Akademie für die Zukunft: Weiterbildung für Dachdecker im eigenen Haus 

DACH-Ticker

Soprema steigt ins Photovoltaikgeschäft ein

Soprema steigt in dem Boom-Markt Photovoltaik ein. (Foto: Soprema)

Die Soprema GmbH hat die Mehrheit an der MW Photovoltaik Engineering GmbH mit Sitz in Berlin übernommen. Bekannt als Komplettanbieter für hochwertige Abdichtungs- und Dämmsysteme sowie für Essertec Tageslicht- und Rauchabzugslösungen erweitert das Unternehmen sein Portfolio nun im Bereich Photovoltaik für Dach und Fassade.

11. August 2022

EEG 2023: Fördersätze für PV-Anlagen steigen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat Ende Juli über das Inkrafttreten erster Regelungen aus dem EEG 2023 informiert. Ab sofort können Betreiber von neu in Betrieb genommenen Solaranlagen bis zu 13,40 Cent pro Kilowattstunde für ihren PV-Strom erhalten. Die erhöhten Fördersätze gelten allerdings laut Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks nur für sogenannte Volleinspeiser. Das heißt: Der erzeugte Strom wird nicht selbst verbraucht, sondern vollständig ins Netz eingespeist.

8. August 2022

Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser sind 2022 eingebrochen

Im April 2022 wurde in Deutschland der Bau von 31 152 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 5,1 Prozent oder 1 515 Baugenehmigungen mehr als im April 2021. Von Januar bis April 2022 wurden damit insgesamt 123.659 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt – dies waren 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr (125.553 Baugenehmigungen). Im Neubau gab es in den ersten vier Monaten 2022 gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 22 Prozent bei Einfamilienhäusern und ein Plus von 11,6 Prozent bei Mehrfamilienhäusern.

17. Juni 2022

Bauwirtschaft: Arbeitsunfälle 2021 leicht rückläufig

Die Arbeitsunfälle in der Bauwirtschaft sind im vergangenen Jahr um 0,4 Prozentpunkte auf 103.525 leicht gesunken. Auch die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle ging laut BG Bau zurück. Einen leichten Anstieg gibt es hingegen bei den Anzeigen auf Verdacht einer Berufserkrankung. Der zweithäufigste Verdachtsfall war hierbei das für das Dachdeckerhandwerk besonders relevante Risiko von Hautkrebs durch Sonneneinstrahlung. Der leichte Rückgang bei Arbeitsunfällen und tödlichen Arbeitsunfällen sei laut BG Bau aber kein Grund zur Entwarnung. Denn die Zahlen seien immer noch zu hoch. 

3. Juni 2022

Peter Aicher bleibt Vorsitzender von Holzbau Deutschland

Bild von Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland
Peter Aicher will den Holzbau in den kommenden Jahren weiter voranbringen. (Foto: Holzbau Deutschland)

Bei den Vorstandswahlen von Holzbau Deutschland ist Peter Aicher erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. „Ich bedanke mich sehr herzlich für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich riesig, den Holzbau in den kommenden Jahren gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen weiter voranzubringen. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Projekte angestoßen und realisiert. Dass sich unser Engagement lohnt, bestätigt der kontinuierliche Aufwärtstrend des Holzbaus“, betonte der einstimmig wiedergewählte Vorsitzende von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes

19. April 2022

Langjähriger BMI-Chef Ulrich Siepe gestorben

Bild von Ulrich Siepe mit Dachdeckerin Larissa Würtenberger
Ulrich Siepe auf der Dach+Holz 2020 mit Dachdeckerin Larissa Würtenberger.

Das Dachhandwerk trauert um eine Führungspersönlichkeit und einen Menschenfreund. Der langjährige BMI-Geschäftsführer Ulrich Siepe ist am 23. März nach schwerer Krankheit verstorben, über die er schon während seiner bis 2020 dauernden Karriere bei BMI offen gesprochen hatte. Seine offene, freundliche und zugewandte Art werden viele langjährige Marktbegleiter vermissen.

31. März 2022

BMI investiert in Erweiterungsbau für Schulungszentrum

Bild von Spatenstich für BMI-Schulungszentrum
Spatenstich für Erweiterungsbau des BMI-Schulungszentrums. (Foto: BMI)

BMI stärkt erneut den Wirtschaftsstandort Heusenstamm. Am Stammwerk von Braas investiert BMI in einen Erweiterungsbau für das bestehende Schulungszentrum. Dort wird es auf 1.750 Quadratmetern genügend Platz für Trainings- und Seminarräume, für Lager, Werkstatt und Funktionsräume sowie für Großveranstaltungen mit bis zu 300 Teilnehmern geben.

23. März 2022

ifo Institut: Baupreise steigen 2022 weiter

Die deutschen Bauunternehmen planen, auf breiter Linie die Baupreise zu erhöhen. Das geht aus den Umfragen des ifo Instituts hervor. Im Hochbau kalkulierte jeder zweite Betrieb für die kommenden Monate mit Preisanpassungen. „Das ist eine Folge der rasanten Kostenanstiege beim Baumaterial, diese werden nun an die Kunden weitergeben“, sagt ifo-Forscher Felix Leiss. „Insbesondere bei den Dämmstoffen gab es weiterhin Probleme. Holz spielte aktuell wieder eine größere Rolle. Das sehen wir beim Großhandel mit Holz und auch bei Bauelementen aus Holz. Hier wurde wieder sehr oft von Preiserhöhungen berichtet“, sagt Leiss weiter. „Zudem sind die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die Bauwirtschaft sind im Moment noch nicht abzusehen.“

17. März 2022

Energiesouveränität bedeutet auch Energieeffizienz im Gebäudebestand

Im Rahmen des gemeinsamen Aufrufs von Verbraucher-, Wirtschafts- und Umweltverbänden an die Bundesregierung „Energiesouveränität ist das Gebot der Stunde”, verbunden mit der Forderung nach einem nationalen Gipfel für Energiesouveränität erklärte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Marcus Nachbauer: „Für energieeffiziente Häuser und Gebäude brauchen wir eine verlässliche und auskömmliche Förderkulisse, die auch diejenigen Standards fördert, die gefordert werden. Konkret heißt das: Wenn das EH 55 zum Standard wird, sollte auch dieser gefördert werden. Ähnliches gilt für die energetische Sanierung: EH 70 bei Sanierungen ist ambitioniert und sollte daher entsprechend gefördert werden. Das gilt auch für den Einbau von Heizungen, die auf regenerativen Energien beruhen, sowie den Einbau von Solaranlagen.“

11. März 2022

Janine Neureuther erste stellvertretende Landesinnungsmeisterin

Janine Neureuther, Geschäftsführerin der Neureuther Bedachungen GmbH in Rheinstetten bei Karlsruhe, übernimmt ab sofort das Amt der stellvertretenden Landesinnungsmeisterin des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg. Sie wurde einstimmig durch die zehn Dachdecker-Innungen Baden-Württembergs zur Nachfolgerin von Michael Braunwarth (Foto links) gewählt. Sie ist damit die erste stellvertretende Landesinnungsmeisterin im deutschen Dachdeckerhandwerk und übernimmt das Amt der Landesreferentin für Berufsbildung.

4. März 2022

Präsentation von Henke zur Weiterbildung

Weiterbildung für Dachdecker im eigenen Haus 

15. Juni 2018

 · Knut Köstergarten

Wer etwas über die Zukunft von Dach- und Fassadenbau erfahren möchte, der ist bei der Henke AG genau an der richtigen Adresse. Denn mit der Gründung einer eigenen Akademie für die Aus- und Weiterbildung der Dachdecker und weiteren Fachkräfte im Oktober 2017 am Standort Hagen schlägt das Unternehmen neue Wege ein. „Wir haben uns gefragt, wie wir das Thema demografischer Wandel und Fachkräftemangel angehen können. Und unsere Antwort ist die Henke Akademie“, erklärt Vorstand Dach Karl-Heinz Ester.  

Für diesen Zweck wurde ein Gebäude auf dem Firmengelände umgebaut. Der Schulungsraum ist für bis zu 55 Teilnehmer ausgelegt und mit Klimaanlage und Kommunikationstechnik auf dem neuesten Stand ausgestattet. Eine Innovation, die schon wenige Monate nach der Eröffnung erste Früchte trägt. „Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen, aber auch junge Gesellen fragen interessiert bei uns an“, berichtet Ester. Es hat sich schnell herumgesprochen, wie intensiv das Unternehmen seine 103 Mitarbeiter fördert, um beste Qualität für die Kunden abliefern zu können. 

Ausbildungspaten schulen die Lehrlinge 

Ein zentraler Bereich der Henke AG ist die Ausbildung. Zwölf Lehrlinge beschäftigt das Unternehmen aktuell, als Dachdecker, Metallbauer oder Fassadenmonteure. Das Konzept ist umfassend. In Hagen gibt es eine Schulkooperation. Achtklässler kommen für einen Tag in die Akademie, durchlaufen mit viel Spaß Theorie und Praxis, lernen das Unternehmen kennen. Wer am Ende eine Urkunde erhält, kann später sofort als Praktikant einsteigen. Ansonsten gibt es für Jugendliche ein Assessment-Center zur Vorauswahl, dann erst das Praktikum und am Ende den Ausbildungsplatz. Dann betreuen zwei junge Dachdeckermeister als Paten die Lehrlinge.  

„Sie sollen auch bei uns neben Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung etwas dazulernen. Dabei geht es vor allem um eine Art Knigge, um Teamfähigkeit, Sozialverhalten oder Umgangsformen beim Kunden“, erklärt Ester. Das Unternehmen übernimmt damit eine Aufgabe, die Eltern oder Schule immer öfter nicht mehr leisten können: Erziehung. Dabei geht es nicht nur um Lernen, sondern auch um Spaß und das Miteinander. Ein Beispiel gibt Vorstandsmitglied Ester.  

„Der Ex-Fußballer Ingo Anderbrügge war schon bei uns als Referent. Er leitet die Fußball-Fabrik, wo es um Training, Lernen und Leben geht.“ 

Akademie Henke: Weiterbildung für Dachdecker im eigenen Haus 
Der Vorstand der Henke AG: Klaus-Peter Brüggemann, Vorstand Fassade, Jan Brüggemann, Bauleitung, Philipp Brüggemann, Bauleitung, Karl-Heinz Ester, Vorstand Dach (von links).

Weiterbildung der Dachdecker: Herausforderung für viele Betriebe 

Nun ließe sich trefflich einwenden, dass ein so großer Betrieb mit über 100 Mitarbeitern natürlich ganz andere Möglichkeiten hat als kleinere. Das stimmt, denn für eine eigene Akademie braucht es einen gewissen Mitarbeiterstamm. „Doch Betriebe, die einen größeren Aufenthaltsraum haben, könnten diesen ohne riesigen Aufwand auch für die Weiterbildung der Dachdecker verwenden. Es lohnt sich einfach, allein schon mit Blick auf das Marketing und die Personalführung“, meint Ester. Für Henke ist die Akademie ein großes Schaufenster, um bekannter zu werden, und ein Motor, um auch zukünftig genug Fachkräfte rekrutieren zu können. Beides Herausforderungen, vor denen auch viele andere Betriebe stehen. 

Ester hat da nicht nur die Firmenbrille auf, sondern zudem die gesamte Branche im Blick. Denn er ist im Ehrenamt Landesinnungsmeister von Westfalen und zudem Mitglied im Hauptvorstand des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). In diesem Zusammenhang sieht er die Henke Akademie auch als Möglichkeit zur Vernetzung. Er kann sich gut vorstellen, Schulungen in Kooperation mit Innungen oder der DEG Dach-Fassade-Holz eG zu organisieren – offen für interessierte Betriebe. „Wir arbeiten ja für die Schulung unserer Mitarbeiter schon intensiv mit der Industrie, der Berufsgenossenschaft und öffentlichen Institutionen zusammen. Auch erste Kontakte zur Braas Akademie habe ich bereits geknüpft.“  

Weiterbildung der Dachdecker forcieren 

Ein weiterer zentraler Bereich der Akademie ist die Weiterbildung der Dachdecker und anderer Fachkräfte. Da geht es um die bereits erwähnten technischen Schulungen, auch in Kooperation mit der Industrie. Da geht es zudem um Workshops für Führungskräfte. „In Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung arbeiten wir daran, wie etwa Mitarbeitergespräche wertschätzend und produktiv geführt werden können“, erläutert Vorstandsmitglied Ester. Weiterbildung für Dachdecker und weitere Fachkräfte ist aktuell und zukünftig ein so wichtiges Thema für die Henke AG, weil sie ein zunehmend technikgetriebenes Unternehmen sein will. „Wir wollen im Fassadenbau den kompletten Service aus einer Hand anbieten.“ Das beginnt bei der 3-D-Planung, für die in eine eigene Software investiert wurde. Geplant ist deshalb auch ein zusätzlicher Ausbildungsbereich: Systemplaner, der frühere technische Zeichner. 

Das geht weiter über die Vorfertigung der Fassadenelemente in den eigenen Werkstätten in Hagen und jetzt auch in Berlin, die mit CNC-gesteuerten Maschinen ausgestattet sind. Henke beschäftigt in diesem Bereich zwölf Mitarbeiter. Hier sieht Ester die Zukunft für den Dach- und Fassadenbau. „Wir übernehmen die digitale Planung und steigern die Zeiten für die Vorfertigung, damit die Zeiten auf den Baustellen gesenkt werden können. Das macht unsere Arbeit unabhängiger vom Wetter, günstiger und damit insgesamt wirtschaftlicher.“ 

Sie interessieren sich für Themen der Personalführung? Im Artikel über den Betrieb Winterbauer stellen wir Ihnen vor, wie eine Betriebsnachfolge gelingen kann. 

 

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