Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Bild von VELUX Banner
Große Holzwand auf einer Baustelle mit blauem Himmel im Hintergrund und Bäumen, sichtbar sind weitere Holzwände und Bauwerkzeuge am Boden.

Lagebericht Zimmerer 2025: Holzbauquote steigt weiter

Knut Köstergarten

8. Juli 2025

Trotz des Umsatzrückgangs im gesamten Bauhauptgewerbe zeigt sich das Zimmererhandwerk weiterhin stabil und widerstandsfähig. So lag der Umsatz 2024 voraussichtlich wie im Vorjahr bei 9,934 Milliarden Euro. Auf neue Höchststände ist die Holzbauquote gestiegen, bei Wohnungen und auch in Nichtwohngebäuden. Diese erfreulichen Zahlen prägen den jüngst von Holzbau Deutschland veröffentlichten Lagebericht 2025.

Bestandsbau bleibt der wichtigste Bereich

Was die Tätigkeitsfelder angeht, sind die meisten Zimmererbetriebe im Neubau, Ausbau sowie der Modernisierung von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie kleineren Zweckbauten aktiv. Die Umsatzverteilung nach Leistungsbereichen blieb weitgehend stabil. Der Bestandsbau behauptete sich mit 44 Prozent als wichtigster Bereich, gefolgt vom Neubau inklusive Holzhausbau mit 38 Prozent. Der Zweckbau legte auf 10 Prozent zu, die Restaurierung stieg auf 6 Prozent und der Ingenieurholzbau blieb konstant bei 2 Prozent.

Grafik von Anteilen von Geschäftsfeldern im Holzbau
Umsatzanteile nach Geschäftsbereichen bei den Zimmerern. (Alle Grafiken Holzbau Deutschland; Titelbild: Wever)

Anteil größerer Zimmereien steigt beständig

Dabei fällt auf, dass auch 2024 der Anteil der Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten kontinuierlich wuchs. Diese spannende Entwicklung wurde laut Lagebericht durch die steigende Nachfrage nach mehrgeschossigen Holzgebäuden und durch die vereinfachten technischen Baubestimmungen für die Gebäudeklassen 4 und 5 ausgelöst.

Fachkräftemangel sorgt für Überstunden

Andererseits wird mit zunehmender Betriebsgröße der Fachkräftemangel zum Engpass für die Betriebe. Zur Sicherung der Auslastung leisten die Mitarbeiter deshalb vermehrt Überstunden. Damit einher geht der Ruf nach der Steuerbefreiung von Überstunden – wie sie in anderen Branchen bei den Zuschlägen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit praktiziert wird. Hilfreich könnte die Ankündigung der Bundesregierung sein, sich im Rahmen der Wachstumsinitiative mit diesem Anliegen befassen zu wollen. Positiv lässt sich in diesem Zusammenhang festhalten, dass die Zahl der Beschäftigten im Zimmerhandwerk trotz des demografischen Wandels 2024 leicht um über 500 auf 74 755 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

Bild von Peter Aicher
Peter Aicher ist Vorsitzender von Holzbau Deutschland. (Foto: LIV Bayern/Pehlke)

Investitionen in Digitalisierung

Beim Investitionsverhalten der Betriebe zeigt sich, dass der Schwerpunkt bei der Digitalisierung in Planung und Vorfertigung liegt. „In den Fertigungsmethoden bis hin zu Fertigungsstraßen sehen wir derzeit noch Zurückhaltung, was angesichts rückläufiger Neubauzahlen nachvollziehbar ist“, erklärt Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland.

Grafik von Entwicklung der Nichtwohngebäude im Holzbau
Bei Nichtwohngebäuden ist die Holzbauquote 2024 um satte zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Holzbauquote: Nichtwohngebäude boomen

Die Zahl der Baugenehmigungen im Hochbau ist 2024 weiter rückläufig, allerdings sind die Einbußen im Holzbau mit 11,5 Prozent deutlich geringer als im gesamten Bauhauptgewerbe mit 19,2 Prozent. Die bundesweite Holzbauquote erreichte bei Wohngebäuden mit 24,1 Prozent einen Höchststand. Bei Nichtwohngebäuden erreichte die Holzbauquote sogar 25,1 Prozent. Hier fiel der Rückgang an Baugenehmigungen mit 7,6 Prozent erheblich geringer aus. Das hat laut Holzbau Deutschland zur Folge, dass sich Betriebe, die sich bislang auf den Bau von Eigenheimen spezialisiert haben, künftig stärker auf Sanierungen im Bestand und Dachaufstockungen sowie im wachsenden Mehrfamilienhausbau oder Industriebau positionieren müssen.

Grafik von Entwicklung der Azubizahlen
Die Ausbildungszahlen waren 2024 gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig.

Frauenanteil bei Azubis steigt

Dem Trend von rückläufigen Zahlen bei neuen Ausbildungsverträgen in der Bauwirtschaft konnte sich das Zimmererhandwerk, im Gegensatz zu den Dachdeckern, nicht entziehen. So sank die Zahl der Auszubildenden 2024 gegenüber dem Vorjahr von 8758 auf 8610. Eine Ursache ist der Rückgang im ersten Lehrjahr von 2361 auf 2263 Azubis. Dennoch stellen Zimmerer die größte Ausbildungsgruppe im Bauhauptgewerbe. „Erfreulich ist, dass auch der Frauenanteil bei den Auszubildenden im Zimmererhandwerk weiter steigt. Er lag im Jahr 2024 bei 6,1 Prozent, das sind 1,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Peter Aicher: „Es zeigt sich, dass unser Handwerk für junge Frauen immer attraktiver wird – das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Chancengleichheit.“

Sie interessieren sich für das Thema Holzbau? Dann lesen Sie unsere Story über das Holzhochhaus Roots, das nachhaltige Wahrzeichen Hamburgs.

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

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