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Dachdecker wollen Digitalisierung gestalten

2018.09.21 Knut Koestergarten • Lesezeit 3’

Beim Landesverbandstag des rheinland-pfälzischen Dachdecker-Handwerks in Trier stehen die Chancen der Digitalisierung im Fokus. Lesen Sie hier, was die rund 220 Besucher an Input mitnehmen konnten, und welche Themen noch auf dem Programm standen.

Tradition und Moderne: Beides verband sich beim 71. Landesverbandstag des rheinland-pfälzischen Dachdeckerhandwerks zu einer sehr gelungenen Mischung.  Rund 220 Besucher fanden für drei Veranstaltungstage auf Einladung der Dachdecker-Innung Trier-Wittlich-Saarburg bei bestem Wetter den Weg in die älteste Stadt Deutschlands. Landesinnungsmeister Johannes Lauer, der Trierer Obermeister Peter Lay und Bürgermeisterin Elvira Garbes begrüßten samstags die zahlreichen Gäste im Rahmen der öffentlichen Tagung im Hotel Park Plaza. Bereits am Vorabend, dem sogenannten „Begegnungsabend“, hatten über 170 Gäste in gemütlicher Weingut-Atmosphäre gefeiert.

Der Trierer Obermeister Peter Lay begrüßte die Gäste in gemütlicher Weingut-Atmosphäre.

Der Trierer Obermeister Peter Lay begrüßte die Gäste in gemütlicher Weingut-Atmosphäre.

Digitalisierung: Dachdecker sollten Chancen nutzen für effizientere Prozesse

Dass die Digitalisierung den Dachdeckern die Chance bietet, durch effizientere Prozesse Zeit für das Wesentliche zu finden, ist für Michael Zimmermann, Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) nur eine der möglichen positiven Auswirkungen. Aber: Neue Geschäftsmodelle, das Vordringen digitaler Plattformen, neue Formen der Kundenakquise seien echte Herausforderungen. All das berge die Gefahr, dass der Dachdecker vom Unternehmer, vom Problemlöser für den Kunden zum nur noch ausführenden „Verlegepartner“ wird. „Um das zu verhindern, braucht es klare Regeln“, sagte Zimmermann in seinem Vortrag.

Michael Zimmermann, Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) nannte Vorteile der Digitalisierung, wie diese zum Beispiel den Dachdeckern die Chance bietet, durch effizientere Prozesse Zeit für das Wesentliche zu finden.

Michael Zimmermann, Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks, benannte Vorteile der Digitalisierung.

Die Gründung eines Lenkungskreises Digitalisierung durch den ZVDH mit Partnern aus Industrie, Bedachungshandel, den Handwerkskammern und dem Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik als Forschungspartner war laut Zimmermann der erste Schritt, alle Marktbeteiligten an einen Tisch zu bringen. Hier wurde dann ein sogenannter „Digitalisierungscodex“, eine gemeinsame Erklärung mit dem klaren Bekenntnis zum dreistufigen Vertriebsweg, verabschiedet und unterzeichnet. Neben dem Erhalt des bewährten Vertriebsweges bekennt sich diese gemeinsame Erklärung zur Förderung der vorhandenen Kompetenzen des Dachdeckerhandwerks, zur Unterstützung derselben mit digitalen Hilfsmitteln, zur Unterstützung des Dachdeckerhandwerks bei der Berufsausbildung sowie zur Anerkennung der Fachregel als technischer Maßstab bei Produktentwicklungen. Zimmermann lud alle Partner aus Bedachungshandel und Industrie ein, die gemeinsame Erklärung, wenn noch nicht geschehen, zu unterzeichnen und mit Leben zu erfüllen.

Digitalisierung: Reise in die Service-Zukunft des Handwerks

Christoph Krause, Leiter des Kompetenzzentrums der Handwerkskammer Koblenz und Vertreter des „Schaufensters Prozessdigitalisierung“ im dortigen „Kompetenzzentrum Digitales Handwerk“ nahm die begeisterten Zuhörer mit auf eine Reise in die digitale Service-Zukunft des Handwerks. „Wir wollen, dass das Handwerk und nicht vollkommen marktfremde Akteure auch in Zukunft den mit der handwerklichen Leistung verbundenen Service erbringen. Dafür ist es für die Betriebe nötig, die eigenen Prozesse zu prüfen, zu optimieren und zu digitalisieren“, meint Krause. Hieraus könnten sich neue, erfolgreiche Geschäftsmodelle ergeben. Krause stellte Beispiele vor: Handwerksbetriebe, die für sich den Service 4.0 bereits erfolgreich erschlossen haben.

Digitale Chancen im Handwerk:

Dachdecker-Stand an der Porta Negra als Besuchermagnet

Der Messestand der Innung Trier direkt an der Porta Nigra war binnen kürzester Zeit ein Besuchermagnet.

Der Messestand der Innung Trier direkt an der Porta Nigra war binnen kürzester Zeit ein Besuchermagnet.

Die Innung Trier hatte sich direkt an der Porta Nigra anlässlich der städtischen Veranstaltung „Trier spielt“  mit Ihren Partnern aus der Industrie mit attraktiven Spielständen positioniert und war binnen kürzester Zeit ein Besuchermagnet. Von hier starteten für die Gäste des Landesverbandstages unterschiedliche Führungen rund um das historische Trier. Für das leibliche Wohl war an den Ständen der Innung bestens gesorgt. Ungezwungen und gemütlich sollte es sein, und das gelang. Der zweite Abend des Verbandstages wurde mit einem Gala-Büfett und Live-Cooking an mehreren Grillstationen eröffnet. Die Band „Kaiserschmorrn“ mit RTL-Wettermann Christian Häckl sorgten für beste Stimmung und die Live-Musik von Ulis PopLounge lud zum Tanz bis in die späte Nacht.

Dachdecker spenden großzügig für soziale Einrichtung

Die Dachdeckerinnung Trier-Wittlich-Saarburg zeigte sich mit zwei Spenden-Schecks sehr großzügig in der Unterstützung der Freizeiteinrichtung der Dachdecker-Herberge des Bundesbildungszentrums in Mayen sowie der Neurofibromatose-Stiftung „Nothing is forever“. Obermeister Peter Lay, der selbst mit der silbernen Ehrennadel des Landesinnungsverbandes wegen langjähriger Arbeit in dessen Vorstand ausgezeichnet wurde, bedankte sich bei allen Mitwirkenden in der Organisation und insbesondere beim Vorstand der Innung für einen rundum gelungenen Landesverbandstag.

Sie interessieren sich für die Innungsarbeit. Dann lesen Sie, was eine Obermeisterin aus Westfalen für die wichtigsten Herausforderungen hält.  

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