Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Ein weißes Blatt Papier steht auf einer glänzenden, beigen Oberfläche mit einem sanft verschwommenen, warmen Hintergrund.

Dachdecker Wahlaufruf: Demokratie lebt vom Mitmachen

Knut Köstergarten

20. Februar 2025

Die Bundestagswahl steht vor der Tür und natürlich gilt es zu schauen, welche Parteien die Interessen des Handwerks ernst nehmen – in ihrer Politik, nicht nur in ihren Sonntagsreden. Wir haben zusammengefasst, was die Verbände fordern für die Betriebe. Zugleich geht es aber auch um mehr in dieser Wahl am kommenden Sonntag, darum, Werte und Prinzipien der Demokratie gegen Extremismus und Populismus zu schützen. Der Landesinnungsverband der Dachdecker Westfalen hat sich hier mit einem besonderen Aufruf zu Wort gemeldet.

Ein schwarzes Quadrat über einem Text, der teilweise lesbar ist: „IST DAS SCH... ERER GESELL...“.
Die Dachdecker Westfalen positionieren sich klar für die Stärkung der Demokratie. (Grafik: LIV Westfalen)

Zur Wahl gehen – Demokratie stärken

Einerseits ruft er alle Dachdecker in den Betrieben und deren Familien auf, ihre Stimme bei der abzugeben, denn eine hohe Wahlbeteiligung ist entscheidend für eine starke Demokratie. Und darüber hinaus heißt es in einer Pressemeldung: „Wir setzen uns für die Werte und Prinzipien der Demokratie ein: Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde. Sie schaffen den Rahmen, in dem wirtschaftliches Arbeiten und freies Unternehmertum gedeihen können. Sie sind das Grundgerüst unseres friedlichen Zusammenlebens und Arbeitens.“

Mehrere Menschen geben sich gleichzeitig einen Fauststoß als Zeichen der Zusammenarbeit und des Teamgeists.
Die Dachdecker Westfallen stehen für Offenheit, Vielfalt, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Dachdecker für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Dann gehen die westfälischen Dachdecker noch einen Schritt weiter. Sie fordern: „Kein Platz für Extremismus und Populismus. Wir stehen für Offenheit, Vielfalt, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das westfälische Dachdeckerhandwerk hat keinen Platz für antidemokratische Strömungen und menschenverachtende Haltungen. Das Handwerk ist nicht immer einer Meinung, aber es tritt entschlossen jeder Art von Extremismus, Demokratiefeindlichkeit und Rassismus entgegen.“ Solche grundsätzlichen Einlassungen zur Bedeutung der Bundestagswahl am 23. Februar sucht man beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) vergeblich.

Ein Arbeiter in Handschuhen verlegt rote Dachziegel unter klarem blauem Himmel.
Der ZVDH fordert: Die Politik muss Wohnungsbau und energetische Sanierung ankurbeln.

Dachdecker fordern Rahmenbedingungen für Energiewende

Der ZVDH belässt es bei einigen gemeinsam mit anderen bauhandwerklichen Fachverbänden aufgestellten Wahlprüfsteinen im Sinne der Dachdecker. ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx: „Diese Punkte sind entscheidend, damit das Dachdeckerhandwerk auch künftig einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und Bauwirtschaft leisten kann. Schnellschüsse, die dann wieder korrigiert oder zurückgenommen werden, helfen nicht weiter, sondern verunsichern und lähmen, Bauherren genauso wie die ausführenden Gewerke.”

Porträt eines Mannes mit Brille, kurzem Haar, hellem Hemd und dunklem Jackett, vor unscharfem Hintergrund.
ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx. (Foto: ZVDH)

Wohnungsbau und energetische Sanierung ankurbeln

Sanierungsquote erhöhen

Landesbauordnungen vereinheitlichen und entschlacken

Baugenehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen

Erhöhung des Förderbudgets für Sanierungsmaßnahmen zur Reduzierung des

Energieverbrauchs und CO2-Ausstoßes

Fachkräftemangel – Attraktivität der Branche steigern

Stärkung der beruflichen Bildung durch eine bessere finanzielle Ausstattung von Berufsschulen und überbetrieblichen Bildungszentren

Förderung gezielter Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung, etwa durch Kampagnen

zur Attraktivität des Handwerks, vor allem der Klimahandwerke

Migration von ausländischen Fachkräften in die deutsche Wirtschaft fördern und vereinfachen

Keine Kürzung bei Sprach- und Integrationskursen

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft zusammen mit dem Handwerk gestalten

Gefahrstoffverordnung: Ergebnisse des nationalen Asbestdialogs umsetzen; Verantwortung vom Handwerksbetrieb zum Bauherrn verlagern

Recyclingbaustoffe anerkennen und fördern; Abfallgesetzgebung entbürokratisieren

Unternehmensfreundliche Steuer- und Sozialpolitik

Rückkehr zur 40-Prozent-Marke als absolute Obergrenze der Sozialversicherungsbeiträge

Komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags als Belastung gerade für kleinere Betriebe

Harmonisierung des Steuer- und Beitragsrechts

ZDH-Wahlcheck „25 für 25“

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat mit dem Wahlcheck „25 für 25“ seine zentralen Forderungen an die Politik formuliert. „Das Handwerk fordert ein entschlossenes Handeln der Politik, um die Weichen für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik zu stellen und den Standort zu stärken. Wachstum, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit sind nicht selbstverständlich. Die Handwerksbetriebe und ihre Beschäftigten brauchen klare Signale der Entlastung, des Aufbruchs und der Stabilität“, erklärt ZDH-Präsident und Dachdecker Jörg Dittrich.

Ein Mann im blauen Anzug steht auf einem Balkon mit historischer Kuppel im Hintergrund.
ZDH-Präsident Jörg Dittrich: „Das Handwerk ist bereit, die Zukunft Deutschlands aktiv mitzugestalten, ob bei der Energiewende, im Klimaschutz, bei der Digitalisierung oder in der Bildung." (Foto: Henning Schacht)

Handwerk will Zukunft Deutschlands aktiv mitgestalten

Der Dachdeckermeister mit eigenem Betrieb in Dresden führt weiter aus: „Das Handwerk ist bereit, die Zukunft Deutschlands aktiv mitzugestalten, ob bei der Energiewende, im Klimaschutz, bei der Digitalisierung oder in der Bildung. Dafür braucht es aber dringend bessere Standortbedingungen. Das Handwerk wird genau prüfen, wer bereit ist, den notwendigen Neustart zu wagen und dabei die Bedürfnisse der Betriebe und ihrer Beschäftigten in den Mittelpunkt zu stellen.“

Sie interessieren sich für politische Themen? Dann stöbern Sie mal in unserer Rubrik Innungen und Verbände.

Knut Köstergarten

Schreibt seit über zehn Jahren für das Printmagazin „Das Dach“ und leitet dort und bei Dach live die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und inzwischen auf die Bereiche Politik und Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge – gerade auch von Unternehmern.

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