Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Ein Mann mit Brille arbeitet konzentriert in einer hellen Werkstatt an einer Maschine.

Klempnermeister-Kurs: Kein Dach ohne Blech

Konstanze Kulus

9. Dezember 2025

Zum Meistertitel in 16 Wochen? Dass das geht, hat Steffen Kurzer vor wenigen Jahren selbst bewiesen. Aus der eigenen Erfahrung heraus hat er nun bei seinem Arbeitgeber, dem Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg, einen neuen Klempnermeister-Kurs aus der Taufe gehoben, der am 2. November 2026 in Karlsruhe startet.

Ein Tipp: Wer sich noch im Dezember 2025 anmeldet, erhält zehn Prozent Rabatt!

Am besten in Vollzeit lernen

Wenn es um das Erlangen eines Meistertitels geht, sind 16 Wochen sportlich, das gesteht Steffen Kurzer ein. Aber der Dachdeckermeister, Klempnermeister und Ausbilder beim Berufsförderungsverein in Baden-Württemberg ist sich sicher: „Wer Lust und Eigenmotivation hat, bekommt es trotzdem gut hin!“ Für die potenziellen TeilnehmerInnen heißt das allerdings auch, dass sie am besten aufs tägliche Pendeln verzichten, sich am Schulungsstandort in Karlsruhe einquartieren – und im Anschluss an die zehn 45-minütigen Lehreinheiten des Tages auch den Abend mit der Materie verbringen, zum Beispiel in einer Lerngruppe.

Ein Mann in traditioneller Handwerkskleidung arbeitet in einer modernen Werkstatt und hält ein Bauelement fest.
Dachdecker- und Klempnermeister Steffen Kurzer hat den neuen Kurs initiiert. (Alle Fotos: LIV Baden-Württemberg)

Rotes, stilisiertes Buchsymbol über dem Text „LIVE LES“.Vom Studenten zum Klempnermeister: Patrick Buschak im Portrait!

Eigener Antrieb ist wichtig

„Es ist eine intensive Zeit, die man sich wie ein Studium vorstellen muss“, sagt Kurzer. „Ohne Lernen und eigenen Antrieb geht es auch beim Klempnermeister-Kurs nicht.“ Das sollten die TeilnehmerInnen allerdings bereits von bisherigen Stationen des Berufswegs kennen: Der Kurs richtet sich an Klempnergesellen ebenso wie an Dachdeckermeister, die die Prüfungsteile III (betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Teil) und Teil IV (berufs- und arbeitspädagogischer Teil) der Meisterprüfung bereits absolviert haben.

Selbst Klempnernachwuchs ausbilden

Es gibt eine ganze Reihe an Argumenten, die für den Erwerb des Klempnermeistertitels sprechen. Darunter sind die daraus entstehenden persönlichen Karrieremöglichkeiten ebenso wie der Erwerb neuen Know-hows für den eigenen Betrieb, bei dem Kunden „alles aus einer Hand“ bekommen können. Am wichtigsten aber ist: Wer einen Klempnermeister beschäftigt, kann selbst Nachwuchs ausbilden und die Zukunft zu sichern. „Lehrlingszahlen nehmen stetig ab, es gibt kaum noch Klempnernachwuchs“, weiß Steffen Kurzer.

Handwerker hält ein Metallwerkzeug, trägt weiße Hemd und schwarze Weste mit großen Knöpfen.
Mit dem Klempnermeistertitel können Dachdecker selbst ausbilden im Metallbereich.

Rotes, stilisiertes Buchsymbol über dem Text „LIVE LES“.Mit dem Projekt „Handwerk on Tour“ machen zwei KlempnermeisterInnen bundesweit Werbung mit praktischem Unterricht in Schulklassen!

„Der Dachdeckerberuf hat auch immer mit dem Werkstoff Metall zu tun. Anschlussbereiche, Dachrinnen, Kaminverwahrungen – Metall ist einfach nicht wegzudenken. Und bei flacheren Dachneigungen nehmen Blecharbeiten sogar noch zu.“ Deshalb bleibe tiefergehendes Fachwissen gefragt. „Sämtliche Sonderseminare zum Thema Metall sind bei uns immer in kürzester Zeit ausgebucht“, berichtet Kurzer.

Fachtheorie und Praxis auf dem Lehrplan

Der neue Klempnermeister-Kurs setzt sich aus acht Wochen Theorie- und acht Wochen Praxisunterricht zusammen. Im ersten, theoretischen Teil steigen die angehenden Klempnermeister nochmal in Kalkulation und Betriebsauswertungen ein, befassen sich mit Vertragsrecht, mit der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB), mit der Angebotserstellung und anderer Schreibtischarbeit. Außerdem studieren sie das Regelwerk, erfahren alles über Falztechniken und Firstdetails, gehen mit Fachmathematik sowie Ansichtszeichnungen ins Detail. Im Praxisteil werden aus Zeichnungen schließlich echte Werkstücke, aus theoretischer Kenntnis echte Falze. Zudem haben die Teilnehmenden reale Einsätze an Dächern und Fassaden, ob für Metallarbeiten oder Abdichtungen in Klempnertechnik.

Ein Mann im weißen Hemd arbeitet mit elektronischen Geräten in einem modernen Laborumfeld.
„Ich empfinde es als Privileg, mein Wissen an die nächste Generation weiterzugeben", sagt Steffen Kurzer.

Vom Landessieger zum Lehrer

Steffen Kurzer hat den neuen Kurs beim Berufsförderungsverein Baden-Württemberg initiiert: „Ich habe vor zwei, drei Jahren am BBZ Mayen selbst 16 Wochen Vollgas gegeben, um den Klempnermeister zu machen. Deswegen weiß ich: Das geht, wenn man will!“ Was man wissen muss: Kurzer will immer ein wenig mehr. 2010, im Jahr seiner Freisprechung, vertrat er Baden-Württemberg als Landessieger im Bundesentscheid, bereits mit 23 Jahren hatte er den Dachdeckermeister in der Tasche. Während seiner Prüfungsvorbereitung unterstützte er seine Lehrgangskollegen und fand Spaß daran, ihnen den Stoff zu vermitteln. „Ich empfinde es als Privileg, mein Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.“

Daten und Fakten zum Klempnermeister-Kurs

Steffen Kurzer ist auch der zuständige Ausbilder des Meistervorbereitungslehrgangs auf die Klempnerprüfung im Dachdeckerhandwerk. Der Klempnermeister-Kurs beginnt am 2. November 2026 und läuft in Vollzeit bis 24. März 2027. Die Kosten betragen 7950 Euro plus Anmelde- und Prüfungsgebühren. Wer noch bis 31. Dezember 2025 bucht, erhält 10 Prozent Rabatt. Sandra Heim ist die Ansprechpartnerin für alle Fragen über Mail: heim@dachdecker-bw.de  oder Fon:  0721/93 38 01-61.

Konstanze Kulus

Konstanze Kulus ist geschäftsführende Gesellschafterin der saalto Agentur und Redaktion GmbH. Hier berät und unterstützt sie Unternehmen verschiedener Branchen in der internen und externen Kommunikation, etwa mit der Erstellung von Presseinformationen, Fachbeiträgen oder Interviews.

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