Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Bild von VELUX Banner
Zwei Männer und ein Kind in blauer Kleidung stehen vor einem LKW mit Holzplatten im Hintergrund auf einer Baustelle.

Starkes Brüderduo bringt Betrieb auf die Erfolgsspur

Knut Köstergarten

27. Mai 2021

Was sie anpacken, das machen sie richtig. Das ist so etwas wie das Motto und das Erfolgsgeheimnis des Betriebs Reh GmbH & Co. KG in Dreis bei Trier. Zwar machte sich Dachdeckermeister Heinz Reh 1995 zunächst allein selbstständig. Doch schon wenig später kam Bruder Paul als Zimmerermeister hinzu. „Von den Kunden war schon damals alles aus einer Hand gefragt. Da haben wir uns entschieden, den Betrieb zusammen zu machen“, erinnert sich Heinz Reh. So führt das Brüderduo bis heute das Geschäft erfolgreich, jeder verantwortlich für seinen Bereich, in dem er sich auskennt.

Bild von Heinz Reh

Mittlerweile sind 15 Mitarbeiter beim Brüderduo Reh beschäftigt. (Alle Fotos: Reh)

Der Patron ist immer dabei

Mittlerweile sind 15 Mitarbeiter im Boot – Dachdecker, Zimmerer und Klempner sowie Jessica Elsen, die das Büro leitet und die Chefs bei der Kundenbetreuung unterstützt. Die Brüder Reh haben mit Geduld, Spucke und Bodenständigkeit ihren Betrieb Schritt für Schritt aufgebaut und in der Region bekannt gemacht. Aufgrund ihrer sauberen, ehrlichen Arbeit und dem klaren, freundlichen Umgang mit den Kunden konnte der Betrieb so stark wachsen. „Die Arbeit ist immer mehr geworden, da haben wir dann mehr Leute gebraucht“, berichtet Paul Reh trocken.

Bild von Mitarbeiter-Team Firma Reh

Die Basis für gute Qualität ist das eingeschworene Team – hier Mitarbeiter auf dem Flachdach.

Doch warum wollten immer mehr Privatleute den Betrieb beauftragen? „Wir sind immer besser geworden, deshalb gibt es mehr Anfragen“, sagt Paul Reh halb im Scherz. Und nachdem er kurz überlegt hat im Gespräch: „Den Kunden gefällt, dass wir mit aufs Dach gehen, auf die Baustellen. Bei uns arbeiten die Chefs selbst mit. Der Patron ist immer dabei, heißt es hier.“ Die Kunden könnten das Brüderduo immer direkt ansprechen, nicht nur die Mitarbeiter.

Holzrahmenbau: kleine Fabrik für die Vorfertigung

Reh als Betrieb ist ein Allrounder mit der Philosophie, alles aus einer Hand anzubieten und selbst im Betrieb vorzufertigen. „Wir arbeiten nicht mit Subunternehmern. Wenn wir was machen, dann richtig“, berichtet Heinz Reh. So stehen am Firmensitz in Dreis alle notwendigen Maschinen, wie etwa eine Abkantbank, um Bleche für die Klempnerarbeiten selbst vorbereiten zu können. Und für den Holzrahmenbau oder Dachstühle gibt es sogar eine eigene kleine Fabrik. „Wir haben die einzelnen Werktische, an denen nach und nach etwa die fertigen Häuserwände Gestalt annehmen“, sagt Paul Reh. Das ist eine gute Werbung für das schlüsselfertige Bauen im Holzrahmenbau. „Da kann man schon mal reingehen mit den Kunden und das zeigen. So etwas schafft auch Vertrauen.“

Bild von Sattelschlepper

Der eigene Sattelschlepper bringt die Wandelemente dann zur Baustelle.

Zertifizierter Betrieb nach dem Gütezeichen RAL

Für Holzhausbau und Dachbau ist Reh von der Gütegemeinschaft Holzbau-Ausbau-Dachbau e.V. zertifiziert nach dem Gütezeichen RAL. Es zeigt den Kunden, dass Reh sich zu hoher Bauqualität bekennt, die weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht. „Wir führen so aus, wie gefordert, ohne Kompromisse“, sagt Paul Reh. Einmal im Jahr ist großes Antreten, wie es die Brüder nennen. Dann kommen die unabhängigen Prüfer in den Betrieb, um alle Abläufe zu kontrollieren.

Bild von Holzbau-Haus

Qualität ist ein Markenzeichen des Betriebs, ob bei Dacharbeiten oder im Holzrahmenbau.

Beim Materialeinkauf ist seit der Gründung die DEG Alles für das Dach eG erster Ansprechpartner. „Der Mitarbeiter vom Außendienst in Trier kam vorbei und hat sich vorgestellt. Wir sind dann immer mehr ins Geschäft reingewachsen. Es ist ein freundschaftliches Verhältnis entstanden“, berichtet Heinz Reh.

Aktuelles Flachdachprojekt über 10.000 Quadratmeter

Der Betrieb übernimmt vor allem Aufträge für Privatleute und dies in einem Umkreis von gerade einmal 50 bis 70 Kilometern. „Wir machen alles, was bei uns angefragt wird, alles, was zum Dach gehört“, sagt Heinz Reh. Dabei geht es um Sanierung, Neueindeckung, Holzrahmenbau oder auch Carports. Vereinzelt gibt es auch Kooperationen mit Architekten oder Hallenbauern. So entstand etwa ein aktueller Auftrag, ein Flachdachprojekt über 10.000 Quadratmeter. Fünf bis sechs Mann sind dort im Einsatz und fertigen ein Foliendach mit Wärmedämmung und Abdichtung. „Das ist auch die Entwicklung bei Privatkunden – früher Schiefer, dann viel Steildach, jetzt vermehrt Flachdach, etwa bei den Staffelgeschossen im Dachausbau“, berichtet Paul Reh.

Bild von Reh Mitarbeitern auf Flachdach

Ein Flachdachprojekt mit über 10.000 Quadratmetern steht auf der Auftragsliste.

Eigene Arbeitsstätte im nahen Luxemburg

In Einzelfällen geht es zudem in die Ferne. So etwa bei einem Ausflug nach Norwegen. „Wir waren da eine Woche für Bekannte und haben ein Ferienhaus aufgestellt, aus Spaß an der Freude. Ein- oder zweimal im Jahr gibt es ein Extraprojekt in Köln oder Bonn. „Wir haben seit 15 Jahren Kontakt mit einem Architekten, der macht exklusive Dächer und Wohnungen. Das sind für uns dann mal 14 Tage Abwechslung mit den Mitarbeitern inklusive gemütlicher gemeinsamer Abende“, erzählt Paul Reh. Im nahen Luxemburg hat der Betrieb eine eigene Arbeitsstätte mit Büro. Auch dort wird der eine oder andere Auftrag eingesammelt.

Bild von Baustelle Holzhaus in Norwegen

Ein Gefallen für Bekannte: Abstecher nach Norwegen für den Bau eines Holzhauses.

Brüderduo: sind keine hochgestochenen Menschen

Aktive Werbung ist dabei nicht so ihre Sache. Eine Homepage gibt es, auch ein Profil bei Facebook, aber: „Wir können nur schaffen“, sagt Heinz Reh. Was heißt nur, das ist schon eine Qualität. Neue Aufträge kommen über Mund-zu-Mund-Propaganda. „Oder die potenziellen Kunden kommen zu uns auf den Hof und sehen, da ist alles sauber und ordentlich in Büro und Lager.“ Die Qualität ist hoch, die Kunden sind sehr zufrieden, es gibt keine Reklamationen. „Wir sind keine hochgestochenen Menschen, wir sind umgänglich. Wir gehen auch gerne feiern und einen trinken. Leben ist nicht nur Arbeit“, erläutert Paul Reh. Die beiden haben gerne Freizeit, wenn auch im Moment weniger davon, weil so viel zu tun ist. Der Betrieb kann aktuell gar nicht so viele Aufträge annehmen, wie es Anfragen gibt.

Bild von Mitarbeiter Firma Reh

Bei Reh arbeiten Fachkräfte, die regelmäßig weitergebildet werden.

Mitarbeitern die Arbeit so leicht wie möglich machen

Das Brüderduo kann auf ein junges, engagiertes Team zurückgreifen – ihre Basis für die gute Qualität. „Wir haben nur gelernte Kräfte, die wir regelmäßig weiterbilden. Und unsere Technik, also Maschinen und Werkzeug, ist auf dem neuesten Stand. Auf jeder Baustelle wird das Material per Kran aufs Dach gebracht“, erläutert Heinz Reh. „Wir wollen unseren Leuten die Arbeit so leicht wie möglich machen. Es soll kein unnötiges Schleppen mehr geben. Man muss die Jungs bei der Stange halten. Die sollen sich auf ihren Job konzentrieren können.“

Bild von Firmen-Kran

Mit dem eigenen Kran werden die Holzwände auf die Baustelle transportiert.

Große Herausforderung: Nachfolger finden

Und was sind die nächsten Herausforderungen? „Wir wollen Nachfolger suchen, am besten einen Zimmerer und einen Dachdecker im Duo“, sagt Paul Reh. Den Zimmerermeister zu finden, ist das größte Problem. „Für die Nachfolge als Dachdecker haben wir Leute im Betrieb, die das machen könnten. Wir wollen natürlich noch einige Jahre arbeiten, aber wir müssen jetzt anfangen mit dem Thema“.

Das ist auch deshalb nötig, weil der Sohn von Heinz Reh beruflich andere Wege eingeschlagen hat und Paul Rehs Sohn noch zu jung ist für die Nachfolge. Also muss eine andere Lösung her. „Und der Nachfolger soll sich in Ruhe einarbeiten können, damit er es nicht so schwer hat.“ Sie sind sehr umgängliche Menschen, die Brüder Reh. Wer mit ihnen spricht, kann sich gut vorstellen, dass sein Dach bei ihnen in den besten Händen ist.

Sie interessieren sich für Betriebsportraits? Dann lesen Sie doch unsere Geschichte über die Dachdecker mit dem sprechenden Namen Dachwunder.

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

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