Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Hände tippen auf einer Computertastatur mit unscharfem Hintergrund und natürlichem Licht.

Die Zukunft: BIM für das Handwerk

Harald Friedrich

22. November 2018

Bei Hochbauprojekten des Bundes kommt bereits seit Februar 2017 ab einer Bausumme von fünf Millionen Euro Bausumme die Methode BIM zum Einsatz. Das hat das Bundesbauministerium per Erlass verfügt. So soll über den öffentlichen Bau des Bundes dem digitalen Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken zum Durchbruch verholfen werden. Zusammen mit dem Verkehrsministerium treiben nun zwei große Bauherren die digitale Arbeitsweise voran. Und dies mit dem Ziel, Kosten- und Zeitpläne besser in den Griff zu bekommen.

Worum es bei BIM eigentlich geht

Doch was versteckt sich eigentlich hinter BIM? Eine Methode, die mittelfristig auch vom Handwerk eingesetzt werden muss, wenn es bei öffentlichen und privaten Großaufträgen im Geschäft bleiben will. BIM ist keine Software – es ist vielmehr eine Methode, alle Lebenszyklen eines Bauwerks zu managen. Das soll Planungsfehler vermeiden, die Abstimmung aller am Bau Beteiligten optimieren, Planungs- und Detailänderungen jederzeit für alle Beteiligten sofort einsehbar machen. Auch sollen Bauabläufe verkürzt, Simulationen mit unterschiedlichen Ausführungen und Werkstoffen ermöglicht, Lagerkapazitäten optimiert und Material gespart werden. Diese Methode nutzt gegenüber herkömmlichen IT-Modellen deutlich mehr Informationen. Dies schafft eine synchronisierte Datenbasis, auf die alle am Bau Beteiligten zugreifen können.

Was Experten über BIM im Handwerk sagen:

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Mehr Informationen

Bauprojekte künftig an die qualitativ Besten vergeben

Alexander Dobrindt versprach 2015 als damaliger Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Wir brauchen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Planern und ausführenden Unternehmen. Dazu wollen wir auch die Vergabepraxis ändern. Bauprojekte sollen künftig an den qualitativ Besten vergeben werden. Und nicht an den vermeintlich Billigsten. Der Preis allein darf kein Ausschlusskriterium sein.“ Die Erwartungen und Hoffnungen an BIM sind also gewaltig. Nicht minder gewaltig ist aber der Weg zum erfolgreichen Einsatz von BIM. Denn nur wenn die Methode wirklich reibungslos für alle an einem Bauprojekt Beteiligten zu nutzen ist, bringt sie Vorteile. Den Idealfall vorausgesetzt, arbeiten dann Architekten, Fachplaner, Bauunternehmer, Handwerker und Facility Manager mit BIM zusammen und koordinieren ihre Leistungen. Grundvoraussetzung hierfür wäre, dass alle Beteiligten über eine Software verfügen, die einen Datentransfer und Datenaustausch über geeignete Schnittstellen erlaubt.

BIM im Handwerk: Integration der Planung von Terminen und Kosten

Neben dem BIM 3D-Modell – das sich im weitesten Sinne auf die architektonische Leistung, Tragwerksplanung und zusätzliche Informationen zu Komponenten beschränkt – ist die Erweiterung auf ein 4D-Modell erstrebenswert. Dies schließt Komponenten der Terminplanung mit ein. In der 5D-Stufe werden die Kosten integriert. Schon jetzt möglich sind weitere Stufen, in denen Betrieb, Wartung, Instandhaltung und Abriss vorberechnet und permanent aktualisiert werden können. Auch für Dachdecker und Zimmerer können bei der Beteiligung am BIM-Projekten von den Vorteilen profitieren, die sich vor allen aus der effizienteren Planung von Baustellenabläufen ergeben. Wenn alle ausführenden Gewerke genau wissen, was sie wo, wann und wie zu tun haben, lässt sich deutlich die Produktivität der eigenen Mitarbeiter auf den Baustellen erhöhen. Allerdings ist bei der Einführung der Arbeit mit BIM im Handwerk zu beachten, dass dies Veränderungen und Investitionen in den Bereichen Personal und EDV erfordert.

Industrielle Stahlstruktur neben einer technischen Blaupause, die den Übergang von einer digitalen Zeichnung zum realen Bauwerk zeigt.

BIM im Handwerk: Zusätzlich zum 3D-Modell können Termine und Kosten integriert werden.

BIM im Handwerk: Personalentwicklung

Es müssen MitarbeiterInnen im eigenen Betrieb gefunden oder extern gesucht werden, die sich mit dem Thema BIM auseinandersetzen wollen oder sogar bereits über Erfahrungen verfügen. Oftmals wird es darum gehen, eigene Stellen dafür zu schaffen. Idealerweise ist die BIM-Fachkraft zugleich Betriebsinhaber oder zumindest ihm direkt unterstellt, um Zugriff zu allen relevanten Informationen zu besitzen. Gerade solche Experten werden nicht leicht zu finden sein, da dies gefragte und gut bezahlte Fachkräfte in der Branche sind. Sowohl bei der Suche als auch bei der Weiterbildung eigener Kräfte ist zu berücksichtigen, dass es noch nicht einmal in entsprechenden Studiengängen, wie Architektur oder Bauingenieurwesen, bislang in Deutschland ein einheitliches Bildungs- oder Studienangebot existiert. Auch in der Gesellen- und Meisterausbildung ist BIM bislang – wenn überhaupt – nur als freiwilliges Zusatzangebot verfügbar.

Ein Mann arbeitet am Computer mit einer Stadtkarte oder einem technischen Plan, auf dem farbige Linien und Markierungen zu sehen sind.

Die Arbeit mit BIM sollte in bereits vorhandener und für den Nutzer gewohnter Software sein.

BIM im Handwerk: EDV im Betrieb

Auch wenn es bereits verschiedene Schnittstellen zum Datenaustausch für BIM-Anwendungen gibt, sollte die Arbeit mit BIM in die bereits vorhandene und für die Nutzer im Betrieb gewohnte Software möglich sein. Nur so ist gewährleistet, dass zeitaufwändige manuelle Datenerfassung und Datenergänzungen – mit entsprechendem Fehlerrisiko – vermieden werden können.

Sie interessieren sich für Trends und Digitalisierung. Dann lesen Sie unseren Artikel über den Einsatz von Drohnen.

Harald Friedrich

In den 80er Jahren kam der ausgebildete Werbekaufmann und Texter zum Journalismus. Seit dieser Zeit unterstützt er zahlreiche Dachdecker-Landesverbände bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit durch Vor-, Nach- und Querdenken. So hob er das Verbandsmagazin des Bayerischen Dachdeckerhandwerks mit aus der Taufe und erstellt bis heute fünf Ausgaben pro Jahr komplett. Er schreibt zudem für Fachmedien im Bereich Handwerk, darunter seit Jahren auch „Das DACH“. Sein Motto: „Schreiben ist nichts weiter als eine permanente Neuordnung von 26 Buchstaben."

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