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Dachdecker Köster nominiert für den „Mittelstands-Oscar“

2019.10.15 Henning Höpken • Lesezeit 4’

Ein Dachdecker-Familienbetrieb aus Achim spielt sehr erfolgreich mit im Konzert der großen Mittelständler. Lesen Sie hier, wie zwei Zwillingsbrüder mit ihren Frauen und Söhnen das Unternehmen entwickelt haben und wie sie sich sozial in ihrer Region engagieren.

Dachdecker sind immer obenauf, arbeiten viel an der frischen Luft und haben gute Aussichten. Betritt man die Büroräume der Köster Bedachung GmbH in Achim, so treffen diese Argumente dort bereits zu ebener Erde zu. Inspirierend und hell sind die einzelnen Büros angeordnet, was zur Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zu innovativen Gedanken beiträgt. Erst vor kurzem haben die Dachdecker diesen Trakt im Holz-Rahmenbau erstellt und das bisherige Domizil optisch wirkungsvoll ergänzt. Ein Baustein dafür, dass die beiden Geschäftsführer, die Zwillingsbrüder Thomas und Torsten Köster, 2018 von der Stadt Achim als „Unternehmer des Jahres“ ausgezeichnet wurden.

Dachdecker: Detlef Kahrs überreicht die Urkunde zur Jurystufe des Großen Mittelstandspreises an Torsten und Thomas Köster (von rechts). Foto und Beitragsbild oben: Birte Wührmann

Detlef Kahrs überreicht die Urkunde zur Jurystufe des Großen Mittelstandspreises an Torsten und Thomas Köster (von rechts). Foto und Beitragsbild oben: Birte Wührmann

„Köster Bedachung gehört schon mal zu den Besten“

Das war gleichzeitig der Anstoß für die Nominierung des Betriebs bei der Oskar-Patzelt-Stiftung aus Leipzig für den jährlichen verliehenen„Großen Preis des Mittelstandes“. Der sogenannte „Mittelstands-Oscar“ ist der resonanzstärkste, wichtigste deutsche Wirtschaftspreis. Die Nominierung ist unabhängig und kann nicht vom Betrieb selbst, sondern nur von Dritten, etwa Kommunen oder Verbänden, eingereicht werden. Nominiert wurden insgesamt 5.400 Mittelständler deutschlandweit. Dann galt es für Köster, die Nominierung in einem Bewerbungsverfahren mit klaren Angaben zur Entwicklung des Betriebs und zum Engagement in der Region zu rechtfertigen.

Die Überraschung war groß, als man plötzlich zu den 47 niedersächsischen Unternehmen gehörte, die die Jurystufe vor der endgültigen Preisverleihung erreicht haben. „Damit gehört Köster Bedachung schon mal zu den Besten“, sagte Detlef Kahrs von der Oskar-Patzelt-Stiftung bei der Überreichung der Urkunde in Achim. „Die Jury entschied sich bis hier für unseren Betrieb, da wir nach der Nominierung fundierte Antworten auf die Bewerbungsfragen geben konnten“, erklärt Diplom-Ingenieur Marc Köster.

Dachdecker mit attraktivem Leistungsspektrum 

Gefragt wurde etwa nach der wirtschaftlichen Situation des Betriebes. „Da sind wir gut dabei“, sagt Marc Köster und verweist auf das umfassende Leistungsspektrum, das weit über den Dach- und Fassadenbau hinaus geht. Hier sind vor allem die Zimmererarbeiten mit Aufstockungen oder Neubauten in Holzrahmenbauweise zu nennen. Auch bei der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen ist man in Achim bestens aufgestellt. Im Büro- und Außenbereich sind rund 35 Personen, wie Dachdeckermeister, Gesellen, ein Zimmerermeister sowie ein Ingenieur für die Kunden im Einsatz.

Dachdecker: Junior Marc Köster hat einen Studienabschluss als Master of Engineering und arbeitet als technischer Angestellter im Bereich Kalkulation und Finanzen.

Junior Marc Köster hat einen Studienabschluss als Master of Engineering und arbeitet als technischer Angestellter im Bereich Kalkulation und Finanzen.

Regelmäßig werden im 1946 gegründeten Betrieb drei junge Leute zu Dachdeckern ausgebildet. Man engagiert sich hier in gemeinsamen Projekten mit den Schulen. „Die jungen Leute merken dann schnell, ob sie Talent zum Handwerk haben. Oder sie kommen überhaupt auf die Idee, solch einen Beruf zu ergreifen. Manche brennen dann richtig darauf, bei uns ein Praktikum zu machen, um in die Ausbildung zu gelangen“, erklärt Marc Köster.

Eine Dachdecker-Familie im beständigen Verbesserungsmodus

Auch zu den Themen Modernisierung und Innovation hatte der Betrieb die richtigen Argumente parat. Dazu zählen die zahlreichen Zertifizierungen, etwa durch den TÜV oder die Firmen Bauder und Velux im Bereich der Qualitätssicherung. „Der Kunde kann sicher sein, dass das, was wir einbauen, sich immer auf dem neuesten Stand der Technik befindet“, erläutert Marc Köster auch diesen Punkt der Bewerbung. Fast wöchentlich kommen die beiden Familien Köster zu Beratungen zusammen. Sie geben sich gegenseitig viel Input und versuchen die Leistungen für den Kunden weiter zu verbessern. Hier sitzen neben den beiden Brüdern auch die Ehefrauen und zwei Söhne mit am Tisch. Neben Marc ist das noch der Dachdecker- und Zimmerermeister Christoph Köster. Dass hier die Familien in dritter und vierter Generation nahezu komplett integriert sind, ist schon ungewöhnlich. Es bildet die Grundlage für einen hervorragenden Zusammenhalt im gesamten Team.

Dachdecker: Nicht alltäglich – zwei Zwillingsbrüder mit ihren Familien erfolgreich unter einem Dach.

Nicht alltäglich – zwei Zwillingsbrüder arbeiten mit ihren Familien erfolgreich unter einem Dach.

Dachdecker engagieren sich bei der Feuerwehr und im Sportverein

Wichtig für den Familienbetrieb ist auch das soziale Engagement in der Region. „Wir helfen überall gerne“, sagt man bei Köster. Und so liegt es nahe, dass sich die Köster-Brüder und deren Söhne stark in der Achimer Feuerwehr engagieren. Ob als Ortsbrandmeister, Ausbilder oder Gruppenführer, jeder hat hier ein Ehrenamt übernommen. Und wenn es brennt, sind auch noch weitere Mitarbeiter des Betriebes auf dem Löschzug dabei.

Ebenso wie die Grundschule wird auch die Jugendfeuerwehr mit Sachspenden unterstützt. Ein Gerätehaus wurde gemeinsam mit Gesellen instand gesetzt und die Jugendlichen merkten, dass Handwerk nicht nur Druck bedeutet, sondern auch Spaß machen kann. Betriebsübergreifend unter dem Tenor „Einer für alle, alle für einen“, ist Thomas Köster seit Jahren im Aufsichtsrat der Dachdecker-Einkauf Nordwest eG aktiv und unterstützt den genossenschaftlichen Bedachungsfachhandel als eines von über 300 Mitgliedern im Nordwesten. Torsten Köster versucht darüber hinaus, junge Menschen zum Wassersport zu motivieren. Im örtlichen Bootsportverein, dem größten im Landkreis Achim, hat er den Vorsitz.

Dachdecker setzen auf Team-Zusammenhalt als Erfolgsbasis

Neben der für den Mittelstandspreis geforderten Kundennähe, Marketing und Service setzt man bei Köster auf spezielle Leistungen, wie dem eigenen Reparatur-Service, der kurzfristig vor Ort ist. Für Kleinstaufträge existiert eine speziell eingerichtete Kolonne. „Dazu kommt“, so Marc Köster, „unser einheitliches Corporate Design, das von den Firmenfahrzeugen, über das blaue Hemd, Broschüren bis hin zur Farbe des Kugelschreibers aus einem Guss ist und in und um Achim seinen Stellenwert in Sachen Bekanntheit erreicht hat.

Dachdecker: Das einheitliches Corporate Design, das sich von den Firmenfahrzeugen, über das blaue Hemd, Broschüren bis hin zur Farbe des Kugelschreibers durchzieht und um Achim einen hohen Wiedererkennungswert hat.

Das einheitliches Corporate Design, das sich von den Firmenfahrzeugen, über das blaue Hemd, Broschüren bis hin zur Farbe des Kugelschreibers durchzieht, hat rund um Achim einen hohen Wiedererkennungswert.

Abschließend zieht Marc Köster ein Fazit: „Es war schon ein besonderer Tag,an dem uns von der Oskar-Patzelt-Stiftung die Urkunde überreicht wurde. Eine gute Rückmeldung, dass unsere Leistungen anerkannt werden. Dieser schon für uns erfolgreiche Verlauf des Wettbewerbs beruht vor allem auf einem geschlossenen Zusammenhalt im gesamten Team.“

Sie interessieren sich für unsere Rubrik „Rund um den Betrieb“. Dann finden Sie hier weitere Artikel mit wertvollen Tipps für den Alltag.

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