0 Ergebnisse in 0 Katagorien

Dachdeckerin im Kalender Miss Handwerk 2019

2019.01.08 Knut Köstergarten • Lesezeit 3’

Larissa Würtenberger steht kurz vor der praktischen Gesellenprüfung. Spontan, aus dem Bauch heraus hat sie sich für den Beruf Dachdeckerin entschieden. DACH\LIVE erzählt die junge Frau, was ihr besonders gefällt an ihrem Job, und warum sie sich einfach mal als Miss Handwerk bewerben wollte.

Sie ist ein sportlicher Typ und bewegt sich gerne. „Ich war früher viel im Fitness-Studio und nach dem Fachabitur war das daher auch meine erste Adresse für eine Lehrstelle.“ Larissa Würtenberger wollte wie so viele junge Frauen und Männer einen Job im Büro. Sie fing an, na klar, in einem Fitness-Studio und stellte trotzdem schnell fest, dass diese Ausbildung in die falsche Richtung führt. „Immer das Gleiche machen, das passte nicht. Aus dem Bauch heraus habe ich gemerkt: Ich möchte was Aktives machen, selber und mit meinen eigenen Händen etwas herstellen“, erinnert sich Würtenberger.

Lieber aktiv sein und mit den Händen arbeiten – Larissa Würtenberger wechselte vom Bürojob zum Dachdeckerhandwerk.

Lieber aktiv sein und mit den Händen arbeiten – Larissa Würtenberger wechselte vom Bürojob zum Dachdeckerhandwerk.

Nach der Ausbildung Übernahme als Gesellin

So beendete sie kurzentschlossen die Ausbildung im Fitness-Studio und suchte sich daher vor Ort eine Stelle als Dachdeckerin. Es passte gleich beim ersten Betrieb. „Dort habe ich mich beworben und wurde direkt genommen.“ Später wechselte sie den Arbeitgeber.

Die Kollegen im Betrieb freuen sich mit ihrem „Kalender-Girl“ Larissa über den Erfolg.

Die Kollegen im Betrieb freuen sich mit ihrem „Kalender-Girl“ Larissa über den Erfolg.

Heute ist Larissa Würtenberger bei der Falter GmbH in Trebur bei Rüsselsheim beschäftigt. Nach der noch ausstehenden praktischen Prüfung im Januar kann sie dort als Gesellin weiterarbeiten. „Das Büro kam auf mich zu und hat mir eine Übernahme angeboten. Da war ich echt überrascht und sehr froh“, berichtet die junge Frau.

Fitness-Studio ist nun überflüssig. Die tägliche Arbeit an der frischen Luft ist mehr als ausreichend.

Fitness-Studio ist nun überflüssig. Die tägliche Arbeit an der frischen Luft ist mehr als ausreichend.

Körperliche Arbeit statt Fitness-Studio

Und wie ging es los auf den Baustellen, allein unter Männern? „Zum Umgang mit den Jungs kann ich nichts Negatives sagen.“ Als sie zum ersten Mal dabei war hieß es: Da ist ein Mädchen. „Da waren eher die Jungs am Anfang eingeschüchtert“, sagt Würtenberger. Was ihr besonders gefällt, ist der gute Teamgeist. „Und wenn was sehr Schweres zu tragen ist, dann ist immer jemand da, der mir hilft.“ Ein Fitness-Studio braucht sie nicht mehr, denn ihre Kraft baut die junge Frau bei der täglichen Arbeit auf. Ihr Motto: Lieber Arbeit an der frischen Luft als Fitness-Studio.

Cooles Fotoshooting für Kalender Miss Handwerk

Das Fotoshootings für den Kalender Miss Handwerk hat Larissa Würtenberger viel Spaß gemacht. Foto: Werbefotografie Weiss

Das Fotoshootings für den Kalender Miss Handwerk hat Larissa Würtenberger viel Spaß gemacht.
Foto: Werbefotografie Weiss

Auf den Wettbewerb Miss Handwerk ist sie zufällig im Internet beim Surfen gestoßen. „Ich habe spontan und aus Spaß mitgemacht.“ Es reichte zwar nicht zum Titel Miss Handwerk 2019, aber die junge Frau hat es trotzdem in den Kalender geschafft. „Es gab dafür eine Einladung zum Shooting in Düsseldorf. Das sind schöne Fotos geworden. Für mich ist das ein Überraschungsding und ein mega cooler Erfolg.“ Beim Shooting lernte sie auch viele interessante junge Handwerker kennen, mit einigen hat Würtenberger immer noch Kontakt. Die Kollegen im Betrieb freuen sich mit ihrem „Kalender-Girl“ Larissa über den Erfolg. „Das finden viele cool und der Kalender hängt bei uns im Büro.“

Dachdeckerin Larissa Würtenberger spricht über ihren Job:

Ihre Favoriten sind Neubau und Steildach

Auf der Arbeit macht Würtenberger am liebsten Neubau. „Alles von Anfang an bis zum Ende machen, das gefällt mir. Das Steildach liegt ihr in vielen Varianten, Ziegel oder Schiefer. „Vor allem ist meine Arbeit immer abwechslungsreich. Wir haben viel Tumult, sind mal hier mal da“, sagt die junge Frau. „Die Ausbilder haben darauf geachtet, mich zu fordern. Ich konnte vieles ausprobieren, was mich weitergebracht hat.“ Als Gesellin will sie erst einmal Berufserfahrung sammeln. „Mich weiterbilden ist sicher auch eine Option. Irgendwann mal den Meister zu machen, wäre eine coole Sache.“

Larissa Würtenberger liebt die Abwechslung bei ihrer Arbeit auf dem Dach.

Larissa Würtenberger liebt die Abwechslung bei ihrer Arbeit auf dem Dach.

Was rät eine Dachdeckerin aus Leidenschaft Jugendlichen, die eine Ausbildung suchen? „Einfach machen, was Ihr wirklich wollt. Keine Angst haben und den Traum verfolgen, lasst Euch nicht unterkriegen.“

Sie interessieren sich für Storys über junge Dachdecker. Dann lesen sie unseren Artikel über die deutschen Teilnehmer an der Dachdecker-WM in Riga.

Irgendetwas ist schief gelaufen! Bitte versuchen Sie ihre letzte Aktion noch einmal.

Jetzt DACH\LIVE Newsletter abonnieren

Immer auf dem neuesten Stand im Dachhandwerk

Vielen Dank für Ihre Anmeldung. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse, um den DACH\LIVE Newsletter ab sofort regelmäßig zu erhalten.
Irgendetwas ist schief gelaufen! Bitte versuchen Sie ihre letzte Aktion noch einmal.

Immer auf dem neuesten Stand im Dachhandwerk

Vielen Dank für Ihre Anmeldung. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse, um den DACH\LIVE Newsletter ab sofort regelmäßig zu erhalten.