Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Arbeiter in einem Hubsteiger schneidet Äste eines Baumes neben einem Haus mit schiefem Dach bei klarem Himmel.

Sturmschäden am Dach: Wenn das Telefon nicht stillsteht

Felix Holland

20. November 2018

Es ist der frühe Nachmittag des 18. Januars 2018, der im Dachdeckerbetrieb Fürstenberg in Lippstadt Geschichte schreiben sollte. Am Morgen dieses kalten Wintertages war klar, dass keiner der 18 gewerblichen Mitarbeiter des Betriebes ein Dach besteigen wird. Sturmtief Friederike war angekündigt, die Sicherung der Baustellen bereits am Vortag abgeschlossen. „Jetzt wäre jede Arbeit am Dach gefährlich“, wusste Klaus Fürstenberg und seine Leute blieben wegen schlechtem Wetter zu Hause.

Ein schwarzes, X-förmiges Aktenablage-Organisationssystem mit der Aufschrift „Auflage Buchhaltung“, auf einem Schreibtisch mit vielen Ordnern und Unterlagen im Hintergrund.

Die Aufträge aufgrund der Sturmschäden vom Januar sind inzwischen fast abgearbeitet.

Alle? Nein, seine Frau Edda, die als Büroleiterin arbeitet, sein Neffe und Dachdeckermeister Jan-Frederik André und der ständige Büromitarbeiter Thomas Schmidthuber sortieren Unterlagen, erstellen Angebote und erledigen Korrespondenz. Soweit alles ganz normal. Alles ist ruhig, gesprochen wird nicht viel. Etwas Spannung liegt in der Luft.

Was unterdessen immer lauter wird, ist der Wind: Er pfeift um die Ecken durch Fensterritzen und Werkstatthallen. Er nimmt stetig zu an diesem Tag, baut sich kontinuierlich zum Sturm auf. Langsam wird klar, dass das Sturmtief Friederike heftiger wird als angenommen. Bezogen auf das Kernarbeitsgebiet der Dachdeckerei Fürstenberg, Mitgliedsbetrieb der DEG Dach-Fassade-Holz in Paderborn, soll es einer der stärksten Stürme überhaupt werden.

Zwei Männer stehen lächelnd in einem großen Lagerhaus mit Regalen und Baumaterialien im Hintergrund.

Klaus Fürstenberg und sein Neffe, der Dachdeckermeister Jan-Frederik André, in der großen Lager- und Werkstatthalle des Betriebes.

Sturmschäden am Dach: Sichtungen und Notabdichtungen zuerst

Es ist kurz nach 14 Uhr, als der erste Anruf eingeht, der einen Sturmschaden zum Thema hat: Im Außenbezirk von Lippstadt fliegen Ziegel vom Dach. Die Ruhe im Büro ist von einem Moment auf den anderen dahin. Alle Telefone schrillen – kaum aufgelegt, sofort wieder und es wird bis zur Nacht nicht enden. Etwa 800 durch Frederike verursachte Sturmschäden am Dach gehen allein bei Fürstenberg ein. Nur die Sichtungen und die notwendigsten Notabdichtungen sind in den nächsten Wochen möglich – mehr schaffen die Mitarbeiter einfach nicht.

Mit dem Autokran schnell an der Schadensstelle

Ein Kran hebt einen Baum vor einem historischen Gebäude; ein Mann steht im Vordergrund bei sonnigem Wetter.

Klaus Fürstenberg und seine Mitarbeiter bei der Inspektion eines Daches mit dem Autokran.

Vorteil der Fürstenbergs war, dass sie allein drei Autokrane und einen Baukran zur Verfügung haben. So konnten die ersten Notmaßnahmen sofort ohne langen Gerüstaufbau bewerkstelligt werden. Das sicherte einen Schnellstart für die Sanierungsmaßnahmen, den andere Betriebe in dieser Form nicht leisten konnten.

Da sich Klaus Fürstenberg traditionell um öffentliche Aufträge bewirbt und sie sehr oft auch bekommt, war er nach Frederike auch der erste Ansprechpartner für die Kommune, die in den nächsten Stunden und Tagen immer mehr Sturmschäden am Dach vieler öffentlicher Gebäude wie Schulen und dem Rathaus feststellen musste.

Sein Team zog voll mit in diesen stürmischen Zeiten nach Frederike, inklusive Überstunden. Da konnte sich Fürstenberg drauf verlassen. Hinzu kommt eine gute Planung, denn ausgelastet war der Betrieb ohnehin. Die vielen Aufträge der öffentlichen Hand stellen neben dem Sturmtief Friederike die größte Herausforderung dar. Mehrere Jahrzehnte leerstehende Kasernenanlagen sollen gedeckt und repariert werden.

Ein Mann mit Sonnenbrille und Handschuhen arbeitet im Freien, hält eine Kette mit einem Haken, trägt Werkzeugtasche und weißes T-Shirt.

Nicht immer war es so komfortabel in der 168-jährigen Firmengeschichte der Fürstenbergs: Der eigene Baukran hebt alle schweren Baumaterialien direkt an den Einsatzort.

Sturmschäden am Dach: Reparaturen bis in den August

Trotzdem: Erst rund sechs Monate nach dem „Besuch“ von Friederike, geht die Aufarbeitung der Schäden für den Betrieb Fürstenberg in die Zielgerade. Von einem Abschluss der Arbeiten kann allerdings noch immer nicht gesprochen werden. Zu groß waren manche Schäden. So wie am Stadttheater von Lippstadt, wo das Kuppeldach in Teilen auf den Platz davor flog.

Oder die Umkleideräume an einem Sportplatz befanden sich binnen Minuten unter freiem Himmel. Das Dach, oder was davon übrig blieb, wurde in der Umgegend verteilt. Dieser Sturm zu Beginn des Jahres ist sicher ein Ereignis, an das der derzeitige Lenker des Betriebes, Klaus Fürstenberg und sein designierter Nachfolger Neffe Jan-Frederik André, an Silvester beim Jahresrückblick denken werden. Dann werden beide ein wenig Ruhe haben, um nach einem turbulenten Jahr.

Dach mit gebrochenen und beschädigten roten Dachziegeln, sichtbarem Loch und zerstreuten Ziegelstücken vor hellem Himmel.

Etwa 800 durch Friederike verursachte Sturmschäden gingen bei der Dachdeckerei Fürstenberg ein.

Sturmschäden am Dach: Friederike bringt Millionenumsätze

Allein die Kosten der Sturmschäden durch Friederike belaufen sich laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft auf rund eine Milliarde Euro, von denen 70 bis 80 Prozent auf Gebäudeschäden entfallen. Es lässt sich annehmen, dass allein die Dachschäden etwa die Hälfte ausgemacht haben. Das wären dann rund 350 Millionen Euro Zusatzumsatz für die Dachdecker im Zeitraum bis September 2018.

Sie interessieren sich für Artikel aus der betrieblichen Praxis. Dann lesen Sie hier, was Betriebe in Sachen Asbest in Bitumen beachten sollten.

Felix Holland

Hat am redaktionellen Konzept des Magazins „Das Dach“ beim Start 2003 mitgeschraubt und es drei Jahre geleitet. Das Handwerk des Journalismus lernte er vor dem Studium der Politikwissenschaften, Philosophie und Psychologie bei einer Tageszeitung in den 80er Jahren. Später kam das Fotografenhandwerk dazu. Das Interesse für Menschen ist seine Passion. Daher ist das Portrait, sowohl in Wort als auch im Bild, seine Lieblingsdisziplin.

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