100 Jahre Hahn Bedachungen: Tradition bewahren, Zukunft gestalten
6. November 2025
Auch nach 100 Jahren bleibt die Der familiengeführte Dachdeckerbetrieb Hahn Bedachungen aus Seelze bei Hannover besteht seit 1925 und wird heute in vierter Generation geführt. An der Spitze stehen mit den Schwestern Frauke und Laura Hahn zwei Frauen. Dachdeckermeisterin Frauke verantwortet Baustellen und Ausführung, Laura Organisation und Finanzen. Das Unternehmen verbindet klassische Dacharbeiten mit modernen Schwerpunkten. Ausbildung, kurze Wege und verlässliche Zusammenarbeit prägen den Alltag.

100 Jahre und vier Generationen
Gegründet wurde der Betrieb 1925 von Anton Hahn. Das Handwerk hat in der Familie allerdings noch tiefere Wurzeln. Nach vielen Jahren in Davenstedt zog das Unternehmen 1995 nach Seelze. Mit Frauke Hahn trat 2004 die vierte Generation in den Betrieb ein, 2007 wurde sie Dachdeckermeisterin, seit 2025 führt sie als Geschäftsführerin die Geschicke. 2020 kam Laura Hahn, die einen Master of Science in Wirtschaftswissenschaften absolvierte, hinzu und verantwortet seither den kaufmännischen Bereich.
Lesetipp: Über Dachdeckermeisterin Frauke Hahn erfahren Sie mehr in unserem Portrait!
Im August 2025 feierte Hahn Bedachungen das 100-jährige Jubiläum am Firmensitz gemeinsam mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern. Bei Musik, gutem Essen und vielen Gesprächen zeigte sich, wie eng Hahn Bedachungen mit der Region verwurzelt ist. Die Feier war nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Dankeschön an alle, die das Unternehmen auf seinem Weg begleiten, sowie ein Startschuss für die kommenden Jahre.

Doppelspitze mit klaren Zuständigkeiten
Die Leitung ist klar verteilt: Frauke Hahn steuert die Projekte auf dem Dach, begleitet Kundentermine und entscheidet gemeinsam mit dem Team, wenn Pläne angepasst werden müssen. Laura Hahn sorgt im Hintergrund für reibungslose Abläufe von Angeboten und Rechnungswesen über Fuhrpark und Personal bis zum Controlling. Mehrmals täglich stimmen sich beide Frauen ab, direkt und unkompliziert. Operatives entscheidet die Zuständige, Grundsatzfragen besprechen sie gemeinsam: auf dem Hof, im Büro oder beim Spaziergang mit Fraukes Hund.
Zusammenarbeit und Kultur: Miteinander im Alltag
Der Alltag bei Hahn Bedachungen ist geprägt von einer offenen Arbeitskultur: Informationen fließen direkt, Entscheidungen werden dort getroffen, wo die Verantwortung liegt. Neue Mitarbeiter erleben einen strukturierten Einstieg und einen engen Austausch mit den Teams. Viele schätzen die Verbindlichkeit und die handwerkliche Qualität ebenso wie das kollegiale Miteinander. Selbst bei hoher Auslastung gilt der Grundsatz: Probleme werden zeitnah angesprochen, pragmatisch gelöst und im Team gemeinsam getragen.

Leistungen: Dächer in der ganzen Bandbreite
Das Portfolio von Hahn Bedachungen deckt die gesamte Dachbandbreite ab: Steil- und Flachdächer, Abdichtungen mit Bitumen oder Kunststoff, Metalleindeckungen, vorgehängte hinterlüftete Fassaden, Dachentwässerung sowie Balkon- und Terrassensanierungen. Gefragt sind aktuell besonders Gründächer und Photovoltaik. Beides verbinden die Schwestern mit solidem Handwerk und einem Blick auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.
Digitalisierung: Pragmatisch, wo sie nützt
Auch vor dem Dachdeckerhandwerk macht die Digitalisierung nicht halt und Hahn Bedachungen setzt sie gezielt ein. Ob digitale Aufmaß-Tools, Software für die Projektplanung oder die schnelle Abstimmung per Tablet direkt auf der Baustelle – Prozesse werden so einfacher und transparenter. In Beratungsgesprächen nutzen die Schwestern Visualisierungen, um Kunden Dachaufbauten, Gründachsysteme oder Photovoltaikanlagen anschaulich darzustellen. All das spart Zeit, schafft Klarheit und sorgt für reibungslose Abläufe zwischen Baustelle und Büro.

Team und Ausbildung: Handwerk weitergeben
Das 18-köpfige Team besteht aus Meistern, Gesellen, Auszubildenden und Verwaltungsmitarbeitern. Die Ausbildung hat einen hohen Stellenwert, geeignete Nachwuchskräfte werden nach Möglichkeit übernommen. Üblicherweise bildet der Betrieb zwei Lehrlinge pro Jahr aus. Wenn sich jedoch mehr überzeugende Kandidaten vorstellen, erweitert Hahn Bedachungen die Kapazität bewusst. Zuletzt begannen drei Auszubildende gleichzeitig, damit niemand mit passendem Profil abgewiesen werden musste. Frauke und Laura Hahn geben ihr Wissen im Alltag weiter und ergänzen es durch externe Schulungen. Viele Kollegen sind seit Jahrzehnten im Unternehmen. Eine Tatsache, die für sich selbst spricht.
Nachwuchsarbeit: Türen öffnen, sichtbar sein
Um junge Menschen für das Dachdeckerhandwerk zu begeistern, setzt Hahn Bedachungen auf Kooperationen mit Schulen, Projekttage bei der Handwerkskammer und Praktika im Betrieb. So lernen Jugendliche früh den Baustellenalltag kennen. Nicht selten ist das der erste Schritt Richtung Ausbildung. Digitale Formate und Social Media via Instagram unterstützen sie dabei, Nachwuchs anzusprechen.

Frauen im Handwerk: Können zählt
Für Frauke und Laura Hahn ist ihre Rolle im traditionell männlich geprägten Dachdeckerhandwerk selbstverständlich. Auf der Baustelle wie im Büro überzeugen sie durch Fachkenntnis und Souveränität. Die Reaktionen aus dem Umfeld sind überwiegend positiv. „Dachdeckerin zu sein heißt: Probleme lösen, ruhig bleiben und machen“, so beschreibt Frauke ihren Arbeitsalltag.
Gleichzeitig gehört Engagement für die Weiterentwicklung des Handwerks fest zum Selbstverständnis des Betriebs. Frauke bringt sich im Aufsichtsrat der Dachdecker-Einkauf Ost eG ein, Laura engagiert sich in der Zusammenarbeit mit Schulen und Netzwerken. Damit führen beide fort, was in ihrer Familie traditionell gelebt wird: Verantwortung übernehmen und das Handwerk aktiv mitgestalten.

Blick nach vorn
Ausrichtung klar: beste Qualität, solide Ausführung, planbare Abläufe und gezielte Digitalisierung, wo sie Prozesse erleichtert. Mit modernen Schwerpunkten wie Photovoltaik und Gründächern sowie einem gut ausgebildeten Team gehen Frauke und Laura Hahn entschlossen in die nächste Etappe. Dabei gilt das Prinzip, das den Betrieb seit einem Jahrhundert prägt: Tradition bewahren und offen für Neues bleiben.
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