Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

Über uns

Werbelösungen für das Dachhandwerk

Dachmarketing ist spezialisiert auf analoge und digitale Werbung für Dachdecker und Zimmerer. Mehr erfahren →

Bild von VELUX Banner
Eine Person hält ein langes rechteckiges Holzbrett in einer Messehalle, Hintergrund zeigt Decke mit Lichtern und einen verschwommenen Informationsstand.

Leiterunfälle lassen sich vermeiden

Knut Köstergarten

22. September 2026

Jedes Jahr kommt es in der Bauwirtschaft und den baunahen Dienstleistungen zu rund 7000 Leiterunfällen. Es sind Abstürze mit Folgen: schwere Verletzungen an Kopf, Wirbelsäule oder Füßen und Knöcheln, lange Ausfallzeiten und hohe Kosten. „Schon ein Sturz aus ein bis zwei Metern kann einen Fersenbeinbruch bedeuten, Monate Ausfall und im schlimmsten Fall das Ende der Arbeit auf dem Dach“, erläutert Felix Schneider, der als Vizepräsident beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) den Bereich Arbeitssicherheit verantwortet.

Mann mit Bart und kurzem Haar trägt ein blaues Hemd und Sakko, lächelt in die Kamera, unscharfer Hintergrund.
Felix Schneider verantwortet als Vizepräsident beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) den Bereich Arbeitssicherheit. (Foto: ZVDH/Photo Herzmann; Titelfoto: Dachmarketing GmbH)

Harte Konsequenzen für Mitarbeiter und Betriebe

Leiterunfälle sind zumeist keine harmlosen Ausrutscher ohne Folgen. Im Gegenteil: „Für den einzelnen Kollegen ist das einschneidend, für den Betrieb, bei dem ohnehin jede Fachkraft fehlt, doppelt schwer“, führt Schneider weiter aus. Deshalb greife der ZVDH das Thema auf und auch, „weil sich ein großer Teil der Unfälle vermeiden lässt“. Dabei geht es für Schneider keineswegs um neue Vorschriften, sondern vielmehr darum, Bekanntes konsequent anzuwenden.

Das heißt für die betriebliche Praxis: Vor jedem Einsatz zu prüfen, ob nicht ein Gerüst, eine Hubarbeitsbühne oder ein Podest die bessere Wahl wäre – und wenn es die Leiter sein muss, die richtige auszuwählen und ihren Zustand vorab zu kontrollieren. „Ich sehe im eigenen Betrieb, wie schnell sich Routine einschleicht“, berichtet Schneider. „Deshalb ist es wichtig, immer wieder daran zu erinnern.“

Ohne Prävention passiert das, was immer wieder für Schlagzeilen in den Medien sorgt, letztlich ein schlechtes Licht auf die Bauberufe wirft und sie als zu gefährlich dastehen lässt. Ein Beispiel aus München, zitiert aus einer Polizeimeldung: „Ein Dachdecker ist aus einer Höhe von vier Metern von einer Leiter gefallen und hat sich schwer verletzt. Der 41 Jahre alte Mann schlug mit dem Hinterkopf auf dem Boden auf und blutete stark. Als der Notarzt eintraf, klagte er zudem über starke Schmerzen an der Brustwirbelsäule.“

Comeback: Dachdecker Detlef Wagner nach schwerem Unfall in der Reha

Vorgaben und Praxishilfen der BG Bau

„Eine hilfreiche, praxisnahe Orientierung für den Arbeitsalltag bietet das 5-Punkte-Programm der BG Bau“, erläutert Schneider. Es unterstützt Betriebe und Beschäftigte dabei, Leitern sicher auszuwählen, einzusetzen und typische Fehler zu vermeiden. Die fünf Punkte lauten:

Alternativen zur Leiter prüfen: Gibt es Arbeitsmittel mit geringerer Gefährdung?

Geeignete Leiter: Auswahl entsprechend der Tätigkeit und der benutzenden Person

Sicherheit zu erhöhen: passendes und aufeinander abgestimmtes Leiterzubehör verwenden

Beschäftigte unterweisen: regelmäßig, mindestens einmal im Jahr

Leitern prüfen: Vor jedem Einsatz kontrollieren, ob die Leiter in einwandfreiem Zustand ist.

Stufe statt Sprosse

Zentral ist, die richtige Auswahl zu treffen. Werden Leitern als Arbeitsplatz oder Verkehrsweg eingesetzt, gilt: Stufe statt Sprosse. Stufen- oder Plattformleitern bieten einen sichereren und ergonomischeren Stand als schmale Sprossen. Beschädigte oder verschlissene Leitern dürfen nicht weiterverwendet und müssen sofort aus dem Einsatz genommen werden. „Das ist eine einfache Regel, die bei den Mitarbeitern in Erinnerung bleibt: Stufe statt Sprosse. Denn eine Stufen- oder Plattformleiter gibt einfach mehr Halt“, sagt Schneider.

Zuschüsse für sichere Alternativen

Wenn Betriebe auf sichere Arbeitsmittel umsteigen, erhalten sie eine finanzielle Förderung durch die BG Bau. Arbeitsschutzprämien gibt es zum Beispiel für Investitionen in Leiteralternativen und ergänzende Arbeitsmittel, darunter die leichte Plattformleiter, Podestleitern, Ein-Personen-Gerüste, Tritte, Arbeits- und Kleinpodeste sowie Leiterzubehör.

„Entscheidend ist aber die Haltung im Betrieb. Wenn der Chef oder der Polier selbst auf die beschädigte Leiter steigen, hilft kein Merkblatt.“

Vorbild und Ansagen wirken mehr als jedes Plakat

„Die Förderung senkt Hürden und macht den Betrieben das Umsteigen leichter. Entscheidend ist aber die Haltung im Betrieb. Wenn der Chef oder der Polier selbst auf die beschädigte Leiter steigen, hilft kein Merkblatt“, erklärt Schneider. „Vorbild und klare Ansagen wirkten mehr als jedes Plakat.“ Der ZVDH unterstützt seine Betriebe zusätzlich mit einem aktualisierten Infoblatt zu Gerüsten und einem Pressetext, mit dem sie auch ihre Kunden auf das Thema aufmerksam machen können. ZVDH-Vizepräsident Schneider: „Denn Sicherheit fängt nicht erst auf dem Dach an, sondern schon bei der Auftragsvergabe.“

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

Services Dachmarketing

Der Marketing-Spezialist für Dachdecker und Zimmerer

Wir können Dach. Dachmarketing unterstützt Dachdecker und Zimmerer rund um analoge Werbung, wie Gerüstbanner oder Fahrzeugwerbung, und digitale Lösungen, wie die Software Mein Büro und den Website-Konfigurator für die Profi-Website.

Bild von Dachdecker-Website

Software Mein Büro

Angebote & Rechnungen und Baustellenverwaltung: Die Handwerkersoftware für kleinere Betriebe.

Bild von Dachdecker-Website

Profi-Website

Mit Layoutvorlagen und wenigen Klicks im Website-Konfigurator oder als individuelles Unikat.

Bild von Dachdecker-Website

Gerüstbanner

Weithin sichtbar: Gerüstbanner für mehr Bekanntheit, neue Aufträge oder Nachwuchswerbung.

Bild von Dachdecker-Website

Werbemittel

Zollstöcke, Bleistifte oder Feuerzeuge – mit individuellen Werbemitteln im Gedächtnis bleiben.

Aktuelle Artikel

Zwei Männer in Arbeitskleidung arbeiten im Freien, einer trägt eine grüne Kappe und misst etwas mit einer Schnur.

15. Oktober 2026

Auftragslage im Dachdeckerhandwerk: Erste Zeichen für Erholung

Mehrere Personen stehen in Reihen auf Treppen vor einem modernen Gebäude und schauen in die Kamera.

13. Oktober 2026

Hamburgs ältester Handwerksbetrieb: 300 Jahre auf Kirchtürmen zuhause

Nahaufnahme eines Mannes mit kurzen Haaren, leichtem Bart und grünem Reißverschlussjacke, neutraler Gesichtsausdruck, Hintergrund unscharf.

8. Oktober 2026

Aufsichtsratsvorsitzender der DEX eG: Die genossenschaftliche Idee überzeugt

Ein Arbeiter in Shorts und Sportschuhen kniet auf einem Dach mit Holzplatten unter blauem Himmel.

6. Oktober 2026

Gesicht der Dach+Holz 2028: Zimmerer Finn Dettinger

Ausschnitt einer Webseite eines Dachdeckerbetriebs mit Dachziegeln und teilweise lesbarem Text auf Deutsch.

1. Oktober 2026

Website und E-Mail aus einer Hand: Wie ein Dachdecker keine Mails mehr verliert

Schräge Dachfläche eines Gebäudes mit dunklen Dachziegeln und Schneefanggittern, unter bewölktem Himmel.

29. September 2026

Dachsicherheit für Metall- und Bitumenschindeldächer neu gedacht

Teilweise sichtbares Logo und weiße Buchstaben auf dunklem Hintergrund, ein Teil einer Person mit weißem Hemd und schwarzer Weste am rechten Bildrand.

24. September 2026

Nationaltrainer Carsten Daub: Mit viel Spaß und wenig Druck zur WM

Mehrere Personen in traditioneller Handwerkerkleidung, stehen draußen auf Steinen, posieren für ein Gruppenfoto.

17. September 2026

Arno Billen: nach Großbrand ein zweites Mal angefangen