Henkel und Söhne: Dächer vom Kupferturm bis zum Campus
8. Januar 2026
Die 8000-Seelen-Stadt Moringen in Südniedersachsen wirkt auf den ersten Blick eher ruhig. Doch die Welt ist nah: nur knapp sechs Minuten von der Autobahn A7 entfernt, schlägt hier seit 75 Jahren das Herz eines der beständigsten und gleichzeitig dynamischsten Dachdeckerbetriebe der Region – der Henkel und Söhne Bedachungs GmbH, Mitglied der DEX eG. Das Familienunternehmen in vierter Generation hat sich über die Jahrzehnte zu einem leistungsfähigen mittelständischen Betrieb mit rund 40 Mitarbeitenden entwickelt.
Einzugsgebiet bis in den Harz
Das Team um Geschäftsführer Timm Henkel arbeitet schon lange nicht mehr nur in Moringen und Umgebung. Das Einzugsgebiet reicht von Göttingen über Northeim, Einbeck und Kassel bis nach Hildesheim und Hannover; auch Projekte Richtung Harz sind Alltag. Auf Baustellen aller Größen trifft man Henkel und Söhne – vom Carport eines Privatkunden bis hin zu großen Flachdächern für internationale Konzerne. Dabei eint alle Projekte dieselbe Philosophie: sauber arbeiten, verlässlich bleiben und Lösungen finden, auch wenn der Plan mal nicht zum Gebäude passt.

Breit aufgestellt: Dächer und Fassaden
Henkel und Söhne deckt das komplette Spektrum des Gewerks in den Bereichen Neubau und energetische Sanierungen ab: Steildächer mit Tonziegeln, Betonsteinen, Schiefer oder Metall, Flachdächer mit Kunststoff- oder Bitumenabdichtung, Fassadenbekleidungen, Dämmungen in ökologischer und konventioneller Ausführung, Dachbegrünungen, Spenglerarbeiten und Sonderlösungen für komplexe Gebäudeteile.
Hinzu kommen Reparaturen, Notdiensteinsätze nach Unwettern und Wartungsverträge für gewerbliche Kunden. Etwa nach einem großen Sturm, wenn bis zu 15 Kolonnen gleichzeitig unterwegs sind. „Dann ist Leben in der Bude. Wir müssen ja raus – Verlässlichkeit ist in solchen Momenten das Wichtigste“, sagt Timm Henkel. Henkel und Söhne hat die Strukturen geschaffen, damit genau das möglich bleibt.

Wie zwei Brüder den Betrieb weiterführen
Seit vier Jahren trägt der heute 33-jährige Timm Henkel als Geschäftsführer die Verantwortung. Er ist der Organisator, Kalkulator und Stratege – und jemand, der früh wusste, dass er nicht nur auf dem Dach, sondern auch im Büro kompetent sein muss. Seine Ausbildung absolvierte er in Nordrhein-Westfalen als Lehrgangsbester, den Meister absolvierte er später am Bundesbildungszentrum in Mayen. Danach folgte noch der Betriebswirt des Handwerks.

2029, so der Plan, wird Bruder Jan-Henrik, Prokurist von Henkel und Söhne, in die Geschäftsführung einsteigen. Er ist der Praktiker, der große Baustellen führt, Probleme löst, Materialdispositionen plant und täglich nah am Team arbeitet. Jan-Henrik Henkel begann als Dachdeckergeselle, sammelte umfangreiche Bauerfahrung und schloss 2024 den Meister ab. Gemeinsam decken die beiden Bereiche ab, die man in einem modernen Handwerksbetrieb braucht: organisatorische Stärke und handwerkliche Exzellenz.
Vater, Mutter und langjährige Mitarbeitende
Die Geschichte des Unternehmens ist ohne die Eltern und das Stammpersonal nicht zu erzählen. Vater Dieter Henkel führte die Firma mehr als vier Jahrzehnte – eine Zeit, in der der Betrieb stark wuchs und sich in der Region etablierte. Er hat seine Söhne nie zu diesem Beruf gedrängt, aber ihnen schon früh das Handwerk nahegebracht, lange bevor sie selbst Werkzeuge halten konnten.
Mutter Barbara Henkel ist bis heute die zentrale Stütze im Büro. Auch im Team wird Beständigkeit großgeschrieben: Manche Mitarbeitende sind über 30 Jahre dabei. Dachdecker Dirk Balz etwa seit 34 Jahren, Dietmar Grimm seit 36. Der Spenglermeister Olaf Fröchtenicht ist mit seinem Vater, seinem Bruder und seinem Neffen fast zu einer zweiten Familie in der Betriebsfamilie geworden. Kontinuität prägt die Belegschaft genauso wie die Kundenbeziehungen – viele kommen seit Generationen.

Komplexe Projekte, die man nicht alle Tage sieht
Ein Meilenstein in der Firmengeschichte ist die langjährige Zusammenarbeit mit dem Göttinger MDax-Konzern Sartorius, einem Pharma-Unternehmen. Auf dem „Sartorius-Campus“, einem Areal mit Produktionshallen, Laborgebäuden und Verwaltungsbauten, hat Henkel und Söhne über viele Jahre hinweg immer wieder anspruchsvolle Arbeiten übernommen. Eines der markantesten Beispiele ist die Sanierung eines markanten Kupferturms im „Sartorius-Quartier“, dessen Falze jetzt vom Dach über die Kante direkt in die Fassade übergehen. „Das war technisch fordernd und handwerklich spannend – solche Projekte bleiben hängen“, erinnert sich Timm Henkel.

1400 Quadratmetern Dachfläche ohne rechten Winkel
Aktuell arbeitet Henkel und Söhne unter anderem am Forschungsbau OPTICUM der Leibniz-Universität Hannover, einem architektonisch und technisch hochmodernen Neubau im Norden der Stadt. In Göttingen wiederum tragen viele Gebäude des Studierendenwerks die Handschrift des Moringer Unternehmens. Ein Beispiel ist das Wohnheim „Kolosseum“ am Kreuzbergring: Ein energetisches Großprojekt mit rund 1400 Quadratmetern Dachfläche – „ohne einen einzigen rechten Winkel“, flachst Timm Henkel. Es wurde mit ökologischer Dämmung versehen und mit hochwertiger Kunststoffabdichtung ausgeführt. „Verlässliche Unterstützung erhalten wir bei solchen Sachen durch die Niederlassung Göttingen-Rosdorf unseres Bedachungsfachhändlers DEX eG. Der dortige Leiter Steven Blume tut wirklich alles, damit wir auf den Baustellen stets ‚right in time‘ das haben, was wir brauchen.“

Moderner Arbeitgeber – weil gutes Handwerk gute Leute braucht
Henkel und Söhne sucht immer Fachkräfte: Aktuell gerade mehrere Dachdeckermeister- und gesellen oder Auszubildende. Fünf junge Menschen lernen aktuell im Betrieb, weitere Stellen wären sofort zu besetzen. Um attraktiv zu bleiben, geht das Unternehmen neue Wege. Es gibt Lohnmodelle mit Entwicklungsperspektiven, Zuschüsse zu Smartphones und Führerscheinen, E-Bike-Leasing und – ungewöhnlich für das Handwerk – einen Personal Trainer, der zweimal wöchentlich die Mitarbeitenden von Büro und Baustelle in Sachen Bewegung und Gesundheit unterstützt. Zum Thema Gesundheit passt auch das besondere Faible der Henkel-Familie für Kräne, von denen es ein gutes Dutzend gibt. Sie sollen die Mitarbeitenden entlasten – „Tragen und Schleppen war gestern“, lacht Jan-Henrik Henkel.

Moderne Öffentlichkeitsarbeit
Henkel und Söhne ist auch tief verankert in der kleinen Stadt, in der Sportvereine mit Trikotsätzen unterstützt und der Moringer Adventszauber der ortsansässigen Unternehmen auf dem Henkel-Betriebshof gefeiert wird. Neben diesem Sponsoring gibt es auch ein zeitgemäßes Marketing mit knackigen Auftritten im Web, bei Facebook und Instagram, das von Kim Henneking verantwortet wird. Sie wurde extra für diesen Job eingestellt und verhilft Henkel gekonnt zu mehr Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit.

Von 1950 bis heute – Qualität und Verlässlichkeit
Angefangen hat alles 1950. Dachdeckermeister Wilhelm Ahlborn gründete damals einen kleinen Betrieb, der über die Jahre zu Henkel und Söhne wurde. Die 1980er- und 90er-Jahre brachten unter der Leitung von Dieter Henkel Wachstum, neue Maschinen, mehr Personal und umfangreichere Projekte. Heute führen Timm Henkel und bald auch sein Bruder Jan-Henrik einen Betrieb, der größer, moderner und technisch vielfältiger ist, als es sich der Urgroßvater je hätte vorstellen können. Und doch gilt im Kern bis heute: Qualität, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, jedes Dach so zu bauen, als käme es aufs eigene Haus.

Ein starkes Team mit Tradition und Expertise
Henkel und Söhne ist mit Moringen verbunden und gleichzeitig weit über die Stadtgrenzen präsent. Die Kombination aus Tradition, Expertise, breitem Leistungsspektrum und einem starken Team macht den Betrieb zu einem wichtigen Anker im Bau- und Sanierungssektor Südniedersachsens. Von der kleinen Reparatur bis zum mehrere Millionen Euro schweren Großprojekt – es gibt viele Dächer in der Region, deren Geschichte auch eine Henkel-Geschichte ist.