Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

Über uns

Werbelösungen für das Dachhandwerk

Dachmarketing ist spezialisiert auf analoge und digitale Werbung für Dachdecker und Zimmerer. Mehr erfahren →

Bild von VELUX Banner
Ein Mann steht mit verschränkten Armen auf einem Metalldach, im Hintergrund eine Kirche mit spitzem Turm und herbstlichen Bäumen.

Hingucker: Ein Kupfer-Dach mit futuristischer Form

Kai-Uwe Bohn

12. Januar 2023

Der Stadtteil Blankenese im Nordwesten Hamburgs ist ein Gebiet, in dem eher wohlhabende Menschen wohnen. Villen, Fischerhäuser, Elblage – noch mehr als anderswo achtet man dort auf die Feinheiten. Die waren sehr gefragt, als 2022 das Markthaus Blankenese neu gebaut wurde – und dank der Beteiligung von Kupfer-Profis wie dem Traditionsunternehmen D.H.W. Schultz & Sohn GmbH wurde es ein echter Hingucker.

Ein modernes Gebäude mit Kupferfassade und schwarzer Tür, vor dem einige technische Anlagen stehen, im Hintergrund Bäume und Stadtgebäude.
„Das ist unser Kupfer-Schmuck-Döschen“, freut sich Geschäftsführerin Isabel Matthiessen. (Alle Fotos und Titelbild: D.H.W. Schultz & Sohn GmbH)

Gebäude mit fast schon futuristischer Dachform

Als Grundkonstruktion entschied sich der Bauherr für eine Holzskelettbauweise mit Kupferfassade. Mit der vollverglasten, zum Marktplatz hin aufschwingenden Front ist das Gebäude ein echter Hingucker. „Anspruch der Architekten war, die Stehfalze in der gleichen Linie wie die Fassade zu führen“, sagt Marcus Deckerdt, der für D.H.W Schultz und Sohn bei diesem Projekt die Vorplanung, Kalkulation, technische Ausführung und vieles mehr erledigte. „Die symmetrische Deckung der Fassade sollte bei der Dachfläche übernommen werden. Dieses Dach ist eine Art Satteldach mit zwei unterschiedlichen Neigungen. Eine eher untypische oder sogar futuristische Dachform.“

Zwei Personen stehen auf einem Metalldach, hinter ihnen herbstliche Bäume und blauer Himmel mit wenigen Wolken.
Dieses Dach ist eine Art Satteldach mit zwei unterschiedlichen Neigungen. Dem Team gefällt das Projekt.

An den Grenzen der Fachregeln hilft eigenes Know-how

Klingt nach einer gewissen Herausforderung, auch für erfahrene Dachdecker. „Das ist eine sehr ungewöhnliche Dachfläche mit zwei seitlichen Gefällen“, sagt Deckert. „Da stellte sich als zentrale Frage zunächst einmal, wie man das Regenwasser vernünftig zum Abfließen bekommt.“ Fachregeln würden dafür keine passgenaue Lösung anbieten. „Das kann man nur mit zusätzlichem eigenem Know-how lösen. Aber das haben wir ja als Hamburgs ältester Betrieb, der sich mit solchen Dingen auseinandersetzt.”

Person arbeitet auf einem Hausdach, im Hintergrund sind Bäume und mehrere Wohnhäuser zu sehen, es ist tagsüber und das Wetter scheint klar zu sein.
Hier installieren die Mitarbeiter gerade die Schneefänge in gleicher Farbe und ebenfalls aus Kupfer.

Kontrollierte Dachentwässerung gegen Starkregen

Ziel war also ein „solides, funktionierendes System“ der Dachentwässerung. Zu berücksichtigen war zum Beispiel, dass das Regenwasser nicht gegen den Unterfalz läuft. „Damit wir kein drückendes Wasser bekommen, haben wir also immer vom Wasserlauf weggefalzt.“ Aufgrund des starken Gefälles habe man zudem eine extrem tiefe innenliegende Rinne gebaut und auch geschaut, dass man das Wasser in diese Rinne reinbekommt – „und wir es nicht etwa drüber hinwegschießen lassen.“ Kontrollierte Entwässerung statt überschießender Fluten also: „Eine Mischung des Regelwerks mit den eigenen Erfahrungen. Wir wussten, wo man größer als normal dimensionieren muss. Diverse Erfahrungen mit Starkregen machen vorsichtig.“

Metalldach mit Schneefangvorrichtung und Kupferverkleidung, Baumzweige im Hintergrund.
Aufgrund des starken Gefälles wurde eine extrem tiefe innenliegende Rinne eingebaut.

Als Außenhülle Kupfer walzblank halbhart 0,7 Millimeter

Dachdeckermeister Mario Zunk war vor Ort als Bauleiter ständig mit vier bis sechs Fachkräften aktiv, bei der Unterkonstruktion unterstützten die eigenen Zimmerleute um Pascal Weiß. „Es waren etwa 200 Quadratmeter Fläche einzudecken. Auf die Holzschalung kam zunächst eine Bauder KSD Dampfbremse, darauf die Wärmedämmung Rockwool Prodach. Auf diese haben wir dann die Bauder TOP VENT NSK Metalltrennlage gelegt und darauf schließlich unsere Kupfer-Stehfalzdeckung – Kupfer walzblank halbhart 0,7 Millimeter!”

Nahaufnahme einer Metallecke mit sichtbaren Schweißnähten und Metallwerkzeugen auf der Oberfläche.
Detail: Stehfalzdeckung, Regenrinne und unten die Fassadentafeln - alles aus Kupfer.

Eingeschränkte Materialverfügbarkeit

Bewährte Handwerksarbeit wie das Stehfalzen auf einer modernen Gebäudehülle – diese beiden Aspekte zusammenzubringen, ist eine der großen Stärken des Hamburger Traditionsbetriebes. Ein gutes halbes Jahr brauchte D.H.W. Schultz, Mitgliedsbetrieb der DEG Alles für das Dach eG für die Durchführung. „Eingeschränkte Materialverfügbarkeit und Verzögerungen bei den Vorgewerken bremsten uns hier und da etwas aus, aber damit muss heute jedes Projekt leben“, sagt Deckert. Nach und nach entstand vor den Augen der durchaus kritischen Blankeneser der moderne Kupferbau, der mit der alten Rotsteinhütte aus der Nachkriegszeit so gar nichts mehr zu tun hatte.

Modernes Gebäude mit Glas- und Kupferfassade im Vordergrund, im Hintergrund eine historische Backsteinkirche mit hohem Turm und spitzem Dach, umgeben von Bäumen.
Das neue Markthaus - Bestandteil des Marktplatzes in Blankenese.

Schmuck-Döschen aus Kupfer

„Das ist unser Kupfer-Schmuck-Döschen“, freut sich D.H.W. Schultz-Geschäftsführerin Isabel Matthiessen über ein Vorzeigeprojekt, mit dem Hamburgs ältestes Handwerksunternehmen wieder einmal punkten kann. Kupfer, Kupfer und nochmal Kupfer fällt bei dem neuen Gebäude mit einer Grundfläche von 162 Quadratmetern ins Auge. „Das alte Gebäude war mehr oder weniger abgängig und wurde schließlich abgerissen“, sagt Isabel Matthiessen zum Ausgangspunkt.

Ein Mann mit Werkzeug am Gürtel arbeitet an einer Holzwand und misst mit einem gelben Maßband.
Schließen von geschlossenem Winkelfalz zum doppelten Stehfalz.

Schönes Markthaus am Wochenmarkt

Viermal die Woche findet in Blankenese ein Markt statt – da wollte das Bezirksamt Altona ein schönes, aber auch bezahlbares Gebäude an dem zentralen Platz haben. Der wurde ebenfalls umgestaltet und hat als bisherige Parkgelegenheit endgültig ausgedient. „Mit neuer Aufenthaltsqualität und einem schicken Markthaus sollte den Bewohnern von Blankenese und natürlich den Gästen des Stadtteils etwas Repräsentatives geboten werden“, so die Chefin von Hamburgs Kupfer-Spezialisten. Das Gebäude beherbergt nun ein Café, einen Gemeinschaftsraum, eine öffentliche WC-Anlage und ein kleines Büro für den Marktmeister. Die Gesamtkosten des Neubaus beliefen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

Bei Kupfer ist D.H.W. Schultz oft mit im Boot

Dass die Firma aus der Hansestadt mit ihrer fast 300-jährigen Geschichte auch hier dabei war, verdankt sie ihrer Expertise bei dieser Art Dach- und Fassadenbedeckung. Bei vielen repräsentativen Bauten der Stadt, die über Hamburg hinaus bekannt sind, haben die Bauklempner und Zimmerer des Unternehmens seit 1726 mitgewirkt: Hotel Atlantic, Hamburger Rathaus, die Hauptkirche Sankt Michaelis – im Volksmund „Michel“ –, der Hauptbahnhof und der Dammtorbahnhof, Speicherstadt. „Als unser bewährter Partner Sprinkenhof GmbH schließlich nach längerer Diskussion von Politik und Verwaltung über das ,Wie und Wann‘ mit dem Bau beauftragt wurde, saßen wir natürlich mit im Boot“, so die D.H.W.-Chefin freudig.

Eckiges Gebäude mit Glasfront und Kupferverkleidung, im Hintergrund Bauabsperrung und mobile Toiletten, spiegeln sich in den Fenstern.
D.H.W. Schultz ist in Hamburg der Spezialist für repräsentative Dächer und Fassaden aus Kupfer.

Nächstes Projekt: Hamburger Speicherstadt

Isabel Matthiessen freut sich auch über den gelungenen Auftrag in Blankenese. „Wir prägen mit unserer Arbeit weiter das Hamburger Stadtbild, im Kleinen wie im Großen“, freut sie sich. Im Großen ist demnächst die Speicherstadt dran, UNESCO-Weltkulturerbe seit 2015. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Sie interessieren sich für spannende Bauprojekte? Dann lesen Sie unsere Story über ein komplettes Einkaufszentrum aus Dachdeckerhand.

Kai-Uwe Bohn

Kai-Uwe Bohn ist ausgebildeter Journalist und seit mehr als 40 Jahren im Geschäft. Er fühlt sich in vielen Themenfeldern zuhause, kann sich aber vor allem für das „richtige Leben“ rund um Wirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleistungen begeistern. Dass er Politikwissenschaft bis zum Diplom studiert hat, hilft ihm, die Zusammenhänge im Hintergrund richtig einzuordnen. Im Mittelpunkt seines Interesses stehen stets die Menschen, die Mögliches und Unmögliches wahr machen.

Services Dachmarketing

Der Marketing-Spezialist für Dachdecker und Zimmerer

Wir können Dach. Dachmarketing unterstützt Dachdecker und Zimmerer rund um analoge Werbung, wie Gerüstbanner oder Fahrzeugwerbung, und digitale Lösungen, wie die Software Mein Büro und den Website-Konfigurator für die Profi-Website.

Bild von Dachdecker-Website

Software Mein Büro

Angebote & Rechnungen und Baustellenverwaltung: Die Handwerkersoftware für kleinere Betriebe.

Bild von Dachdecker-Website

Profi-Website

Mit Layoutvorlagen und wenigen Klicks im Website-Konfigurator oder als individuelles Unikat.

Bild von Dachdecker-Website

Gerüstbanner

Weithin sichtbar: Gerüstbanner für mehr Bekanntheit, neue Aufträge oder Nachwuchswerbung.

Bild von Dachdecker-Website

Werbemittel

Zollstöcke, Bleistifte oder Feuerzeuge – mit individuellen Werbemitteln im Gedächtnis bleiben.

Aktuelle Artikel

Eine Person mit grünem Pullover und schwarzer Kappe lächelt und hat die Arme verschränkt.

30. April 2026

Freya Bruns: Vom Studium bis auf Norweger Metalldächer

Modernes Gebäude mit großer Glasfassade, darauf steht „Zentrum Holzbau Baden-Württemberg Bildungszentrum“. Im Vordergrund eine Straße, im Hintergrund Bäume und Himmel mit einigen Wolken.

28. April 2026

Holz trifft Rock: Hymne für das Zimmererhandwerk

Gelbe Baumaschine mit blauer Aufschrift „SASC APE“, im Hintergrund ein weiß-graues Gebäude mit senkrechten Linien.

23. April 2026

Steigende Materialpreise belasten Dachdecker

Eine ältere Frau mit blondem Haar lächelt in die Kamera. Sie trägt eine rote Jacke und Ohrringe.

21. April 2026

Anke Maske: erfolgreiche weibliche Pionierin unter Dachdeckern

Ein Arbeiter steht auf einem Dach und repariert Dachziegel, im Hintergrund sind andere Gebäude und ein blauer Himmel zu sehen.

16. April 2026

BDG Bedachungen: Null Kompromisse bei der Qualität

Ein Mann mit tätowiertem Bein sitzt auf einem Ziegeldach, trägt eine Sonnenbrille, Hemd und Hut, blauer Himmel im Hintergrund.

14. April 2026

Nach Meteoriten-Einschlag: Dachdecker übernimmt einzigartigen Auftrag

Dach mit Solarpaneelen und schwarzen Ziegeln, Blick nach oben in den Himmel.

9. April 2026

25 Jahre DAVICE: Dach- und PV-Spezialist mit Zukunft

Zwei Männer mit Brillen und Bart tragen schwarze Mützen und Hoodies, stehen draußen vor einer Menschenmenge.

7. April 2026

Verein Rooftop: Betriebe kooperieren und lernen voneinander