Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Eine junge Frau in Sportkleidung arbeitet draußen an einem Metallgeländer bei sonnigem Wetter.

Dachdeckerin im Kalender Miss Handwerk 2019

Knut Köstergarten

8. Januar 2019

Sie ist ein sportlicher Typ und bewegt sich gerne. „Ich war früher viel im Fitness-Studio und nach dem Fachabitur war das daher auch meine erste Adresse für eine Lehrstelle.“ Larissa Würtenberger wollte wie so viele junge Frauen und Männer einen Job im Büro. Sie fing an, na klar, in einem Fitness-Studio und stellte trotzdem schnell fest, dass diese Ausbildung in die falsche Richtung führt. „Immer das Gleiche machen, das passte nicht. Aus dem Bauch heraus habe ich gemerkt: Ich möchte was Aktives machen, selber und mit meinen eigenen Händen etwas herstellen“, erinnert sich Würtenberger.

Lieber aktiv sein und mit den Händen arbeiten – Larissa Würtenberger wechselte vom Bürojob zum Dachdeckerhandwerk.

Lieber aktiv sein und mit den Händen arbeiten – Larissa Würtenberger wechselte vom Bürojob zum Dachdeckerhandwerk.

Nach der Ausbildung Übernahme als Gesellin

So beendete sie kurzentschlossen die Ausbildung im Fitness-Studio und suchte sich daher vor Ort eine Stelle als Dachdeckerin. Es passte gleich beim ersten Betrieb. „Dort habe ich mich beworben und wurde direkt genommen.“ Später wechselte sie den Arbeitgeber.

Die Kollegen im Betrieb freuen sich mit ihrem „Kalender-Girl“ Larissa über den Erfolg.

Die Kollegen im Betrieb freuen sich mit ihrem „Kalender-Girl“ Larissa über den Erfolg.

Heute ist Larissa Würtenberger bei der Falter GmbH in Trebur bei Rüsselsheim beschäftigt. Nach der noch ausstehenden praktischen Prüfung im Januar kann sie dort als Gesellin weiterarbeiten. „Das Büro kam auf mich zu und hat mir eine Übernahme angeboten. Da war ich echt überrascht und sehr froh“, berichtet die junge Frau.

Fitness-Studio ist nun überflüssig. Die tägliche Arbeit an der frischen Luft ist mehr als ausreichend.

Fitness-Studio ist nun überflüssig. Die tägliche Arbeit an der frischen Luft ist mehr als ausreichend.

Körperliche Arbeit statt Fitness-Studio

Und wie ging es los auf den Baustellen, allein unter Männern? „Zum Umgang mit den Jungs kann ich nichts Negatives sagen.“ Als sie zum ersten Mal dabei war hieß es: Da ist ein Mädchen. „Da waren eher die Jungs am Anfang eingeschüchtert“, sagt Würtenberger. Was ihr besonders gefällt, ist der gute Teamgeist. „Und wenn was sehr Schweres zu tragen ist, dann ist immer jemand da, der mir hilft.“ Ein Fitness-Studio braucht sie nicht mehr, denn ihre Kraft baut die junge Frau bei der täglichen Arbeit auf. Ihr Motto: Lieber Arbeit an der frischen Luft als Fitness-Studio.

Cooles Fotoshooting für Kalender Miss Handwerk

Das Fotoshootings für den Kalender Miss Handwerk hat Larissa Würtenberger viel Spaß gemacht. Foto: Werbefotografie Weiss

Das Fotoshootings für den Kalender Miss Handwerk hat Larissa Würtenberger viel Spaß gemacht.
Foto: Werbefotografie Weiss

Auf den Wettbewerb Miss Handwerk ist sie zufällig im Internet beim Surfen gestoßen. „Ich habe spontan und aus Spaß mitgemacht.“ Es reichte zwar nicht zum Titel Miss Handwerk 2019, aber die junge Frau hat es trotzdem in den Kalender geschafft. „Es gab dafür eine Einladung zum Shooting in Düsseldorf. Das sind schöne Fotos geworden. Für mich ist das ein Überraschungsding und ein mega cooler Erfolg.“ Beim Shooting lernte sie auch viele interessante junge Handwerker kennen, mit einigen hat Würtenberger immer noch Kontakt. Die Kollegen im Betrieb freuen sich mit ihrem „Kalender-Girl“ Larissa über den Erfolg. „Das finden viele cool und der Kalender hängt bei uns im Büro.“

Dachdeckerin Larissa Würtenberger spricht über ihren Job:

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Ihre Favoriten sind Neubau und Steildach

Auf der Arbeit macht Würtenberger am liebsten Neubau. „Alles von Anfang an bis zum Ende machen, das gefällt mir. Das Steildach liegt ihr in vielen Varianten, Ziegel oder Schiefer. „Vor allem ist meine Arbeit immer abwechslungsreich. Wir haben viel Tumult, sind mal hier mal da“, sagt die junge Frau. „Die Ausbilder haben darauf geachtet, mich zu fordern. Ich konnte vieles ausprobieren, was mich weitergebracht hat.“ Als Gesellin will sie erst einmal Berufserfahrung sammeln. „Mich weiterbilden ist sicher auch eine Option. Irgendwann mal den Meister zu machen, wäre eine coole Sache.“

Larissa Würtenberger liebt die Abwechslung bei ihrer Arbeit auf dem Dach.

Larissa Würtenberger liebt die Abwechslung bei ihrer Arbeit auf dem Dach.

Was rät eine Dachdeckerin aus Leidenschaft Jugendlichen, die eine Ausbildung suchen? „Einfach machen, was Ihr wirklich wollt. Keine Angst haben und den Traum verfolgen, lasst Euch nicht unterkriegen.“

Sie interessieren sich für Storys über junge Dachdecker. Dann lesen sie unseren Artikel über die deutschen Teilnehmer an der Dachdecker-WM in Riga.

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

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