Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

Über uns

Werbelösungen für das Dachhandwerk

Dachmarketing ist spezialisiert auf analoge und digitale Werbung für Dachdecker und Zimmerer. Mehr erfahren →

Bild von VELUX Banner
Jan Redecker mit Brille und Bart steht in der Messehalle vor einem PV-Modell neben einem Bildschirm und blickt in die Kamera.

Dachdeckermeister Jan Redecker koordiniert praxisnahe Forschung für Betriebe

Katharina Meise

21. Mai 2026

Das Dachdeckerhandwerk steht unter Druck – und zugleich vor großen Chancen. Neue Materialien, steigende Anforderungen an Energieeffizienz, Klimaschutz und Digitalisierung verändern den Arbeitsalltag auf den Baustellen spürbar. Um diese Entwicklungen aktiv mitzugestalten, hat der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) seinen Bereich „Forschung und Wissenschaft“ neu aufgestellt. Verantwortlich für das neue Institut für Dach- und Fassadentechnik (IDFT) ist Jan Redecker, Geschäftsführer Technik beim ZVDH. Doch was steckt konkret dahinter, und was haben Dachdeckerbetriebe davon?

Hier erfahren Sie mehr zur Person und zu den Aufgaben von Jan Redecker

Die Anforderungen an Dächer sind heute deutlich komplexer als noch vor wenigen Jahren. Es geht längst nicht mehr nur um das „klassische“ Eindecken. Dächer sollen Energie erzeugen, Gebäude kühlen, Starkregen abhalten und gleichzeitig langlebig sowie wirtschaftlich sein. „Die technischen Anforderungen wachsen rasant. Gleichzeitig entwickeln sich Normen, Regelwerke und Bauprodukte stetig weiter. Für einzelne Betriebe wird es zunehmend schwieriger, hier den Überblick zu behalten“, weiß Jan Redecker. Genau hier setzt das IDFT an: „Wir wollen Wissen bündeln, Entwicklungen frühzeitig erkennen und praxisnah aufbereiten, damit Betriebe fundierte Entscheidungen treffen können.“

Jan Redecker mit Brille und Bart trägt graues Sakko und weißes Hemd, steht vor einem unscharfen Fensterhintergrund.
Verantwortlich für das neue Institut für Dach- und Fassadentechnik (IDFT) ist Jan Redecker, Geschäftsführer Technik beim ZVDH. (Foto: Herzmann)

Erklärtes Ziel: Wissen, das auf der Baustelle ankommt

Der Anspruch des ZVDH ist klar: Forschung soll kein Selbstzweck sein. Sie soll konkrete Probleme aus der Praxis lösen. Aus Sicht von Jan Redecker bedeutet das vor allem: komplexe Themen verständlich aufzubereiten, die Theorie auf den Baustellenalltag übertragbar zu machen und Sicherheit bei Planung und Ausführung zu geben. „Gerade im Dachdeckerhandwerk, wo viele Arbeiten unter Zeitdruck und in anspruchsvollen Umgebungen stattfinden, ist verlässliches Wissen entscheidend. Fehler können teuer werden und im schlimmsten Fall sogar die Funktionsfähigkeit eines gesamten Gebäudes gefährden“, so Redecker. „Wir verstehen uns deshalb als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. Wir sorgen dafür, dass neue Erkenntnisse nicht in Studien verschwinden, sondern direkt im Handwerk ankommen.“

Themenschwerpunkte Klimaveränderungen, Energieeffizienz und Solartechnik

Auch wenn das Institut für Dach- und Fassadentechnik noch vergleichsweise neu ist, gibt es bereits konkrete Ansätze und Themen, an denen gearbeitet wird. Dabei stehen vor allem Fragen im Mittelpunkt, die viele Betriebe aktuell beschäftigen. Ein Themenschwerpunkt sind Klimaveränderungen und Wetterextreme. Denn Starkregen, Hitzeperioden und Stürme stellen Dächer vor neue Belastungen. Forschung soll hier helfen, Konstruktionen robuster zu machen und Schadensrisiken zu minimieren. Auch Energieeffizienz und Solartechnik spielen eine zentrale Rolle, denn die Integration von Photovoltaik wird zunehmend zum Standard. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dämmung und Luftdichtheit. Hier haben sich Jan Redecker und sein Team als Ziel gesetzt, Lösungen zu entwickeln, die technisch sicher und handwerklich umsetzbar sind.

Jan Redecker präsentiert ein Modell eines Dachs mit modernen Dachziegeln und PV-Indach-Modulen, im Hintergrund sind das IDFT-Logo und zwei QR-Codes sichtbar.
Jan Redecker präsentierte das neue Institut für Dach- und Fassadentechnik auf der Dach+Holz 2026 in Köln. (Foto und Titelbild: ZEDACH/Vollmer)

„Fachregeln bleiben das Fundament des Handwerks“

Gleiches gilt für Materialien und die Verarbeitung. „Neue Werkstoffe und Systeme kommen auf den Markt, doch nicht alle sind automatisch praxistauglich. Forschung kann hier Orientierung bieten und helfen, geeignete Lösungen zu identifizieren“, so Redecker. Nicht zuletzt sind Regelwerke und Normen ein zentraler Aspekt seiner Arbeit. „Fachregeln bleiben das Fundament des Handwerks. Forschung liefert die Basis, um diese Regeln weiterzuentwickeln und an neue Anforderungen anzupassen.“

Konkreter Nutzen für Betriebe: Sicherheit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit

Für Dachdeckerbetriebe stellt sich die entscheidende Frage: Was bringt mir das im Alltag? Jan Redecker sieht den konkreten Nutzen vor allem in drei Bereichen: Sicherheit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. „Verlässliche technische Grundlagen reduzieren das Risiko von Fehlern, Reklamationen und Haftungsfällen. Das schafft Sicherheit bei Handwerkern und Kunden. Klare Empfehlungen des ZVDH sparen Zeit bei Planung und Ausführung, was wiederum das Kundenbudget schont und Handwerksbetriebe vor unbezahlten Überstunden schützt.“ Und schließlich könnten sich Betriebe, die neue Entwicklungen verstehen und anwenden, am Markt besser positionieren. „Gerade kleinere und mittlere Betriebe profitieren davon, dass sie nicht jede Entwicklung selbst bewerten müssen. Wir übernehmen hier als Zentralverband eine Art Filter- und Beraterfunktion.“

Zusammenarbeit als Schlüssel

Forschung im Handwerk funktioniert nicht im Alleingang. Der ZVDH setzt deshalb auf Kooperationen, etwa mit Hochschulen, Prüfinstituten und Industriepartnern. Wichtig ist dabei: Die Perspektive der Praxis soll immer im Mittelpunkt stehen. „Erfahrungen aus Betrieben fließen in unsere Projekte ein und helfen, realistische Lösungen zu entwickeln. Denn nur, wenn Theorie und Praxis zusammenarbeiten, entstehen Ergebnisse, die wirklich funktionieren“, ist Jan Redecker überzeugt.

Jan Redecker (links) diskutieren mit einem Besucher er auf der Messe Dach+Holz in Köln neben einer Solarziegel-Dachinstallation, während andere Besucher und Stände im Hintergrund zu sehen sind.
In vielen Messegesprächen konnte Jan Redecker die Bedeutung von Forschung für die Praxis der Betriebe erläutern. (Foto: ZEDACH/Vollmer)

Dachdeckerhandwerk gestaltet aktiv seine Zukunft

Der Aufbau des neuen Instituts für Dach- und Fassadentechnik ist ein strategischer Schritt. Er zeigt, dass das Dachdeckerhandwerk aktiv an seiner Zukunft arbeitet, statt nur auf Veränderungen zu reagieren. „Die Herausforderungen werden in den kommenden Jahren nicht kleiner: Klimawandel, Fachkräftemangel, neue Technologien. Umso wichtiger ist es, Wissen systematisch zu entwickeln und zugänglich zu machen. Oder anders gesagt: Gute Dächer brauchen heute mehr denn je eine solide Wissensbasis“, so Redecker. Mit dem IDFT schafft der ZVDH genau dafür die Voraussetzungen, damit Dachdeckerbetriebe auch in Zukunft sicher, effizient und auf dem neuesten Stand arbeiten können.

Katharina Meise

Sie hat das journalistische Handwerk vor über 20 Jahren in verschiedenen Print- und Online-Redaktionen von der Pike auf gelernt. Nach einem fast zehn Jahre währenden Ausflug in die Welt der PR leitete Meise die Unternehmenskommunikation eines renommierten Herstellers von Wohndachfenstern, Dachausstiegen und Bodentreppen – und entdeckte dort ihre Liebe zum Dachhandwerk.

Services Dachmarketing

Der Marketing-Spezialist für Dachdecker und Zimmerer

Wir können Dach. Dachmarketing unterstützt Dachdecker und Zimmerer rund um analoge Werbung, wie Gerüstbanner oder Fahrzeugwerbung, und digitale Lösungen, wie die Software Mein Büro und den Website-Konfigurator für die Profi-Website.

Bild von Dachdecker-Website

Software Mein Büro

Angebote & Rechnungen und Baustellenverwaltung: Die Handwerkersoftware für kleinere Betriebe.

Bild von Dachdecker-Website

Profi-Website

Mit Layoutvorlagen und wenigen Klicks im Website-Konfigurator oder als individuelles Unikat.

Bild von Dachdecker-Website

Gerüstbanner

Weithin sichtbar: Gerüstbanner für mehr Bekanntheit, neue Aufträge oder Nachwuchswerbung.

Bild von Dachdecker-Website

Werbemittel

Zollstöcke, Bleistifte oder Feuerzeuge – mit individuellen Werbemitteln im Gedächtnis bleiben.

Aktuelle Artikel

Andreas Wiebicke mit Bart trägt eine traditionelle schwarze Weste mit silbernen Knöpfen und steht vor einem Hintergrund aus Holz und Werkzeugen.

2. Juni 2026

Dachdecker Andreas Wiebicke: Dickkopf wird Landesinnungsmeister

Dachdecker Malcom Mahn steht vor einem weißen Firmenwagen mit dem Logo des Betriebs Leinung.

28. Mai 2026

Malcom Mahn als Azubi des Monats April 2026 ausgezeichnet

Modernes Schulgebäude mit Solarpaneelen auf dem Dach, daneben ein Sportplatz und ein Fluss, umgeben von Bäumen und Grünflächen.

26. Mai 2026

Henke AG: Spezialist für herausfordernde Fassadenprojekte

Ein schwarzes Steildach mit zwei Velux-Fenstern plus dunklen Rollladen, im Hintergrund steht ein Baum.

19. Mai 2026

Neuer VELUX Rollladen: effizienterer Einbau, flexiblere Bedienung, robustere Konstruktion

ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk im Anzug mit blauem Hemd lächelt in einem modernen Büro mit großen Fenstern im Hintergrund.

15. Mai 2026

Dirk Bollwerk: „Wir sehen uns als Anwalt der Betriebe“

Sonja Theisen zeigt mit einem Teilnehmer der Challenge bei Kingspan auf der Messe Dach+Holz 2026 in Köln auf eine digitale Uhr mit der Zeit 02:59:77, im Hintergrund befinden sich weitere Menschen und eine Rangliste auf einem Bildschirm.

12. Mai 2026

Dachdeckerin Sonja Theisen erste Obermeisterin von Worms

Zwei Dachdecker in gelben Shirts schauen auf ein Haus mit vielen Solarpanels, daneben steht ein Firmenwagen von Maik Kötter Dachdeckerei.

7. Mai 2026

Dachdeckermeister Maik Kötter: Das verflixt gute siebte Jahr

Ausbilder und Trainer Jörg Schmitz, mit Brille, steht vor einem Schild mit der Aufschrift „Dachdecker Nationalmannschaft“ und gekreuzten Werkzeugen darauf.

5. Mai 2026

Dachdecker-Nationaltrainer Jörg Schmitz möchte WM-Gold holen