Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

Über uns

Werbelösungen für das Dachhandwerk

Dachmarketing ist spezialisiert auf analoge und digitale Werbung für Dachdecker und Zimmerer. Mehr erfahren →

Bild von VELUX Banner
Eine Frau sitzt auf einem Dach, trägt traditionelle Handwerkskleidung und blickt lächelnd zur Seite. Im Hintergrund ist ein teilweise gebautes Haus zu sehen.

Eine Frau als beste Dachdeckerin auf der Meisterschule

Knut Köstergarten

6. November 2018

Über die Hälfte aller Schulabgänger hat inzwischen das Abitur und viele von Ihnen wollen unbedingt studieren. Doch trotz des fortschreitenden „Akademisierungswahns“ gibt es immer wieder Abiturienten, die nach der Schule eine Lehre machen – auch im Handwerk. Eine von ihnen ist Dana Schoenenberg aus Unterfranken, welche die über 160-jährige Familientradition des Dachdeckens fortführt. Doch auch bei ihr stand der Berufswunsch Dachdecker keineswegs seit der Einschulung fest.

Im Mai 2018 hielt Dana Schoenenberg mit 21 Jahren den Meisterbrief in den Händen – als Beste von 90 Gleichgesinnten, die zur Prüfung angetreten waren. Und das mit einer Traumnote von 1,08.

Im Mai 2018 hielt Dana Schoenenberg mit 21 Jahren den Meisterbrief in den Händen – als Beste von 90 Gleichgesinnten, die zur Prüfung angetreten waren. Und das mit einer Traumnote von 1,08.

Über Praktika den richtigen Beruf gefunden

Ganz im Gegenteil: Mit dem Fachabitur in der Tasche machte sie – nein, keine einjährige Reise zum Schafescheren nach Neuseeland oder zum Selbstfinden auf den Kilimandscharo – sondern 2014 unter anderem ein Berufspraktikum in einem Büroberuf. Dabei fand Dana Schoenenberg im Praxistest schnell heraus: „Schreibtisch ist nicht mein Ding.“ Dafür aber die Ausbildung zum Dachdecker im elterlichen Betrieb.

Zur „Ausnahmeerscheinung Frau im Dachdeckerhandwerk“ gab es im Betrieb eigentlich nie Skepsis, erinnert sie sich. Auch nicht, dass „die Tochter vom Chef“ jetzt hier lernt. „Nur an der Berufsschule ist mir von anderen Mitschülern schon mal die Frage gestellt worden, was ich als Mädchen hier eigentlich will“, berichtet Schoenenberg.

Nach der Ausbildung: Anmeldung zur Meisterschule für Dachdecker

Die Frage hat Dana Schoenenberg allerdings zügig beantwortet. Nach ihrer Gesellinnenprüfung trat sie in die Fußstapfen von vielen ihrer Familienmitglieder: Sie meldete sich im August 2017 zum Meistervorbereitungslehrgang im Berufsbildungszentrum der Dachdecker in Mayen an. „In der Meisterschule triffst du Leute aus ganz Deutschland und sammelst neue Erfahrungen“, sagt die Dachdeckermeisterin. Die Entscheidung erwies sich als richtig: Im Mai 2018 hielt Dana Schoenenberg mit 21 Jahren den Meisterbrief in den Händen – als Beste von 90 Dachdeckern auf der Meisterschule, die zur Prüfung angetreten waren. Und eine Ehrung gab es auch, kein Wunder bei einer Traumnote von 1,08.

Die junge Meisterin ist sich sicher, Frauen im Handwerk sind nicht mehr merkwürdig, sondern Alltag. Da hat ein Umdenken eingesetzt.

Die junge Meisterin ist sich sicher, Frauen im Handwerk sind nicht mehr merkwürdig, sondern Alltag. Da hat ein Umdenken eingesetzt.

Die Beste sein: „Ich hab‘ einfach hohe Erwartungen an mich selbst“

Ob sie gleich zu Beginn der Meisterschule für Dachdecker das Ziel verfolgt habe, als Beste abzuschneiden? „Nee, nee, hat sich einfach so ergeben“, meint sie bescheiden. „Ich setze mir halt immer hohe Ziele.“ Ihr nächstes Ziel ist, wenn auch noch in Ferne, die Übernahme des Familienbetriebs mit derzeit insgesamt 13 MitarbeiterInnen. Dazu gehört jetzt auch, mal die Baustelle mit dem Schreibtisch zu tauschen und praktische Erfahrungen in der Betriebsführung sowie der betrieblichen Organisation zu sammeln.

Erfüllt sich Dana Schoenenberg damit nicht nur ein persönliches Ziel, sondern auch die „Frauenquote“? Den Begriff mag sie eigentlich nicht so. „Ich mache meinen Job, weil ich gut sein will und nicht, weil ich irgendwelche Schubladendenke oder Quoten erfüllen soll.“ Und sie setzt noch einen drauf: „Ich würde mich fast schon diskriminiert fühlen, wenn ich nur der Quote wegen als Dachdecker arbeiten würde.“

Bei ihrem Team auf der Baustelle ist diese Einstellung anerkannt. „Auch wenn ich als Frau manchmal 200 Prozent bringen muss“, wie Schoenenberg sagt. Generell gilt: Auf ihr Team lässt sie nichts kommen. „Die sind einfach klasse.“ Außerdem ist die junge Meisterin sicher: Frauen als Dachdecker sind nicht mehr merkwürdig, sondern Alltag. Da hat ein Umdenken eingesetzt.

Dachdecker ist einer der vielseitigsten Berufe überhaupt

Bei einigen Kunden ist allerdings noch das Klischee vom muskelbepackten Dachdecker im Kopf: „Da wird schon mal gefragt, ob ich das überhaupt kann“, berichtet Dana Schoenenberg lachend. Und wie würde die Herzblut-und-Leib-und-Seele-Dachdeckermeisterin den SchülerInnen Appetit auf Dach und Wand machen? „Ihr würdet Euch für einen der vielseitigsten Berufe überhaupt entscheiden und Dinge lernen, die ihr gar nicht vom Dachdecker erwartet hättet.“

Das sagt eine junge Frau, die selbst in einer Dachdecker-Familie groß geworden ist. Ihr hätte die Tür zu vielen Studiengängen offen gestanden. Doch sie entschied sich für Ausbildung und Meisterschule – mit großem Erfolg.

Sie interessieren sich für das Thema Aus- und Weiterbildung. Wir haben einen jungen Mann befragt, warum er sein Studium abgebrochen hat, um Dachdecker zu werden.

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

Services Dachmarketing

Der Marketing-Spezialist für Dachdecker und Zimmerer

Wir können Dach. Dachmarketing unterstützt Dachdecker und Zimmerer rund um analoge Werbung, wie Gerüstbanner oder Fahrzeugwerbung, und digitale Lösungen, wie die Software Mein Büro und den Website-Konfigurator für die Profi-Website.

Bild von Dachdecker-Website

Software Mein Büro

Angebote & Rechnungen und Baustellenverwaltung: Die Handwerkersoftware für kleinere Betriebe.

Bild von Dachdecker-Website

Profi-Website

Mit Layoutvorlagen und wenigen Klicks im Website-Konfigurator oder als individuelles Unikat.

Bild von Dachdecker-Website

Gerüstbanner

Weithin sichtbar: Gerüstbanner für mehr Bekanntheit, neue Aufträge oder Nachwuchswerbung.

Bild von Dachdecker-Website

Werbemittel

Zollstöcke, Bleistifte oder Feuerzeuge – mit individuellen Werbemitteln im Gedächtnis bleiben.

Aktuelle Artikel

Nahaufnahme eines Mannes mit kurzen Haaren, leichtem Bart und grünem Reißverschlussjacke, neutraler Gesichtsausdruck, Hintergrund unscharf.

8. Oktober 2026

Aufsichtsratsvorsitzender der DEX eG: Die genossenschaftliche Idee überzeugt

Ein Arbeiter in Shorts und Sportschuhen kniet auf einem Dach mit Holzplatten unter blauem Himmel.

6. Oktober 2026

Gesicht der Dach+Holz 2028: Zimmerer Finn Dettinger

Ausschnitt einer Webseite eines Dachdeckerbetriebs mit Dachziegeln und teilweise lesbarem Text auf Deutsch.

1. Oktober 2026

Website und E-Mail aus einer Hand: Wie ein Dachdecker keine Mails mehr verliert

Schräge Dachfläche eines Gebäudes mit dunklen Dachziegeln und Schneefanggittern, unter bewölktem Himmel.

29. September 2026

Dachsicherheit für Metall- und Bitumenschindeldächer neu gedacht

Teilweise sichtbares Logo und weiße Buchstaben auf dunklem Hintergrund, ein Teil einer Person mit weißem Hemd und schwarzer Weste am rechten Bildrand.

24. September 2026

Nationaltrainer Carsten Daub: Mit viel Spaß und wenig Druck zur WM

Eine Person hält ein langes rechteckiges Holzbrett in einer Messehalle, Hintergrund zeigt Decke mit Lichtern und einen verschwommenen Informationsstand.

22. September 2026

Leiterunfälle lassen sich vermeiden

Mehrere Personen in traditioneller Handwerkerkleidung, stehen draußen auf Steinen, posieren für ein Gruppenfoto.

17. September 2026

Arno Billen: nach Großbrand ein zweites Mal angefangen

Ein junger Mann mit Bart und kurzem Haar lächelt, trägt ein dunkelblaues Poloshirt, Hintergrund unscharf in Innenraum.

15. September 2026

Hauke Meyer-Behrends ist ein echter Küstendachdecker