Winter-Wettertrend 2020/21: Was Dachdecker erwarten können

DACH-Ticker

Soprema steigt ins Photovoltaikgeschäft ein

Soprema steigt in dem Boom-Markt Photovoltaik ein. (Foto: Soprema)

Die Soprema GmbH hat die Mehrheit an der MW Photovoltaik Engineering GmbH mit Sitz in Berlin übernommen. Bekannt als Komplettanbieter für hochwertige Abdichtungs- und Dämmsysteme sowie für Essertec Tageslicht- und Rauchabzugslösungen erweitert das Unternehmen sein Portfolio nun im Bereich Photovoltaik für Dach und Fassade.

11. August 2022

EEG 2023: Fördersätze für PV-Anlagen steigen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat Ende Juli über das Inkrafttreten erster Regelungen aus dem EEG 2023 informiert. Ab sofort können Betreiber von neu in Betrieb genommenen Solaranlagen bis zu 13,40 Cent pro Kilowattstunde für ihren PV-Strom erhalten. Die erhöhten Fördersätze gelten allerdings laut Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks nur für sogenannte Volleinspeiser. Das heißt: Der erzeugte Strom wird nicht selbst verbraucht, sondern vollständig ins Netz eingespeist.

8. August 2022

Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser sind 2022 eingebrochen

Im April 2022 wurde in Deutschland der Bau von 31 152 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 5,1 Prozent oder 1 515 Baugenehmigungen mehr als im April 2021. Von Januar bis April 2022 wurden damit insgesamt 123.659 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt – dies waren 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr (125.553 Baugenehmigungen). Im Neubau gab es in den ersten vier Monaten 2022 gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 22 Prozent bei Einfamilienhäusern und ein Plus von 11,6 Prozent bei Mehrfamilienhäusern.

17. Juni 2022

Bauwirtschaft: Arbeitsunfälle 2021 leicht rückläufig

Die Arbeitsunfälle in der Bauwirtschaft sind im vergangenen Jahr um 0,4 Prozentpunkte auf 103.525 leicht gesunken. Auch die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle ging laut BG Bau zurück. Einen leichten Anstieg gibt es hingegen bei den Anzeigen auf Verdacht einer Berufserkrankung. Der zweithäufigste Verdachtsfall war hierbei das für das Dachdeckerhandwerk besonders relevante Risiko von Hautkrebs durch Sonneneinstrahlung. Der leichte Rückgang bei Arbeitsunfällen und tödlichen Arbeitsunfällen sei laut BG Bau aber kein Grund zur Entwarnung. Denn die Zahlen seien immer noch zu hoch. 

3. Juni 2022

Peter Aicher bleibt Vorsitzender von Holzbau Deutschland

Bild von Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland
Peter Aicher will den Holzbau in den kommenden Jahren weiter voranbringen. (Foto: Holzbau Deutschland)

Bei den Vorstandswahlen von Holzbau Deutschland ist Peter Aicher erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. „Ich bedanke mich sehr herzlich für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich riesig, den Holzbau in den kommenden Jahren gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen weiter voranzubringen. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Projekte angestoßen und realisiert. Dass sich unser Engagement lohnt, bestätigt der kontinuierliche Aufwärtstrend des Holzbaus“, betonte der einstimmig wiedergewählte Vorsitzende von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes

19. April 2022

Langjähriger BMI-Chef Ulrich Siepe gestorben

Bild von Ulrich Siepe mit Dachdeckerin Larissa Würtenberger
Ulrich Siepe auf der Dach+Holz 2020 mit Dachdeckerin Larissa Würtenberger.

Das Dachhandwerk trauert um eine Führungspersönlichkeit und einen Menschenfreund. Der langjährige BMI-Geschäftsführer Ulrich Siepe ist am 23. März nach schwerer Krankheit verstorben, über die er schon während seiner bis 2020 dauernden Karriere bei BMI offen gesprochen hatte. Seine offene, freundliche und zugewandte Art werden viele langjährige Marktbegleiter vermissen.

31. März 2022

BMI investiert in Erweiterungsbau für Schulungszentrum

Bild von Spatenstich für BMI-Schulungszentrum
Spatenstich für Erweiterungsbau des BMI-Schulungszentrums. (Foto: BMI)

BMI stärkt erneut den Wirtschaftsstandort Heusenstamm. Am Stammwerk von Braas investiert BMI in einen Erweiterungsbau für das bestehende Schulungszentrum. Dort wird es auf 1.750 Quadratmetern genügend Platz für Trainings- und Seminarräume, für Lager, Werkstatt und Funktionsräume sowie für Großveranstaltungen mit bis zu 300 Teilnehmern geben.

23. März 2022

ifo Institut: Baupreise steigen 2022 weiter

Die deutschen Bauunternehmen planen, auf breiter Linie die Baupreise zu erhöhen. Das geht aus den Umfragen des ifo Instituts hervor. Im Hochbau kalkulierte jeder zweite Betrieb für die kommenden Monate mit Preisanpassungen. „Das ist eine Folge der rasanten Kostenanstiege beim Baumaterial, diese werden nun an die Kunden weitergeben“, sagt ifo-Forscher Felix Leiss. „Insbesondere bei den Dämmstoffen gab es weiterhin Probleme. Holz spielte aktuell wieder eine größere Rolle. Das sehen wir beim Großhandel mit Holz und auch bei Bauelementen aus Holz. Hier wurde wieder sehr oft von Preiserhöhungen berichtet“, sagt Leiss weiter. „Zudem sind die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die Bauwirtschaft sind im Moment noch nicht abzusehen.“

17. März 2022

Energiesouveränität bedeutet auch Energieeffizienz im Gebäudebestand

Im Rahmen des gemeinsamen Aufrufs von Verbraucher-, Wirtschafts- und Umweltverbänden an die Bundesregierung „Energiesouveränität ist das Gebot der Stunde”, verbunden mit der Forderung nach einem nationalen Gipfel für Energiesouveränität erklärte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Marcus Nachbauer: „Für energieeffiziente Häuser und Gebäude brauchen wir eine verlässliche und auskömmliche Förderkulisse, die auch diejenigen Standards fördert, die gefordert werden. Konkret heißt das: Wenn das EH 55 zum Standard wird, sollte auch dieser gefördert werden. Ähnliches gilt für die energetische Sanierung: EH 70 bei Sanierungen ist ambitioniert und sollte daher entsprechend gefördert werden. Das gilt auch für den Einbau von Heizungen, die auf regenerativen Energien beruhen, sowie den Einbau von Solaranlagen.“

11. März 2022

Janine Neureuther erste stellvertretende Landesinnungsmeisterin

Janine Neureuther, Geschäftsführerin der Neureuther Bedachungen GmbH in Rheinstetten bei Karlsruhe, übernimmt ab sofort das Amt der stellvertretenden Landesinnungsmeisterin des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg. Sie wurde einstimmig durch die zehn Dachdecker-Innungen Baden-Württembergs zur Nachfolgerin von Michael Braunwarth (Foto links) gewählt. Sie ist damit die erste stellvertretende Landesinnungsmeisterin im deutschen Dachdeckerhandwerk und übernimmt das Amt der Landesreferentin für Berufsbildung.

4. März 2022

Bild von Dach und Schnee

Winter-Wettertrend 2021: Was Dachdecker erwarten können

3. Dezember 2020

 · Knut Köstergarten

Über das Wetter reden fast alle. Und sie checken über ihr Smartphone das Wetter für die nächsten Tage – kostenlos. Kann es da sinnvoll sein, dass Dachdecker und Zimmerer Geld auf den Tisch legen, um für eine Wetterprognose zu bezahlen?  Der Experte und Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net hat Dachdeckerbetriebe als Kunden. „Ich sage immer: Wir können das Wetter nicht beeinflussen, aber mit unseren Prognosen dafür sorgen, dass sich unsere Kunden besser darauf einstellen können.“

Bild von Dominik Jung
Diplom-Meteorologe Dominik Jung ist Chefmoderator von wetter.net.

Wetterprognosen sollen individuelle Arbeit planbarer machen

Konkret können Dachdecker bei Jung und seinem Team Wetterprognosen für die Region buchen, in der sie tätig sind. Dann gibt es Informationen zu den aktuellen Wetterdaten am Einsatzort.

• Wie heiß wird es im Sommer oder gibt es Gewitter?

• Wie sieht es mit Starkregen aus oder mit Sturmböen?

• Was bringt das Winterwetter an Schnee, Eis und Kälte?

Bild von einem Gewitter über einem Haus und Bäumen
Sturm und Gewitter: Für Dachdecker ist es gut zu wissen, wann sie mit beidem rechnen müssen.

„Ziel ist es, die individuellen Arbeiten planbar zu machen. Darüber geben wir im Vorfeld Aufschluss“, berichtet Jung. Dachdecker können so besser ihre Wochenplanung machen und ihre Mitarbeiter passgenau für die Baustellen einteilen. Wenn etwa ein Projekt bis zu einem bestimmten Datum fertig sein soll, können die Mitarbeiter dort vielleicht an bestimmten Tagen länger arbeiten, weil es an anderen Tagen wegen des schlechten Wetters unmöglich ist. „Manche Dachdecker-Kunden nutzen das auch wegen der Fürsorgepflicht. Wenn man in der Prognose eine gefährliche Wetterlage sieht, schickt man seine Männer und Frauen eben nicht raus aufs Dach“, sagt Experte Jung.

Winter-Wettertrend 2020/21: Modelle rechnen mit milden Temperaturen

Kurzfristige Wettervorhersagen von bis zu einer Woche sind das eine Thema, längerfristige Trends für Jung das zweite. Hier wird er auch oft von überregionalen Medien angefragt. Wichtig ist Jung dabei der Unterschied, denn ein Trend ist natürlich längst nicht so präzise. Trotzdem: Wie ist denn der Winter-Wettertrend 2020/21? „Alle führenden Wettermodelle rechnen mit einem mehrheitlich milden Winter. Letztes Jahr war es war es vier Grad zu warm gegenüber dem Klimamittel. Für dieses Jahr sind zwei bis drei Grad über dem Mittel angekündigt, was sich aber auch noch einmal ändern kann“, erklärt der Chefmoderator von wetter.net, dem Wetterkanal mit den meisten Abonnenten bei YouTube.

Bild von zwei Arbeitern, die ein Flachdach vom Schnee räumen.
Viel Schnee ist in diesem Winter erneut nicht zu erwarten. Die Dachdecker können nach dem Winter-Wettertrend weitgehend durcharbeiten.

Beim sogenannten amtlichen Klimamittel handelt  sich um den Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Doch geht es auch noch konkreter in Richtung Temperaturen? „Dazu gibt es in solchen Trends keine Aussagen. Zwei bis drei Grad über dem Mittelwert, das können zehn Tage mit 18 Grad sein oder 20 Tage mit bis zu zehn Grad als Höchstwerte“, erläutert Jung.

Winter-Wettertrend 2020/21: kaum Frosttage und wenig Schnee

Was heißt das für den konkreten Winter-Wettertrend? „Insgesamt sieht es nach einem eher milden Winter aus. Längere Dauerfrostperioden oder mehrere Schneedeckentage sind aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich. Die Temperaturen werden am Tage meist über null Grad liegen“, meint Experte Jung. Das heißt: Wie auch im vergangenen Winter können die Dachdecker vermutlich ohne größere Unterbrechungen durcharbeiten.

Winter-Wettertrend 2020/21: Es sieht nicht nach Stürmen und Orkanen aus

Bild von abgedecktem Flachdach nach Sturm
Mit schweren Winterstürmen ist nach den aktuellen Wettertrends 2020/21 kaum zu rechnen.

Und wie sieht es mit Stürmen oder gar Orkanen aus? Bislang hatte der Herbst wenig an stürmischem Wetter zu bieten. „Es sieht aktuell nicht so wirklich nach einer stürmischen Westwetterlage aus im kommenden Winter. Es wird eher oft Hochdruck geben, grau in den Tälern, blau oben auf den Bergen“, berichtet Jung.

Das heißt, dass der Trend mit mehr schweren Stürmen im Zeichen des Klimawandels nicht jedes Jahr zutreffen muss. Oder dass  zukünftig auch der Sommer stürmisch sein kann mit heftigen Gewittern plus Orkanböen.

Vom Winter-Wettertrend 2020/21 her ist damit klar, dass die Dachdecker nicht mit zusätzlichen Reparaturaufträgen wegen Sturmschäden rechnen können. Und dies kommt vielen Betrieben sicher gelegen bei den ohnehin noch gut gefüllten Auftragsbüchern.

Sie interessieren sich für das Thema Wetter? Dann lesen Sie unsere Story darüber, wie ein Betrieb die Arbeit nach dem Sturmtief Friederike bewältigte.

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