Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Bild von VELUX Banner
Ein Mann mit kurzem Haar trägt ein schwarzes Poloshirt und steht vor einem farbigen Hintergrund.

Zeit sparen: Dachdecker Jan Voges setzt auf digitalen Vertrieb

Knut Köstergarten

10. Februar 2022

Es sind bislang noch einzelne Dachdecker, die als Vorreiter die betrieblichen Abläufe digitalisieren und damit den Kundenservice auf ein neues Level heben, Zeit gewinnen und Kosten sparen. Vorgestellt hat DACH\LIVE vor kurzem Dachdeckermeister Karl-Heinz Krawczyk aus Freiburg, der sein komplettes Büro ins iPad verlagert hat und Mitarbeiter nur noch auf den Baustellen beschäftigt, wo sie produktiv sind. Ein weiterer Vorreiter kommt mit Jan Voges aus dem niedersächsischen Lamspringe.

Bild von Dachdecker Jan Voges
Vordenker: Dachdeckermeister Jan Voges probiert gerne neue Wege aus. (Alle Fotos: Voges)

Automatisierter Vertriebsprozess bietet Kunden Mehrwert

Der Dachdeckermeister führt in ländlicher Idylle einen Betrieb mit aktuell 16 Mitarbeitern. Und er hat jetzt seinen Vertriebsprozess, also die Gewinnung von neuen Aufträgen weitgehend automatisiert. „Wir sparen uns damit viel Arbeit, bauen Vertrauen auf und bieten den Kunden zudem einen echten Mehrwert“, erklärt Jan Voges, dessen Betrieb wir in DACH\LIVE bereits vorgestellt hatten.

Um zu verstehen, was seinen Ansatz so ungewöhnlich macht, hilft am besten ein Blick auf den Standard in der Branche in Sachen Auftragsgewinnung. Da meldet sich ein potenzieller Kunde per Mail oder Telefon und wird mehr oder weniger zeitnah zurückgerufen. Oftmals gibt es einen Termin vor Ort, Fahrtzeit inklusive. Und sagen wir, es geht um neue Fenster für eine bessere Nutzung der Räume im Dachgeschoss. „Dann sind sie vor Ort und müssen viel reden und erklären, welche Möglichkeiten und Lösungen es gibt. Meist ist bei einem Ehepaar auch nur der Mann oder die Frau dabei, die aber am Ende beide zusammen entscheiden“, sagt Jan Voges.

Startseite des neuen Beratungspakets zum Thema Dachflächenfenster.

Über die Homepage zum Video-Beratungspaket

Der Dachdeckermeister wählt deshalb mit seinem eingeschworenen Team einen anderen Weg. Schon auf der Homepage findet sich ein Kontaktformular, in dem das Thema, wie etwa Dachsanierung, bereits angekreuzt werden kann und es auch für die Kunden möglich ist, Bilder dazu hochzuladen. Alles Infos, die Voges Wissen bringen zur jeweiligen Anfrage. 

Bleiben wir bei den Dachfenstern. Der Betrieb sendet dem Interessenten einen Link zum Thema. Dieser führt auf eine Website mit ersten Infos und einem Begrüßungsvideo, in dem Jan Voges persönlich die Kunden anspricht. Wer seine Mailadresse dort eingibt, erhält ein Beratungspaket mit weiteren 17 Videos gratis.

17 Erklärvideos zu allen wichtigen Fragen rund um Dachflächenfenster bietet Jan Voges seinen Kunden.

80 Prozent Zeitersparnis gegenüber Terminen vor Ort

Voges selbst beantwortet in diesen Videos alle relevanten Fragen rund um das Dachflächenfenster. Und unten auf der Seite können die Kunden online einen Termin buchen, entweder per Telefon, Zoom oder WhatsApp. „Wir setzen auf emotionale Nischen, Dachfenster und Tageslichtlösungen gehören dazu. Es geht darum, beim Thema Licht den Spaß zu befeuern“, erläutert Voges. Der Kunde könne sich die Videos in Ruhe gemeinsam mit seiner Frau, seiner Familie anschauen. „Er bekommt keine Druckbetankung mit Input in einem Gespräch. Und wenn wir dann telefonieren, ist er bestens informiert und vorbereitet.“ Der Effekt: Die Beratung wird beschleunigt. „Wir sparen bis 80 Prozent an Zeit gegenüber einem Termin vor Ort“, sagt Jan Voges.

Angebot per Link mit zusätzlichen Erklärungen

Das Angebot wird dann mit einer speziellen Software übermittelt, wieder führt ein Link zu einer Website, einer sogenannten Landing Page. Dort sieht der Kunde quasi einen geteilten Bildschirm. Auf der einen Seite findet sich das Angebot mit den Positionen, auf der anderen Seite jeweils Erklärungen dazu. So eine Präsentation bietet wie der gesamte automatisierte Vertriebsprozess insgesamt eine hohe Beratungs- und Servicequalität. Und es ist leichter zu verstehen. „Einige Kunden teilen den Link dann wieder mit Nachbarn“, benennt Jan Voges einen weiteren Vorteil. 

Bild von Mitarbeitern von Dachdecker Jan Voges auf dem Dach
Auf hohe Beratungs- und Servicequalität folgt die fachgerechte Ausführung auf den Baustellen.

Vertriebsprozess ist datenschutzkonform

Über den Velux Konfigurator auf der Homepage können die Kunden auch die Kosten kalkulieren. „Sie sind so insgesamt super vorinformiert. Die kostenlose Beratungsleistung sehen wir als Aufbau von Vertrauen. Wir bieten absolut einen Mehrwert.“ Nur bei speziellen Sonderlösungen muss Voges noch mal vorher rausfahren. „Am Ende bitten wir die Kunden um eine Bewertung, die weitergeleitet wird an ein entsprechendes Portal. Und der ganze Vertriebsprozess geht natürlich konform mit der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).“

Auf einfache Weise Kampagnen fahren

Über den automatisieren Vertriebsprozess lassen sich zudem sehr einfach Kampagnen fahren, etwa bei Dachfenstern zum Thema Sonnenschutz. „Alle Dachfenster-Kontakte informieren wir über die Neuerung, das funktioniert wie ein Newsletter“, sagt Jan Voges. „Vertrieb plus Kundenservice, das bringt einen Betrieb in neue Sphären. Es ist ein eigenes Ökosystem: Prozesse optimieren, Zeit gewinnen, bessere Aufträge erhalten und bekannter werden.“

Bild von Kontaktbestätigung von Dachdecker Jan Voges
Einfach, verständlich und transparent kommuniziert Jan Voges mit seinen Kunden.

Für Jan Voges ist Vertrauen die Basis

Der Dachdeckermeister hat dabei keine Angst, zu viel zu zeigen und preiszugeben. „Meine Erfahrung ist: Der Kunde geht nach so einem guten Beratungsprozess nicht zum nächsten Dachdecker, sondern macht den Auftrag mit uns.“ Bei den folgenden Projekten teilt Jan Voges auch Bilder vom Bauablauf mit den Kunden. Die Basis ist Vertrauen. „Ohne geht es ja sowieso nicht, wenn so eine Sanierung fünf- oder gar sechsstellige Beträge kostet.“

Ohne Vertrauen geht es nicht bei aufwändigen Dachsanierungen wie dieser.

Auf seinem Instagram-Kanal schreibt der Dachdeckermeister: „Welches Problem löst du für deine Kunden? Welchen Wunsch kannst du deinen Kunden erfüllen? Erst wenn du als Unternehmer oder Selbstständiger hierfür ein System hast, geht es für dich mit großen Schritten in Richtung Freiheit.“

Wissen weitergeben an die Kollegen

Von Null auf Handwerk heißt der neue Podcast von Jan Voges, gemeinsam mit Markus Klamann.

Sein Wissen gibt Voges auch gerne an Kollegen weiter. Als Landesreferent für Digitalisierung im Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen stellt er im Ehrenamt seine langjährige Digitalisierungserfahrung mit einem Beratungsangebot zur Verfügung. Zudem startet er am 20. Februar den Podcast „Von Null auf Handwerk“ mit dem Digitalisierungsberater und gelernten Dachdeckermeister Markus Klamann.

Sie interessieren sich für innovative Betriebe? Dann lesen Sie unsere Story über das ZEP-Team.

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

Services Dachmarketing

Der Marketing-Spezialist für Dachdecker und Zimmerer

Wir können Dach. Dachmarketing unterstützt Dachdecker und Zimmerer rund um analoge Werbung, wie Gerüstbanner oder Fahrzeugwerbung, und digitale Lösungen, wie die Software Mein Büro und den Website-Konfigurator für die Profi-Website.

Bild von Dachdecker-Website

Software Mein Büro

Angebote & Rechnungen und Baustellenverwaltung: Die Handwerkersoftware für kleinere Betriebe.

Bild von Dachdecker-Website

Profi-Website

Mit Layoutvorlagen und wenigen Klicks im Website-Konfigurator oder als individuelles Unikat.

Bild von Dachdecker-Website

Gerüstbanner

Weithin sichtbar: Gerüstbanner für mehr Bekanntheit, neue Aufträge oder Nachwuchswerbung.

Bild von Dachdecker-Website

Werbemittel

Zollstöcke, Bleistifte oder Feuerzeuge – mit individuellen Werbemitteln im Gedächtnis bleiben.

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