbeiten rund ums Dach ist diese Kamera völlig ausreichend. Im Videomodus können gerne auch 4k-Clips gedreht werden.

Zum zuverlässigen Entsperren des Shiftphones ist ein Sensor auf der Rückseite unter der Kamera vorhanden. Kein einziger Entsperrversuch innerhalb der Testphase musste wiederholt werden. Das können viele andere namhafte Smartphones durchaus schlechter.

Das Shiftphone wird nachhaltig produziert

Die echte Nachhaltigkeit beginnt bei Shiftphone schon bei der Produktion. Schon wer dort ein Handy kaufen will, muss sich vorab entscheiden: Ich will es sofort. Dann kostet es mehr. Denn der Hersteller tritt mit dem Einkauf der benötigten Komponenten in Vorleistung. Er finanziert die Montage in China. Hier werden laut Shiftphone alle Mitarbeiter deutlich besser bezahlt als bei anderen Herstellern und sie sind renten- und krankenversichert. Und er tritt beim Versand in Vorleistung. Wer allerdings sein nächstes Smartphone vorbestellt und damit Wartezeit einkalkuliert, ermöglicht die gezielte Produktion nach Order und spart beim Kaufpreis.

Recycling wird bei Shiftphone groß geschrieben

Und denken wir mal ein paar Jahre weiter. Das Smartphone hat ausgedient. Dann sollte die Trennung derart erfolgen, dass es zurück an den Hersteller gesandt wird. Dafür gibt es das Gerätepfand von 22 Euro zurück, das auf jedes Shiftphone erhoben wird. Das „Altgerät“ wird im Werk zerlegt, alle noch verwertbaren Komponenten werden geprüft und als Ersatzteile bevorratet oder bei Nichtverwendung recycelt.

„Ein schönes Gerät für den Müll ist ein hässliches Problem für unseren Planeten“. Im „Wirkungsbericht“ des kleinen, 2015 in Nordhessen gegründeten Familienunternehmens Shiftphone wird dieser Satz eingehend erklärt: Ein Smartphone etwa wegen eines defekten Akkus ersetzen zu müssen, ist nach Ansicht von Shift ein Fehler im Design. So ist bei jedem Shiftphone der Akku austauschbar. Backcover entfernen, Akku, herausnehmen, neuen Akku einsetzen. Beim Topmodell 6m kostet der 4.200 mA-Akku gerade mal 19 Euro.

Shiftphone 6m

So sieht das Shiftphone in seinen Einzelteilen plus Zubehör aus.

Ersatzteile und Rücknahme sind kein Problem

Display defekt trotz GorillaGlas 5? Das Ersatzdisplay kostet gerade mal 99 Euro und der Kunde kann es, wie jede andere Komponente, selbst leicht austauschen. Dazu stellt der Hersteller ein Video zur Verfügung. Und der notwendige Schraubendreher gehört ohnehin zum serienmäßigen Lieferumfang eines jeden Shiftphones. Garantieverlust bei eigenhändigem Öffnen des Geräts? Das widerspricht nach Shiftphones Empfinden dem Gedanken von Fairness. Ein anderes Betriebssystem als das ab Werk installierte, fast pure Android 8.1 installieren? Diese Freiheit sollte jeder Anwender haben. Solange keine Softwarefehler zu Hardwaredefekten führen, wird die Gewährleistung nicht beeinträchtigt.

Die eigenhändige Reparatur traut sich der Nutzer nicht zu? Dann einfach das Smartphone einsenden und entscheiden, ob die Reparatur in Nordhessen gewünscht wird. Wenn nicht, kauft Shiftphone das Gerät zum fairen Preis zurück und/oder bietet gegen einen Aufpreis ein Upgrade auf ein neues Gerät an.

Shiftphone 6m

Der Umwelt zuliebe: Natürlich und nachhaltig ist die Verpackung des Shiftphones aus Papier und Karton.

Shiftphone wird plastikfrei ausgepackt

Ausschließlich aus Papier und Karton sind die wiederverwendbaren Materialien, mit denen ein Shiftphone verpackt zum neuen Besitzer kommt. Zum Lieferumfang gehören neben dem bereits erwähnten Schraubendreher auch Panzerglas-Displayschutz, Bumperhülle und ein USB-C-Ladekabel. Kein Ladegerät? Nein, das hat wohl jeder Smartphonebesitzer ohnehin zuhause, lautet die Philosophie der Nachhaltigkeit.

Fazit Shiftphone: Einfach nur ehrlich

Fazit dieses etwas anderen Tests eines ganz anderen Smartphones: Das Shiftphone 6m ist ein „durch und durch ehrlicher Kerl“. Schon kurz nach dem Einrichten wartet man eigentlich schon darauf, vom Handy selbst eine Freundschaftsanfrage zu bekommen. Natürlich gibt es viele Smartphones, die für noch mehr Geld noch mehr bieten. Und es gibt Smartphones, die weniger kosten. Aber etwas für die Umwelt und für die Menschen, die solche Smartphones in einem fernen Land bauen tun, kann etwas teurer sein. Jeder muss für sich entscheiden, ob ihm das einen „Zuschlag“ wert ist. Und wer sich dafür entscheidet, hat einen treuen Begleiter gefunden.

Sie interessieren sich für unsere Smartphone-Tests. Dann lesen Sie unseren Bericht über das RugGear 850.

Harald Friedrich

In den 80er Jahren kam der ausgebildete Werbekaufmann und Texter zum Journalismus. Seit dieser Zeit unterstützt er zahlreiche Dachdecker-Landesverbände bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit durch Vor-, Nach- und Querdenken. So hob er das Verbandsmagazin des Bayerischen Dachdeckerhandwerks mit aus der Taufe und erstellt bis heute fünf Ausgaben pro Jahr komplett. Er schreibt zudem für Fachmedien im Bereich Handwerk, darunter seit Jahren auch „Das DACH“. Sein Motto: „Schreiben ist nichts weiter als eine permanente Neuordnung von 26 Buchstaben."

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