Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Bild von VELUX Banner
Ein Mann steht vor einem modernen, grauen Holzhaus mit schrägem Dach. Im Hintergrund sind Bäume, Büsche und weitere Gebäude zu sehen.

Echte Maßarbeit: Zimmerei zeigt Präzision im Holzbau

Michael Podschadel

24. März 2022

Holzbauprojekte können eine echte Herausforderung sein, wenn sich die Materialpreise, wie in der Pandemie, zeitweise verdreifachen und das Holz nicht die nötige Qualität bietet. Wie gut schwierige Projekte hingegen verlaufen, wenn Lieferant und Handwerksbetrieb gut zusammenarbeiten, zeigt die Restaurierung eines historischen Pumpenturms durch die Traditions-Zimmerei Hermann Bühlbecker.

Bild vom alten Zustand des Pumpenhäuschens
Vor der Sanierung: Das Pumpenhäuschen war deutlich kleiner, das Holz stark angegriffen. (Foto und Titelbild: Bühlbecker)

Morsches Holz am Pumpenturm

Auf den ersten Blick erahnen Besucher der Solequelle Westernkottener Warte im Münsterland vielleicht nicht, welche Arbeit in der Restaurierung des Pumpenturms und des anliegenden Pumpenhäuschens steckt. Zimmerermeister Bastian Bühlbecker weiß es umso besser. „Das Holz des alten Pumpenturms war ziemlich morsch. Das lag an der ständigen Feuchtigkeit und dem hohen Salzgehalt der Sole.“

Bild von Zimmerei-Arbeiten am Pumpenturm
Anspruchsvolle Holzbauarbeiten sind die Spezialität der Hermann Bühlbecker GmbH. (Foto: Bühlbecker)

Spezialist für anspruchsvolle Zimmerei-Arbeiten

Die auf Zimmerei und Trockenbau spezialisierte Hermann Bühlbecker GmbH aus Wadersloh im Kreis Warendorf war im vorigen Jahr mit der Sanierung und Erweiterung der Architektur um die Solequelle beauftragt. Der fast 20 Mitarbeiter starke Betrieb ist mit seinen Zimmerern und Tischlern der richtige Ansprechpartner, wenn es um anspruchsvolle Holzbauarbeiten geht. Dank hoher Fachkenntnis und belastbarer Partnerschaften verlief das Projekt in Bad Westernkotten vom Baubeginn im Juni bis zum Abschluss im August für die Zimmerei reibungslos – trotz Pandemie und allgemeinem Materialmangel.

Besondere Architektur erfordert besondere Maßnahmen

Dass der 25-jährige Bastian Bühlbecker und das Team des Familienbetriebs bei der Arbeit am Turm besonderes Augenmerk auf die Sicherheit legten, versteht sich von selbst. Immerhin: Zum rund sechs Meter hohen Turm kommt eine potenzielle Falltiefe von drei Metern im Inneren des Gebäudes. Die Tiefe des Bohrlochs beträgt insgesamt 78 Meter. „Schon die Einrüstung war eine kleine Herausforderung“, berichtet der Zimmerermeister. „Der Turm ist sechseckig und verjüngt sich nach oben hin. Das Gerüst musste genau ansetzen, damit die Mitarbeiter unserer Zimmerei nicht durch Zwischenräume stürzen oder durch die morsche Konstruktion brechen.“ 

Bild von Turm
Turm und Pumpenhäuschen mussten von Grund auf erneuert werden. (Foto: Bühlbecker)

Verarbeitete Sibirische Lärche ist PEFC-zertifiziert

Auch galt es, das passende Holz zu finden. Die Wahl fiel auf das Angebot der DEG Dach-Fassade-Holz eG. „Preis und Qualität des angebotenen Materials waren unschlagbar“, meint Bühlbecker. „Hinzu kam die PEFC-Zertifizierung. Das Holz stammt aus nachhaltiger Aufforstung. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern war auch für unseren Kunden attraktiv.“ Denn die Solequelle wird seit 1949 nicht mehr zur Salzgewinnung genutzt, sondern dient heute ausschließlich der Gesundheitsförderung. Dass das aus Dänemark stammende Holz Sibirische Lärche PEFC-zertifiziert ist, passt da gut ins Bild.

Präzisionsholz für genaueste Bauausführung

Für Zimmerermeister Bühlbecker war die große Besonderheit der gelieferten Ware aber nicht die Öko-Zertifizierung, sondern die Fertigungsqualität. „Beim Holz von der DEG waren die Profile perfekt gearbeitet. Das ist manchmal leider anders.“ Der Zimmerermeister erklärt: „Wegen der sechseckigen Basis, die sich nach oben hin verjüngt, musste jedes einzelne Brett der Fassade individuell gemessen und geschnitten werden. 

Bild von restauriertem Pumpenturm
Karsten Jütte (links) und Bastian Bühlbecker vor dem sanierten Pumpenturm in Westernkotten. (Foto: Bühlbecker)

Wenn die Profile dann bei jedem zweiten Brett unsauber zusammenpassen, sähe man deutliche Ungenauigkeiten in der Höhe der Bretter auf den Ecken.“ Wegen der besonderen Architektur mussten auch die Fenster und die Tür leicht gekippt eingesetzt werden. „Bei diesem Projekt ging es von Anfang bis Ende um Präzision. Ich denke, das Ergebnis ist uns gut gelungen.“

Starke Partner: Lieferant DEG und Betrieb

Eine Basis für den Erfolg des Holzbauprojekts war die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure. „Um das passende Material in der nötigen Qualität zu beschaffen, hat man sich bei der DEG wirklich ins Zeug gelegt. Das rechne ich hoch an, immerhin ist Holz momentan nicht ohne Weiteres verfügbar und das Projekt war auch nicht gerade das Umfänglichste in Sachen Material.“ Insgesamt benötigte die Sanierung der Solequelle 5,87 Kubikmeter Holz. Weitere 1.500 Meter Holz entfielen auf die Fassadenverkleidung mit Rhombusprofil.

Bild von DEG Lager
Verlässlicher Lieferant: Das in Westernkotten verbaute Qualitätsholz „Vintage“ aus Dänemark hält die DEG in Münster stetig auf Lager. (Foto: DEG Dach-Fassade-Holz eG)

Hochwertiges Fassadenholz Vintage 

Die Oberfläche des „Vintage“ genannten Fassadenmaterials ist eine einfache Vergrauungslasur auf Wasserbasis und glänzt leicht metallisch. „Zu jeder Zeit hatten wir mit Karsten Jütte einen persönlichen, engagierten Fachberater bei der DEG. So konnten wir spontan auf Entwicklungen im Projekt reagieren.“ Für DEG-Mann Jütte ist dieser Service selbstverständlich. „Hochwertiges Material – wie das Fassadenholz Vintage – halten wir großzügig auf Lager.“ Gerade in Zeiten drohender Materialknappheit ist das eine echter Gewinn für den Kunden.

Austausch mit Kunden auf Augenhöhe

Beste Erfolgsaussichten versprach auch die unkomplizierte Kommunikation mit dem Auftraggeber. „Der Gradierwerksverein hat sich um die Bodenplatte und auch die Blecharbeiten gekümmert, beides in handwerklich sehr guter Ausführung. Das war alles genau mit uns abgestimmt. Bei diesem Projekt haben alle Zahnräder perfekt ineinandergegriffen“, lobt Zimmerermeister Bastian Bühlbecker.

Bild von Pumpenhäuschen
Das anliegende Pumpenhäuschen wurde komplett neu errichtet. (Foto: Bühlbecker)

Zusätzliche Restaurierung des Pumpenhäuschens

Zur Erneuerung des Turms der 1845 erschlossenen Solequelle gehörte auch die Restaurierung des anliegenden Pumpenhäuschens. Das komplett neue Gebäude ist deutlich geräumiger als sein Vorgänger und bietet nun zwei Räume statt einem. Im verschlossenen Teil ist die Steuerelektronik der Pumpe untergebracht, die die Sole zur 200 Meter entfernten Saline befördert. Bühlbecker resümiert: „Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Projekt. Wenn man das Vorher und Nachher des Turms vergleicht, dann ist man als Zimmerei schon stolz auf die Arbeit der Mitarbeiter.“

Sie interessieren sich für nachhaltiges Bauen? Dann lesen Sie unsere Story über den Bau eines Bürogebäude in Holz-Hybrid-Bauweise.

Michael Podschadel

Der graduierte Komparatist war fast ein Jahrzehnt in der Pressearbeit tätig, bevor er sich als Texter und Redakteur selbstständig gemacht hat. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten zählen Arbeitssicherheit und Technik. Richtig spannend wird es für ihn dann, wenn Menschen und ihre persönlichen Erfahrungen im Zentrum von Reportagen oder Hintergrundberichten stehen.

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