Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Zwei Männer arbeiten auf einem Dach bei sonnigem Wetter, einer trägt eine Sonnenbrille und beide sind mit Bauarbeiten beschäftigt.

Dach-Allrounder mit Schwerpunkt energetische Sanierung

Kai-Uwe Bohn

20. Oktober 2020

Wenn Stefan Putzker über seinen eigenen Betrieb erzählen soll, fällt ihm als erstes der Begriff „klassische Dachdeckerei“ ein. Grundsätzlich ist das auch so. Denn das Unternehmen mit seinen momentan zwölf Beschäftigten erzielt den Großteil seines Umsatzes mit dem „Brot-und-Butter-Geschäft“. Die regionalen Auftraggeber sind meist Privatkunden, überwiegend im Bereich Steil- und Flachdach. Und dennoch ist auch etwas Understatement dabei, denn die Firma genießt in Mainz und Umgebung ein hervorragendes Ansehen.

Zwei Männer stehen vor einem roten Firmenwagen mit weißer Aufschrift über Tradition und Technik im Dachdeckerhandwerk.

Tradition, Qualität und zeitgemäße Schwerpunkte wie die energetische Sanierung zeichnen den Betrieb aus. Vater Stefan Putzker und Sohn Jonas können optimistisch in die Zukunft schauen.

Energetische Sanierung mit Betreuung von A bis Z

„Wir haben momentan einen Schwerpunkt bei der energetischen Sanierung und arbeiten eng mit einem Energieberater zusammen“, geht Stefan Putzker ins Detail. „Gerade jetzt, wo es bis zu 20 Prozent Rückvergütung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt, ist das für Hausbesitzer natürlich sehr interessant. Viele Kunden sind zunächst aber auch aufgrund der Regularien unsicher. Sie freuen sich dann, wenn sie von uns mit einer Betreuung von A bis Z an die Hand genommen werden.“

Volle Auftragsbücher bis ins Jahr 2021

Volle Auftragsbücher für energetische Sanierung kann Putzker daher vermelden. Bis mindestens Februar 2021 ist sein Betrieb ausgebucht, „und es kommt natürlich laufend etwas nach.“ Aktuell ist er etwa mit einer Steildach-Sanierung samt einer Teilerneuerung der Fenster beschäftigt, mit einem schicken Dachziegel in zinkgrau. „Nach dem Innenausbau durch die Eigentümer haben wir jetzt von außen das Dach noch einmal mit Gutex-Holzweichfaserplatten gedämmt, was neben Hitzeschutz auch Lärmdämmung als angenehmen Nebeneffekt hat“, erklärt Putzker.

Ein Bauarbeiter sitzt auf einer Baustelle, im Hintergrund ein gelber Kran vor blauem Himmel.

Hoch hinaus geht es seit 108 Jahren bei Hönig & Spiegel.

Auch schon das Mainzer Dom-Dach repariert

Reparaturen und Wartungen sind ebenfalls eine wichtige Sparte bei Hönig & Spiegel. „Eine Kolonne kümmert sich nur darum. Wenn Schäden am Dach oder der Rinne sind, muss es schnell und gut gehen – und dafür stehen wir“, berichtet Jonas Putzker aus der täglichen Praxis. Und das Gesamtsystem muss natürlich richtig ausgelegt sein. Auch im Rhein-Main-Gebiet regnet es nach seiner Beobachtung seltener, dafür aber manchmal heftiger. „Wenn die Regenrinne überläuft, dann wenigstens in die richtige Richtung. Viele Hausbesitzer wissen das gar nicht.“ Reparaturen führten den Betrieb auch schon mal auf das Dach des imposanten Mainzer Doms. „Das ist natürlich dann ein Vorzeigeprojekt, schöner Blick über die Stadt inklusive“, schmunzelt Jonas Putzker. Immer wieder taucht das Bistum Mainz als Auftraggeber auf.

Mehrere Männer arbeiten in einer Werkstatt mit Regalen und Werkzeugen im Hintergrund, während einer am Tisch vorne steht und etwas bearbeitet.

Auch Klempnerarbeiten in der eigenen Werkstatt gehören zum Aufgabenbereich der Mitarbeiter.

Betrieb konsolidieren auf hohem Niveau

Mit dem Mitarbeiter-Dutzend, das Hönig & Spiegel derzeit beschäftigt, sind der Firmenchef und sein Sohn sehr zufrieden. „So passt es“, sagen beide im Brustton der Überzeugung. Weitere Kolonnen, die bei der Auftragslage durchaus genug Arbeit hätten, würden aber eine zusätzliche Investition bedeuten – ohne Garantie, dass die Rechnung dann auch aufgeht. „Wer weiß, was Corona noch bringt“, sagt Stefan Putzker dazu.

Zwei Bauarbeiter in Arbeitskleidung arbeiten auf einem Dach unter blauem Himmel. Im Hintergrund sind eine Satellitenschüssel und Holzbalken zu sehen.

Ausbildung in einem funktionierenden Team: Bei Hönig & Spiegel können Lehrling richtig was lernen.

„Auszubildende sind immer gerne gesehen“

Weil man seit mehr als 100 Jahren aktiv ist, einen Namen hat und die Kunden zufrieden sind, brauche man selten weiter als zehn Kilometer zu fahren. „Ich sage immer: Wir arbeiten rund um den Hechtsheimer Kirchturm“, flachst der Chef. Oft bekommt er Anfragen von Facharbeitern, die gerne bei ihm arbeiten würden. „Aber wir bewegen uns lieber auf diesem gesunden Niveau, auf dem wir im Moment stehen. Was aber immer gern bei uns gesehen wird, sind Auszubildende. Auch jetzt haben wir mit unserem Philipp wieder einen Dachdecker-Azubi im Team.“

Ein Mann lehnt sich aus einem offenen Dachfenster, im Hintergrund sind Bäume und ein Hausdach zu sehen, sonniges Wetter.

Das Fenster in die sozialen Medien: Hönig & Spiegel postet sehr erfolgreich auf Instagram.

Fast 3.300 Abonnenten auf Instagram

Weil auch ein mehr als 100 Jahre altes Unternehmen mit der Zeit gehen muss, hat Hönig & Spiegel schon früh auf die digitalen Medien gesetzt. Eine eigene Webseite gibt es seit zwei Jahrzehnten, „mit vielen Fotos, aus der Hüfte geschossen vom Team“, so Jonas Putzker. Das gilt auch für den Facebook-Auftritt und die mehr als 350 Fotos auf Instagram. Dass die Firma dort mit fast 3.300 Abonnenten für einen Handwerksbetrieb ungewöhnlich erfolgreich ist, wundert die Putzkers selbst ein wenig. „Aber das kommt wohl, weil wir mit unseren Fotos und Beiträgen so authentisch wirken. Diese Authentizität ist neben der guten Arbeit sicher auch ein Grund für unseren guten Ruf hier in der Region“, so Jonas Putzker.

Zwei Männer mit Werkzeugen lächeln auf einer Baustelle, Baustellengitter und ein Schild im Hintergrund, beide tragen Freizeitkleidung.

Spaß bei der Arbeit gehört für die Mitarbeiter dazu.

Top-Bewertungen auf Google

Mit Bewertungen und Rezensionen im Internet muss man vorsichtig sein – schließlich wird dieses Instrument auch missbraucht. Und nicht selten sind es die Unzufriedenen, die dann ihren Unmut posten. Aber wenn ein Dachdeckerbetrieb bei Google ausschließlich Fünf-Sterne-Bewertungen bekommt und sich die Schreiberinnen und Schreiber im Lob überbieten, kann das kein Zufall sein. „Immer wieder unkompliziert, kompetent, professionell und zeitnah gearbeitet. – Schnelle, unkomplizierte, termingerechte und saubere Abwicklung – Sehr freundlich, pünktlich, gründlich, zuverlässig und kundenorientiert“: Dachdeckerherz, was willst du mehr? „Natürlich freut uns das Lob ungemein. So soll es ja auch sein. Der zufriedene Kunde ist unser höchstes Gut“, sagt Stefan Putzker, seit 1998 Chef des Mainzer Traditionsunternehmens.

Zwei Männer stehen vor einem weißen Schild mit roter Aufschrift „Hönig Spiegel“, unterhalten sich und lächeln sich an.

Vater und Sohn Putzker sprechen eine Sprache und arbeiten gerne miteinander.

Sohn Jonas tritt als Dachdeckermeister in die Fußstapfen des Vaters

Überhaupt ist der alteingesessene Firmenname nur mit ihm in der Erweiterung vollständig: „Hönig & Spiegel | Inhaber Stefan Putzker“ heißt es vollständig, und mit seinem Sohn Jonas – auch er Dachdecker- und Klempnermeister – ist seit 2018 schon die fünfte Familiengeneration dabei. „Klar – das freut einen Vater ungemein, wenn der Sohn in die Fußstapfen tritt. Wobei es seine eigene Entscheidung war. Niemand hat ihn dazu gedrängt“, sagt Stefan Putzker. „Jonas ist die Zukunft. Und obwohl er noch jung ist und viel auf den Baustellen aktiv, ist er natürlich schon im Geschäftsführungsteam, um alle Abläufe kennenzulernen und mitzugestalten.“

Begonnen hatte bei Hönig & Spiegel alles 1912, als der Rheinschiffer Georg Hönig an Land ging und einen Dachdeckerbetrieb gründete. Durch einen Schwiegersohn kam der Name Spiegel ins Spiel, schließlich durch die Hochzeit von Christa Spiegel und Peter Putzker der heutige Name. Stefan Putzker ist ihr Sohn, Jonas der Enkel.

Ein Arbeiter trägt Handschuhe und arbeitet mit einem Werkzeug auf einem Dach, während im Hintergrund ein Haus mit rotem Dach und Baugerüst zu sehen ist.

Genaues Arbeiten bis ins Detail hat zum guten Ruf von Hönig & Spiegel in der Mainzer Region beigetragen.

Zusammenarbeit mit dem Dachdecker-Einkauf bei der Digitalisierung

Und wie geht es zukünftig weiter? Die Digitalisierung der betrieblichen Abläufe ist sicher eine Herausforderung für das Mainzer Unternehmen: „Wir sind gerade dabei, die Baustellenabwicklung und die Lagerhaltung auf digitale Füße zu stellen. Die Niederlassung Mainz der DEG Alles für das Dach eG Dachdecker hilft uns dabei.“ Mit dem Einsatz von QR-Codes oder Bestellportalen wie dem Online-Bestell- und Informationsservice, kurz OBIS der ZEDACH-Gruppe macht die „klassische Dachdeckerei“ den nächsten Schritt.

Sie interessieren sich dafür, wie Betriebe ihre Arbeit organisieren. Dann lesen Sie unsere Story über Daume Bedachungen, die dieses Jahr 100-jähriges Bestehen feiert.

Kai-Uwe Bohn

Kai-Uwe Bohn ist ausgebildeter Journalist und seit mehr als 40 Jahren im Geschäft. Er fühlt sich in vielen Themenfeldern zuhause, kann sich aber vor allem für das „richtige Leben“ rund um Wirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleistungen begeistern. Dass er Politikwissenschaft bis zum Diplom studiert hat, hilft ihm, die Zusammenhänge im Hintergrund richtig einzuordnen. Im Mittelpunkt seines Interesses stehen stets die Menschen, die Mögliches und Unmögliches wahr machen.

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