Jennifer Konsek wird zum Gesicht der Messe Dach+Holz 2024
Bild von Jennifer Konsek

Jennifer Konsek wird zum Gesicht der Messe Dach+Holz 2024

11. Juli 2023

 · Knut Köstergarten

Mit Jennifer Konsek wird erstmals eine Spenglermeisterin als Messebotschafterin ausgewählt. Sie und Zimmerermeister Stephan Pöschl sind die Gesichter Dach+Holz 2024. Die Leitmesse der Dach- und Holzbranche wird  vom 5. bis 8. März in Stuttgart ausgerichtet.

Bild von Zimmerermeister Stephan Pöschl
Mit 29 Jahren schön Geschäftsführer im Familienbetrieb: Stephan Pöschl. (Foto: Pöschl)

Zwei junge Chefs im Familienbetrieb  

Den beiden neuen Protagonisten ist gemeinsam, dass sie in ihren Familienbetrieben die Nachfolge des Vaters antreten werden. Jennifer Konsek arbeitet im Betrieb ihres Vaters, Die Dachlatte, in Eching bei München. Stephan Pöschl ist bereits Geschäftsführer der Pöschl Zimmerei & Holzbau GmbH mit Sitz in Schmatzhausen in Niederbayern. Vor zwei Jahren hatte die Jury mit dem Dachdecker René Gößling und Zimmerin Sabrina Simon zwei Gesellen ausgewählt. Nicht nur auf Plakaten, sondern auch auf der Website, in Videos, Fachmedien und Social-Media-Kanälen sowie als Ehrengäste auf der Dach+Holz 2024 werden Jennifer Konsek und Stephan Pöschl als Messegesichter auftreten.

Bild von Messehalle der Dach+Holz 2022
Die beiden Vorgänger auf Großplakat am Messeeingang 2022 in Köln: René Gößling und Sabrina Simon. (Foto: GHM)

Jury: Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Wahl   

„Die eingereichten Bewerbungen sind alle sehr spannend. Unter den zahlreichen Kandidaten haben sich über 40 Prozent Frauen beworben“, berichtet Robert Schuster, Messeleiter der Dach+Holz 2024. „Die Kandidatinnen und Kandidaten waren alle höchst motiviert, die Fachmesse mit ihrem Können und Engagement zu repräsentieren. Die Wahl fiel uns dieses Jahr wieder sehr schwer. Es war ein richtiges Kopf-an-Kopf-Rennen“, berichtet Schuster.

Werbung.

Influencerin und Markenbotschafterin

Das bislang bekanntere Gesicht ist sicherlich Jennifer Konsek, die als Jenni vom Dach auf Instagram über 81 000 Follower hat und dort interessant und abwechslungsreich Einblicke in ihre Arbeit auf dem Dach gibt. „Ich möchte so vor allem jungen Frauen zeigen, dass sie sich sehr gut in dieser scheinbaren Männerdomäne behaupten können“, erläuterte sie in einem Portrait auf DACH\LIVE.

Bild von Spenglermeisterin Jennifer Konsek bei der Arbeit
Zeigt auf Instagram, was sie beruflich drauf hat als Spenglermeisterin: Jennifer Konsek. (Foto: Konsek)

„Ich will nicht im Büro sitzen“

„In den Schulferien habe ich schon in der Firma mitgeholfen und es hat mir total Spaß gemacht“, schildert Jennifer Konsek ihren Werdegang. Ihr Berufswunsch war früh klar: „Ich will nicht im Büro sitzen, sondern brauche bei der Arbeit Bewegung.“ Also begann sie 2016 ihre Klempnerausbildung und absolvierte direkt im Anschluss die Meisterschule. Seitdem sammelt sie weiter praktische Erfahrung auf den Dächern Münchens. Jennifer Konsek ist seit kurzem auch Markenbotschafterin und kooperiert dabei mit dem Hersteller Zambelli.

Bild von Spenglermeisterin Jennifer Konsek bei der Arbeit
Jennifer Konsek will nicht nur im Büro sitzen, sondern braucht bei der Arbeit Bewegung. (Foto: Konsek)

Ungewöhnliches Spengler-Kooperationsprojekt

Auf der Dach+Holz 2022 war sie bereits aktiv im Influencer-Forum und dort lernte sie auch ihren Vorgänger René Gößling, den damaligen Messebotschafter kennen. Gößling machte direkt im Anschluss an die Dach+Holz seinen Spenglermeister und die beiden vereinbarten danach eine Kooperation. Für einen Monat kam Gößling für ein ungewöhnliches Praktikum nach München und die beiden bauten in dieser Zeit unter anderem gemeinsam eine Turmspitze aus Kupfer.

Bild von Kooperation René Gößling
Die Turmspitze ist fertig: René Gößling und Jennifer Konsek freuen sich über ihr Kooperationswerk. (Foto: Konsek)

Zimmerermeister bewirbt sich einfach mal

Während also die Bewerbung von Jennifer Konsek als Gesicht der Dach+Holz wie der nächste logische Schritt erscheint, war sie bei Zimmerermeister Stephan Pöschl eher dem Zufall geschuldet. „Ich hatte die Ausschreibung gesehen und mir dann einfach einmal 15 Minuten Zeit genommen, um die Bewerbungsunterlagen auszufüllen und abzusenden.“ Danach vergaß Pöschl das Thema gleich wieder im Alltagsgeschäft des Betriebs, bis vier Monate später die Nachricht kam, dass er als neues Gesicht der Dach+Holz 2024 ausgewählt wurde. Jetzt freut er sich auf seine ehrenamtliche Aufgabe als Messebotschafter. „Mir liegt besonders das Thema Fachkräfte am Herzen. Ich möchte dafür werben, dass junge Menschen die Berufe Zimmerer und Dachdecker ergreifen und eine Ausbildung im Handwerk starten.“

Bild von Zimmerermeister Stefan Pöschl
Seit der Kindheit ist Stephan Pöschl fasziniert vom Baustoff Holz. (Foto: Pöschl)

Fasziniert vom Baustoff Holz

Stephan Pöschl ist bereits seit den frühen Lebensjahren fasziniert vom Baustoff Holz. So wurde ihm schnell klar, dass er ins Zimmererhandwerk einsteigen wollte. Auch wenn er in seiner Jugendzeit mit Vorurteilen gegen eine Ausbildung im Handwerk zu kämpfen hatte: „Als Handwerker kann man viel bewegen und erreichen“, ist Pöschl überzeugt.

Bild von Stephan Pöschl
Als Messebotschafter möchte Stephan Pöschl für eine Ausbildung im Handwerk werben. (Foto: Pöschl)

Nachwuchs begeistern für eine Ausbildung

Sein Familienbetrieb, in dem er bereits neben dem Vater Führungsverantwortung übernimmt, beschäftigt derzeit zwölf Mitarbeiter, darunter zwei Lehrlinge. Pöschl möchte gerne weiter ausbilden, aber es kämen aktuell kaum noch Bewerbungen. Gerade deshalb freut er sich darauf, „als Gesicht der Dach+Holz 2024 den Nachwuchs für das Arbeiten am Dach und mit Holz zu begeistern.“ Was ihn noch reizt an der Messe? „Neue Menschen kennenlernen, die eine ähnliche Leidenschaft an den Tag legen wie ich.“

Sie interessieren sich für das Thema Nachwuchs gewinnen? Dann lesen unsere Story über Hannover Dachbau, einen Betrieb, der erfindungsreich und erfolgreich Azubis gewinnt.

Artikel jetzt teilen!

Weitere Artikel

Das Marktumfeld

Dachdeckermeister wehrt sich gegen Preisexplosion bei Holz

Inside ZEDACH

Genossenschaft: Raiffeisens Leitspruch gilt noch immer

Newsletter-Anmeldung

DACH-Ticker

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe steigt im Februar 2024 erstmals wieder an

Der reale, also preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Februar 2024 gegenüber Januar 2024 kalender- und saisonbereinigt um 1,8 Prozent gestiegen. Das gilt auch für die Umsätze, die sich sogar um 2 Prozent erhöhten. Der Auftragseingang nahm im Hochbau um 0,5 und im Tiefbau um 2,9 Prozent zu. Auch gegenüber dem Februar 2023 gibt es eine Steigerung um 0,9 Prozent.

25. April 2024

Positiver Trend im Dachdeckerhandwerk: Steigerung der Azubizahlen

Die aktuellen Zahlen zeigen einen erfreulichen Anstieg der Azubizahlen im Dachdeckerhandwerk. Derzeit erlernen 8490 junge Menschen diesen Beruf, was einem leichten Anstieg um 0,75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 8427 Auszubildenden entspricht. Rolf Fuhrmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), betont die positive Entwicklung trotz der allgemeinen Ausbildungssituation und intensiver Konkurrenz mit anderen Berufen.

7. Februar 2024

Holzhandel erzielt im Jahr 2023 deutlich weniger Umsatz

Das schwierige wirtschaftliche Umfeld verbunden mit einer sehr schwachen Baukonjunktur sorgten beim deutschen Holzhandel 2023 insgesamt für einen Umsatzrückgang von 15 Prozent. Teilweise ist dieser Umsatzrückgang aber auch weiter nachgebenden Preisen geschuldet. Die Jahresauswertung des monatlichen GD Holz Betriebsvergleiches zeigt deutlich, dass die schwachen Absatzmärkte im vergangenen Jahr voll auf die Umsatzentwicklung der Branche durchgeschlagen haben. Alle wichtigen Sortimente im Holzhandel sind von diesem Umsatzrückgang betroffen, am stärksten Schnittholz mit einem Umsatzrückgang von 24 Prozent.

2. Februar 2024

ifo Institut: Rentenalter an steigende Lebenserwartung koppeln

Das ifo Institut Dresden hat sich dafür ausgesprochen, das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. „Einige unserer Nachbarländer haben das bereits beschlossen, so die Niederlande, Schweden und Finnland“, sagt ifo-Rentenexperte Joachim Ragnitz. In den Niederlanden werde folgende Regel angewendet: Wenn die Menschen drei Jahre länger leben, müssen sie zwei Jahre länger arbeiten und bekommen ein Jahr länger Rente. Das Verhältnis von Rentnern zu Erwerbstätigen würde damit auch nach dem Jahr 2040 stabil bei rund 40 Prozent liegen und nicht auf fast 50 Prozent steigen, wie derzeit prognostiziert. 

16. Januar 2024

Beschäftigung auf Rekordniveau: Arbeitsmarkt zeigt sich 2023 widerstandsfähig

Im Dezember 2023 waren rund 2,6 Millionen Menschen arbeitslos. Im Vergleich zum November stieg die Arbeitslosenquote saisonbedingt um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Staatssekretärin Leonie Gebers, Bundesministerium für Arbeit und Soziales: „Erfreulich ist, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 35,1 Millionen im Oktober erneut einen Höchststand erreicht hat und die Nachfrage nach neuen MitarbeiterInnen im Dezember trotz weiterhin schwacher Konjunktur wieder leicht gestiegen ist. Der Arbeitsmarkt erweist sich als verlässlich und widerstandsfähig.“

8. Januar 2024

Dachdecker gilt als am wenigsten durch Künstliche Intelligenz gefährdeter Beruf

Die meisten Büroberufe halten viele Menschen nach einer repräsentativen Umfrage der Marktforscher von YouGov für akut gefährdet, durch Künstliche Intelligenz (KI) ersetzt zu werden. Besser sind die Zukunftsaussichten für die handwerklich geprägten Berufe, bei denen sich die menschliche Komponente nur sehr schwer ersetzen lässt. Den Beruf des Schreiners halten 64 Prozent der Befragten für wenig oder gar nicht gefährdet, 65 Prozent den Beruf Maler und für den Beruf Dachdecker sehen gar 71 Prozent der Befragten wenig oder gar keine Gefahr.

21. Dezember 2023

Mayener Meisterwoche 2024 mit aktuellen Themen

In Mayen werden vom 24.-26. Januar 2024 wieder Tür und Tor für die Mayener Meisterwoche (MMW) geöffnet. Das Programm lässt keine Wünsche offen und beleuchtet die aktuellen Themen der Zeit: Neben wichtigen Neuerungen im Fachregelwerk geht es um Schadensfälle bei PV-Anlagen, die Möglichkeiten und Grenzen einer 4-Tage-Woche in Dachdeckerbetrieben, aber auch Cybersicherheit und KI im Handwerk versprechen interessante Einsichten. Ein Blick in das Programm lohnt auf jeden Fall.

15. Dezember 2023

Neues Führungs-Duo bei Velux Deutschland

Mit sofortiger Wirkung übernehmen Silke Stehr als Sprecherin der Geschäftsführung und Matthias Mager als Geschäftsführer Vertrieb die Leitung von Velux Deutschland. Jacob Madsen, bisheriger Geschäftsführer, wechselt als Executive Vice President Region North Europe in das Top-Management der Velux Gruppe. „Silke und Matthias haben viel Markt- und Branchen-Erfahrung und gestalten Velux schon lange erfolgreich mit,“ erklärt Madsen. „Gemeinsam werden wir unser Qualitätsversprechen, die enge Zusammenarbeit mit den Partnerbetrieben im Fachhandel und Handwerk und die starke Position des Unternehmens weiter ausbauen.“

4. Dezember 2023

Auftragszahlen im Wohnungsbau gehen weiter abwärts

„Seit mehr als einem Jahr verzeichnen wir nun schon negative Zahlen bei Baugenehmigungen und Auftragseingängen im Wohnungsbau. Von Januar bis September wurden fast 77.000 Wohneinheiten weniger genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Die Order sind im September um real 15 Prozent zurückgegangen“, so Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe. Der Der Wohnungsbau brauche neben dem beim Kanzlergipfel verabschiedeten 14-Punkte-Plan kurzfristige Hilfe, sonst werde der Einbruch noch dramatischer.

24. November 2023

ifo Institut: Auftragsstornierungen im Wohnungsbau erreichen neuen Höchststand  

Die Stornierungswelle im Wohnungsbau reißt nicht ab. Im Oktober meldeten 22,2 Prozent der Unternehmen gestrichene Projekte, im Vormonat waren es 21,4 Prozent. „Es wird immer schlimmer, mehr und mehr Projekte scheitern am gestiegenen Zinsniveau und den teuren Baupreisen“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Das Neugeschäft im Wohnungsbau ist weiterhin sehr schwach, die Auftragsbestände der Firmen schmelzen ab.“ 

15. November 2023