Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Bild von VELUX Banner
Mehrere Menschen stehen draußen auf einem gepflasterten Platz in Reihen, vor einem Gebäude mit Steinmauer und einem Fenster.

Henkel und Söhne: Dächer vom Kupferturm bis zum Campus

Kai-Uwe Bohn

8. Januar 2026

Die 8000-Seelen-Stadt Moringen in Südniedersachsen wirkt auf den ersten Blick eher ruhig. Doch die Welt ist nah: nur knapp sechs Minuten von der Autobahn A7 entfernt, schlägt hier seit 75 Jahren das Herz eines der beständigsten und gleichzeitig dynamischsten Dachdeckerbetriebe der Region – der Henkel und Söhne Bedachungs GmbH, Mitglied der DEX eG. Das Familienunternehmen in vierter Generation hat sich über die Jahrzehnte zu einem leistungsfähigen mittelständischen Betrieb mit rund 40 Mitarbeitenden entwickelt.

Einzugsgebiet bis in den Harz

Das Team um Geschäftsführer Timm Henkel arbeitet schon lange nicht mehr nur in Moringen und Umgebung. Das Einzugsgebiet reicht von Göttingen über Northeim, Einbeck und Kassel bis nach Hildesheim und Hannover; auch Projekte Richtung Harz sind Alltag. Auf Baustellen aller Größen trifft man Henkel und Söhne – vom Carport eines Privatkunden bis hin zu großen Flachdächern für internationale Konzerne. Dabei eint alle Projekte dieselbe Philosophie: sauber arbeiten, verlässlich bleiben und Lösungen finden, auch wenn der Plan mal nicht zum Gebäude passt.

Bild von Timm Henkel im Büro
Geschäftsführer Timm Henkel bietet den Kunden ein breites Spektrum in den Bereichen Dach und Fassade.

Breit aufgestellt: Dächer und Fassaden

Henkel und Söhne deckt das komplette Spektrum des Gewerks in den Bereichen Neubau und energetische Sanierungen ab: Steildächer mit Tonziegeln, Betonsteinen, Schiefer oder Metall, Flachdächer mit Kunststoff- oder Bitumenabdichtung, Fassadenbekleidungen, Dämmungen in ökologischer und konventioneller Ausführung, Dachbegrünungen, Spenglerarbeiten und Sonderlösungen für komplexe Gebäudeteile.

Hinzu kommen Reparaturen, Notdiensteinsätze nach Unwettern und Wartungsverträge für gewerbliche Kunden. Etwa nach einem großen Sturm, wenn bis zu 15 Kolonnen gleichzeitig unterwegs sind. „Dann ist Leben in der Bude. Wir müssen ja raus – Verlässlichkeit ist in solchen Momenten das Wichtigste“, sagt Timm Henkel. Henkel und Söhne hat die Strukturen geschaffen, damit genau das möglich bleibt.

Bild von Mitarbeitern von Henkel und Söhne auf dem Dach
Energetische Dachsanierungen sind ein wichtiges Standbein des Betriebs.

Wie zwei Brüder den Betrieb weiterführen

Seit vier Jahren trägt der heute 33-jährige Timm Henkel als Geschäftsführer die Verantwortung. Er ist der Organisator, Kalkulator und Stratege – und jemand, der früh wusste, dass er nicht nur auf dem Dach, sondern auch im Büro kompetent sein muss. Seine Ausbildung absolvierte er in Nordrhein-Westfalen als Lehrgangsbester, den Meister absolvierte er später am Bundesbildungszentrum in Mayen. Danach folgte noch der Betriebswirt des Handwerks.

Bild von Jan-Henrik Henkel
Bruder Jan-Henrik arbeitet aktuell als Prokurist bei Henkel und Söhne.

2029, so der Plan, wird Bruder Jan-Henrik, Prokurist von Henkel und Söhne, in die Geschäftsführung einsteigen. Er ist der Praktiker, der große Baustellen führt, Probleme löst, Materialdispositionen plant und täglich nah am Team arbeitet. Jan-Henrik Henkel begann als Dachdeckergeselle, sammelte umfangreiche Bauerfahrung und schloss 2024 den Meister ab. Gemeinsam decken die beiden Bereiche ab, die man in einem modernen Handwerksbetrieb braucht: organisatorische Stärke und handwerkliche Exzellenz.

Vater, Mutter und langjährige Mitarbeitende

Die Geschichte des Unternehmens ist ohne die Eltern und das Stammpersonal nicht zu erzählen. Vater Dieter Henkel führte die Firma mehr als vier Jahrzehnte – eine Zeit, in der der Betrieb stark wuchs und sich in der Region etablierte. Er hat seine Söhne nie zu diesem Beruf gedrängt, aber ihnen schon früh das Handwerk nahegebracht, lange bevor sie selbst Werkzeuge halten konnten.

Mutter Barbara Henkel ist bis heute die zentrale Stütze im Büro. Auch im Team wird Beständigkeit großgeschrieben: Manche Mitarbeitende sind über 30 Jahre dabei. Dachdecker Dirk Balz etwa seit 34 Jahren, Dietmar Grimm seit 36. Der Spenglermeister Olaf Fröchtenicht ist mit seinem Vater, seinem Bruder und seinem Neffen fast zu einer zweiten Familie in der Betriebsfamilie geworden. Kontinuität prägt die Belegschaft genauso wie die Kundenbeziehungen – viele kommen seit Generationen.

Bild von Familie Henkel
Die Familie hinter dem Betrieb: Timm, Dieter, Barbara und Jan-Henrik Henkel. (Alle Fotos: Henkel und Söhne)

Komplexe Projekte, die man nicht alle Tage sieht

Ein Meilenstein in der Firmengeschichte ist die langjährige Zusammenarbeit mit dem Göttinger MDax-Konzern Sartorius, einem Pharma-Unternehmen. Auf dem „Sartorius-Campus“, einem Areal mit Produktionshallen, Laborgebäuden und Verwaltungsbauten, hat Henkel und Söhne über viele Jahre hinweg immer wieder anspruchsvolle Arbeiten übernommen. Eines der markantesten Beispiele ist die Sanierung eines markanten Kupferturms im „Sartorius-Quartier“, dessen Falze jetzt vom Dach über die Kante direkt in die Fassade übergehen. „Das war technisch fordernd und handwerklich spannend – solche Projekte bleiben hängen“, erinnert sich Timm Henkel.

Bild von Wohnheim Kolosseum, einem Projekt von Henkel und Söhne
Wohnheim "Kolosseum" in Göttingen, ein energetisches Großprojekt mit 1400 Quadratmeter Fläche.

1400 Quadratmetern Dachfläche ohne rechten Winkel

Aktuell arbeitet Henkel und Söhne unter anderem am Forschungsbau OPTICUM der Leibniz-Universität Hannover, einem architektonisch und technisch hochmodernen Neubau im Norden der Stadt. In Göttingen wiederum tragen viele Gebäude des Studierendenwerks die Handschrift des Moringer Unternehmens. Ein Beispiel ist das Wohnheim „Kolosseum“ am Kreuzbergring: Ein energetisches Großprojekt mit rund 1400 Quadratmetern Dachfläche – „ohne einen einzigen rechten Winkel“, flachst Timm Henkel. Es wurde mit ökologischer Dämmung versehen und mit hochwertiger Kunststoffabdichtung ausgeführt. „Verlässliche Unterstützung erhalten wir bei solchen Sachen durch die Niederlassung Göttingen-Rosdorf unseres Bedachungsfachhändlers DEX eG. Der dortige Leiter Steven Blume tut wirklich alles, damit wir auf den Baustellen stets ‚right in time‘ das haben, was wir brauchen.“

Ein weiteres Flachdachprojekt in Göttingen: Die Nordmensa. (Foto: Studierendenwerk Göttingen)

Moderner Arbeitgeber – weil gutes Handwerk gute Leute braucht

Henkel und Söhne sucht immer Fachkräfte: Aktuell gerade mehrere Dachdeckermeister- und gesellen oder Auszubildende. Fünf junge Menschen lernen aktuell im Betrieb, weitere Stellen wären sofort zu besetzen. Um attraktiv zu bleiben, geht das Unternehmen neue Wege. Es gibt Lohnmodelle mit Entwicklungsperspektiven, Zuschüsse zu Smartphones und Führerscheinen, E-Bike-Leasing und – ungewöhnlich für das Handwerk – einen Personal Trainer, der zweimal wöchentlich die Mitarbeitenden von Büro und Baustelle in Sachen Bewegung und Gesundheit unterstützt. Zum Thema Gesundheit passt auch das besondere Faible der Henkel-Familie für Kräne, von denen es ein gutes Dutzend gibt. Sie sollen die Mitarbeitenden entlasten – „Tragen und Schleppen war gestern“, lacht Jan-Henrik Henkel.

Bild von Mitarbeitern der Firma Henkel und Söhne auf dem Dach
Die Mitarbeiter Dietmar-Grimm (links) und Martin Roesnick beim Eindecken.

Moderne Öffentlichkeitsarbeit

Henkel und Söhne ist auch tief verankert in der kleinen Stadt, in der Sportvereine mit Trikotsätzen unterstützt und der Moringer Adventszauber der ortsansässigen Unternehmen auf dem Henkel-Betriebshof gefeiert wird. Neben diesem Sponsoring gibt es auch ein zeitgemäßes Marketing mit knackigen Auftritten im Web, bei Facebook und Instagram, das von Kim Henneking verantwortet wird. Sie wurde extra für diesen Job eingestellt und verhilft Henkel gekonnt zu mehr Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit.

Bild vom Kran der Firma Henkel und Söhne
Das Betriebsgelände mit dem Kran im Vordergrund.

Von 1950 bis heute – Qualität und Verlässlichkeit

Angefangen hat alles 1950. Dachdeckermeister Wilhelm Ahlborn gründete damals einen kleinen Betrieb, der über die Jahre zu Henkel und Söhne wurde. Die 1980er- und 90er-Jahre brachten unter der Leitung von Dieter Henkel Wachstum, neue Maschinen, mehr Personal und umfangreichere Projekte. Heute führen Timm Henkel und bald auch sein Bruder Jan-Henrik einen Betrieb, der größer, moderner und technisch vielfältiger ist, als es sich der Urgroßvater je hätte vorstellen können. Und doch gilt im Kern bis heute: Qualität, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, jedes Dach so zu bauen, als käme es aufs eigene Haus.

Mitarbeiter Oliver Knoke beim Verlegen einer Flachdach-Bitumenbahn.

Ein starkes Team mit Tradition und Expertise

Henkel und Söhne ist mit Moringen verbunden und gleichzeitig weit über die Stadtgrenzen präsent. Die Kombination aus Tradition, Expertise, breitem Leistungsspektrum und einem starken Team macht den Betrieb zu einem wichtigen Anker im Bau- und Sanierungssektor Südniedersachsens. Von der kleinen Reparatur bis zum mehrere Millionen Euro schweren Großprojekt – es gibt viele Dächer in der Region, deren Geschichte auch eine Henkel-Geschichte ist.

Kai-Uwe Bohn

Kai-Uwe Bohn ist ausgebildeter Journalist und seit mehr als 40 Jahren im Geschäft. Er fühlt sich in vielen Themenfeldern zuhause, kann sich aber vor allem für das „richtige Leben“ rund um Wirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleistungen begeistern. Dass er Politikwissenschaft bis zum Diplom studiert hat, hilft ihm, die Zusammenhänge im Hintergrund richtig einzuordnen. Im Mittelpunkt seines Interesses stehen stets die Menschen, die Mögliches und Unmögliches wahr machen.

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