Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Bild von VELUX Banner
Eine Person in blauer Jacke steht neben Maschinen mit roten Komponenten und hält sich an einer Metallstange fest.

Dammann Bedachungen – wie ein Dachdecker Zukunft gestaltet

Rainer Sander

14. August 2025

Als Mario Dammann 1998 in Neustadt am Rübenberge seine Dachdeckerei gründete, ahnte er noch nicht, wie sehr sich das Gewerk in 27 Jahren wandeln würde. Er hatte mit 26 Jahren den Dachdeckermeister in der Tasche und zudem zwei alte Fahrzeuge und zwei Gesellen – mehr gab es nicht. Heute arbeiten bei Dammann Bedachungen, Mitglied der Dachdecker-Einkauf Ost eG, 35 Menschen: Dachdecker, Klempner und Zimmerer, ein Medientechniker, ein Lagerist, vier Büroangestellte sowie fünf Auszubildende. Ob Steildach, Flachdach, Holzbau oder Blechklempnerei – für jedes Gewerk gibt es bei Dammann zudem eigene Meister, sieben an der Zahl. „Wir sind breit aufgestellt. Das macht uns unabhängiger und schafft Synergien im Team", erläutert der Chef.

Mit 26 Jahren einen kleinen Betrieb übernommen

Angefangen hat alles mit 14 Jahren, als Mario Dammann in den Sommerferien bei einem Dachdecker in der Nachbarschaft ein wenig ausgeholfen hat: „Ich konnte mir das sofort vorstellen. Mit 17 wusste ich, dass ich selbstständig werden will. Der Beruf hat mich gepackt. Ich habe jedes Wochenende auf dem Dach gestanden.“ Mit 26 übernahm er einen kleinen Betrieb, obwohl er zu diesem Zeitpunkt die Meisterschule noch nicht abgeschlossen hatte. 2010 zog Dammann Bedachungen auf ein 2500 Quadratmeter großes Betriebsareal um – inklusive 500 Quadratmeter Lager- und Maschinenhalle, was laut Chef „extrem kurze Wege im Betrieb“ ermöglicht. Inzwischen ist er Innungsobermeister für Neustadt am Rübenberge und Wunstorf und mit seinem Unternehmen eine feste Größe in der Region.

Bild von Mario Dammann im Mitarbeitergespräch
Das Tablet ist bei jeder Besprechung und auf der Baustelle dabei. (Alle Fotos: Dammann Bedachungen)

Gesundes Wachstum mit klarer Haltung

Der Betrieb ist nicht durch aggressive Expansion gewachsen, sondern durch Menschen. „Wenn sich jemand beworben hat, der fachlich und menschlich passte, haben wir ihn eingestellt. Wir wollten keinen großen Betrieb, sondern einen guten“, erläutert Mario Dammann. Der Erfolg gibt ihm Recht. Wo andere händeringend Fachkräfte suchen, bekommt Dammann Bedachungen Initiativbewerbungen.

Dammann Bedachungen arbeitet bewusst regional. „Unsere Leute sind abends wieder zu Hause. Um 6.30 Uhr ist Betriebsbeginn, um 16 Uhr wird Feierabend gemacht. Die Baustellen liegen im Umkreis, das spart Zeit, schont Familienleben und Nerven“, berichtet der Chef. Diese Regionalität ist Teil der Philosophie. „Wir hatten früher auch Montagebaustellen überregional, aber unsere Leute wollten das nicht mehr. Also haben wir umgedacht.“

Bild von Mitarbeitern von Dammann Bedachungen
Pause auf dem Dach: Zufriedene Mitarbeiter sind eine Basis des Erfolgs bei Dammann Bedachungen.

Dachsanierungen für Privatkunden und Großprojekte

Dachdeckungsarbeiten jeglicher Art stehen im Fokus – Steil- wie auch Flachdächer, Bitumen- und Foliendächer sowie Flüssigabdichtungen für Balkone und Garagen. Hinzu kommen Gründächer sowie Photovoltaik und Solarthermie. Zum Beispiel ein Carport mit extensiver Dachbegrünung und integrierter PV‑Anlage, eingebettet ins Wohnumfeld. Solche Projekte zeigen, wie Dammann Bedachungen Trends in Nachhaltigkeit und Energieeffizienz umsetzt. Viele Projekte sind kombiniert mit Zimmerei-, Fassaden- und Blechklempnerarbeiten. Aufträge von Privatkunden werden genauso gerne übernommen wie Großprojekte für gewerbliche und öffentliche Auftraggeber.

Flexible Arbeitszeiten und Zunftbewusstsein

Auch auf den Baustellen zeigt sich: Hier herrscht keine Stechuhr-Mentalität. „Ein Geselle bringt mittwochs morgens seine Kinder in die Kita, fängt später an – das ist bei uns geregelt. Der fährt dann direkt zur Baustelle, die Arbeitszeit beginnt dort.“ Ein anderer Mitarbeiter arbeitet bewusst nur 36 Stunden pro Woche. „Das ist Wertschätzung“, sagt Petra Dammann, die als Diplom-Pädagogin und Coachin den Betrieb entscheidend mitgestaltet. „Wir müssen als Arbeitgeber in Vorleistung gehen, wenn wir gute Leute halten wollen.“

Bild von Petra Dammann
Petra Dammann ist Diplom-Pädagogin und Coachin und gestaltet den Betrieb entscheidend mit.

Und ja: Auf dem Dach stehen die Mitarbeiter bei Dammann Bedachungen nicht irgendwie.  „Unsere Leute tragen Zunfthose und Zunftweste – mit Stolz. Zugleich freuen wir uns, auch Frauen ausbilden zu dürfen“, sagt Mario Dammann. „Tradition und Moderne zu vereinbaren, ist Teil unserer Identität.“

Digitalisierung statt Zettelwirtschaft

Jeder Lkw, jedes Fahrzeug hat ein iPad an Bord. Baupläne, Arbeitsanweisungen, Zeiterfassung,  alles läuft digital. „Am Anfang war das für manche Mitarbeitende ein Kulturschock“, sagt Mario Dammann. „Aber heute möchte keiner mehr zur Zettelwirtschaft zurück.“ Petra Dammann ergänzt: „Die älteren Kollegen gehen das mit großem Respekt an, die jüngeren sind damit aufgewachsen.“ So haben die Bauleiter und Dachdeckermeister den Status aller Baustellen permanent im Blick. Vom Materialbedarf über die Einsatzplanung bis zur Stundenkalkulation wird alles digital verarbeitet. Die Mitarbeiter vor Ort übermitteln geleistete Tätigkeiten und Arbeitsstunden per App. Letztere gibt es längst auch für Berichtshefte der Auszubildenden.

Bild von Bauleiter Alexander Ströh von Dammann Bedachungen
Hat im Büro den Status aller Baustellen permanent im Blick: Dachdeckermeister und Bauleiter Alexander Ströh.

Arbeitserleichterung und geringere Fehlerquote

Lohnabrechnung, Buchhaltung und Fakturierung erfolgen digital, lediglich bei der E-Rechnung läuft noch nicht alles rund, was aber überwiegend an den Softwareherstellern liegt. Die Leiterin der Finanzabteilung, Stefanie Benecke, geht von zügiger Behebung des Problems aus und erkennt dank Schnittstellen und zunehmender Verzahnung in der Digitalisierung eine enorme Arbeitserleichterung. „Zugleich sinkt die Fehlerquote“, erklärt die Bürokauffrau.

Führung bedeutet Einbindung

„Ich bin kein Chef, der sagt: So, so und so wird das gemacht. Wir besprechen Abläufe im Team. Wer eine bessere Lösung hat, wird gehört – das gilt für alle“, erläutert der Chef. Dass so etwas funktioniert, liegt an der Haltung: Wer hier lernt oder arbeitet, soll das möglichst selbstständig tun. „Wir sind keine Kuschelfirma, wir nehmen jeden ernst und jede und jeder muss zugleich Verantwortung übernehmen.“ Dammann Bedachungen zeigt, wie ein Handwerksbetrieb mit starken Werten, konsequenter Digitalisierung und flexibler Personalpolitik erfolgreich bleibt. Beständigkeit spielt allerdings auch eine große Rolle, so gehört etwa die Büroleiterin Iris Hentschel bereits seit 26 Jahren zum Team.

Bild von CDU-Besuch bei Dammann Bedachungen
Besuch mit Schieferherz – Mario Dammann (links) und Sebastian Lechner (CDU) mit seinem „Gesellenstück“.

Besuch aus dem Landtag

Jüngst zeigte sich der CDU-Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag, Sebastian Lechner, beeindruckt bei einem Besuch. „Dammann Bedachungen vereint Qualität, Präzision, Verlässlichkeit und Innovation.“ Das Unternehmen sei ein gutes Bespiel, wie sich Handwerksbetriebe zukunftsfest aufstellen könnten.

Sie interessieren sich für Betriebsportraits? Dann lesen Sie unsere Geschichte über die Haller Gruppe, die Stahlbau und Dachdeckerei aus einer Hand anbietet.

Rainer Sander

Der „gelernte“ Pädagoge und Betriebswirt des Handwerks war 1986 erster Öffentlichkeitsreferent einer nordhessischen Kreishandwerkerschaft. Danach 15 Jahre Sozialmanagement und seit 2005 selbständiger Coach und Berater. Die ganze Zeit über arbeitete er zudem als freier Journalist für nordhessischen Print- und Online-Medien.

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