Schwarzes DACH LIVE Logo, wobei das A und der Schrägstrich im Wort rot hervorgehoben sind.
Acht Personen in schwarzen Jacken und Arbeitshosen stehen und posieren auf einem großen Dach mit historischen Backsteinbauten und Gerüsten im Hintergrund. Bei der Gruppe scheint es sich um Bauarbeiter oder Dachdecker zu handeln.

Dach-Baustellen

Zwei Oberlichtfenster mit geschlossenen Außenjalousien sind auf einem dunklen, mit Ziegeln gedeckten Schrägdach installiert, und im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Produkte

Zwei Arbeiter in grünen Hemden und Handschuhen verlegen unter strahlend blauem Himmel orangefarbene Dachziegel auf einem Schrägdach, wobei einer dem anderen einen Ziegel reicht. In der Nähe sind Stapel von Ziegeln zu sehen.

Dachdeckerbetrieb

Ein Arbeiter mit rotem Schutzhelm und Klettergurt kniet auf einem Dach, hält ein Telefon in der Hand und überprüft die an einem Kabel befestigte Sicherheitsausrüstung.

Arbeitssicherheit

Eine lächelnde Person in einem weißen Hemd und grauen Handschuhen verlegt Dachziegel auf einem schrägen Dach, wobei im Hintergrund Sicherheitsnetze und Gebäude zu sehen sind.

Dachdecker werden

Zwei Männer stehen in einem Lagerhaus und schauen gemeinsam auf eine Tafel. Ein Mann trägt ein rotes Hemd und hält ein aufgerolltes Papier, der andere trägt ein schwarzes Hemd. Im Hintergrund sind große Regale mit Säcken oder Behältern zu sehen.

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Ein Wikingergesicht als Schieferornament im Spezialkurs gefertigt

Knut Köstergarten

8. März 2022

Mike Schawohl ist stets bereit, Neues zu versuchen und zu erlernen. So machte er beim Wettbewerb Miss und Mister Handwerk 2022 mit, wo er es bereits in den Kalender geschafft hat. Und deshalb nahm er als einer von 13 Dachdeckern am jüngsten Schieferornament-Kurs der Handwerkskammer Köln teil.

Bei dieser traditionsreichen Weiterbildung steht inzwischen eine praxisnahe Theorie im Fokus, die den Teilnehmenden die Möglichkeit bietet, auch alltagsübliche Ornamente eigenständig zu planen und umzusetzen. Damit jeder in den fünf Tagen des Schieferornament-Kurses sein gewähltes Objekt auch vollständig realisieren kann, wurde die Maximalgröße der Kunstwerke aus kleinen Steinen begrenzt.

Altdeutsche Deckung für Wikingergesicht

Für Mike Schawohl war das Motiv klar: ein Wikingergesicht. „Nach den Sicherheitsunterweisungen und einer kurzen Einführung in den Schieferkurs ging es auch direkt ans Modell“, berichtet er über den Start. Der Dachdeckergeselle entschied sich für die altdeutsche Deckung und hat dann die Steine selbst zugehauen. „Etwas schwieriger war die Festlegung der jeweiligen Steinfarben, etwa das Rot für den Bart. Nachdem ich mich entschieden hatte, konnte es losgehen mit meinem Schieferornament.“

Die Entstehung des Wikingergesichts als Schieferornament.
Die Entstehung des Wikingergesichts als Schieferornament. (Foto: Schawohl)

Herausforderung: der geflochtene Bart

Eine Herausforderung war die Einbindung des geflochtenen, dunkelroten Bartes. „Das Zuhauen des seitlichen Bartes kostete mich zwischenzeitlich einiges an Nerven, da er mir zweimal zerbrochen ist“, erzählt Schawohl. Am Abend dieses Tages hatte er bereits das Gefühl, dass das Schieferornament am Ende richtig gut aussehen wird.

Viel gelernt und viele interessante Menschen kennengelernt

Sein Fazit zum Schieferornament-Kurs: „Es war eine echte Aufgabe für mich, den Wikinger zu fertigen, da ich auf der Baustelle sonst meist nur Unischiefer ‚gerade weg‘ verarbeite. Es hat mir aber sehr viel Spaß gemacht und mit der Unterstützung der Dozenten Martin Lorenz und Uwe Bierbaum habe ich mein Schieferornament fertig bekommen. Ich habe sehr viel gelernt, was die Schieferbearbeitung des angeht und viele interessante neue Leute kennengelernt.“ Schawohl hat sich vorgenommen, auf der Arbeit als Dachdeckergeselle bald das nächste Schieferprojekt anzugehen, um das frisch Gelernte zu festigen.

Die große Arbeitshalle
Die Arbeiten an den Schieferornamenten laufen auf Hochtouren. (Foto und Titelbild: Tornow/Primero-Schiefer GmbH)

Von Motivsuche bis Ermittlung der Zeitwerte

Der diesjährige Schieferornament-Kurs wurde vom Leiter der Kölner Meisterschule für Dachdecker, Mike Lindner sowie den altbewährten Dozenten Uwe Bierbaum und Martin Lorenz plus Christoph Bolz, Dozent am MeisterCampus der Handwerkskammer zu Köln, begleitet. Schwerpunkte der theoretischen Weiterbildung waren, neben wichtigen Aspekten der Motivsuche, die unterschiedlichen Möglichkeiten der Vorlagenherstellung sowie die Kalkulation und die dafür notwendige Ermittlung der Zeitwerte. Denn die Teilnehmenden sollen nach Abschluss in der Lage sein, einem interessierten Kunden ein passendes Angebot zu erstellen.

Erfahrene Dozenten unterstützen Teilnehmer

In den weiteren Kurstagen entstanden aus den groben Vorlagen ansehnliche Kunststücke aus kleinen und großen Schiefersteinen. Ein Großteil des notwendigen Farbschiefers lieferte wie in den Jahren zuvor die Primero-Schiefer GmbH aus Wipperfürth. Immer wieder wurden die Handwerkskünstler, darunter auch eine Frau, von den Dozenten bei kniffligen Fragen der Umsetzung unterstützt. So konnten bis zum Ende der Woche alle Ornamente fertiggestellt und teilweise noch zusätzlich mit Schieferöl, Farbe oder Gravuren akzentuiert werden.

Mike Schawohl mit seinem fertigen Wikingergesicht.
Fertig! Mike Schawohl zeigt stolz sein gelungenes Schieferornament. (Foto: Schawohl)

Schieferornament-Kurs: Kunstwerke einpacken für Transport

Nach dem großen Finale am Freitag ging es ans gemeinsame Einpacken. Denn die Teilnehmer verstauten ihr Schieferornament direkt im eigenen Firmenfahrzeug oder auf dem mitgebrachten Hänger, um sie mit nach Hause zu nehmen. Kurz davor wurden die Meister-Werke noch professionell abgelichtet und ein Erinnerungsfoto geschossen.

Sie interessieren sich für Weiterbildungen? Dann lesen Sie unsere Story über Patrick Buschak und seine Teilnahme am Klempnermeisterkurs am BBZ Mayen.

Knut Köstergarten

Schreibt seit 20 Jahren für das Printmagazin „das dach“ und leitet dort und bei Dach\Live heute die Redaktion. Der ausgebildete Journalist hat sich in vielen Themenfeldern ausgetobt und sich inzwischen auf Dachhandwerk spezialisiert. Seine Leidenschaft sind Interviews, denn ihn interessiert die persönliche Sicht auf die Dinge, gerade auch von Unternehmern.

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