Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

Über uns

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Bild von VELUX Banner
Zwei Männer in blauen Anzügen stehen neben einem Auto mit Werbeaufkleber, draußen vor einem Gebäude bei sonnigem Wetter.

Junger Geschäftsführer managt traditionsreichen Dachdecker-Landesverband

Harald Friedrich

29. Oktober 2020

Wie kam es zur Entscheidung für Ihr Studium?

Florian Jentsch: Schon in meiner Schulzeit lag mein Fokus auf Fächern wie Gemeinschaftskunde, Geografie, Geschichte und Betriebswirtschaftslehre, und mein Interesse galt auch der Politik. Was lag also näher – auch räumlich – als das Public Management Studium an der Hochschule Kehl?

Nach dem Bachelor-Abschluss kam die Praxis?

Florian Jentsch: Ja, unter anderem als Praktikant in Brüssel im Europabüro der sächsischen Kommunen, dann bei der Stadt Konstanz in der Stabsstelle der Wirtschaftsförderung. Und da wusste ich endgültig: Das ist mein Ding.

Wann ging es dann in Richtung Handwerk?

Florian Jentsch: Bei der Stadt Dürrheim war ich danach als Wirtschaftsförderer und Breitbandkoordinator tätig und als Energiemanagement-Beauftragter für deren Eigenbetrieb Wasserversorgung zuständig. Da kommen ganz automatisch die Berührungspunkte mit dem Handwerk und Mittelstand. Anschließend folgten dreieinhalb Jahre beim Baden-Württembergischen Handwerkstag e. V., etwa im Projekt „Mittelstand 4.0 ─ Kompetenzzentrum Stuttgart“ und als Abteilungsleiter für Technologie-, Digitalisierungs- und Innovationspolitik.

Das klingt nach mehr Digitalisierung für die Dachdecker?

Foto von einer Drohne im Flug

Sieht die Drohne als ein wichtiges digitales Werkzeug für die Dachdecker: Florian Jentsch.

Florian Jentsch: Jein – ich sehe meine Aufgaben darin, auch gerade hier im Verband, die Rahmenbedingungen für die Zukunft des Dachdecker-Handwerks vorzubereiten und zu optimieren. Die Drohne ist aus meiner Sicht nur ein sehr anschauliches Beispiel dafür, was Digitalisierung im Dachdeckerhandwerk bedeuten kann.

Übergeordnet bedarf es vielmehr einer ganzheitlichen Digitalisierungsstrategie mit vorab definierten Maßnahmenpaketen. Bekannte Stichworte sind dabei insbesondere das digitale Bautagebuch, Cloudlösungen für den ortsunabhängigen Datenzugriff oder digitales Aufmaß. Aber auch die Kunden- und Bewerberkommunikation finden zunehmend auf digitaler Ebene statt. Das ist schon in der Gegenwart so und wird die Zukunft – auch im traditionellen Dachdecker-Handwerk – weiter verändern.

Letztendlich möchte ich einen Rahmen schaffen und die Innungsbetriebe mit neuen praxisgerechten Fortbildungs- und Dienstleistungsangeboten unterstützen – auch im Bereich der Digitalisierung, aber nicht nur dort.

Die Zukunft des Dachdecker-Handwerks aus Ihrer Sicht?

Florian Jentsch: Es läuft gut für die Dachdecker – auch in Zeiten von Corona. Aber die Generationen wechseln und schon damit findet ein Wandel statt, den ich begleiten will, indem ich Wege bereite. Wer diese Wege gehen will, trifft bei mir mit neuen Ideen und konstruktiven Anregungen immer auf ein offenes Ohr.

Bild von der Arbeit auf dem iPad mit digitalem Stift und Bauzeichnung auf dem Bildschirm.schirm

Will den Wandel in den Betrieben gerne konstruktiv begleiten: Florian Jentsch.

Noch Zeit für Hobbys?

Florian Jentsch: Ich reise gerne mit dem Rucksack quer durch die Welt und mache als Sport Crossfit. Die Zeit muss man sich einfach nehmen, um damit auch nach dem körperlichen Auspowern neue Kraft für neue Aufgaben zu sammeln.

Was wäre, wenn Ihre Kinder mal ins Handwerk wollten, Dachdecker, Dein Beruf?

Florian Jentsch: Noch habe ich ja keine Kinder. Aber ganz gleich, welche Entscheidung meine Kinder da einmal treffen werden: Meine volle Unterstützung werden sie auf jeden Fall haben.

Sie interessieren sich für das Thema Innungen? Dann lesen Sie unsere Story über die coole Nachwuchswerbung der Berliner Landesinnung.

Harald Friedrich

In den 80er Jahren kam der ausgebildete Werbekaufmann und Texter zum Journalismus. Seit dieser Zeit unterstützt er zahlreiche Dachdecker-Landesverbände bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit durch Vor-, Nach- und Querdenken. So hob er das Verbandsmagazin des Bayerischen Dachdeckerhandwerks mit aus der Taufe und erstellt bis heute fünf Ausgaben pro Jahr komplett. Er schreibt zudem für Fachmedien im Bereich Handwerk, darunter seit Jahren auch „Das DACH“. Sein Motto: „Schreiben ist nichts weiter als eine permanente Neuordnung von 26 Buchstaben."

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