Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Zwei Arbeiter werfen Dachziegel auf einem Hausdach zu, viele Ziegelstapel um sie herum, Himmel und Bäume im Hintergrund.

Finke Bedachungen als Allrounder weiter auf Expansionskurs

Henning Höpken

20. April 2021

75 Jahre besteht die Firma Finke Bedachungen GmbH in Weyhe bei Bremen in diesem Jahr. Und als Ausdruck seiner regionalen Verwurzelung schenkt der Betrieb der Gemeinde 75 junge Bäume zum Pflanzen. 1946 hatte Johann Finke den Handwerksbetrieb im Dorf Melchiorshausen gegründet. Sein Neffe, namentlich ebenfalls Johann Finke, Spitzname Jonny, hatte hier schon als Geselle gearbeitet und übernahm 1962 nach seiner Meisterprüfung den Betrieb, der dann in Erichshof ansässig war.

Drei Männer begutachten gemeinsam Dachziegel, während sie lächelnd Dachziegel in einer Ausstellungshalle austauschen.

Drei Generationen: Martin Weniger, Sohn Patrick und Firmengründer Johann (Jonny) Finke von links. (Alle Fotos: Höpken)

„Der Junge kann später den Betrieb übernehmen“

Heute leitet Dachdeckermeister Martin Weniger das Unternehmen. Auch er entstammt einer Dachdeckerfamilie und sein Vater, Anton Weniger, war gut mit Jonny Finke befreundet. Einmal saßen Anton und Jonny beim Feierabendbier auf der Gartenbank. Als dort der kleine Martin vorbei lief, schlug er vor: „Der Junge kann doch später mal meinen Betrieb übernehmen!“, denn Jonny Finke hat zwei Töchter, die keine Ambitionen für den Dachdeckerberuf zeigten.

Nach dem USA-Trip folgen Meisterschule und Betriebsübernahme

 Und so ist es gekommen. Martin Weniger begann 1987, nach seiner Dachdeckerausbildung und einjährigem Austauschprogramm für junge Berufstätige in den USA, als Geselle bei Finke und absolvierte 1989 in Mayen seine Meisterprüfung. „Es gefiel mir sehr gut in Amerika, und eigentlich wollte ich damals gar nicht so schnell wieder zurück“, sagt Martin Weniger, der während dieses Jugendaustausches seine spätere Ehefrau Britta kennenlernte. „Aber wie Jonny mich dann in seinem Betrieb in Richtung Meisterprüfung puschte, das hatte wesentlichen Einfluss auf meinen weiteren Lebensweg.“ Einige Jahre nach seiner Prüfung übernahm er 1997 als Nachfolger Finke Bedachungen und zog 2006 zum jetzigen Standort mit rund 5.000 Quadratmetern in das Gewerbegebiet „Im Bruch 6“ nach Weyhe um.

Eine Gruppe von Menschen in blauer Arbeitskleidung steht und sitzt um ein blaues Auto vor einem Gebäude aus Holz.

Die blauen Fahrzeuge von Finke – Markenzeichen für das Team in der Region.

Neue Halle für erweiterten Holz- und Metallbau

Finke Bedachungen ist klar auf Expansionskurs und hat am Standort ein Nachbargrundstück erworben. „Wenn dort die neue Halle steht, sollte dem erweiterten Holz- und Metallbau nichts mehr im Wege stehen“, erklärt Zimmerermeister André Rohlfs. Sohn Patrick Weniger, der gerade seine Meisterausbildung im BBZ Mayen absolviert, sieht in modernen Fertigungsmethoden sowie der Arbeit mit eigenen Computerprogrammen einen Teil der zukünftigen Ausrichtung. Er ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten und absolvierte nach dem Abitur zunächst eine Dachdeckerlehre im Nachbarort. Sein anschließendes Studium der Bauwirtschaft BWI an der Jade Hochschule in Oldenburg schloss er als Wirtschaftsingenieur ab.

Ein Mann steht auf einem Dach zwischen gestapelten Ziegeln und trägt Arbeitskleidung.

Viel zu tun gibt es bei Finke: hier ein Mitarbeiter auf einer aktuellen Steildach-Baustelle.

Bachelorarbeit als Analyse des eigenen Betriebs

Seine Bachelorarbeit zum Thema „Unternehmenssicherung traditioneller Handwerksbetriebe“ nutzte er für eine Betriebsanalyse im eigenen Unternehmen. Dabei konnte er nahezu ein halbes Jahr lang die Stärken und Schwächen analysieren, um eine Strategie für die Zukunft zu entwickeln. „So habe ich den fachlich-betriebswirtschaftlichen Blick direkt auf die Praxis gerichtet, um einen Maßnahmenplan mit entsprechendem Mehrwert für das Unternehmen zu kreieren,“ sagt der Junior, dessen Arbeit mit der Note 1,0 bewertet wurde und auf den Vater und Mentor Jonny Finke mächtig stolz sind. Nach der langen Theorie- und Coronazeit will der 26-Jährige endlich loslegen und seine Pläne verwirklichen. „Jeden Tag fallen mir tausend Dinge ein, die ich sofort umsetzen möchte.“

Ein Arbeiter verlegt rote Dachziegel auf einem Dach unter freiem Himmel, mit gestapelten Ziegeln im Hintergrund.

Gute Arbeit abliefern, das schafft Perspektiven für die Zukunft bei Finke.

Guter Service und gute Arbeit schaffen Perspektiven  

Finke Bedachungen setzt verstärkt darauf, den Kunden bei seinen Vorhaben von der Planung bis zur Fertigstellung persönlich zu begleiten, um erforderliche Maßnahmen mit gesundem Fachverstand zu vereinen. Hier gilt noch immer die Devise von Jonny Finke: „Gute Kundenbetreuung bieten, gute Arbeit abliefern, das schafft Perspektiven für die Zukunft.“ So baut man bei Finke auf jahrzehntelange Erfahrung bei der Ausführung von hochwertigen Dächern und Fassaden in verschiedensten Formen und Farben.

„Unsere Kunden“, erklärt Martin Weniger, „kommen in einem Radius bis 30 Kilometern überwiegend aus dem regionalen Umland. Mit unserer Privatkundschaft haben wir ein starkes gegenseitiges Vertrauen aufgebaut, das sich durch Generationen hindurch bewährt hat. Unsere Preise sind fair und wer wissen will, was da kostenmäßig für eine Sanierung oder einen Neubau auf ihn zukommt, der kann das vorab mit dem Sanierungsrechner auf unserer Internetseite vorkalkulieren.“

Eigene Bauklempnerei für fachgerechte Metallarbeiten

Die eigene mobile Bauklempnerei sorgt für passgenaue Metallarbeiten an Dach und Fassade vor Ort beim Kunden. Der Gebäudeenergieberater und Dachdeckermeister, Sven Sengstake, informiert über optimale Dämmverfahren und Einsparungen. „So staunen manche Kunden darüber, wenn wir ihnen plausibel erklären, dass eine Neudeckung oft wirtschaftlicher an die neuen Regeln der Technik angepasst werden kann, als dies mit mehreren Einzelmaßnahmen der Fall wäre“, meint der Fachmann.

Zwei Störche stehen in einem großen Nest aus Ästen auf einem hohen Pfahl vor hellem Himmel.

Grünes Naturdach der besonderen Art: Ausblick von der Baustelle auf ein Storchennest.

Photovoltaik und Gründächer als weitere Standbeine

Durch die finanzielle Förderung von Solarthermie und Photovoltaik sei auch dieser Bereich wieder im Kommen und bildet einen wichtigen Baustein in der Angebotspalette. „Wir machen alles außer Reet,“ sagt Martin Weniger, freut sich über den Neubau-Boom der letzten Jahre sowie die zahlreichen energetischen Sanierungen. Zudem kann er auf prominente Projekte, wie das Dach des Rathauses in Weyhe, Gründächer und zahlreiche hochwertige Gebäude verweisen, die die Stellung des Unternehmens in der Region untermauern.

Mehrere moderne Häuser mit begrünten Dächern, rechteckigen Fenstern und Garagen, aufgenommen aus der Vogelperspektive, im Hintergrund weitere Wohngebäude und Straßen.

Finke ist auf allen Dächern zuhause: Altenpflegezentrum, extensiv begrünt, mit hochwertigen Abdichtungssystemen auf Hauptdach und Dachterrassen.

So hat sich die individuelle Qualität von Finke Bedachungen auch bis ins Bremer Binnenland herumgesprochen. Dort versah man exklusive Wohneinheiten mit Schieferdächern und baute zahlreiche Ziegel- oder Flachdächer. „Dabei bleibt uns unser Service immer sehr wichtig, mit dem wir uns um die kleinen Reparaturen kümmern und unsere Kunden niemals im Regen stehen lassen“, ergänzt der Firmeninhaber. Seine Ehefrau arbeitet seit Beginn im Betrieb mit und hat die Zahlen der Buchhaltung bestens im Blick.

Weiterbildungen für die rund 20 Mitarbeiter

Hört man den rund 20 Mitarbeitern zu, so merkt man, dass sie gerne hier arbeiten. Manche sind bereits seit über 30 Jahren dabei. Die Weiterbildung kommt bei Finke Bedachungen nicht zu kurz. Dabei wird viel über die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG abgewickelt, die zahlreiche Seminare und Informationsveranstaltungen anbietet. Der genossenschaftliche Fachgroßhandel hat seinen Hauptsitz „gleich um die Ecke“. Das spart Lagerhaltungskosten und geliefert wird immer just in time. „Einige der älteren Mitarbeiter vom Dachdecker-Einkauf haben noch bei mir gelernt“, berichtet Jonny Finke, der 29 Jahre dem Aufsichtsrat der Genossenschaft angehörte und davon 23 Jahre als Vorsitzender agierte. Martin Weniger wirkte in diesem Gremium ebenfalls mit, bevor man ihn vor zwölf Jahren in den Vorstand berief.

Drei Männer mit blauen Hemden arbeiten auf einem Dach mit gestapelten roten Dachziegeln unter klarem Himmel.

Ein guter Betrieb braucht ein gutes Team. Einige Gesellen haben noch bei Jonny Finke gelernt.

Die Welt von Finke Bedachungen wird digitaler

Auf den Betrieb in den nächsten 25 Jahren angesprochen, meint Junior Patrick Weniger: „Handwerk bleibt Handwerk. Was wir machen, kann kein Computersystem. Sicher wird es unterstützende Prozesse geben, die Welt wird digitaler, neue Produkte, neue Verarbeitung, neue Technik werden uns begegnen. Aber, Finke Bedachungen ist ein fester Begriff in der Region. Dafür haben die beiden „Alten“ gesorgt.“

Der persönliche Kundenkontakt bleibt zentral

Sein Vater ergänzt, „dass die Auftraggeber zukünftig vielleicht mehr über Internet-Portale zu uns kommen, dass wir immer auf dem neuesten Stand der Technik sein müssen, dass aber der persönliche Kontakt und personenbezogene Elemente nicht an Bedeutung verlieren werden. Wir haben eine große Stammkundschaft, wir setzen auf zufriedene Kunden und faire Preise.“ Dazu bestätigt Jonny Finke: „Zukunft heißt auch zufrieden sein, traditionelles Handwerk bewahren und die persönlichen Kontakte pflegen. Der Rest kommt von alleine.“

Sie lesen gerne Betriebsportraits? Dann haben wir hier unsere Story über einen Dachdecker, der ganze Stadtquartiere mit entwickelt.

 

Henning Höpken

Hat „Das DACH“ mit ins Leben gerufen, 15 Jahre die Redaktion geleitet und dabei selbst zahlreiche Berichte und Fotos in das Magazin gebracht. Nach fast 40 Jahren Marketing für die ZEDACH spiegelt sich Begeisterung für das Dachhandwerk und seine Menschen, für Messeorganisation und genossenschaftlichen Fachhandel in seiner Pressearbeit wider.

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