Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Ein Mann mit Brille trägt Outdoor-Kleidung und steht auf einem gepflasterten Weg vor einem Fahrzeug und einem Gebäude mit Gerüst.

Stappert Dachkonzepte: Starke Dächer und smarte Lösungen

Kai-Uwe Bohn

15. April 2025

Tradition und Moderne in Einklang zu bringen, ist für Familienbetriebe im Dachdeckerhandwerk Herausforderung und Chance zugleich. Lesen Sie hier, wie die Stappert Dachkonzepte GmbH, Mitglied der DEX eG, im sauerländischen Meschede mit erstklassiger Handwerksarbeit und konsequenter Digitalisierung erfolgreich ihren Weg geht.

Digitalisierung konsequent eingeführt

Dachdeckerhammer, Falzzange, Maßband, Akkuschrauber oder Nagelpistole: Alles bewährte Werkzeuge auf dem Dach, bei Stappert Dachkonzepte wie bei allen anderen Betrieben der Branche. Aber auch Tablet, Smartphone und Drohne gehören heute dazu. Und hier hat Geschäftsführer Alexander Stappert bereits 2012, zwei Jahre nach der Übernahme des elterlichen Betriebs, die Weichen gestellt. „Ich habe danach angefangen, ein eigenes System aufzubauen – mit iPads, digitalen Notizen und digitalen Kalendern. Das haben wir dann konsequent weitergeführt. Heute gibt es natürlich professionelle IT-Lösungen und die sind bei uns mittlerweile Standard.“

Ein Arbeiter in Arbeitskleidung installiert ein Solarpanel auf einem Dach; im Hintergrund sind Bäume und Hügel sichtbar.
Erstklassige Handwerksarbeit ist die Basis für den Erfolg. (Foto und Titelbild: Stappert Dachkonzepte)

Digitale Zukunft im Handwerk

Stappert Dachkonzepte arbeitet heute mit der Software Hero, speziell für Handwerksbetriebe entwickelt. „Sie wird von allen Seiten gelobt und geschätzt“, sagt der Chef des Unternehmens aus Meschede. „Alle Prozesse – vom Auftragseingang über die Abwicklung und Dokumentation auf der Baustelle bis hin zur Abrechnung und Lagerhaltung – sind bei uns heute digitalisiert. Bei uns nimmt niemand mehr einen Zettel in die Hand und schreibt etwas auf.“ Der Lohn für die vorbildliche Umsetzung eines digitalen Managements war 2024 die Auszeichnung „Dachkrone“ in der Kategorie „Bestes digitales Unternehmen“.

Ein junger Mann mit Bart und weißem T-Shirt lacht und steht vor einem blauen Lieferwagen.
„Alle Prozesse sind bei uns heute digitalisiert", sagt Chef Alexander Stappert. (Foto: Stappert Dachkonzepte)

Tradition und Generationenwechsel

Doch nicht erst seit der Digitalisierung steht der Name Stappert in Meschede und Umgebung für erstklassige Dachdeckerarbeit. Großvater Heribert gründete den Betrieb vor über 70 Jahren, sein Sohn bekam den gleichen Vornamen und vom Vater natürlich auch die Firma. Wie so oft in Handwerkerfamilien ließen sich auch die Söhne Alexander und Sebastian von der Leidenschaft für das Dachdeckerhandwerk anstecken. Als Vater Heribert 2012 plötzlich verstarb, übernahm Alexander die Verantwortung. Er stellte den Traditionsbetrieb als Stappert Dachkonzepte GmbH auf neue rechtliche Füße. „Ansonsten ist alles beim Alten geblieben. Wir hatten viele Stammkunden und haben viele neue Kunden hinzugewonnen. Hier in der Region kennt und schätzt man uns.“

Ein Mann bedient einen großen orangefarbenen Kranhaken und befestigt ihn an einem Metallträger im Freien.
Bruder Sebastian Stappert arbeitet als Projektleiter im Betrieb. (Foto: Stappert Dachkonzepte)

Vielfältige Kompetenzen rund ums Dach

Stappert Dachkonzepte bietet umfassende Dienstleistungen rund ums Dach an. Steil- und Flachdächer in allen traditionellen und modernen Ausführungen, Fassadengestaltung mit integrierten Wärmedämmsystemen und unterschiedlichsten Verkleidungen, Dachausbau, Blitzschutz und Bauklempnerei sowie Photovoltaik und Gründächer. Der Betrieb beherrscht das kleine und große Einmaleins des Dachdeckerhandwerks. „Wir decken dabei das komplette Programm an Projekten ab, vom Einfamilienhaus bis zum Industrieflachdach mit 10 000 Quadratmetern“, so Alexander Stappert. Die Auftragsbücher sind voll, sein Betrieb kann sich über stetige Anfragen freuen.

Großprojekt Hallendach für ITH Schraubtechnik

Natürlich gibt es auch beispielhafte Projekte, sozusagen das Salz in der Suppe. So hat Stappert Dachkonzepte 2024 für das große Mescheder Unternehmen ITH Schraubtechnik im Industriegebiet Enste ein neues Hallendach realisiert. „Wir waren bereits 2016 bei einem Hallenneubau von ITH dabei, einem heute weltweit führenden Systemanbieter in der Schraubtechnik, der seitdem kontinuierlich expandiert“, sagt Alexander Stappert. ITH wurde vor über 30 Jahren in Meschede gegründet. Die Betreiberfamilie Hohmann und die Familie Stappert kennen sich gut.

Ein Arbeiter installiert Dachbedachung mit einem Brenner, erhitzt eine Bitumenbahn auf einem Flachdach. Im Hintergrund sind weitere Rollen und Bäume sichtbar.
Große Flachdachprojekte sind eine Spezialität des Betriebs. (Foto: Stappert Dachkonzepte)

Da war es klar, dass bei der jetzt notwendig gewordenen Erweiterung – „ITH hat seinen bestehenden 10 000 Quadratmetern eine gleich große Halle hinzugefügt“ – wieder die Stappert Dachtechnik zum Zuge kam. „Das war für uns ein sehr intensives Projekt. Nicht nur was die Flachdach-Technik angeht, sondern auch die Installation einer PV-Anlage mit einem Nennwert von 1 MW“, erinnert sich der Geschäftsführer. Dank der funktionierenden Digitalisierung und dem Engagement des kleinen, aber feinen Teams gelang dies reibungslos.

Perfektion bis ins Detail

Ein paar Nummern kleiner, aber dennoch eine wichtige Aufgabe, der ebenfalls viel Energie und Aufmerksamkeit gewidmet wurde, war die Mitwirkung an der aufwendigen Sanierung eines großen Einfamilienhauses in Meschede. „Der Bauherr legte Wert auf Qualität und hochwertige Handwerksleistung sowie auf Optik und Design. Dach, Fassade, Unterdach und PV-Anlage waren unser Ding. Da konnten wir wirklich zeigen, was wir können und was heute möglich ist – ein sehr, sehr schönes Projekt.“

Moderne Häuser mit dunklen Dächern in einer Wohnsiedlung, umgeben von viel Grün und Bäumen, aus der Vogelperspektive fotografiert.
Eine optisch sehr ansprechende Metall-Dacheindeckung mit PV-Anlage. (Foto: Prefa)

Vorher Luftdichtheitskonzept erstellt

Dabei arbeitete Stappert Dachkonzepte eng mit der österreichischen Firma Prefa zusammen. „Wir haben zunächst eine energetische Sanierung durchgeführt und eine Aufdachdämmung aufgebracht, für die wir vorher ein Luftdichtheitskonzept erstellt hatten. Das war bei diesem Projekt gar nicht so einfach.“ Denn an dem alten Gebäude war „energetisch vorher praktisch nichts“. Nachdem das Haus dämmtechnisch eingepackt war, versahen die Mitarbeiter das gesamte Dach sowie die Fassade mit einer Stehfalzeindeckung – teilweise mit innenliegenden Regenrinnen.

Mehrere Männer installieren Solarpaneele auf einem Dach, mit einem Gerüst im Hintergrund und einer ländlichen Umgebung.
Kooperation des Prefa-Fachberaters (links) mit den Mitarbeiters von Stappert Dachkonzepte. (Foto: Prefa)

„Schließlich konnten wir als erstes deutsches Unternehmen die neuen Prefalz-Solarmodule montieren, eine äußerst gelungene Verbindung von Ästhetik und Effizienz“, meint Stappert. Prefa schickte eigens einen Fotografen aus Österreich, um das Projekt zu dokumentieren. Die Bilder sind sowohl bei Stappert Dachkonzepte als auch beim Hersteller auf Instagram zu finden.

Glasdach eines Gebäudes mit darunterliegenden rechteckigen Pflanzkästen und etwas Vegetation am unteren Bildrand.
Die vollflächig verlegten Solarmodule machen auch optisch einen guten Eindruck. (Foto: Prefa)

Ein starkes Team als Schlüssel zum Erfolg

Stappert Dachkonzepte hat erfahrene Mitarbeiter wie Markus Pohl, der seit 38 Jahren im Betrieb ist. Er wurde noch von Großvater Heribert ausgebildet „und geht auch bei uns in Rente“. Auch Bedri Morina (35 Jahre) und Matthias Köstens (30 Jahre) sind schon lange im Betrieb. Mit Dominik Nöcker und Nick Scharke hat Stappert zuletzt zwei Meister eingestellt, außerdem wird viel ausgebildet. Paul Neufeld ist im dritten Lehrjahr, Luca Mertens hat im August 2024 seine Ausbildung begonnen. „Wir können hier nicht alle nennen – aber wir sind ein enorm eingespieltes Team“, so der Firmenchef. „Das ist die wichtigste Grundlage für unseren Erfolg.“

Ein Handwerker mit kariertem Hemd und Kappe arbeitet auf einem Dach und hält Werkzeug in den Händen. Im Hintergrund ist eine ländliche Landschaft sichtbar.
Markus Pohl bringt sein Know-how seit 38 Jahren ins Team ein. (Foto: Stappert Dachkonzepte)

Hand in Hand arbeiten im Familienbetrieb

15 MitarbeiterInnen beschäftigt Stappert Dachkonzepte derzeit. Die Familie spielt nach wie vor eine Rolle. Mutter Ute hat seit mehr als 35 Jahren die Finanz- und Lohnbuchhaltung fest im Griff, die eines Tages Bruder Sebastian übernehmen soll, der schon jetzt eine tragende Säule im Betrieb ist und sich um kleinere Projekte und Baustellen sowie den Reparaturservice kümmert. Mit Dachdeckermeister Nick Scharke hat Alexander Stappert zudem eine rechte Hand im Büro, die ihm bei der Vor- und Nachbereitung der Arbeiten hilft – von Leistungsverzeichnissen über Drohnenaufmaße bis hin zum Einholen von Gerüstangeboten. Und dann ist da noch Frida: Die Hündin sorgt nicht nur für gute Laune, sondern spielt wohl die wichtigste Rolle – als heimliche Chefin.

Ein Bauarbeiter steht auf einem Gerüst, während ein Kran ein großes Holzelement auf eine Baustelle hebt, mit Häusern im Hintergrund.
Teamwork bei Stappert: Dacheindeckung mit Kran. (Foto: Stappert Dachkonzepte)

Für weiteres Wachstum braucht es Mitarbeiter

„Wir wollen wachsen“, gibt der 38-jährige Firmenchef einen Ausblick. „Aber die Leute muss man natürlich auch bekommen. Abwerben ist im Handwerk keine Lösung.“ Bei der Kunden- und Mitarbeiterakquise hilft dem sauerländischen Unternehmen eine erstklassige Öffentlichkeitsarbeit: Stappert hat eine moderne Website und postet auf Instagram und Facebook fast täglich, was aktuell im Unternehmen und auf den Baustellen passiert. Verantwortlich dafür ist eine professionelle Dienstleisterin: Rosa Köhne. Der Kontakt zu ihr kam eher zufällig zustande, doch ihre Arbeit überzeugte den Firmenchef innerhalb kürzester Zeit so sehr, dass er ihr völlig freie Hand ließ. „Sie will immer Dinge mit mir absprechen, aber ich sage nur, Rosa mach mal – weil ich blind weiß, dass ich mit dem Ergebnis zufrieden sein werde.“

Zwei Männer arbeiten im Sonnenlicht zusammen im Freien, einer trägt ein weißes T-Shirt.
Ist leidenschaftlich gerne auf dem Dach aktiv: Dachdeckermeister Dominik Nöcker. (Foto: Stappert Dachkonzepte)

Dominik Nöcker als Gesicht der Dach+Holz

Inzwischen hat die Stappert Dachtechnik GmbH mit Meister Dominik Nöcker auch einen echten „Vorzeigedachdecker“. Er ist nämlich eines der beiden offiziellen Messegesichter für die Dach+Holz 2026 in Köln. Kollegen und Chef hatten ihn nach einer entsprechenden Ausschreibung auf Instagram ermutigt, sich für den Botschafter-Job zu bewerben – mit Erfolg. Nöcker will dort die Chance nutzen, von seinen langjährigen Erfahrungen zu berichten und junge Menschen für den Beruf des Dachdeckers zu begeistern.

Sie interessieren sich für innovative Betriebe? Dann lesen Sie unseren Bericht über Christoph Voß, der mit seinem Unternehmen voll auf Dachsanierung mit PV-Anlagen setzt.

Kai-Uwe Bohn

Kai-Uwe Bohn ist ausgebildeter Journalist und seit mehr als 40 Jahren im Geschäft. Er fühlt sich in vielen Themenfeldern zuhause, kann sich aber vor allem für das „richtige Leben“ rund um Wirtschaft, Handwerk, Handel und Dienstleistungen begeistern. Dass er Politikwissenschaft bis zum Diplom studiert hat, hilft ihm, die Zusammenhänge im Hintergrund richtig einzuordnen. Im Mittelpunkt seines Interesses stehen stets die Menschen, die Mögliches und Unmögliches wahr machen.

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