Dachdecker-Nationalmannschaft trainiert auf der Dach+Holz
Bild von Dachdecker-Nationalmannschaft mit Oliver Pees und Dirk Bollhorst

Dachdecker-Nationalmannschaft trainiert auf der Dach+Holz

21. März 2024

 · Knut Köstergarten

Die Premiere für die Talente der Dachdecker-Nationalmannschaft auf der Messe war ein voller Erfolg. Viele Besucher schauten vorbei und fachsimpelten mit den fünf Teammitgliedern. Als Sponsor der ersten Stunde ist die ZEDACH nicht nur im Rahmen der Dach+Holz, sondern auch bei der Dachdecker-WM im November 2024 in Innsbruck mit im Boot.

Bild von Jan Thullesen beim Training der Dachdecker-Nationamannschaft auf der Dach+Holz
Jan Thullesen arbeitet am Metalldach-Modell. (Alle Fotos: Jürgen Biniasch)

Großes Interesse am ersten öffentlichen Training

Das große Interesse am öffentlichen Training der Dachdecker-Nationalmannschaft zeigt, dass die Entscheidung für die erstmalige Teilnahme an der Dach+Holz richtig war. „Wir hatten oft 40 bis 50 Besucher zugleich am Stand. Die Resonanz war super positiv, wir sind zufrieden mit der Premiere“, berichtet Martin Krick, technischer Verwaltungsleiter am BBZ Mayen. Somit erwies sich der Schritt, es mit einem öffentlichen Training den Zimmerern gleichzutun als echter Erfolg, trotz des nicht optimalen Standorts hinten rechts in Halle 8.

Bild von Martin Krick vom BBZ Mayen

Martin Krick vom BBZ Mayen freut sich über viele Besucher. (Foto: BBZ Mayen/Picture Colada)

ZEDACH-Vorstand Oliver Pees ist begeistert

Sehr zufrieden zeigte sich auch ZEDACH-Vorstand Oliver Pees. „Die Nachwuchsförderung liegt uns besonders am Herzen und wir wollen mit unserem Engagement ein positives Zeichen gegen den Fachkräftemangel setzen.“ Pees besuchte das Team gemeinsam mit Dirk Bollwerk, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), und war begeistert. „Es macht unglaublich Spaß, den Damen und Herren beim Werkeln zuzuschauen und wahrzunehmen, mit welcher Fachkompetenz, mit welcher Geschwindigkeit und mit welchem Herzblut sie am Modell schiefern.“ Mit Blick auf die Weltmeisterschaft in Innsbruck fügt Oliver Pees hinzu. „Wir fühlen uns als ZEDACH von dieser Dachdecker-Nationalmannschaft sehr gut repräsentiert.“

Bild von Oliver Pees und Dirk Bollwerk mit Mitglied der Dachdecker-Nationalmannschaft
Zedach-Vorstand Oliver Pees im Gespräch mit Dachdeckermeister Leon Hain, daneben werkelt ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk an einer Schieferplatte.

Austausch mit den Besuchern

Vor Ort dabei waren Paul Ostermann, Raphael Schleuer, Jan Thullesen, Nina Weber und Noah Zimmer sowie die beiden Trainer Jörg Schmitz und Carsten Daub. Drei weitere TeilnehmerInnen werden das achtköpfige Team der Dachdecker-Nationalmannschaft in Innsbruck komplettieren, das dort in den vier Disziplinen Abdichtung, Fassade, Metall und Steildach antreten wird. Erstmals öffentlich und nicht – wie sonst – zurückgezogen am BBZ Mayen zu trainieren, war für die jungen DachdeckerInnen am Anfang schon ungewohnt.

Bild von Noah Zimmer, Mitgleid der Dachdeckernationalmannschaft
Noah Zimmer passt eine Schieferplatte für die Eindeckung an.

„Dass ihnen da auf die Finger geschaut wird und Verbesserungsvorschläge kommen, haben sie aber sehr gut aufgenommen. Es gab viel Austausch mit den Besuchern und natürlich auch immer wieder Phasen intensiven freien Arbeitens am Schiefer- und Metalldach“, berichtet Dachdeckermeister Martin Krick. Die Besucher selbst konnten am Stand Schieferherzen schlagen. „Das haben auch viele Zimmerer gerne angenommen, die aus Halle 10 herüberkamen“, so Krick.

Bild von Schiefer nageln
Faszination Dachdeckerhandwerk in Nahaufnahme: Eine Schieferplatte wird befestigt.

Positives Gefühl für die Dachdecker-WM

Der Dachdecker-WM blickt Martin Krick mit einem positiven Gefühl entgegen. „Unser Team hat richtig Bock, wenn sie weiter so intensiv trainieren und ihre Skills im Wettkampf umsetzen können, werden wir wieder Medaillen gewinnen. Es wird schwer bei der Konkurrenz, aber die Chancen sind sehr gut.“ Bis zum November wird es weitere Trainingswochenenden am BBZ Mayen geben. „Dafür opfern unsere DachdeckerInnen ihr Wochenende“, so Krick. Ab März kann das Team der Dachdecker-Nationalmannschaft dann auf die Aufgaben zurückgreifen, die auch bei der WM vom 13. bis 15. November 2024 in Innsbruck auf sie zukommen werden. „Die Aufgaben werden demnächst verschickt und dann bauen wir sie an den Dachmodellen für das Training nach“, erläutert Krick.

Bild von Dachdecker-Nationalmannschaft-Mitglied Nina Weber
Nina Weber übt am Schiefermodell.

Dachdecker-Nationalmannschaft zur Marke machen

Nach dem erfolgreichen Auftritt auf der Messe Dach+Holz ist für Martin Krick klar, dass die Dachdecker-Nationalmannschaft auch in Zukunft ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Nachwuchswerbung sein kann. Es gilt jetzt, das Team zu einer ähnlich bekannten Marke zu machen, wie es die Zimmerer-Nationalmannschaft schon ist. Die ZEDACH unterstützt diesen Weg bereits jetzt aktiv und im Idealfall sollen weitere Unterstützer perspektivisch hinzukommen.

Sie interessieren sich für das Thema Nachwuchswerbung? Dann lesen Sie unseren Bericht über eine spektakuläre Nachwuchsaktion eines Dachdeckerbetriebs.

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