Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Ein teilweise gebautes Haus mit Holzrahmen und Gerüst, das den Bau unterstützt.

Zert Green Building: mehr Nachhaltigkeit im Dachdeckerhandwerk

Kai-Uwe Bohn

9. Mai 2023

Mit einem dichten, intakten Dach über dem Kopf waren Menschen in ihrer Geschichte meist schon zufrieden. Heute wird zunehmend gefragt, wie und mit welchen Materialien dieses Dach eigentlich gedeckt ist. Nachhaltigkeit spielt im Dachdeckerhandwerk mittlerweile eine sehr wichtige Rolle. Wie sieht es damit bei Produktion, Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit der verwendeten Materialien aus? Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) gibt den Betrieben nun Orientierung mit der Zertifizierung „ZVDH Zert Green Building“. Dachdecker können so ihre Kunden in Sachen Nachhaltigkeit noch kompetenter beraten.

Moderne Gebäude mit Glasfassaden und parkenden Autos im Vordergrund, umgeben von Bäumen unter blauem Himmel.
Orientierung in Sachen Nachhaltigkeit mit der Zertifizierung „ZVDH Zert Green Building“. (Foto: ZVDH)

Nachhaltigkeit ist das Thema Nummer eins

Philip Witte kennt sich mit Umweltschutz, Energieeinsparung und Nachhaltigkeit aus – der Kölner ist im ZVDH unter anderem zuständiger Fachreferent für diese Themen. „Klimaschutz ist in aller Munde, Nachhaltigkeit das Thema Nummer eins“, sagt er. „Egal ob private oder öffentliche Bauherren: Fast alle stellen heute Fragen nach der Nachhaltigkeit der verbauten Materialien. Viele machen diese Nachhaltigkeit sogar zu einem mitentscheidenden Kriterium bei der Auftragsvergabe, etwa an die Dachdecker.“

ZVDH-Fachausschuss Nachhaltigkeit ins Leben gerufen

Da ist der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks natürlich gefordert. „Weil das Thema so wichtig geworden ist, haben wir vor kurzem einen eigenen Fachausschuss dafür ins Leben gerufen“, so Witte. „Wir haben uns gefragt, wie wir das Thema am besten in unsere Branche reinbringen.“ Auch sein Verband würde viele Dinge noch aus einer eher technischen Perspektive betrachten, weniger aus einer nachhaltigen. „Wir mussten in die Puschen kommen. Die Fragen sind da – jetzt arbeiten wir an den Antworten.“

Ein Mann mit Brille und braunen Haaren trägt einen blauen Anzug und weißes Hemd, steht vor einem modernen Gebäude, nur die rechte Gesichtshälfte ist sichtbar.
Philip Witte ist Fachreferent beim ZVDH und unter anderem für das Thema Nachhaltigkeit zuständig. (Foto: ZVDH)

Zert Green Building als Richtgröße gegenüber Kunden

Das Ergebnis: Für die rund 15 000 Betriebe des deutschen Dachdeckerhandwerks soll künftig die Zertifizierung „ZVDH Zert Green Building“ eine wichtige Richtgröße gegenüber ihren Kunden sein, wenn es um die Nachhaltigkeit von Materialien in Bezug auf die Produktion, die Eigenschaften, die Langlebigkeit und die Recyclingfähigkeit geht. Witte: „Die Zertifizierung soll eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl der Produkte sein. Die Rückfragen von Bauherren und Auftraggebern in diese Richtung kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. Immer öfter werden bei Baumaßnahmen sogar konkrete Nachweise über die verwendeten Materialien verlangt.“

Ein gelber Kran hebt ein großes Fertigbauteil an eine Baustelle, während dahinter ein blauer Himmel mit einigen Wolken zu sehen ist.
Immer öfter werden bei Baumaßnahmen konkrete Nachweise über die verwendeten Materialien verlangt.

Wie den Durchblick beim Thema Nachhaltigkeit behalten?

Zu Recht: Durch die Verwendung nachhaltiger Materialien, modernster Techniken und energieeffizienter Lösungen tragen Dachdeckerbetriebe dazu bei, den Energieverbrauch zu senken, die Umweltbelastung zu reduzieren und den Ressourcenverbrauch zu verringern. „Ökologisch nachhaltige Lösungen schützen die Umwelt“, erklärt Witte. In Zeiten des Klimawandels spreche sehr vieles für recycelte oder recycelbare Materialien, die Verwendung energieeffizienter Technologien, die Vermeidung von Abfall und die Nutzung von regenerativen Energiequellen.“ Die Frage ist nur, wie die Dachdecker bei der Vielzahl an Produkten den Durchblick behalten sollen. Zumal der Begriff „nachhaltig“ dehnbar ist und immer auch den Einsatzzweck sowie Herstellungs- und Einsatzorte berücksichtigen muss.

Ein teilweise gedecktes Dach mit roten Ziegeln, darunter freiliegende Holzlatten und Dämmmaterial, im Bau befindlich.
Auch bei Dachziegeln geht es darum, für die Kunden den Durchblick in Sachen Nachhaltigkeit zu behalten.

Zert Green Building konzentriert sich auf die Materialien

„Viele Hersteller haben sich bereits – in unterschiedlicher Ausprägung – Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit gemacht und sind zum Teil auch schon bei Produktionsabläufen und Produkten aktiv geworden“, so der Fachreferent Witte. „Wir haben bei Zert Green Building entschieden, uns auf die Materialien zu konzentrieren. Damit wollten wir diese durchaus komplexe Thematik für die Betriebe einfach und greifbar machen. Über die Zertifizierung stoßen wir zwangsläufig bei den Dachdeckern aber auch die Frage an: Was verarbeite ich eigentlich und wie?“ Für Neubauten sei die Frage nach der Nachhaltigkeit von Baustoff und Bauweise generell leichter zu beantworten, „aber 60 bis 70 Prozent der Dachdecker sind in der Sanierung tätig, da wird‘s schon etwas schwieriger.“

Zert Green Building hat Produkt-Lebenszyklus im Blick

Am Ende, so das Ziel der neuen Zertifizierung, sollen Dachdecker ihren Kunden anhand dieses Labels die nachhaltigsten Produkte empfehlen können. Der ZVDH hat Zert Green Building in drei Schritte unterteilt: Produktion, Eigenschaften und Langlebigkeit sowie Recyclingfähigkeit. „Damit bilden wir den ganzen Lebenszyklus eines Produkts vom Anfang bis zum Ende ab. Und der soll möglichst umwelt- und ressourcenschonend sein“, erläutert Witte das Vorgehen bei Zert Green Building. 

Teilweise gedecktes Hausdach mit roten Dachziegeln, Baugerüst im Vordergrund, einige Dachziegel fehlen noch.
Auch bei Dachziegeln geht es um die Nachhaltigkeit von Rohstoffen über Produktion bis zum Recycling.

Die konkreten Fragen des Zertifizierungsprozesses sind etwa: Wie wird produziert, wie kann die Produktion gegebenenfalls optimiert werden? Wie beständig ist das Material, wie lange kann es im Gebäude verbleiben? Und schließlich: was passiert zum Beispiel mit Dachziegeln oder Dämmung, wenn sie eines Tages entsorgt werden müssen? 

Schon beim Einkauf die Nachhaltigkeit erkennen

„Diese Fragen lassen sich für die jeweiligen Produkte in der Regel sehr gut beantworten. Im Dach-Daten-Pool – sozusagen das ,Rundum-Sorglos-Paket für Dachdecker und Zimmerer‘ in Sachen Artikelstammdaten – wird es deshalb künftig auch die Information ‚Nachhaltiges Produkt‘ geben“, so Philip Witte. „Schon beim Einkauf können die Betriebe so erkennen, ob und in welchem Maß ein Produkt vom ZVDH als nachhaltig klassifiziert wird.“

Mehrere neue Backsteinhäuser mit dunklen Dächern im Bau, Bauzäune und Baumaterialien im Vordergrund, Bauarbeiter arbeiten auf der Baustelle.
Dachdecker sollen alle Infos zur Nachhaltigkeit von Produkten über den Dach-Daten-Pool erhalten.

Kundenfragen kompetent beantworten können

Wichtig ist Witte, dass es sich um ein „laufendes Projekt“ handelt. Die Zahl der Produkte im Dachdeckerhandwerk sei sehr groß. Dinge gibt es von heute auf morgen nicht mehr, andere kommen neu dazu. „Wir setzen die Zertifizierung im Laufe dieses Jahres um und werden den Dach-Daten-Pool nach und nach mit dem ‚Zert Green Building‘-Nachweis ergänzen“, so der Fachreferent. „Ich bin mir sicher, dass die Dachdecker dadurch bald energieeffiziente und nachhaltige Baumaterialien deutlich unkomplizierter finden werden, um auf entsprechende Kundenfragen schnell und kompetent reagieren zu können.“

Sie interessieren sich für nachhaltige Produkte? Dann lesen sie unsere Story über das neue Indach-Photovoltaiksystem von Rathscheck Schiefer.

Kai-Uwe Bohn

Kai-Uwe Bohn ist ausgebildeter Journalist und seit mehr als 40 Jahren im Geschäft. Er fühlt sich in vielen Themenfeldern zuhause, kann sich aber vor allem für das „richtige Leben“ rund um Wirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleistungen begeistern. Dass er Politikwissenschaft bis zum Diplom studiert hat, hilft ihm, die Zusammenhänge im Hintergrund richtig einzuordnen. Im Mittelpunkt seines Interesses stehen stets die Menschen, die Mögliches und Unmögliches wahr machen.

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