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Mit Drohnen Aufmaß nehmen

2018.09.11 Knut Koestergarten • Lesezeit 3’

Erste Dachdecker nutzen bereits Drohnen. Vor allem dafür, um Schäden auf dem Dach erkennen zu können, ohne selber hinaufsteigen zu müssen. Doch es ist noch einiges mehr möglich, etwa das komplette und exakte Aufmaß des Daches inklusiver der Erstellung eines 3D-Modells.

Drohnen sind in aller Munde, auf der Leitmesse Dach Holz gab es eine Sonderschau zum Thema. Klar ist, dass Dachdecker mit Hilfe von Drohnen ihren Kunden einen Mehrwert bieten können. Indem sie diese unbemannten Flugobjekte selber einsetzen, um Schäden auf den Dächern oder an der Rinne zu dokumentieren. Damit einher gehen seit April 2017 gesetzliche Regeln, die sogenannte Drohnen-Verordnung auf Bundesebene und die entsprechenden Umsetzungen in den Bundesländern. Längst sind so viele unbekannte Flugobjekte privat und gewerblich im Luftraum unterwegs, dass vermehrt Unfälle passieren und der reguläre Luftverkehr gefährdet wird. 

Fliegende Drohne

Drohnen werden heutzutage vielfältig eingesetzt.

Drohnen-Führerschein und mehr erforderlich 

So müssen Besitzer von mehr als zwei Kilo schweren Drohnen seit Oktober 2017 einen Führerschein nachweisen. Die Prüfung dafür nehmen vom Luftfahrtbundesamt anerkannte Stellen vor. Ebenfalls gilt seit Oktober 2017 für Drohnen ab 250 Gramm Gewicht eine Kennzeichnungspflicht per Plakette. Zudem muss ein Flugbuch, also eine lückenlose Dokumentation geführt werden. Weiterhin braucht der Betrieb eine Haftpflichtversicherung. Wer Drohnen aufsteigen lassen will im Auftrag eines Kunden, der muss diese gewerblichen Flüge bei der Polizei oder dem Ordnungsamt vorher anmelden. In den meisten Fällen reicht eine Information per Mail, das sollte aber vorher gecheckt werden. Und dann kommt noch der Datenschutz. Wer Kameraaufnahmen machen will, braucht eine schriftliche Einverständniserklärung des Grundstücks- oder Hauseigentümers. Verboten sind Flüge näher als 100 Meter an vielen öffentlichen Gebäuden und Gebieten, etwa von der Bundeswehr oder der Polizei, sowie an Unglücksorten oder bei Menschenansammlungen. 

Mehrwert durch Drohnen-Aufnahmen 

Wer diese bürokratischen Hürden auf sich nimmt, einige tausend Euro in wirklich gute Drohnen investiert und sich Zeit nimmt für das Einüben der Flüge, kann seinen Kunden exakte Aufnahmen bieten. Mit diesen lassen schnell und unkompliziert mögliche Schäden am Dach dokumentieren. Die Alternative ist ein aufwändiger Gerüstaufbau, damit Mitarbeiter überhaupt sicher an die Schadensstelle gelangen können. Einen noch größeren Mehrwert können Dachdecker jedoch schaffen, wenn sie bei Dachsanierungen oder Neueindeckungen anhand der Aufnahmen gleich ein komplettes Aufmaß des Daches machen inklusive 3D-Modell. Dafür braucht es jedoch teure Softwarelösungen oder einen externen Dienstleister. 

Foto von einer fliegenden Drohne

Das Dachdecker-Handwerk hat den Mehrwert von Drohnen-Einsätzen erkannt.

Drohnen ermöglichen präzises Dach-Aufmaß 

Einer davon ist das Startup Airteam aus Berlin, das auf der Messe Dach + Holz den Roof-Inspector vorgestellt hat. Es ist eine Lösung speziell für Dachdecker, um Aufmaße mit Hilfe von Drohnen zu erstellen. Dahinter steckt ein Team aus Ingenieuren und über 100 zertifizierten Piloten. 
„In weniger als 15 Minuten vor Ort erstellen wir mit Hilfe von Drohnen akkurate Aufmaße von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Wir liefern einen Bericht mit Längenmaßen und Dachflächen, mit denen die Dachdecker direkt ihr Angebot oder die Abrechnung erstellen können“, erklärt Thomas Gorski von Airteam. Der Vorteil für den Auftraggeber: „Er spart Zeit und Geld, verbessert die Sicherheit und erhält durchgehend präzise Aufmaße. “ 

 Dachvermessung mit Drohnen: 

Mit Drohnen Aufmaß der kompletten Gebäudehülle möglich 

Wie ist der genaue Ablauf? „Sobald wir einen Auftrag erhalten, überprüfen wir die Flugbedingungen vor Ort, stimmen uns mit dem Hausbesitzer ab und vereinbaren einen Termin. Einer unserer Piloten führt den Flug vor Ort durch und sendet die Aufnahmen an uns zur Auswertung. Auf Basis der Aufnahmen erstellen wir ein 3D-Modell und liefern Ihnen einen detaillierten Bericht mit allen Aufmaßen inklusive Gauben oder Schornsteinen“, erläutert Gorski. Es gebe Interesse an der Lösung und gute Rückmeldungen nach Aufträgen. „Es sind kleine, mittlere und größere Betriebe, die damit effizientere Aufmaße erstellen wollen“, sagt Gorski. Und natürlich lasse sich das Ganze vom Dach ausweiten auf ein Aufmaß der gesamten Gebäudehülle inklusive Fassade.

Interessiert Sie das Thema Drohnen? Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erläutert die Regeln für den Betrieb von Drohnen. Lesen Sie weitere Artikel zum Thema unter Digitalisierung.

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