Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Bild von VELUX Banner
Drei Personen in Arbeitskleidung stehen und sitzen in einem Lagerhaus zwischen gestapelten Kartons und Regalen.

Dachfenster-Service Gerstenberg: alles Velux oder was?

Kai-Uwe Bohn

1. Juni 2021

Sie können wohl nicht mehr ohneeinander: Velux und Gerstenberg. Seit mehr als vier Jahrzehnten schreiben diese beiden Partner eine gemeinsame Erfolgsgeschichte. „In der Hamburger Zentrale kennt fast jeder unseren Namen“, schmunzelt Frank Gerstenberg. Er führt den kleinen, aber feinen Dachfenster-Servicebetrieb in Bad Salzuflen zusammen mit seinem Bruder Volker und seiner Tochter Anne. „Wir haben einen direkten Draht zu Velux. So kam es auch schon vor, dass der Hamburger Firmenchef nach dem Bau unserer neuen Ausstellung – der Galerie – mal nach dem Rechten sah.“

Drei Personen stehen vor einem Gebäude mit Dachfenstern und halten ein Schild: "40 Jahre VELUX 1979-2019 Volker Gerstenberg".

Über 40 Jahre Velux: Anne, Volker und Frank Gerstenberg (von links). (Alle Fotos: Dachfenster Gerstenberg)

Geschäftsmodell Dachfenster: der Zufall führte Regie

Ausschließlich auf Velux zu setzen und ein Geschäft rund um diese Lösungen für Dachgeschosse und Flachdächer – mit allem Drumherum – aufzubauen, hat natürlich eine Geschichte. „Sowas plant niemand am Schreibtisch und setzt es dann um. Sowas entsteht“, sagt Frank Gerstenberg. Und tatsächlich war es ein Wintersport-Unfall von Volker Gerstenberg im Jahr 1979, der erst ihn und später auch Frank ins Dachfenster-Geschäft brachte.

Drei Dachfenster mit Blendrahmen in dunkler Dacheindeckung, weißer Text informiert über die Vorteile und ein rotes Feld unten links weist auf ein Produkt hin.

WERBUNG.

Die Erfolgsgeschichte beginnt mit einem gebrochenen Knöchel

„Ich war damals Elektriker und wegen eines gebrochenen Knöchels krankgeschrieben“, erinnert sich Volker Gerstenberg. „Mein Onkel Karl-Heinz, ein Zimmermann, hatte damals die Werksvertretung von Velux.“ Seinerzeit regelte die dänische Firma den Kundendienst ausschließlich über Privatfirmen. „Mein Onkel war froh, dass ich plötzlich Zeit hatte. Er hatte nämlich gerade niemanden, der ein drängendes Problem mit einem Velux-Rauchabzug lösen konnte. Also habe ich mir das mal angesehen und gleich repariert.“

Zwei Männer arbeiten mit einer Bohrmaschine an einem Metallteil im Freien, beide tragen schwarze T-Shirts.

Die Mitarbeiter Dennis Frerking (links) und Enco Pfarr bereiten ein Dachfenster für den Einbau vor.

Beim Trend zum Dachboden-Ausbau von Anfang an dabei

Vier Wochen später saß der gelernte Elektriker wieder beim Onkel im Auto, diesmal aber als sein Angestellter. Das Angebot, sich als Techniker um alle Dinge rund um die Velux-Produkte zu kümmern, war zu verlockend. Dazu zählte auch der Einbau – und mit dem Wachstum von Velux kam mehr und mehr dazu. „Dunkle Dachböden in helle, mit Luft und Licht durchflutete Räume auszubauen, ist einfach eine tolle Sache und wurde zum Trend. Wir waren hier in der Region von Anfang an dabei“, sagt Volker Gerstenberg. Mit im Boot zunächst noch ein weiterer Gerstenberg: Rolf, der Sohn des Onkels und Cousin von Volker.

Zwei Personen stehen an offenen Fenstern eines Hauses mit rotem Ziegeldach und lächeln nach draußen.

Einblicke in die Ausstellungsgalerie von Dachfenster Gerstenberg.

Die Innung verlangte den Meistertitel

Die Jahre danach brachten viele Wendungen. Karl-Heinz Gerstenberg ging in Rente, Velux kündigte Verträge und setzte auf einen eigenen Kundendienst. Volker machte sich selbständig – und baute weiter Dachfenster ein. Immer öfter half ihm sein Bruder Frank, auch er ein „Handwerker von der Pike auf“, aber eben auch Quereinsteiger. „Wir waren schon damals sehr erfolgreich“, erinnert sich Frank, der ab 1996 fest zum Team gehörte. „Es gab dann aber immer mehr Gegenwind von der Innung. Die haben ein wenig ihre Felle davonschwimmen sehen.“ Deshalb machte Volker im Jahr 2001 seinen Dachdeckermeister – „und bald darauf gab’s von Velux einen Vertrag, dass wir auch als externer Betrieb den Kundendienst übernehmen dürfen.“ Seit inzwischen 20 Jahren macht Volker Gerstenberg zudem Schulungen für den Einbau aller möglichen Velux-Produkte.

Eine Person bewegt mit einem Hubwagen eine Palette in einem Lagerhaus, umgeben von Regalen und Kartons.

Gerstenberg hat ein großes Lager mit allen Materialien für den Dachfenster-Einbau.

Dachfenster Gerstenberg steht für Velux-Qualität und Know-how

Der Laden lief immer besser – und tut es bis heute. Der Name Gerstenberg steht in Bad Salzuflen und Umgebung für die Velux-Qualität und das dazugehörige Know-how. Ob hochwertige Dachfenster und anspruchsvolle Dachfensterlösungen für geneigte und flache Dächer, ob dazugehörige Sonnenschutzprodukte, Rollläden sowie Zubehörprodukte, ob Smart-Home-Lösungen und modulare Oberlichtsysteme, ob ganzheitliche Beratung rund um den qualitativ hochwertigen Ausbau von Dachböden: Gerstenberg kann‘s. „Wir waren trotz ständig steigendem Auftragsvolumen lange Zeit nie mehr als vier Leute. Jetzt ist meine Tochter Anne dazugekommen, und wir suchen gerade noch einen weiteren verlässlichen Dachdecker.“

Geschäftsmodell Dachfenster rentiert sich

Immer gilt für die Salzufler Firma: Nur Dachfenster! „Wir halten uns von allen Dacharbeiten fern. Wir wollen keinem Dachdeckerbetrieb ins Gehege kommen“, sagt Frank Gerstenberg, der trotz eigenem handwerklichem Geschick schon lange „nur noch“ für die Geschäftsführung zuständig ist, während Volker „draußen vor Ort“ die Zügel in der Hand hält. „Die Dachdecker wundern sich immer, dass man nur von Dachfenstern leben kann. Aber wir leben sehr gut davon“, schmunzelt Frank.

Zwei Männer montieren eine Markise an einer Hauswand. Einer steht auf einer Leiter, beide tragen Arbeitskleidung.

Sie bringen mehr Licht ins Dachgeschoss: Die Mitarbeiter von Gerstenberg, die natürlich auch Kundendienst und Reparaturen übernehmen.

„Ein Großteil des Umsatzes wird immer noch mit Kundendienst und Reparaturarbeiten gemacht“ erklärt Anne Gerstenberg. „Als Premiumpartner der Firma Velux helfen wir den Hamburgern gern.“ Im Fokus liegen jedoch der Austausch und der Neueinbau von Dachfenstern – „wir bringen Licht ins Dach“, sagt Anne mit einem stolzen Lächeln.

Dachfenster ausschließlich für Ausbau und Sanierung

„Unser Geschäft ist nie der Neubau, sondern immer der Ausbau oder die Sanierung schon bestehender Dachböden“, erläutert Vertriebschef Frank Gerstenberg. „Bei uns erfahren die Interessenten, wie ein Dachboden zum wertvollen Wohnraum werden kann. Wir können direkt die vielfältigen Möglichkeiten des umfangreichen Velux-Dachwohnfenstersortiments zeigen. Dazu schauen wir uns natürlich direkt die Gegebenheiten vor Ort an und geben wertvolle Tipps und Hinweise zur Gestaltung der Dachwohnräume.“

Die jahrzehntelange Erfahrung der Firma im Umgang mit Dachfenstern hat sich herumgesprochen. Längst kommen die Kunden nicht nur aus Bad Salzuflen, sondern auch aus Herford, Bielefeld, Detmold und sogar darüber hinaus: „Für gute Kunden fährt man auch schon mal nach Berlin, Hannover, Münster oder Dortmund.“

Zwei Männer sprechen an einem modernen Schreibtisch in einem Büro mit roten Möbeln und Farbmusterwänden.

In der Ausstellungsgalerie empfangen Frank und Anne Gerstenberg die Kunden zu einer ausführlichen Beratung.

Eigene Ausstellung mit beeindruckender Galerie

Zur Präsentation hat Gerstenberg eine beeindruckende Galerie gebaut, in der sich die Kunden alle Velux-Lösungen so anschauen können, wie sie später zuhause aussehen werden. „Wenn die Leute zu uns kommen, wissen sie noch gar nicht, wie gut sie es später haben, wenn wir bei ihnen fertig sind“, sagt Frank Gerstenberg im Brustton der Überzeugung. Das habe damit zu tun, dass Dachfenster unterschätzt werden. „Unter Dachfenster stellt man sich ja erstmal nur den Lichteinfall vor, den ich dadurch erziele. Welche Möglichkeiten es aber heute gibt, sieht, hört und fühlt man erst, wenn man bei uns war und sich vor Ort durch uns beraten lässt.“ So sei das, wenn eine Firma nur in Velux macht: „Das richtige Fenster muss an den richtigen Platz. Mit unserer Erfahrung sehen wir sofort die Lösung.“

Ein Haus mit rotem Dach und mehreren Fenstern, davor stehen Blumentöpfe. Rechts im Vordergrund befindet sich eine große Werbetafel mit einem Bild und Text.

Die Ausstellungsräume sind in Form einer Form ausgebauter Dachgeschosse konzipiert, Außenwerbung und Velux-Flaggen zeigen weithin, was hier Thema ist.

Auch während der Pandemie gut zu tun

Gerstenberg hat eine informative Internetseite und präsentiert sich auf Facebook und bei Instagram. Große Werbung macht die Firma aber nicht: „Uns reicht die Mund-zu-Mund-Propaganda. Wir haben reichlich zu tun, auch während der Corona-Pandemie. Wir hatten uns mit Fenstern und Material eingedeckt und haben viele Aufträge bekommen, weil es sich die Leute zuhause schön machen wollen.“ Nur gut, dass seit 2017 auch die Tochter – beziehungsweise Nichte – Anne mit dabei ist. Auch sie kennt die Velux-Fenster und das Drumherum „aus dem ff“.

Eine Frau sitzt an einem Schreibtisch und arbeitet an zwei großen Monitoren in einem modernen Büro.

Juniorchefin Anne Gerstenberg hat schon als Kind mit alten Fenstern gewerkelt.

Anne Gerstenberg hat schon als Kind mit alten Fenstern gewerkelt

„Ich habe schon als Kind alte Fenster für die Entsorgung auseinandergenommen“, lacht sie. Was lag also näher, als eine Ausbildung als Dachdeckerin zu machen, im Anschluss gleich den Meistertitel zu erwerben und dann ins Familienunternehmen mit einzusteigen? Selbst mit den Handwerkern draußen zu sein, die Kundendienst-Aufträge abzuarbeiten, mit Onkel Volker zusammen Einbauschulungen durchzuführen, all das hat die 29-Jährige schon gemacht. Mittlerweile unterstützt sie vorrangig ihren Vater bei Beratung und Vertrieb – „aber wenn Not am Mann ist, fährt Frau auch noch mit raus!“

Sie interessieren sich für Themen „Rund um den Betrieb“? Dann lesen Sie unsere Story über einen Dachdecker, der ganze Stadtquartiere mitentwickelt.

 

Kai-Uwe Bohn

Kai-Uwe Bohn ist ausgebildeter Journalist und seit mehr als 40 Jahren im Geschäft. Er fühlt sich in vielen Themenfeldern zuhause, kann sich aber vor allem für das „richtige Leben“ rund um Wirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleistungen begeistern. Dass er Politikwissenschaft bis zum Diplom studiert hat, hilft ihm, die Zusammenhänge im Hintergrund richtig einzuordnen. Im Mittelpunkt seines Interesses stehen stets die Menschen, die Mögliches und Unmögliches wahr machen.

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