Kevin Schreijer ist 2025 Bundessieger der Dachdecker
18. November 2025
Rund 200 BesucherInnen waren bei der feierlichen Ehrung dabei, nachdem die 13 Landessieger, darunter eine Frau, jüngst bei den Deutschen Meisterschaften, den „German Craft Skills“, zwei Tage am BBZ Mayen ihr Können gezeigt hatten und dabei die Besten unter ihnen ermittelt worden waren.
Die beiden Erstplatzierten fahren zur Dachdecker-WM
Nach einem spannenden Wettkampf wurden am 11. November die drei Bundessieger der „German Craft Skills“ im Dachdeckerhandwerk 2025 gekürt. Den Sieg errang Kevin Schreijer aus Hessen mit 170 von maximal 200 Punkten. Platz zwei ging an Tom Rodenbäck, Landessieger Nordrhein-Westfalen, Rang drei an Jonas Christiansen aus Schleswig-Holstein. Diese drei Dachdecker-Gesellen lagen am Ende nur knapp fünf Wertungspunkte auseinander. Die beiden Erstplatzierten qualifizierten sich damit automatisch für die 30. IFD-Weltmeisterschaft junger DachdeckerInnen im Jahr 2027.

Hier erfahren Sie, welche Erfahrungen die deutschen Dachdecker bei der letzten WM 2024 in Innsbruck machten und welche Medaillen sie gewannen!

Erstaunliches Können aller Teilnehmenden
Am ersten Wettbewerbstag demonstrierten die Nachwuchstalente in der Hauptarbeitsprobe, die den Schwerpunkt ihrer Ausbildung abbildete, bereits erstaunliches Können. Bundessieger Kevin Schreijer wählte eine Biberschwanzdeckung, der Zweitplatzierte Tom Rodenbäck eine Schieferdeckung.
Gegenarbeitsproben am zweiten Tag
Am zweiten Wettbewerbstag waren dann zwei zusätzliche Arbeitsproben anzufertigen. Wer zuvor eine Dacheindeckung verlegt hatte, musste eine Abdichtung umsetzen. Hier sollte eine Dachabdichtung mit Innen- und Außenecken einer vorgegebenen Dachfläche mit EVA-Dachbahnen ausgeführt werden.

Wer hingegen am Vortag eine Abdichtung realisierte hatte, sollte in der Gegenarbeitsprobe eine Pultdachfläche in deutscher Deckung mit Schiefer als Linksdeckung ausführen. Bei der Deckung der Traufe war die Vorgabe, diese eingebunden mit Fuß- und Gebindesteinen umzusetzen. An einer geeigneten Stelle sollte zudem ein Sicherheitsdachhaken eingebaut werden.
Schornsteinkopf eindecken
Die zweite Gegenarbeitsprobe war für alle teilnehmenden Dachdecker gleich. Hier sollte eine vorgegebene seitliche Wandfläche eines Schornsteinkopfes als Doppeldeckung mit Faserzementplatten eingedeckt werden, wobei die Deckung auf einer Schalung aus Vollholz erfolgte.

Was Leidenschaft bewirken kann
Auf der feierlichen Siegerehrung betonte Dachdeckermeister Jan Voges, Vizepräsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), in seinem Grußwort: „Ihr seid die Generation, die Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Handwerk zusammenbringt. Die nicht fragt, was früher war, sondern wissen will: Wie machen wir es morgen? Und genau das brauchen wir.“ Und weiter lobte Vizepräsident Voges: „Ihr habt in den letzten beiden Tagen gezeigt, was Leidenschaft bewirken kann, dafür gebührt Euch allen größter Respekt.“ Er ermunterte die jungen Menschen, mutig zu sein, aber auch sich selbst treu zu bleiben.“ Voges dankte weiterhin dem gesamten BBZ-Team für die gelungene Vorbereitung.

Eine großartige Leistung
Staatssekretärin Bettina Brück aus dem Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, zeigte sich sehr angetan von den Fertigkeiten der jungen Leute und von ihrer Begeisterung für das Dachdecker-Handwerk: „Sie gehören zu den Besten ihres Berufs in ganz Deutschland, das ist eine großartige Leistung!“ Mayens Bürgermeister Bernhard Mauel rief den jungen Menschen zu, das Beste aus der noch vor ihnen liegenden Zeit zu machen: „Die Rahmenbedingungen im Dachdecker-Handwerk sind wunderbar.“

Kurt Krautscheid, Präsident der Koblenzer Handwerkskammer, zeigte sich angetan von den seit Jahren steigenden Ausbildungszahlen im Dachdecker-Handwerk, die 2025 einen Höchststand erreicht hätten. Auch er hob die Leidenschaft der Teilnehmenden hervor und wünschte ihnen noch „viele glückliche und inspirierende Momente auf dem weiteren Weg im Dachdecker-Handwerk.“
Großes Lob für die Jury
Einhellig gab es hinterher ein großes Lob für die Bundesbewertungskommission unter der Leitung von Andreas Schmitz, die mit viel Sorgfalt und Umsicht die Bewertungen der gefertigten Arbeiten vorgenommen hatte. Dies ist bei der durchweg hohen Qualität kein leichter Job, den die Jury aber mit Bravour bewältigte.
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