Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Ein Mann im Hemd und Weste steht vor Holzbalken im Freien bei sonnigem Wetter.

Christian Geschke ist das Gesicht der DACH+HOLZ

Harald Friedrich

21. Januar 2020

„Ein dynamischer Mensch im Alter von Mitte 30, dem man ansieht, dass er anpackt und der gleichzeitig eine sympathische Erscheinung ist.“ Diese Eigenschaften sollte die Person haben, die das Dachdeckerhandwerk auf den Besucherbroschüren der DACH+HOLZ International 2020 repräsentiert. „Es ist eine junge und dynamische Messe, die stets die neuesten Trends weltweit präsentiert. Die Besucher gehen aufeinander zu, der Erfahrungsaustausch zwischen den Experten steht mit im Vordergrund, ganz gleich aus welchem Gewerk sie kommen.

Diese Charakteristika müssen von unserem Model visualisiert werden. Und es muss ein echter Dachdecker oder Dachdeckerin sein, der oder die nicht kamerascheu ist“, erläutert Guido Vandervelt, Geschäftsführer Messen und Marketing beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), die Aufgabenstellung für die Suche.

Bilderbuch-Dachdecker Christian Geschke

DACH+HOLZ

Sympathischer Typ: Christian Geschke. (Alle drei oberen Fotos: GHM)

Die oben genannte Personenbeschreibung eines „Bilderbuch-Dachdeckers“ verblüffte die Dachdecker-Kollegen aus Baden-Württemberg. Hatte Vandervelt etwa ihren Ausbilder am Ausbildungszentrum Karlsruhe, Christian Geschke, erstaunlich genau beschrieben? Man war sich sofort einig, dass dieser alle Eigenschaften erfüllte. Da wurden sofort Fotos von Christian Geschke nach Köln gesandt.

Volltreffer: Denn damit stand – neben Christian Koch für das Zimmererhandwerk – das zweite Gesicht der DACH+HOLZ fest. „Ich hätte nie gedacht, dass ein Fotoshooting so anstrengend und aufwändig ist“, sagt Christian Geschke heute. „Tolle Atmosphäre, tolles Team, toller Fotograf“, erinnert er sich an den aufregenden 18-Stunden-Tag im Zimmerer-Ausbildungszentrum in Biberach.

DACH+HOLZ

Christian Koch repräsentiert das Zimmerer-Handwerk.

Vom Ausbilder zum Foto-Model der DACH+HOLZ

Vom Dachdecker zum Foto-Model: Wie fühlt man sich da? „Auf jeden Fall geehrt“, gibt Geschke offen zu. Und hatte er keine Angst davor, wie vielleicht die Kollegen und Auszubildenden reagieren würden? „Da habe ich mir im Vorfeld eigentlich gar keine Gedanken gemacht und war absolut überrascht über die durchweg positive Resonanz in den sozialen Medien.“ Nachdem die neue Rolle des 37-jährigen Dachdeckermeisters, auch nach der Veröffentlichung in den Fachmedien, bekannt wurde, gab es nur Schulterklopfen und Daumen hoch für ihn.

Verschlungene Pfade bis zum Traumberuf Ausbilder

Auch von seinem Vater, der selbst Dachdecker ist und einen eigenen Betrieb in Rheinland-Pfalz führte. Das war leider nicht immer so, gibt Christian Geschke etwas nachdenklich zu. 1998 „verschlug ihn die Liebe“, wie er es ausdrückt, als Dachdecker nach Kaiserslautern und nicht in den väterlichen Betrieb. 2005 folgte die Meisterschule, danach ein Jahr volles Engagement als Bauleiter.

„Dann wollte ich eigentlich Lehramt studieren“, so Geschke. Menschen motivieren und  anleiten sowie Wissen vermitteln gehören zu seinen Stärken, mit denen er damals gerne die Berufung zum Beruf machen wollte. Ein Entschluss, der beim Vater erstmal für Kopfschütteln sorgte. Doch zum Universitätsstudium kam es dann nicht. Das Karlsruher Dachdecker-Bildungszentrum (DBZ) war auf der Suche nach einem Ausbilder. Ein gut befreundeter Dachdecker-Kollege sprach Christian Geschke an: „Du brauchst gar nicht Lehramt zu studieren und bleibst trotzdem dem Dachdeckerhandwerk treu. Bewirb‘ Dich doch mal da.“

DACH+HOLZ

Christian Geschke in seinem Element als Wissensvermittler währende einer Führung im Karlsruher DBZ.

Heute ist sein Dachdecker-Vater stolz auf den Sohn

Gesagt, getan, beworben und die richtige Entscheidung getroffen – da ist sich Christian Geschke heute sicher. Das gilt übrigens auch für seinen Vater. Denn aus der einstigen Empörung „Du entziehst damit unserem Handwerk wertvolle und gesuchte Manpower“, ist inzwischen der Stolz geworden, dass der Sohn Christian durch seine Ausbilder-Tätigkeit ganz im Gegenteil sogar für mehr Manpower für das Dachdeckerhandwerk sorgt. Und das „Gesicht des Dachdeckerhandwerks“ auf der DACH+HOLZ zu sein, ist jetzt das Tüpfelchen auf dem i.

Sie interessieren sich für das Thema DACH+HOLZ? Dann lesen Sie unseren Artikel über den neuen Messeauftritt des Besuchermagneten ZEDACH.  

Harald Friedrich

In den 80er Jahren kam der ausgebildete Werbekaufmann und Texter zum Journalismus. Seit dieser Zeit unterstützt er zahlreiche Dachdecker-Landesverbände bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit durch Vor-, Nach- und Querdenken. So hob er das Verbandsmagazin des Bayerischen Dachdeckerhandwerks mit aus der Taufe und erstellt bis heute fünf Ausgaben pro Jahr komplett. Er schreibt zudem für Fachmedien im Bereich Handwerk, darunter seit Jahren auch „Das DACH“. Sein Motto: „Schreiben ist nichts weiter als eine permanente Neuordnung von 26 Buchstaben."

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