Renker Bedachungen: Wo Erfahrung auf Leidenschaft trifft
2. Dezember 2025
Die Artur Renker Bedachungen GmbH aus Wuppertal hat sich als Spezialist für Industrie- und Flachdächer einen Namen in der Region gemacht. Schon seit vielen Jahrzehnten ist der Familienbetrieb regelmäßig für verschiedene Industrieunternehmen im Einsatz. Und so war es kein Zufall, dass vor einer Weile ein Großauftrag hereinkam, für den es nicht nur viel Erfahrung brauchte – sondern auch die Offenheit, neue Herausforderungen beherzt anzupacken.
Vom Notfalleinsatz zur langfristigen Sanierung
Als an einem Morgen vor gut zwei Jahren das Telefon bei Carsten Renker klingelte, konnte er noch nicht ahnen, welche Folgen dieser Anruf für ihn und seinen Betrieb haben würde. Bei einem großen Industrieunternehmen in der Nähe hatten sich plötzlich Risse in den Kunststoffdachbahnen gezeigt. Betroffen von dem großflächigen Shattering: Mehrere Dächer mit einer Gesamtfläche von 28 000 Quadratmetern.

„In der akuten Notsituation ging es damals zunächst darum, die Risse provisorisch irgendwie abzudichten“, erinnert sich Renker. Zwei Stunden später standen er und seine Leute auf dem Dach – unterstützt von Kollegen befreundeter Betriebe, die in der ersten Eile auch mit Material aushalfen. Seither sind jeden Tag sechs Männer von Renker Bedachungen bei dem Projekt im Einsatz, um die kompletten Dachflächen zu sanieren und mit EPDM-Folien von Carlisle Construction Materials schnellstmöglich abzudichten. Nach jetzigem Stand wird der Großauftrag den Familienbetrieb Renker Bedachungen noch bis ins nächste Jahr hinein beschäftigen.
Großaufträge lieben sie auch bei der Haller Gruppe, die eine wunderschöne Dachkonstruktion inklusive Stahlbau für einen Busbahnhof realisiert hat.
Familienbetrieb im besten Sinne
Dabei ist der Begriff Familienbetrieb in diesem Fall absolut wörtlich zu nehmen: Carsten Renker führt das Unternehmen in fünfter Generation zusammen mit seinem Vater Axel Renker. Dessen Frau Heike Renker arbeitet ebenso im Büro wie Lisa Renker, die Gattin des Juniorchefs. „Wer bei uns anruft, bekommt immer jemanden ans Telefon, der Renker heißt“, meint der 34-Jährige und lacht.

Dass er selbst eines Tages mit einsteigen würde, war anfangs nicht unbedingt abzusehen. Zwar hatte er schon als Jugendlicher in den Ferien regelmäßig mit angepackt und seine Freude am Dachdecken entdeckt. Aufgrund gesundheitlicher Probleme riet man ihm nach dem Abitur allerdings von einer Ausbildung in diesem Beruf ab. So ließ er sich zunächst zum Bankkaufmann ausbilden und hängte anschließend noch ein Studium in Business Administration dran.
Leidenschaft als Antrieb für besondere Leistungen
„Im Laufe der Zeit kristallisierte sich dann heraus, dass ich doch lieber etwas machen möchte, wo ich sehen kann, was ich da erschaffe“, erzählt Carsten Renker. Nachdem sich seine gesundheitliche Situation stabilisiert hatte, wechselte er 2016 in den elterlichen Betrieb Renker Bedachungen und absolvierte dort eine weitere Ausbildung, diesmal zum Dachdecker. Nur wenig später folgte der Meistertitel und das mit Auszeichnung: Wie schon sein Vater viele Jahre zuvor, schloss er die Prüfungen 2020 als Jahrgangsbester ab – und zwar nicht nur als bester Dachdeckermeister im Bezirk der Handwerkskammer Dortmund, sondern als „bester Bestmeister“ aller 18 geprüften Gewerke.
Darüber reden mag er nicht so gerne, dafür ist er viel zu bescheiden. Und so lautet seine zurückhaltende Antwort auf die Frage, ob er und sein Vater nun besonders talentiert oder besonders motiviert seien: „Ich würde sagen, wir haben beide den Beruf gefunden, der Leidenschaft in uns entfacht. Und wenn man eine Leidenschaft spürt, gibt man sich besonders viel Mühe – und dann kommt eben auch schon mal so etwas dabei heraus.“

Vater und Sohn im konstruktiven Miteinander
Dass Vater und Sohn bei Renker Bedachungen gemeinsam am Ruder sitzen, funktioniert aus Sicht des Juniorchefs hervorragend. Die Zuständigkeiten sind nach Kundengruppen aufgeteilt, gelegentliche Meinungsverschiedenheiten werden konstruktiv gelöst. Das Geheimnis der guten Zusammenarbeit: „Mein Vater ist offen für Neues und ich habe Respekt vor der Erfahrung.“
Aktuell beschäftigt der Betrieb Renker Bedachungen, der Mitglied der DEX eG ist und dort sein Material bezieht, 16 Mitarbeiter. Bis vor ein paar Jahren waren es noch zehn. Dann kam ein größeres Neubauprojekt, gefolgt von dem oben erwähnten langfristigen Auftrag des benachbarten Industrieunternehmens. „Da fehlen mir sechs Mann, die dort jeden Tag im Einsatz sind“, berichtet Carsten Renker. „Deswegen mussten wir quasi notgedrungen wachsen.“
Dozent an der Dachdeckerschule
Wie fast alle Handwerksbetriebe zählt es auch für Renker Bedachungen zu den größten aktuellen Herausforderungen, geeignetes Personal zu finden. Bisher ist das allerdings immer gelungen – nicht zuletzt dank eines guten Betriebsklimas, flacher Hierarchien und Benefits wie einer betrieblichen Krankenversicherung, wie er sagt. Neben ihm und seinem Vater ist sogar noch ein weiterer Dachdeckermeister bei Renker Bedachungen beschäftigt: Mit ihm zusammen engagiert sich der 34-Jährige als Dozent an der Meisterschule der Handwerkskammer Dortmund, wo er für einen Teil des kaufmännischen Bereichs zuständig ist. Angesichts seiner Vorbildung freut es ihn, hier tiefer im Thema bleiben zu können. „Und es hält den Kopf frisch, sich immer wieder mit neuen Fragen und neuen Leuten zu beschäftigen.“

Mehrwert für die Gesellschaft und die Umwelt
Für Carsten Renker war es nach eigener Aussage ein Glücksfall, am Ende doch noch in seinen Traumberuf wechseln zu können. Und auch, wenn er mittlerweile die meiste Zeit im Büro verbringt: „Mit den Kunden zusammen Lösungen zu erarbeiten und hinterher ein sichtbares Ergebnis zu haben, das sich greifen lässt – das macht einfach unheimlich viel Spaß.“ Darüber hinaus empfinde er es als sinnstiftend, dass Dachdecker letztlich Klimahandwerker seien und eine bedeutende Rolle für den Umweltschutz spielten. „Das ist schön, weil wir so nicht nur handwerklich, sondern auch für die Gesellschaft und die Umwelt einen Mehrwert schaffen.“

Freude am Lernen
Zum Schluss noch einmal zurück zu dem Großprojekt vom Anfang. Die besondere Herausforderung habe hier in den schieren Dimensionen gelegen, erläutert Renker – das gelte sowohl für die Preiskalkulation als auch für die Materialbeschaffung. „Genau das macht den Auftrag aber auch total interessant“, betont er. „Da läuft alles in einer anderen Größenordnung als sonst üblich, dabei lernt man dann auch ganz viel.“ Und damit schließt sich auch der Kreis zum Thema Leidenschaft: „Wenn man da so eine Leidenschaft hat und wissbegierig ist und sich freut, noch einmal etwas Neues lernen zu können – dann ist das einfach ein schönes Projekt, mit dem man sich gerne beschäftigt.“
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