Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Dach-Baustellen

Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Produkte

Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Dachdeckerbetrieb

Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Arbeitssicherheit

Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Dachdecker werden

Sarah Darscheid: Dachdeckerin und Ausbilderin aus Leidenschaft

Über uns

Werbelösungen für das Dachhandwerk

Dachmarketing ist spezialisiert auf analoge und digitale Werbung für Dachdecker und Zimmerer. Mehr erfahren →

Bild von VELUX Banner
Fassade eines Hauses im Umbau mit Gerüst, zwei Fenstern im Obergeschoss und einem Fenster im Erdgeschoss, blauer Himmel im Hintergrund.

Dachsanierungen stagnieren: Wärmewende kommt nicht voran

Kai-Uwe Bohn

19. November 2024

Jährlich zwei Prozent aller selbstgenutzten Gebäude in Deutschland energetisch zu sanieren – diese Messlatte der Politik liegt offenbar zu hoch und wird permanent gerissen. Die Wärmewende bei Wohngebäuden kommt nicht voran. Das ist das Ergebnis einer im September 2024 veröffentlichten Studie des wissenschaftlichen Kopernikus-Projekts Ariadne.

Ein Prozent Sanierungsquote ist zu wenig

Demnach wurde das Ziel der Bundesregierung von jährlich zwei Prozent Sanierungsquote 2023 gerade mal zur Hälfte erreicht. Für dasselbe Jahr liegt die Quote laut einer auf anderen Daten basierenden Studie des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG) sogar nur bei 0,7 Prozent. „Die beiden größten Hürden für die Menschen, die sanieren wollen: Sie wissen oft nicht genau, was sie tun sollen, und sie haben häufig nicht die nötigen finanziellen Mittel“, erläutert Maria Bader, Sprecherin des Projekts Ariadne.

Liniendiagramm zeigt jährliche energetische Sanierungsrate von 2006 bis 2017 mit deutlichen Schwankungen und einem Spitzenwert um 2010, Durchschnittslinie ist ebenfalls dargestellt.
2010 gab es zuletzt einen Peak nach oben bei den energetischen Sanierungen. (Grafik: Ariadne-Projekt)

Handwerker müssen viel Informationsarbeit leisten

„Viele haben große Fragezeichen beim Thema energetische Sanierung“, sagt Bader. „Aus anderen Studien ist bekannt, dass viele Menschen einen hohen Beratungsbedarf in Sachen Energie und Sanierungsablauf haben. Sie wissen oft nicht genau, wo sie ansetzen sollen.“ Gerade hier sei der Kontakt an der Basis – von Handwerkern zu möglichen Auftraggebern – entscheidend. „Für die Handwerker bedeutet das, dass sie viel Informationsarbeit leisten müssen: Welche Möglichkeiten gibt es, welche Vorteile bringt es, was kostet es, wo gibt es Fördergelder?“

Das Dach sanieren, das Haus dämmen, alternative Energiequellen integrieren – da entstehen Fragen in Sachen Wärmewende, auf die der Praktiker vor Ort Antworten haben sollte. „Es kann für Handwerker ein großer Hebel sein, ihre Leistungen zu verkaufen, indem sie erklären, welche Vorteile die energetische Sanierung hat“, führt Bader aus.

Bild vom Dämmen einer Fassade
Handwerker sind gefragt, potenziellen Kunden die Vorteile und Fördermöglichkeiten aufzuzeigen.

Wo es am nötigsten ist, fehlt das Geld

Ein Ergebnis der jüngsten Umfrage ist, dass Haushalte mit niedrigem Einkommen selten über die Mittel für energetische Sanierungen verfügen. Gerade einkommensschwache Haushalte wohnen jedoch oft in Gebäuden, die eine energetische Ertüchtigung am nötigsten haben: „Sie wenden aufgrund schlechter Dämmung einen höheren Anteil ihres Einkommens für Heizkosten auf. Hier braucht es mehr Unterstützung, um die Sanierungsrate zu erhöhen“, erklärt Bader.

Bild von Grafik der energetischen Sanierungsrate nach Haushaltsnettoeinkommen
Bei einkommensschwachen Haushalten ist die Sanierungsquote noch geringer. (Grafik: Ariadne-Projekt)

Zwar gibt es grundsätzlich eine hohe Zustimmung zur Bedeutung des Klimaschutzes (80 Prozent), weniger Einverständnis jedoch bei konkreten Maßnahmen wie etwa der CO₂-Abgabe. Dennoch wird diese Abgabe oft lieber bezahlt, als fossile Heizungen auszutauschen. Auch hier zeigt sich ein Muster: Wer heute schon niedrigere Heizkosten hat, ist eher bereit, klimaschützende Maßnahmen zu ergreifen, als jemand, der hohe Heizkosten hat. Eigentlich ein Widerspruch – aber auch ein Fingerzeig auf die Rolle der Finanzen in Sachen Wärmewende.

Ein Aufwärtstrend, aber klar unter der Zielmarke

Zwischen 2000 und 2020 betrug der Anstieg bei den energetischen Sanierungen selbstgenutzter Gebäude im Durchschnitt nur 0,8 Prozent. 2022 lag die Modernisierungsrate bei 1,1 Prozent, 2023 bei 1,0 Prozent. „Ein Aufwärtstrend“, sagt die Ariadne-Forschende Kathrin Kaestner vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. „Dennoch bleibt dieses Modernisierungsniveau deutlich unter dem 2-Prozent-Ziel der Bundesregierung für jährliche Sanierungen.“ Die Politik hatte diese Zielmarke unter anderem in Reaktion auf die Vereinbarungen der Pariser Klimaschutzkonferenz 2015 festgelegt, mit denen die globale Erwärmung begrenzt werden soll.

Bild von Sanierung eines Altbaus
Jährlich werden 15 000 repräsentative Haushalte im „Ariadne Wärme- & Wohnen-Panel“ befragt.

Jährliche Umfragen zur Akzeptanz in der Bevölkerung

Die Forscherin aus Essen arbeitet in einer der insgesamt 27 wissenschaftlichen Einrichtungen, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Wärmewende begleiten. Zusammengefasst sind sie im „Kopernikus-Projekt Ariadne“. Das Projekt hat nicht nur technische Lösungen im Blick, sondern untersucht auch, wie politische Maßnahmen umgesetzt werden und wie die Bevölkerung sie akzeptiert – etwa durch jährliche Befragungen von 15 000 repräsentativen Haushalten im „Ariadne Wärme- & Wohnen-Panel“. So sollen die Einstellungen und Bedürfnisse der Menschen besser verstanden und in die Planung einbezogen werden. Ein wichtiges Ergebnis: In den fünf ostdeutschen Bundesländern ist die Akzeptanz klimapolitischer Maßnahmen im Gebäudesektor geringer als in den alten Bundesländern.

Bild von Grafik von Anteil verschiedener durchgeführter energetischer Sanierungsmaßnahmen
Fenster und Dach sind die häufigsten energetischen Sanierungsmaßnahmen. (Grafik: Ariadne-Projekt)

BuVEG-Studie: Am häufigsten werden Fenster saniert

Noch geringer als bei der wissenschaftlichen Ariadne-Studie fällt die Sanierungsquote laut der Marktdatenstudie des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. aus. Sie gibt für 2023 nur eine Quote von 0,7 Prozent und für 2024 hochgerechnet möglicherweise nur 0,69 Prozent an. Dabei ist die Sanierungsquote bei Fenstern mit 1,19 Prozent am höchsten, bei Fassaden mit 0,5 Prozent am niedrigsten. Beim Dach liegt sie nach den Zahlen des BuVEG bei 0,74 Prozent.

Für BuVEG-Geschäftsführer Jan Peter Hinrichs sind das besorgniserregende Zahlen: „Mit Blick auf den anstehenden Winter werden erneut viele Menschen in Deutschland erleben, was es bedeutet, in einem energetisch schlechten Gebäude zu leben: der Verbrauch großer Mengen an Heizenergie und damit hohe Heizkostenabrechnungen.“

Bild von Sanierungsquote
Sanierungsquote auf Basis der Marktstudie des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle. (Grafik: BuVEG)

Viele Fragen und Unsicherheiten verzögern die Wärmewende

Theorie ist das eine, Praxis das andere. Dachdecker und Zimmerer stehen mit ihrem Fachwissen und ihren Möglichkeiten bereit. Sie wissen, wie es geht: mehr Dämmung im Haus, dichtere Fenster, effizientere Heizung, am besten noch eine Solaranlage auf dem Dach. Es klingt einfach: Haus gut dämmen, Wärme drin behalten, Heizkosten sparen, CO₂-Emissionen reduzieren. Doch zwischen politischen Entscheidungen, Förderungen und konkreten Aufträgen der Bauherren an die Handwerker stehen offenbar nach wie vor viele Fragen und Unsicherheiten. Und diese verzögern die Wärmewende.

Sie interessieren sich für Themen aus dem Marktumfeld? Dann lesen Sie unseren Bericht über Hersteller, die in Sachen Marketing auf Dach-Influencer setzen.

Kai-Uwe Bohn

Kai-Uwe Bohn ist ausgebildeter Journalist und seit mehr als 40 Jahren im Geschäft. Er fühlt sich in vielen Themenfeldern zuhause, kann sich aber vor allem für das „richtige Leben“ rund um Wirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleistungen begeistern. Dass er Politikwissenschaft bis zum Diplom studiert hat, hilft ihm, die Zusammenhänge im Hintergrund richtig einzuordnen. Im Mittelpunkt seines Interesses stehen stets die Menschen, die Mögliches und Unmögliches wahr machen.

Services Dachmarketing

Der Marketing-Spezialist für Dachdecker und Zimmerer

Wir können Dach. Dachmarketing unterstützt Dachdecker und Zimmerer rund um analoge Werbung, wie Gerüstbanner oder Fahrzeugwerbung, und digitale Lösungen, wie die Software Mein Büro und den Website-Konfigurator für die Profi-Website.

Bild von Dachdecker-Website

Software Mein Büro

Angebote & Rechnungen und Baustellenverwaltung: Die Handwerkersoftware für kleinere Betriebe.

Bild von Dachdecker-Website

Profi-Website

Mit Layoutvorlagen und wenigen Klicks im Website-Konfigurator oder als individuelles Unikat.

Bild von Dachdecker-Website

Gerüstbanner

Weithin sichtbar: Gerüstbanner für mehr Bekanntheit, neue Aufträge oder Nachwuchswerbung.

Bild von Dachdecker-Website

Werbemittel

Zollstöcke, Bleistifte oder Feuerzeuge – mit individuellen Werbemitteln im Gedächtnis bleiben.

Aktuelle Artikel

Moderne Gebäude mit Solarpaneelen auf dem Dach, einer weißen Fassade, grüne Pflanzen im Vordergrund und hügelige Landschaft im Hintergrund bei Tageslicht.

3. September 2026

Haller Gruppe realisiert ausdrucksstarke Fassade für GUK Falzmaschinen

VELUX Flachdach-Fenster Glas-Kuppel geschlossen.

1. September 2026

Neues Flachdach-Fenster mit Glas-Oberelement komplettiert VELUX Sortiment

Eine Person mit blauen Handschuhen repariert Dachziegel auf einem Haus, im Hintergrund Bäume und ein Gebäude.

27. August 2026

Lorelay Wegner: Eine starke Stimme für das Dachhandwerk

Porträt eines lächelnden Mannes mit kurz geschnittenem Haar und Bart, trägt Hemd und Sakko, neutraler Hintergrund.

25. August 2026

Jan Voges will Fachtechnik und Berufsbildung verbinden

Deutscher Polizeibeamter mit Abzeichen des Landes Baden-Württemberg auf der Uniform, beugt sich über einen Tisch.

20. August 2026

Zimmerer Florian Dorer kämpft um Gold bei WorldSkills 2026

Ein Arbeiter steht neben einer großen blauen Maschine auf einem Lastwagen, Bäume und ein Hausdach sind im Hintergrund sichtbar.

18. August 2026

Stolberg Bedachungen: Familienbetrieb zwischen Tradition und Aufbruch

Eine Person mit roten Handschuhen arbeitet auf einem Hausdach, im Hintergrund stehen Wohnhäuser und Strommasten bei klarem Himmel.

13. August 2026

Nach dem Meister: Dachdecker Michel Seidensticker in Japan

Ein Mann sitzt an einem Tisch mit zwei Gläsern Wasser, hinter ihm ist ein Bild mit zwei Männerporträts und Namen im Hintergrund projiziert.

11. August 2026

Karl-Heinz Krawczyk: Neues Format für Landesverbandstag