Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

Über uns

Werbelösungen für das Dachhandwerk

Dachmarketing ist spezialisiert auf analoge und digitale Werbung für Dachdecker und Zimmerer. Mehr erfahren →

Bild von VELUX Banner
Dach eines Gebäudes im Bau mit zwei offenen Dachfenstern und Abdeckplane.

Dachdecker Konjunktur: Weniger Betriebe verdienen mehr Geld

Knut Köstergarten

23. Dezember 2025

Die Zeiten größerer Umsatzzuwächse im Dachdeckerhandwerk gehören der Vergangenheit an. Dennoch erwirtschaften die Betriebe aktuell gute Renditen. Ein Konjunktur-Trend, der sich angesichts wieder steigender Zahlen im Wohnungsbau und verbesserter politischer Rahmenbedingungen voraussichtlich auch im nächsten Jahr fortsetzen wird.

Betrieben geht es gut trotz Umsatzminus

Es sieht so aus, als müssten wir uns langsam davon verabschieden, dass die Umsätze im Dachdeckerhandwerk stärker steigen als die Preise. Wie in den Vorjahren wird es auch 2025 preisbereinigt ein Umsatzminus gegenüber dem Vorjahr geben, was aber nicht heißt, dass es den Betrieben schlecht geht, im Gegenteil! Für diese Diskrepanz gibt es gleich mehrere Gründe. Die Zahl der Betriebe ist rückläufig, was auch für die gewerblichen Mitarbeiter gilt. Die Nachfrage bleibt hingegen weiter hoch. Und was sich positiv auf die Gewinne der Betriebe auswirkt, sind sinkende Anteile der Kosten für Material und auch Personal am Umsatz.

Erfolgreich mit Rundum-Sorglos-Paketen für Bauprojekte ist Dach Hansen!

Bild von Felix Fink vom ZVDH
Felix Fink ist der Experte für Wirtschaftsthemen beim ZVDH. (Foto: ZVDH)

Niedrigere Material- und Personalkosten

Schauen wir zunächst auf die Kosten. Der Bereichsleiter Wirtschaft und Unternehmensführung beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), Felix Fink, belegt anhand der Zahlen von 2024, wie sich die Materialpreise entwickelt haben. Über alle gewerblichen Produktbereiche sind sie im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent zurückgegangen, deutlich stärker bei Dachlatten (-4,0 Prozent) und Spanplatten aus Holz (-16,6 Prozent) sowie Dach-, Dichtungs- und Polymerbitumenbahnen (-7,3 Prozent), geringer bei Dachfenstern (-0,8 Prozent). Selbst bei Tondachziegeln (+0,4 Prozent), wo es in den Vorjahren starke Preisanstiege gab, fällt die Steigerung sehr moderat aus. Einzig bei Betondachsteinen liegt die Erhöhung mit 3,4 Prozent über der aktuellen Inflationsrate von rund 2,2 Prozent.

Helles Dachgeschosszimmer mit Dachfenster, Kissen am Boden, Teppich, Kaktus-Deko und Brettspiel auf weißem Tisch.
Werbung.

Wichtig für Betriebe: Felix Fink stellt den ZVDH-Notfallordner vor!

Das Resultat: „Der Anteil der Materialkosten am Umsatz von Personengesellschaften und Einzelunternehmen im Dachhandwerk lag 2024 bei 34,8 Prozent, gegenüber dem Höchststand der letzten zehn Jahre in 2022 von 40 Prozent. Bei Kapitalgesellschaften, wie einer GmbH, sank der Materialkostenanteil auf 34,7 Prozent (2022: 41,1 Prozent)“, erläutert Fink. Auch bei den Personalkosten zeigt die Richtung nach unten mit im Schnitt 30,4 Prozent Anteil am Gesamtumsatz bei den Personengesellschaften und Einzelunternehmen.

Bild von einem Dachdecker bei der Arbeit auf dem Dach
„Es geht der Dachdeckerbranche stabil gut bis sehr gut seit 2018“, erklärt Felix Fink. (Foto: Bauder)

Rentabilität steigt weiter

Zum Vergleich: 2014 machten die Personalkosten noch 31,5 Prozent vom Gesamtumsatz aus. Trotz mehrerer Erhöhungen bei Mindestlohn und Tarifabschluss erhöhten sich also die Personalkosten in diesem Zehnjahres-Zeitraum im Verhältnis zum Umsatz nicht. „Die Rentabilität und die Eigenkapitalausstattung der Betriebe ist in den letzten Jahren weiter gestiegen. Es geht der Dachdeckerbranche stabil gut bis sehr gut seit 2018“, erklärt Fink. Damals, so seine Erklärung, hätten viele Betriebe den Mut gefunden, ihre Stundenverrechnungssätze wieder zu erhöhen und damit ihre Wirtschaftlichkeit.

Bild von ZVDH Grafik zum Thema Gewerbliche Arbeitnehmer
Die Zahl der gewerblichen Mitarbeitenden sinkt seit 2022 stetig und wird weiter zurückgehen. (Grafik: ZVDH)

Steigende Zahl an Soloselbstständigen

Tendenziell rückläufig ist hingegen die Anzahl der Betriebe, 2024 waren es laut Handwerksberichterstattung noch 15 239. Allein die beständig steigende Zahl an Soloselbstständigen, deren Anteil bereits bei 26,5 Prozent liegt, verhindert einen stärkeren Rückgang. Schaut man ausschließlich auf die Betriebe mit Personal, ergibt sich ein Rückgang von 5,2 Prozent seit 2021. Was das Phänomen der Soloselbstständigen angeht, fehlen harte Fakten. Aber offenbar hat der stetige Anstieg damit zu tun, dass auch für Einzelkämpfer bei guter Nachfrage gerade im Privatkundengeschäft genug Aufträge abfallen. Die Selbstständigkeit lohnt sich scheinbar gegenüber dem Einkommen als abhängig Beschäftigter.

Betriebe verlieren Mitarbeiter

Sinkt die Zahl der Betriebe bei gleichbleibendem Gesamtumsatz im Dachdeckerhandwerk, bleibt für jeden einzelnen tendenziell mehr. An dieser Stelle zeigt sich zudem der demografische Wandel. „Erstmals seit 2010 liegen wir 2025 unter der Marke von 62 000 gewerblichen Beschäftigten“, erläutert Fink. Ein Trend, den er für unumkehrbar hält. Denn selbst die in den letzten Jahren erfreulicherweise wieder gestiegenen Ausbildungszahlen können nicht ausgleichen, was die Branche an Mitarbeitern verliert, die in Rente gehen. Längst ist aus der früheren Alterspyramide ein Plateau geworden.

Bild von ZVDH Grafik zum Thema Alter
Die Pyramide (blaue Linie) ist Vergangenheit, inzwischen gleicht die Altersstruktur einem Plateau. (Grafik: ZVDH)

Produktivstunden und Umsätze sinken

Weniger Beschäftigte heißt weniger Produktivstunden auf den Baustellen und damit weniger Umsatz, aber eben nicht weniger Gewinn. Noch wirkt sich also der Fachkräftemangel kaum auf die wirtschaftliche Situation der Betriebe aus – eher auf die Bedachungsbranche im weiteren Sinn, also auf Hersteller und Handel, die sich auf stagnierendes oder sogar rückläufiges Wachstum einstellen müssen angesichts des demografischen Wandels. Betroffen sind auch die Verbände, die mit weniger potenziellen Mitgliedsbetrieben auskommen müssen.

Für die Betriebe werden die Herausforderung aber in den nächsten Jahren zunehmen. Denn wenn immer mehr erfahrene Fachkräfte in Rente gehen, für die es keinen Ersatz gibt, stellt sich schnell die Frage nach der Qualitätssicherung. Selbst wenn ein Betrieb noch Auszubildende findet: Es dauert, bis diese zu echten Fachkräften heranwachsen.

Bild von Dachdeckern auf dem Dach
immer mehr erfahrene Dachdecker-Fachkräfte gehen bis 2030 in Rente. (Foto: Bauder)

Neubau hat die Talsohle durchschritten

Was sich langsam wieder verbessert für Dachdecker, sind die Rahmenbedingungen. „Beim Neubau ist die Talsohle durchschritten. Das bietet den Betrieben eine zusätzliche Stütze“, erläutert Fink. Denn sowohl im Bereich Steildach als auch im Bereich Flachdach ist der Anteil an Aufträgen im Neubau seit 2021 bis heute stark gesunken. Beim Steildach gab es nach den Ergebnissen der ZVDH-Jahresumfragen einen Rückgang von 15,3 auf 9,7 Prozent, beim Flachdach von 24,8 auf 17,9 Prozent. Beide Anteile sollten in den kommenden Jahr wieder ansteigen. Zudem gilt für Fink: „Photovoltaikanlagen etablieren sich als dauerhaftes, verlässliches Geschäft für Dachdecker.“

Reparaturen und Wartung ein verlässliches Geschäftsfeld

Als sehr stabiles und sicheres Geschäftsfeld erweisen sich in den letzten Jahren Reparaturen und Wartung, bei Flachdächern knapp unter, bei Steildächern sogar mit einem Anteil von knapp über 30 Prozent. Dazu passt, dass selbst größere Betriebe, die überwiegend von gewerblichen Großprojekten leben und/oder von energetischen Sanierungen, oftmals eine eigene Kolonne nur für Instandhaltungsaufträge einsetzen. Zudem kann jede Reparatur, jede schnelle Hilfe bei Sturmschäden später zu einem größeren Auftrag führen.

Bild von ZVDH Grafik zum Thema Flachdach
Reparaturen erweisen sich beim Flachdach mit 28,2 Prozent als verlässliches Geschäftsfeld. (Grafik: ZVDH)

Klimafonds bringt Rückenwind

Kerngeschäft mit einem stabilen Anteil über 50 Prozent bleiben die energetischen Sanierungen, vor allem am Dach, seltener auch an Fassaden. Felix Fink sieht hier trotz der Kürzungen der neuen Bundesregierung beim Klimafonds einen gewissen Rückenwind für das Gewerk. Die Dachdecker werden vor allem von den 100 Milliarden Euro, über die die Kommunen in den nächsten Jahren frei verfügen können, profitieren – gerade mit Blick auf die Gebäudesanierung.

Neubauförderung Effizienzhaus 55

Hilfreich könnte auch sein, wenn die Neubauförderung Effizienzhaus 55, wie verschiedene Medien berichten, noch in diesem Dezember starten sollte. Dort stehen 800 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesen Programm soll der Stau an bereits genehmigten, aber immer noch nicht begonnenen Wohnbauprojekten aufgelöst werden. Die Förderung soll über einen zinsverbilligten Kredit erfolgen. Lediglich die Kommunen erhalten direkte Zuschüsse. Neben den energetischen Anforderungen an ein Effizienzhauses 55 soll hier zusätzlich Bedingung sein, dass die Wärmeversorgung vollständig aus erneuerbaren Energien erfolgen muss.

Bild von ZVDH Grafik zum Thema Steildach
Beim Steildach liegt der Anteil der Tätigkeiten im Bereich Neubau 2024/25 nur noch bei 9,7 Prozent. (Grafik: ZVDH)

Sanierungsquote wieder erhöhen

Letztlich kommt es bei der Förderung darauf an, dass sie verlässlich und kontinuierlich fließt und nicht von der Kassenlage abhängig gemacht wird. Es braucht dafür den klaren politischen Willen, die Sanierungsquote von bislang knapp 0,7 Prozent auf die zwei Prozent zu erhöhen, die es braucht, wenn Deutschland seine selbst gesteckten Klimaziele erreichen will. Hier setzt die Initiative „Neues Bauen – 80 Sekunden“ an – ein Bündnis aus der Baubranche, zu dem Velux und Saint-Gobain gehören –, die mit einer Studie zum Potenzial der Dachaufstockung, siehe das dach 03/2025, einem Forderungspapier und regelmäßigen Veranstaltungen das Thema forcieren will.

Hier finden Sie alle Infos zur Velux-Studie Dachaufstockung!

Technologien für serielles Bauen sind vorhanden

Denn der deutsche Gebäudebestand umfasst rund 21 Milliarden Quadratmeter Fläche und verursacht mehr als ein Drittel der nationalen CO₂-Emissionen. Die Initiative stellt in einer Pressemeldung klar, dass die Technologien, wie etwa serielles Bauen, vorhanden seien – es gelte diese jetzt flächendeckend anzuwenden und das Potenzial zu heben. „Doch viele Projekte scheitern noch an zersplitterten Zuständigkeiten, komplexen Normen und unzureichender Förderung.“

So sieht es auch Markus Greitemann, Beigeordneter für Planen und Bauen der Stadt Köln: „Unsere Aufgabe ist es, Städte nicht weiter auszudehnen, sondern vorhandene Strukturen klug zu erneuern. Jede Sanierung und jede Umnutzung schafft Lebensqualität, spart Ressourcen und stärkt den urbanen Zusammenhalt. Die Zukunftsfähigkeit einer Stadt entscheidet sich daran, wie sie mit ihrem Bestand umgeht, nicht an der Zahl ihrer Neubauten.“

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

Services Dachmarketing

Der Marketing-Spezialist für Dachdecker und Zimmerer

Wir können Dach. Dachmarketing unterstützt Dachdecker und Zimmerer rund um analoge Werbung, wie Gerüstbanner oder Fahrzeugwerbung, und digitale Lösungen, wie die Software Mein Büro und den Website-Konfigurator für die Profi-Website.

Bild von Dachdecker-Website

Software Mein Büro

Angebote & Rechnungen und Baustellenverwaltung: Die Handwerkersoftware für kleinere Betriebe.

Bild von Dachdecker-Website

Profi-Website

Mit Layoutvorlagen und wenigen Klicks im Website-Konfigurator oder als individuelles Unikat.

Bild von Dachdecker-Website

Gerüstbanner

Weithin sichtbar: Gerüstbanner für mehr Bekanntheit, neue Aufträge oder Nachwuchswerbung.

Bild von Dachdecker-Website

Werbemittel

Zollstöcke, Bleistifte oder Feuerzeuge – mit individuellen Werbemitteln im Gedächtnis bleiben.

Aktuelle Artikel

Nahaufnahme eines Mannes mit kurzen Haaren, leichtem Bart und grünem Reißverschlussjacke, neutraler Gesichtsausdruck, Hintergrund unscharf.

8. Oktober 2026

Aufsichtsratsvorsitzender der DEX eG: Die genossenschaftliche Idee überzeugt

Ein Arbeiter in Shorts und Sportschuhen kniet auf einem Dach mit Holzplatten unter blauem Himmel.

6. Oktober 2026

Gesicht der Dach+Holz 2028: Zimmerer Finn Dettinger

Ausschnitt einer Webseite eines Dachdeckerbetriebs mit Dachziegeln und teilweise lesbarem Text auf Deutsch.

1. Oktober 2026

Website und E-Mail aus einer Hand: Wie ein Dachdecker keine Mails mehr verliert

Schräge Dachfläche eines Gebäudes mit dunklen Dachziegeln und Schneefanggittern, unter bewölktem Himmel.

29. September 2026

Dachsicherheit für Metall- und Bitumenschindeldächer neu gedacht

Teilweise sichtbares Logo und weiße Buchstaben auf dunklem Hintergrund, ein Teil einer Person mit weißem Hemd und schwarzer Weste am rechten Bildrand.

24. September 2026

Nationaltrainer Carsten Daub: Mit viel Spaß und wenig Druck zur WM

Eine Person hält ein langes rechteckiges Holzbrett in einer Messehalle, Hintergrund zeigt Decke mit Lichtern und einen verschwommenen Informationsstand.

22. September 2026

Leiterunfälle lassen sich vermeiden

Mehrere Personen in traditioneller Handwerkerkleidung, stehen draußen auf Steinen, posieren für ein Gruppenfoto.

17. September 2026

Arno Billen: nach Großbrand ein zweites Mal angefangen

Ein junger Mann mit Bart und kurzem Haar lächelt, trägt ein dunkelblaues Poloshirt, Hintergrund unscharf in Innenraum.

15. September 2026

Hauke Meyer-Behrends ist ein echter Küstendachdecker