Inhaltsverzeichnis
- Wie hält ein Dachdeckerbetrieb Mitarbeiter über 30 Jahre?
- Zusammenarbeiten und voneinander lernen
- Vertrauen zeigt sich im Alltag
- Verantwortung abgeben und Arbeit anerkennen
- Freizeit mit dem Team
- Fließend von einer Generation zur nächsten
- Erstes Großprojekt als Startschuss für weitere Entwicklung
- Ein schrittweiser Übergang
- Zwei Söhne arbeiten im Betrieb
- Breites Handwerk und langjährige Kunden
- Freundliche und offene Kommunikation
- Weiterentwicklung der Technik
Dachdeckermeister Marc Brinker führt in Ennepetal am Rande des Bergischen Landes einen Betrieb mit 23 Mitarbeitenden. Das funktionierende Team bildet für ihn die Basis für den Erfolg. Wie Mitarbeiterbindung im Dachdeckerbetrieb gelingt, zeigt sich hier seit Jahrzehnten.

Wie hält ein Dachdeckerbetrieb Mitarbeiter über 30 Jahre?
Manche Mitarbeiter von Brinker Bedachungen sind seit mehr als 30 Jahren im Unternehmen. „Sie haben erlebt, wie sich der Betrieb verändert hat, haben junge Kollegen eingearbeitet und über viele Jahre Verantwortung übernommen.“ Wenn Inhaber Marc Brinker über die Entwicklung seines Unternehmens spricht, stehen deshalb diese Menschen im Mittelpunkt. Ohne seine Mitarbeiter, sagt der Dachdeckermeister, wäre der Betrieb heute nicht dort, wo er ist.
Zusammenarbeiten und voneinander lernen
Aktuell zählt Brinker Bedachungen 23 Mitarbeitende. Vier junge Menschen werden derzeit ausgebildet. Einige stehen also noch am Anfang ihres Berufslebens, andere kennen das Unternehmen seit Jahrzehnten. Dass sie als Team zusammenarbeiten und voneinander lernen, ist für den Familienbetrieb eine wichtige Grundlage.
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Vertrauen zeigt sich im Alltag
Auf den Baustellen übernehmen die erfahrenen Gesellen die Führung der Teams. Marc Brinker bespricht mit ihnen die Aufgaben und verlässt sich bei der Umsetzung auf ihr Können. „Sie kennen ihr Handwerk und bekommen von uns den Freiraum, ihre Arbeit entsprechend zu organisieren.“
Für die jüngeren Kollegen sind die erfahrenen Gesellen zugleich Ansprechpartner. Vieles lernt man im Dachdeckerhandwerk erst bei der täglichen Arbeit: im Umgang mit unterschiedlichen Materialien, beim gemeinsamen Lösen einer Aufgabe und durch den Blick eines erfahrenen Kollegen. Die langjährigen Mitarbeiter haben deshalb auch großen Anteil daran, wie sich der Nachwuchs im Betrieb entwickelt.
„Die Mitarbeiter kennen ihr Handwerk und bekommen von uns den Freiraum, ihre Arbeit entsprechend zu organisieren.“
Verantwortung abgeben und Arbeit anerkennen
Brinker legt Wert darauf, dass jeder seine Meinung sagen kann. „Wer täglich auf dem Dach steht, soll mit seiner Einschätzung gehört werden. Entscheidungen werden besprochen, Fragen können offen angesprochen werden.“ Zum Vertrauen gehört für ihn, Verantwortung abzugeben und die Arbeit der anderen anzuerkennen.
Das gilt ebenso für die Organisation im Hintergrund. Dachdeckermeister Danny Hilse unterstützt Marc Brinker in der Geschäftsleitung. Er betreut Kunden und Baustellen, erstellt Angebote und schreibt Rechnungen. Sein Aufgabenbereich deckt sich damit in weiten Teilen mit dem des Inhabers. Ehefrau Nicole Brinker kümmert sich um die Finanz- und Lohnbuchhaltung. Auf der Baustelle und im Büro tragen auf diese Weise viele Menschen dazu bei, dass die Arbeit gelingt.
Freizeit mit dem Team
Über die Jahre sind im Team auch Freundschaften entstanden. Man kennt einander, hat viel zusammen erlebt und verbringt gerne Zeit miteinander. Dazu gehören regelmäßige Firmenausflüge. Begonnen hat alles mit drei- bis viertägige Segeltouren auf dem IJsselmeer. Ein besonderer Höhepunkt war im Januar 2026 dann eine fünftägige Kreuzfahrt mit AIDA nach Norwegen. Für Januar 2027 ist bereits die nächste Kreuzfahrt geplant: sieben Tage mit AIDA durch Europa.
„Dabei geht es vor allem darum, gemeinsam Urlaub zu machen, sich zu erholen und eine schöne Zeit zu verbringen“, sagt Brinker. Für Gespräche ist unterwegs reichlich Gelegenheit. Dass solche Erlebnisse auch den Zusammenhalt stärken, ergibt sich nebenbei.
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Fließend von einer Generation zur nächsten
Die Geschichte der Familie im Unternehmen begann am 1. Juni 1981. Wolfgang Brinker übernahm gemeinsam mit seiner Ehefrau den alteingesessenen Ennepetaler Dachdeckerbetrieb Wilhelm Hartje. Damals beschäftigte der Betrieb vier Mitarbeiter.
Sein Sohn Marc arbeitete bereits viele Jahre als Dachdeckermeister im elterlichen Unternehmen, bevor er am 1. Dezember 2008 die Leitung übernahm. Der Übergang von der aktiven Arbeit auf Baustellen zu geschäftsleitenden Tätigkeiten erfolgte fließend. Aus dem Akquirieren und Abwickeln kleinerer Projekte ergab sich Anfang der 2000er Jahre die Gelegenheit, Dachdeckarbeiten an einem Großprojekt, der Sanierung von 21 Mehrfamilienhäusern, anzubieten.
Erstes Großprojekt als Startschuss für weitere Entwicklung
Wolfgang Brinker war das Projekt zu groß und so überließ er es seinem Sohn, das Angebot zu erstellen. Nach Abgabe des Angebots und einigen Nachverhandlungen erhielt der Betrieb den Auftrag zur Ausführung dieser sich über anderthalb Jahre ziehenden Arbeiten. Das gesamte Projekt wurde dann von Marc Brinker betreut und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. An diesem Punkt war er bereits in der Geschäftsführung angekommen und konnte weitere Großkunden und viele Privatkunden für das Unternehmen gewinnen. Die Anzahl der Mitarbeiter wuchs dabei ständig.

Ein schrittweiser Übergang
Seit der Übergabe des Unternehmens im Jahr 2008 firmiert der Betrieb als Brinker Bedachungen e.K. Wolfgang Brinker blieb dem Unternehmen bis Anfang der 2020er Jahre erhalten, bevor er sich in den Ruhestand begab. Bis heute hilft er im Unternehmen aus, wenn seine Unterstützung benötigt wird.
Wolfgang Brinker ließ seinem Sohn immer den Raum, eigene Entscheidungen zu treffen, neue Techniken einzubringen und das Unternehmen gemeinsam mit ihm zu führen und auszubauen. Viele Jahre arbeiteten beide gemeinsam im Dachdeckermeisterbetrieb Wolfgang Brinker und setzten diese Arbeitsweise auch bei Brinker Bedachungen e.K. unter Leitung von Marc Brinker fort. Einen solchen schrittweisen, gleitenden Übergang hat Marc Brinker auch im Blick, wenn er an die nächste Generation denkt.
Zwei Söhne arbeiten im Betrieb
Seine Söhne Julien und Connor haben beide im Familienbetrieb gelernt und sind Dachdeckergesellen. Connor bestand 2025 seine Gesellenprüfung und arbeitet seitdem als Geselle im Unternehmen. Julien musste leider aufgrund einer Krebserkrankung seine Tätigkeit im Unternehmen für mehr als ein Jahr unterbrechen. 2023 kehrte er in den Betrieb zurück – für die Familie ein besonderer Grund zur Freude. Seit dem 31. August 2026 besucht er die Meisterschule in Eslohe, die auch sein Vater 1992/93 erfolgreich absolviert hat. Im Mai 2027 möchte Julien seine Meisterprüfung ablegen.
Wie die Verantwortung künftig verteilt wird, soll sich in Ruhe entwickeln. Marc Brinker möchte noch viele Jahre im Betrieb bleiben und seinen Söhnen die Zeit geben, ihren eigenen Weg gemeinsam zu finden.


Breites Handwerk und langjährige Kunden
Das Leistungsspektrum von Brinker Bedachungen umfasst das gesamte Dachdeckerhandwerk – von Reparaturen über Sanierungen bis hin zu Neubauten. Der Betrieb arbeitet für private Bauherren, Gewerbe- und Industrieunternehmen sowie Wohnungsunternehmen und Architekten. Zu vielen der Kunden bestehen bereits seit Jahrzehnten vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen.
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Den Kunden gefallen die Verlässlichkeit und die Bereitschaft, im Zweifel auch Tag und Nacht anzurücken. „Notfälle haben wir in den letzten 30 Jahren mehrfach erlebt. Da gab es viele Situationen, in denen schnelles und beherztes Handeln gefragt war. Eingestürzte Dächer, gerissene Folien, Sturm-, Brand- und Hochwasserschäden – im Grunde war schon alles dabei“, berichtet Brinker. „Aber das ist es, was unsere Arbeit spannend und immer wieder aufregend macht.“



Freundliche und offene Kommunikation
Die offene Art von Brinker kommt gut an. „Wenn Dächer nicht mehr reparabel sind, weise ich deutlich darauf hin, und in solchen Fällen machen wir keine Kompromisse. Am Ende würde man uns die Schuld für größere Schäden geben.“ Seine Sprache ist klar und deutlich, dabei immer freundlich. Wer mit Marc Brinker redet, erlebt einen herzlichen Menschen, dem ein gutes Miteinander wichtig ist.
Weiterentwicklung der Technik
Auch technisch hat sich der Betrieb über die Jahre weiterentwickelt. Moderne Arbeitsgeräte gehören ebenso dazu wie mittlerweile zwei Autokrane und ein KI-gestützter Büroalltag. Elektronisch unterstützte Aufmaße, E-Mail und bebilderte Angebote nutzt das Unternehmen schon seit den frühen 2000er Jahren. Bereits in der Mitte der 1980er Jahre schaffte Wolfgang Brinker die ersten Computer an, und eine digitale Kunden- und Auftragsverwaltung hielt Einzug in das Dachdeckerunternehmen.
Bei aller Entwicklung bleibt für Marc Brinker entscheidend, wer die Arbeit macht. Einige seiner Mitarbeiter haben einen großen Teil der Firmengeschichte selbst mitgeschrieben. Andere kommen gerade erst dazu. Mit ihnen gemeinsam möchte er den Betrieb weiterführen und an seine Söhne übergeben.
Wie gelingt Mitarbeiterbindung im Dachdeckerbetrieb?
Bei Brinker Bedachungen beruht die Mitarbeiterbindung auf Vertrauen, Freiraum und Mitsprache. Erfahrene Gesellen führen die Teams auf den Baustellen eigenverantwortlich, jeder kann seine Meinung sagen, und regelmäßige Firmenausflüge stärken den Zusammenhalt. Dazu gehörten Segeltouren auf dem IJsselmeer und eine Kreuzfahrt nach Norwegen. Einige Mitarbeiter sind seit mehr als 30 Jahren im Betrieb.
Wer leitet Brinker Bedachungen in Ennepetal?
Dachdeckermeister Marc Brinker leitet Brinker Bedachungen seit dem 1. Dezember 2008. Dachdeckermeister Danny Hilse unterstützt ihn in der Geschäftsleitung, und Nicole Brinker ist für die Finanz- und Lohnbuchhaltung zuständig.
Wie plant Brinker Bedachungen die Betriebsnachfolge?
Brinker Bedachungen plant einen schrittweisen, gleitenden Übergang an die nächste Generation. Marc Brinkers Söhne Julien und Connor sind Dachdeckergesellen im Betrieb. Julien besucht seit August 2026 die Meisterschule in Eslohe und will im Mai 2027 die Meisterprüfung ablegen.





















